Ich warte nicht mehr auf Liebe und Zuwendung von außen. Ich hoffe nicht mehr auf einen Menschen, mit dem die Liebe sich wie von selbst entfaltet. Das mag geschehen, oder auch nicht. Doch jeder Moment des Wartens ist ein verschwendeter Moment meines kostbaren Lebens. Ich entscheide mich jetzt, in diesem Moment für die Liebe. Ich liebe das, was gerade da ist. Nicht in der Zukunft, nicht als Erinnerung an schöne Momente, sondern genau jetzt. Das ist möglich und immer meine beste Entscheidung.


Wenn du gerade atmest, dann atme Liebe ein und aus. Wenn du gerade kochst, dann gib all deine Liebe da hinein. Wenn dir gerade langweilig ist, dann werde dir bewusst, das alles beseelt und lebendig ist und du mit allem in eine liebevolle Beziehung gehen kannst. Und falls du dich gerade streitest, dann halte inne, öffne dein Herz und schau mit Liebe auf dein Gegenüber.

Liebe ist. In jedem Moment. Du hast die Wahl, ob du sie wahr-nehmen willst oder nicht. Du hast auch die Wahl, ob dir in einer Minute schon wieder ein anderer Gedanke wichtiger ist, oder nicht.

Liebe wird wahrnehmbar, wenn du dich auf ihre Prinzipien einlässt, die denen der französischen Revolution erstaunlich ähnlich sind:

Gleichheit (alle Wesen und Dinge sind beseelt und gleichermassen liebenswert)
Freiheit (Liebe fließt nur in Freiheit und Freude, nicht in Abhängigkeit, Angst und Mangel, weil diese das Gegenteil von Liebe sind)
Brüderlichkeit (jedes Wesen ist als dein Bruder/deine Schwester mit dir verbunden und diese Verbindung ist Liebe)

Also egal, ob du auf einen Sonnenuntergang, oder eine Müllhalde schaust: beide sind gleich liebenswert. Beide sind göttlich und ihrer Essenz das selbe Eine. Natürlich wird sich dein Verstand und dein gesamtes menschliches System gegen diese Gleichmacherei wehren: Ein Sonnenuntergang ist schön und Müll ist ekelig. Und das ist auch völlig ok, weil das auf der Mensch-Körper-Ebene tatsächlich so ist. Die Ebene der Liebe von der ich hier spreche ist eine viel höher schwingende Ebene, auf die wir als Mensch oft ein Leben lang keine Zugriff haben.

Sie wird erst sichtbar und fühlbar, wenn du alle menschlichen Konditionierungen beiseite lässt und dein Herz ganz öffnest, allen Schmerz und alle Tränen fließen lässt, bis du so rein und neu bist, wie der frische Tau am morgen. Erst dann kann die Schwingung der reinen Liebe sich in dir ausbreiten und dann weißt du wovon ich hier spreche.

Diese Frequenz gilt es dann zu halten, bzw. so oft wie möglich wieder zu erfahren. Die feine, alles durchwebende Schwingung der Liebe ist das Ziel von Yoga, Meditation und aller spirituellen Praxis. Alles was vorher geschieht ist eine Vorbereitung auf den Moment der Liebe.