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Prinzipien

der Liebe

Selbstliebe  Vergebung  Resonanz  Grenzen  Gefühle

Liebe ist in meinen Augen etwas ganz natürliches. Sie wird mit Leichtigkeit gefühlt, wenn wir ihren Prinzipien folgen. Und sie bleibt ebenso unerreichbar, wenn wir es nicht tun. Von Natur aus sind wir als Mensch schöpferische Wesen. Wir haben die Fähigkeit eigene Gedanken und Reaktionen zu wählen. Durch diese Wahl entscheiden wir uns in jedem Moment für die Liebe – oder gegen sie.

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Es liegt an uns selbst, die richtige innere Einstellung zu finden, um diese Frequenz auch wirklich empfangen zu können. Das Einstellen unseres Körper-Seele-Geist Systems auf die feine, alles durchwebende Schwingung der Liebe ist das Ziel von Yoga, Therapie, Meditation, Gebet und spiritueller Praxis. Auch von Singen, Tanzen, Kuscheln, Küssen, Kreativität, Romantik und anderen weltlichen Aktivitäten. In spirituellen Kreisen wird das Einswerden mit der Liebe Erleuchtung oder Samadhi genannt, für Christen heißt es Himmel und für rationale Menschen Flow oder High oder Verliebtsein.

Liebe funktioniert, wie alles andere, nach dem Gesetz der Resonanz. Desto mehr wir sie verschenken, desto mehr kommt sie in unser Leben zurück. Das wundervolle, warme Gefühl, was wir dabei im Herzen spüren, ist der Indikator, das wir gerade alles richtig machen. Ebenso wie die kalte Verzweiflung unseres Verstandes ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass wir gerade ängstlich oder wütend auf dem Weg in herzlose Abgrenzung sind.

Obwohl Liebe das schönste Gefühl auf Erden ist, wird sie leider in keiner Schule gelehrt und unsere Eltern sind selten ein gutes Vorbild. Doch Liebe ist erlernbar, wenn wir ihre Prinzipien kennen und uns ganz auf sie einlassen.

Ich wünsche dir viel Spaß mit diesem Buch. Nimm dir das mit, was sich für dich stimmig anfühlt, was dein Herz berührt. Jeder Mensch ist individuell und hat seine eigenen Erfahrungen und Vorlieben. Wenn du magst, dann such dir einfach ein Prinzip aus, was dich besonders fasziniert und beginne dort mit dem lesen.

Hingabe

ICH GEBE MICH DEM OZEAN DES LEBENS HIN

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Das eigene Herz bewusst für die Dimension der Liebe zu öffnen ist Hingabe in ihrer höchsten Form. Diese Art der Hingabe ist in unserer modernen Welt selten geworden, da wir uns sehr auf die Kultivierung unseres Verstandes spezialisiert haben. Unser Verstand kann uns zwar in der Welt weit bringen, allerdings nicht bis zum Ziel eines offenen Herzens. Der Verstand ist in erster Linie ein Hilfsmittel um besser überleben zu können.

Wahre Freude entsteht durch Hingabe an die Macht der Liebe. Hingabe ist ein Loslassen von Enge und Verschlossenheit und ein Einlassen auf eine höhere Kraft, bzw. an eine unsichtbare Dimension, welche durch genau diesen Akt der Hingabe Gestalt annimmt und erfahrbar wird.

Wenn du ein Erlebnis der Hingabe hast, wenn sich dein Herz öffnet und du die Ekstase der Liebe erfährst, dann weißt du ohne einen Zweifel was der Sinn des Lebens ist.

Genau genommen sind wir natürlich immer in der Hingabe an irgend etwas. Vielleicht geben wir uns der Arbeit hin, den Kindern, dem Geld, dem Sport, den Idealen, der Schönheit. Alles was wir mit ganzem Herzen und voller Liebe tun, ist eine Form der Hingabe. Wenn es uns in diesem Moment glücklich macht, dann erfüllt es seinen Zweck. Wir sind schöpferische Seelen, welche sich auf dieser Erde als Liebe in Aktion erleben wollen.

Das Problem mit der Hingabe an irdische Projekte, Partner und Ideen ist die Vergänglichkeit selbiger. Alles was hier auf Erden kommt, geht auch wieder. Das ist ist eine super Sache, wenn es um Migräne oder Magenverstimmung geht. Vergänglichkeit ist aber auch sehr schmerzhaft, wenn es den Verlust eines Kindes oder eines Liebespartners bedeutet. Sich etwas Vergänglichem hinzugeben, braucht deshalb die Fähigkeit loszulassen und darauf zu vertrauen, das alles was geht, auch Raum für Neues erschafft. Dieses Vertrauen entsteht durch den Fokus auf das unvergängliche Selbst in allem worauf wie schauen. Dieses Selbst ist die Liebe, die wir suchen und sie ist unvergänglich, da sie jenseits von Raum und Zeit existiert.

Natürlich wollen wir uns als Mensch nicht nur dem göttlichen Selbst hingeben, sofern wir nicht als Mönch oder Nonne im Kloster leben. Wir wollen auch die ganz irdisch-körperlichen Genüsse von Liebe in Beziehung erleben. Das bringt uns zu den spannenden Dynamiken von Hingabe in der Liebesbeziehung:

Wenn du dich ganz auf eine körperlich leidenschaftliche Beziehung einlässt und dir keine anderen Optionen der Hingabe offen hältst, wirst du höchstwahrscheinlich auch mit Verlustängsten konfrontiert sin, weil du dich durch deine Hingabe verletzlich und abhängig von deinem Partner machst. Diese Abhängigkeit fühlt sich für dich wie verschmelzende Hingabe an, für deinen Partner eventuell wie lästiges Klammern – es sei denn, er gibt sich dir auch ganz hin. Dann fühlt es sich für eine Weile einfach nur schön an, bis diese Phase des symbiotischen Verliebtseins irgendwann wieder vorbei ist.

Wenn du dich nicht so richtig deinem Partner hingibst und deine Energie in viele andere Richtungen lenkst, dann wirst du keine Verlustängste haben, denn selbst wenn deine Hauptbeziehung weg bricht, hast du immer noch deine Freunde, deine Arbeit, deine Hobbys und vielleicht auch Liebschaften. Allerdings ist dann nur wenig Zeit und Energie für deinen Partner übrig, was die tiefe Hingabe in der Beziehung erschwert oder sogar komplett verhindert, wenn du mit deinem Fokus ständig woanders bist. Das führt zu leidenschaftslosem Nebeneinanderherleben und früher oder später zur Trennung, weil Beziehung nur durch die Hingabe aneinander aufrecht erhalten wird.

Es ist in der Tat nicht einfach das optimale Verhältnis zwischen Hingabe an den Partner und Hingabe an die gesamte Schöpfung zu finden. Ich glaube sogar, das es eine der schwierigsten Aufgaben im Leben ist, weil es nebenher auch noch Berufung, Kinder, Hobbys und Verpflichtungen gibt, die unsere Hingabe erfordern.

Ich sehe immer wieder wundervolle Liebes-Beziehungen und Familien an der einfachen Tatsache scheitern, dass der Tag nur 16 Wachstunden hat, in denen Arbeit, Kinder, Aufräumen, Essen machen, Wege erledigen, Hobbys, Freunde, Wäsche waschen, Haus bauen usw. so viel Zeit und Hingabe brauchen, das für lange Paargespräche, Spaziergänge und Liebesnächte mit dem Partner schlichtweg keine Zeit mehr bleibt. Das führt dazu, dass der vernachlässigte Partner sich einer anderen Liebesquelle hingibt, die im besten Fall seine eigene göttliche Seele ist, oft aber auch die Arme eines anderen Liebhabers, der Lust und Zeit hat, sich dem Liebesspiel hinzugeben.

Wenn du an einer stabilen, hingebungsvollen Liebesbeziehung interessiert bist, kann ich dir empfehlen, deine Prioritäten der Hingabe klar bewusst zu machen und sie neu zu sortieren.

PRIORITÄTEN FÜR EINE ERFÜLLTE PAARBEZIEHUNG

An erster Stelle sollte immer die Hingabe an dein eigenes Seelen-Selbst stehen. Niemand kennt dich so gut und weiß so genau, was das beste für dich ist, wie dein höheres Selbst. Es schickt dir permanent Impulse, Vorlieben, Visionen und Talente. Gib dich in erster Linie dieser Führung hin und drücke dieses Selbst in deinem Leben und deiner Leidenschaft aus. Formen dieser Hingabe können Kunst, Musik, Tanz, Gebet, Meditation, Sport, Wandern, Sexualität und all das sein, was dir Spaß macht und dich glücklich in diesem Moment aufgehen lässt. Erst wenn es dir selbst gut geht und du in Fülle bist, kannst du aus vollem Herzen etwas geben.

An zweiter Stelle kommt dann schon die Hingabe an deinen Partner, denn diese ist die Basis für deine Paarbeziehung. Ohne sie gibt es keine Beziehung, keine Gespräche, keine gemeinsamen Visionen, keine Kinder, keine Sexualität. Wenn du der Hingabe an den Partner nicht die zweithöchste Priorität in deinem Leben einräumst, wird es jemand anderes tun und dann wird die Beziehung sehr schmerzhaft, bzw. ist sehr schnell Vergangenheit.

An dritter Stelle steht die Berufung, die dich in Verbindung mit anderen Menschen setzt, einen Austausch möglich macht und dir ein Einkommen gibt. Ohne diesen Austausch bist du kein Teil der Gemeinschaft. Früher war es tödlich nicht dazu zu gehören, heute ist es eher psychisch belastend, nichts geben zu können und von anderen wie ein Kind abhängig zu sein. Du hast etwas wichtiges zu geben und andere warten genau auf diese Gaben.

An vierter Stelle stehen dann die Kinder, welche in einer funktionierenden Gemeinschaft ihren Platz, ihre Freunde und ihre Bestimmung ganz von selbst, also mit der Führung ihres eigenen Selbst, suchen und finden. Da es solche Gemeinschaften heute kaum noch gibt, sehen sich die Eltern in der ausschließlichen Verantwortung, was sie und die Kinder überfordert und die Familie manchmal zerbrechen lässt. Natürlich brauchen Kinder in den ersten Jahren sehr viel Fokus und Hingabe, höchstwahrscheinlich rutschen sie sogar an allererste Stelle, doch sollte das mit sehr viel Bewusstheit geschehen und für beide Partner ok sein. Wenn das eigene Selbst, der Partner und die Berufung wegen dem Kind auf Dauer hinten angestellt werden, ist niemandem gedient. Auch nicht dem Kind, welches all den Frust über die unnatürliche Prioritätenverteilung der Eltern unterschwellig zu spüren bekommt. Dieses Verhalten erzeugt verstörte und störende Schreikinder, die es später im Leben sehr schwer haben werden auf ihre eigene innere Stimme zu hören.

Wenn du keine Kinder hast, dann kannst du deine Freunde an diese 4. Stelle stellen. Natürlich sind Freunde auch für Eltern sehr wichtig, doch wirst du feststellen, das sie ganz automatisch auf hintere Plätze rutschen, sobald du kleine Kinder hast.

An fünfter Stelle stehen alltägliche Verpflichtungen, wie aufräumen, Wäsche – und Geschirr waschen, Haus bauen, Auto und Fahrräder pflegen und die 1000 anderen Sachen die so im Alltag anfallen. Alleine diese letzte Stelle im Prioritätenplan ist für viele Menschen schon tagesfüllend.

Wenn du magst, dann mach dir eine Liste in der du deine Prioritäten alle zuordnest und ihnen den richtigen Platz in deinem Leben einräumst. Sei vor allen sehr bewusst bei der Einordnung deines Partners. Wenn du ihn an erste Stelle stellst, wirst du selbst zum unattraktiven Kind, weil für Kinder die Eltern an erster Stelle stehen und diese Form der Beziehung asexuell ist. Wenn du Arbeit, Freunde, Kinder und Alltägliches vor deinen Partner stellst, dann wird sich dieser auch nicht wohl fühlen und früher oder später dorthin gehen, wo ihm der gebührende Platz eingeräumt wird.

Integration

ICH INTEGRIERE AUCH DIE GRÖSSTE PROBLEME

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Die menschliche Psyche ist eine Ansammlung verschiedenster Verhaltensmuster, Lebenseinstellungen, Gedanken und Überlebensstrategien. Wir sind sehr vertraut mit unserer eigenen Psyche, unserem persönlichen Charakter und halten unser eigenes Sein für das einzig Wahre und Stimmige. Doch wenn wir in die Welt schauen, sehen wir, dass es noch sehr viele andere Spielarten des Lebens gibt, die wir integrieren dürfen, wenn wir sie interessant finden – oder einfach ignorieren, wenn sie und langweilen.

Interessant wird es, wenn wir selbst ein Thema mit einer Lebensweise oder einem Gefühl haben, welches wir in uns – und damit auch in anderen anlehnen. Wie zum Beispiel Geiz, Unsicherheit, Kleinlichkeit, Scham, verpönte sexuelle Vorlieben, kindisches Verhalten, Ängste, Wut und Süchte. Alles was wir in uns selbst nicht sehen wollen und ablehnen, wird auch in anderen Menschen abgelehnt und dort stellvertretend bekämpft.

Deshalb sind latent schwule Männer oft besonders homophob, unsichere Polizisten besonders brutal, zölibatere Kirchenführer besonders pädophil und übersensible Menschen besonders harten Drogen zugewandt. Schwer ins Umfeld passende Charaktereigenschaften werden also nicht integriert, sondern bekämpft oder mit ihrem Gegenteil kompensiert. Das macht uns krank und zeitigt monströse Auswüchse im eigenen Selbst und in der Gesellschaft.

Es liegt in der Natur des Menschen fremde Lebensarten und Charakterzüge interessant zu finden, aber dankend abzulehnen, wenn es um deren Integration geht. Warum? Ganz einfach, weil wir bereits mehr oder weniger perfekt an unsere eigenen Lebensumstände angepasst sind und fremde Verhaltensweisen erst erprobt werden müssen, was viel Energie kostet. Mit Energie will die menschliche Psyche und auch der Körper sehr gut haushalten, denn in unserer entwicklungsgeschichtlichen Vergangenheit gab es nie genug davon. Und in vielen Teilen dieser Erde ist das immer noch der Fall.

Wenn du dich also fragst, wo die ganze Angst vor fremden Menschen und Viren, die Engstirnigkeit, das Konservative, das Beharren auf dem was ist, herkommt: Es ist einfacher und sicherer bei dem zu bleiben, was man ist, auch wenn es schon knirscht im Getriebe der eigenen Psyche.

Das Knirschen kommt vom Sand der Stagnation. Während das Individuum zur Energie konservierenden Faulheit neigt, strebt die Natur nach ständiger Veränderung und immer umfassenderer Integration. Was manchmal auch zur Auslöschung des integrierenden Individuums führen kann, wenn das Neue stärker und in der Überzahl ist. Was der Natur egal ist – und gleichzeitig unsere instinktive Vorsicht vor allem Fremden und Neuen erklärt.

Vorsicht ist gut und angebracht, Ablehnung dagegen nicht, denn wenn immer alles beim Alten bleibt, verdirbt es in inzestuöser Verkümmerung. Das Leben braucht ständigen Austausch, um in der Evolution voran zu schreiten. So gefährlich Integration auch für das Individuum sein mag – Ablehnung und Kampf sind keine wirkliche Alternative, weil sie meist zu Krieg oder einer degenerierten Gesellschaft der Verängstigten führt.

Integration spielt sich natürlich nicht nur auf gesellschaftlicher und gesundheitlicher Ebene ab, sondern auch und ganz besonders in unseren Liebesbeziehungen. Da Liebe von Natur aus eins ist, will sie alles integrieren, sich mit allem verbinden.

Und wenn wir ein bewusster, wachstumswilliger Mensch mit genügend Energie und Selbstvertrauen sind, dann wird uns unsere Seele irgendwann einen Partner schicken, der uns herausfordert das eigene Sein zu erweitern und auf eine neue Stufe zu heben. Einen Partner, der uns aufgrund seiner Andersartigkeit total fasziniert und mit seinen Integrationsaufgaben täglich herausfordert.

Um diese Aufgaben anzunehmen, braucht es eine integrierende Liebe, die nicht vor dem Anderssein des Partners zurückschreckt, sondern fasziniert darauf zugeht. Natürlich ist diese Form der Liebe schwierig, da wir meistens einen Rucksack voller Ängste, Zweifel, Ablehnung, Verletzung, Wut und Selbstschutz aus unserer Kindheit mitbringen, der uns davon abzuhalten versucht. Doch auch all diese abgelehnten inneren Kinder wollen geliebt, angenommen und integriert werden, was ja auch der Grund ist, das wir uns diesen besonders herausfordernden Partner ausgesucht haben.

Wenn wir nicht integrierend lieben, dann erhöhen oder unterwerfen wir uns. Wir spielen entweder das allmächtige Elternteil für den Partner oder begeben uns in eine sehnsüchtige Kinderrolle, die lieb und nett und artig ist, um zu gefallen. Dieses Überhöhen und Unterwerfen spielen wir Menschen in der Politik, auf Arbeit, in der Familie und in der Paarbeziehung. Das hat nichts mit Integration und Liebe zu tun, sondern es sind primitive Ego-Strategien, die unser Überleben kurzfristig sichern.

Auf lange Sicht führt Ablehnung immer zu Krieg und Elend, wie wir sehr gut an dem grauenhaften Geschehen im Mittelalter sehen. In Frauen wurde damals nur das göttliche Ideal der Jungfrau Maria verehrt. Die tatsächlich kraftvollen, intelligenten und sinnlichen Frauen der Zeit wurden aber als Hexen diffamiert, verachtet und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Dabei hätte die Integration der Weiblichkeit den grauen, versteinerten Männern der damaligen Zeit sehr gut getan. Stattdessen wehrten sie sich vehement dagegen und bekämpften die eigenen weiblich-sinnlichen Anteile im außen.

Das gleiche geschieht auch heute mit der Angst vor Viren und Krankheiten. Statt zu erkennen, das Leben überhaupt erst durch die Integration verschiedenster Bakterien und Viren entstehen konnte und diese absolut notwendig sind, damit altes wieder zu Erde wird und neuem Platz macht, werden unbedeutende Krankheiten zum Hauptfeind stilisiert und mit deren Bekämpfung soviel Schaden angerichtet, wie die Krankheit selbst nie verursachen könnte. Was lernen wir daraus?

Integration ist immer die liebevollste Lösung. Sie gibt beiden Seiten die Chance einer Vereinigung. Meist entsteht daraus eine befruchtende Beziehung. So wie aus dem Samen, der von der Eizelle integriert wird, ein Kind entsteht. Integration ist unsere große Chance, um als Menschheit zu überleben.

Integrierende Liebe muss auch alle Lebensformen beinhalten, die wir gerne vergessen, die aber für unser Leben absolut wichtig sind, wie Insekten und die Vielfalt der Tierarten, von denen jedes Jahr tausende für immer von dieser Erde verschwinden, weil wir Menschen uns wie ein Krebsgeschwür, bis in die letzten Winkel der Erde ausbreiten und die Integrationskraft der Natur schon seit einigen Jahrhunderten überschritten haben.

Gerade die Integration der animalischen, dunklen und wilden Aspekte unserer Seele ist heute wichtiger denn je. Sie ist das Gegenteil von tausenden Jahren unterdrückender Erziehung, die schon in der frühen Kindheit beginnt, über die Schulen fortgesetzt wird und in todlangweiliger Arbeit ihr Ende findet. Integration macht uns zu umfassend intelligenten und fühlenden Wesen. Unterdrückende Erziehung schrumpft uns zu angepassten kleinen Ego-Persönlichkeiten. Persona ist das altgriechische Wort für Maske – wie passend in den Zeiten von Corona-Wahn.

Jetzt

ICH LEBE IN GENAU DIESEM MOMENT

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Wir Menschen sind so sehr an Zeit mit Vergangenheit und Zukunft gewöhnt, dass wir die meiste Zeit völlig vergessen, dass es immer nur das Jetzt gibt. Die Gegenwart, also dieser Moment, genau jetzt, ist aber in Wirklichkeit die einzige Zeit, die wir je erfahren können. Indem wir voll und ganz in diesen gegenwärtigen Moment eintauchen, werden wir ein Gefühl für die Ewigkeit entwickeln, denn dieser Moment endet nie. Er wandelt sich ständig und doch ist er zeitlos. Zeit entsteht nur in unseren Gedanken an Vergangenheit und Zukunft. Sobald wir diese Gedanken weg lassen, bleibt nur die Gegenwart übrig.

Dieses Jetzt, die Ebene der Zeitlosigkeit ist das Zuhause unserer Seele. Unsere Seele ist das große Bewusstseinsfeld, mit dem unser Körper während des Lebens sehr eng verbunden ist. Die Seele ist die reine Liebe unseres Seins und sie ist das Resultat all unseres Lernens, Wollens und Wünschens. Aus der bewussten Verbindung mit unserer Seele und dem Zulassen ihrer Impulse und Inspirationen, entspringt der Liebesfluss in unserem Leben.

Das Glück der Liebe, welches wir meist in der Zukunft erhoffen oder aus der Vergangenheit erinnern, ist in diesem Moment bereits anwesend, wenn wir uns mit der Kraft unserer Seele verbinden.

Jedes mal, wenn wir auch nur den leisesten Wunsch haben, wird er auf der Seelenebene registriert und verwirklicht. Wenn wir Menschen diese Verwirklichung nicht als gefühlte Realität erleben, liegt das nur daran, das wir es durch widersprüchliche Gedanken und Ängste nicht zulassen.

Wir denken z.B. das wir das Glück nicht wert sind, das wir hart dafür arbeiten müssen, das uns Liebe und Reichtum nicht zusteht, das es die Seele gar nicht gibt, oder sogar das Gott oder das Karma unser Glück nicht erlauben, weil wir uns nicht nach den Geboten unserer Religion verhalten. Und so werden diese Gedanken zu unserer persönlichen Wahrheit.

Natürlich würde unsere Seele uns gerne alles geben, aber auch unsere Seele kann sich nicht über unsere abweisenden Gedanken hinwegsetzen, weil unser freier Willen unantastbar ist.

Sie bewahrt aber in der Zwischenzeit all unsere schönen Wünsche für uns auf, bis wir irgendwann wieder zur Besinnung kommen und in Resonanz mit unserer Seele sind. Wir werden diese Resonanz an einem Gefühl intensiver Liebe erkennen.

Unsere Seele wartet also nur darauf uns zu beschenken und wenn wir uns mit ihr im Jetzt vereinen, dann können wir die Früchte unseres Lebens sofort ernten, ohne Kampf und Selbstaufopferung. Wird das schwierig oder anstrengend sein? Anfangs vielleicht schon.

Wenn unsere geistige Kraft noch nicht trainiert ist, dann wird unser Geist im Alltag und sogar in der Meditation überall sein, außer im gegenwärtigen Moment. Zum Glück ist auch die geistige Kraft trainierbar wie ein Muskel und genau dieses Training werden wir mit regelmäßiger Übung erreichen. Und schon nach wenigen Wiederholungen dieser Meditation werden wir erstaunt feststellen, wie leicht es uns fällt im Jetzt zu bleiben.

Warum ist es überhaupt so wichtig im Jetzt zu sein und diesen gegenwärtigen Moment zu spüren? Wozu das Bewusstsein auf das Jetzt fokussieren, wenn es doch scheinbar eine goldenen Zukunft gibt? Sollte man nicht besser an sich selbst arbeiten, damit man in Zukunft etwas besseres verdient als das, was Jetzt ist?

Nun, bevor wir nicht erkennen, das wir bereits jetzt perfekt und vollständig sind, werden wir unser Glück in die Zukunft projizieren, die nie kommen wird, weil es immer nur das Jetzt gibt. Wir werden glauben, das wir nur noch ein klein wenig besser werden müssen, um morgen endlich wertvoll genug zu sein und das Glück verdient zu haben. Und so wird es auf ewig in der Zukunft bleiben.

Wenn wir uns dagegen völlig im Hier und Jetzt öffnen, dann kann die Perfektion unserer Seele sich genau jetzt offenbaren und alles was wir uns je wünschten, wird als Erfahrung spürbar sein. Wir Menschen sind kreative, schöpferische Wesen und das Jetzt ist der Punkt, an dem sich unsere Schöpferkraft in diese Welt ergießt.

Natürlich können wir in Gedanken über eine großartige Zukunft träumen, aber es wird immer das Jetzt sein, in dem dieser Traum stattfindet und es ist auch das Jetzt indem er letzten Endes wahr wird.

Das Jetzt ist also der einzige Moment den es gibt und es ist auch der Verbindungspunkt zwischen unserer Seele und unserem physischen Körper. Nur im Jetzt kann die Fülle unseres grenzenlosen Wesens körperlich spürbar werden.

Warum fällt es uns dann so schwer, wie ein kleines Kind ganz im Hier und Jetzt zu sein?

Weil wir eine Karriere daraus gemacht haben, Glück und Liebe in der Zukunft zu suchen. Wir haben uns irgendwann, meist in der frühen Kindheit, dazu entschlossen, das die Zukunft interessanter ist, als der jetzige Moment. Wir wollten mehr, als unser reines Sein im Moment erleben.

Das ist auch absolut verständlich, denn ohne diesen Wunsch wäre unser gesamtes Universum nicht entstanden und somit ist der Wunsch nach mehr, anders und besser, die Wiege unseres körperlichen Seins.

Wir haben uns seit Anbeginn der Zeit eine Zukunft erträumt, die anders und besser ist als die Gegenwart – so geschieht Schöpfung und Evolution auf allen Ebenen.

Der einzige Fehler den wir dann machten, ist der Glaube, das wir uns diese Zukunft selbst erarbeiten müssen! Wir glauben, dass wir immer wieder sorgenvoll über die Zukunft nachdenken und sie uns hart erkämpfen müssen. Damit haben wir das Vertrauen in die Kraft unserer Seele größtenteils verloren, welche uns mit Leichtigkeit zu all dem führt, was wir innerlich schon sind und in der Welt erleben möchten.

Oft sind wir in einem Teufelskreis gefangen: Die schöpferische Kraft unserer Seele kann nur im Jetzt spürbar werden, doch da unsere Gedanken immer in der Zukunft sind, fühlen wir diese Kraft nicht mehr. Desto kraftloser wir uns fühlen, desto weniger sind wir im Jetzt und desto mehr versuchen wir unser Glück zu erkämpfen und zu erarbeiten.

Und all die Zeit wartet unsere Seele nur darauf, dass wir endlich aufgeben und uns lieben lassen. Doch dazu wurden wir nicht erzogen. Uns wurde von klein auf beigebracht, dass das Leben hart ist und nur der Stärkste durchkommt. Das war vielleicht auch so in der Vergangenheit, doch schon seit vielen Jahren sind wir in einem weltweiten Umbruch, der die Werte unserer Vorväter langsam verblassen lässt und den Wahrheiten unserer Seele zu größerem Einfluss verhilft.

Die Zeit ist nun reif für die völlige Offenheit unseres Geistes und die Hingabe an diesen Moment. Hier und jetzt erkennen wir uns Selbst und die Schönheit unserer eigenen Seele, welche genau jetzt ihr sanftes Licht auf uns scheinen lässt. Dieses Licht schenkt uns alles, was wir bisher in Vergangenheit und Zukunft gesucht haben. Und dieses Licht versuchen wir in der folgenden Meditation zu erreichen.

MEDITATION IN DIE FÜLLE DES JETZT

Nimm dir für diese tiefe Meditation eine halbe Stunde von allen Verpflichtungen frei und gehe sicher, das du für diese Zeit absolut ungestört bist.

Wenn du soweit bist, dann setze oder lege dich bequem hin, und lass alle Gedanken los, die dir vielleicht noch durch den Kopf gehen.

Nimm einen tiefen Atemzug in Bauch und lass den Atem mit einem langen Ahhhhh ausströmen. Atem ein…und atme aus…Du fühlst, wie mit dem Ausatmen alle Anspannung aus dir heraus fließt.

Nimm einen weiteren Atemzug und sauge die Fülle dieses Momentes in dich hinein…Und lass wieder alle Anspannung mit einem langen Ahhhhh aus dir heraus fließen…

Dann nimm noch einen tiefen Atemzug…Übergib alle Gedanken, Sorgen und Problem deinem Atem und lass sie mit einem langen Ahhhhh herausfließen…

Wiederhole das nun einige Male, bis du dich völlig entspannt fühlst…Atem ein…und atme aus…

Mit jedem Ausatmen entspannt sich dein ganzer Körper mehr und mehr…Atem ein…und atme aus…

Mit jedem Einatmen nimmst du die ganze Kraft dieses Momentes in dich auf…Atem ein…und atme aus…

Dein Körper genießt es einfach da zu sein, hier und jetzt, ohne Sorgen und Gedanken…Atem ein…und atme aus…

Deine Seele freut sich das du offen und verfügbar bist und sendet dir Liebe…Atem ein…und atme aus…

Deine dich liebende Quelle ist jetzt eins mit dir und du beginnst das zu fühlen…Atem ein…und atme aus…

Du bist völlig in diesem Moment angekommen, während dein Atem nun von ganz alleine hinein und hinaus fließt. Du bist einfach da, ohne Gedanken und ohne Vorbehalte.

Du fühlst wie sich deine Stirn entspannt und ganz glatt wird. Diese Entspannung breitet sich zu deinen Ohren aus und umfasst die gesamte Kopfhaut. Deine Augen sind sanft geschlossen und auch deine Wangen entspannen sich wie von allein. Deine Lippen und dein Unterkiefer werden ganz weich und dein Kopf fühlt sich nun ganz anders an als zuvor. Er schwebt wie eine Wolke über deinen Schultern und ist seit langer Zeit einmal völlig leer. Ohne einen einzigen Gedanken.

Du bist vollkommen im Jetzt angekommen. Gibt es noch eine Stelle an deinem Körper die sich meldet und auch loslassen will? Vielleicht dein Rücken? Auch er wird ganz weich und deine Schulter sinken nach unten, weil du sie nicht mehr anspannst. Oder spürst du noch eine Enge in der Brust? Alles was dir auf dem Herzen liegt fällt genau jetzt von dir ab. Oder ist dein Bauch noch hart und verkrampft? Auch er wird genau in diesem Moment weich und entspannt. Dein gesamter Oberkörper ist nun total entspannt und der Atem fließt ein und aus, wie er es schon dein ganzen Leben hindurch getan hat.

In jedem Moment funktioniert dein Körper wie von allein. Du brauchst also keinen Gedanken an ihn verschwenden. Du bist ganz im Hier und Jetzt und fühlst seine wohlige Anwesenheit.

Du fühlst deine Arme, wie sie ganz schwer werden und deine Hände, die einfach da sind. Alle Anspannung fließt aus deinen Armen und Händen heraus. Jetzt.

Nun spüre deine Beine, wie sie sich völlig entspannen, so das deine Körperenergie bis hinunter in die Zehenspitzen fließt. Deine Beine und Füße sind schwer und du spürst ihre Anwesenheit in einem wohligen Prickeln.

Du bist nun völlig im Jetzt angekommen. Nicht nur geistig, sondern auch körperlich. Du fühlst deine Arme jetzt, du fühlst deine Beine, jetzt, du fühlst deinen Oberkörper und deinen Kopf, genau jetzt.

Dein ganzer Körper ist hier und jetzt da. In vollkommenem Frieden, mit entspannter Stirn, hinter der sich nur gedankenlose Offenheit befindet.

Fühle deinen Körper jetzt. Lass deinen Atem fließen.

Du bist angekommen. Was gibt es nun noch zu suchen? Der Frieden ist jetzt dein und breitet sich in deinen Körper aus. Dein Frieden erfüllt jetzt nicht nur dich, sondern auch den Raum in dem du sitzt und er geht weiter und weiter. Dieser Moment ist endlos und ewig. Du bist grenzenlos und auf ewig im hier und jetzt.

Bisher dachtest du, das du dich durch die Zeit bewegst, aber es ist genau umgekehrt. Du bist in diesem einen, ewigen Moment und die Welt, die Zeit, die Menschen und Ereignisse tauchen in diesem Moment auf und ziehen vorüber. Wenn dein Lebensfilm vorüber ist, dann befindest du dich immer noch genau im hier und jetzt. Neue Bewusstseinsebenen tauchen auf und vergehen wieder, während deine Seele immer in dem einen Moment des Jetzt bleibt.

Du spürst deinen Körper jetzt und dein Bewusstsein öffnet sich mehr und mehr. Du wirst weiter und größer und wirst immer mehr eins mit deiner großen unendlichen Seele. Du spürst die Liebe deiner Seele und deiner Quelle jetzt. Du bist geliebt, liebend und absolut liebenswert. Du brauchst dich nicht verändern, weil du richtig bist. Du musst in der Zukunft nichts erreichen, weil es nur das jetzt gibt.

Du öffnest dich jetzt der Fülle deiner Seele und lässt zu geliebt zu werden. Du bist es wert, weil du absolut perfekt bist. Genau so, wie du jetzt bist.

In deiner Offenheit und deiner Ewigkeit kannst du nun empfangen, was du verdient hast. Liebe, Freude, Frieden und Glückseligkeit sind dein und sie bleiben bei dir, solange du vertrauensvoll im Jetzt bist. Du darfst auch jetzt damit aufhören die Vergangenheit auszuwerten und die Zukunft zu planen.

Du bist ewig. Und du fühlst das jetzt. Du spürst die Zeitlosigkeit dieses Moments, der sich von Ewigkeit zu Ewigkeit ausdehnt. Das ist dein wahres Sein. Atme diesen Moment ein. Atme das Universum aus.

Du bist der Schöpfer deiner Welt. Du erschaffst sie in jedem Moment neu. Wenn du die Liebe deiner Seele zulässt, dann kann deine Welt eine Schöpfung der Liebe sein.

Sage dir jetzt:

Ich bin.

Ich bin hier und jetzt.

Ich liebe mein ewiges Sein.

Alles kommt und geht in meiner Welt, nur ich bleibe immer hier und jetzt.

Dieser Körper kam in meine Erfahrung und er wird wieder gehen.

Doch ich bin immer hier.

Diese Welt kam in mein Bewusstsein und sie wird wieder gehen.

Doch ich bin. Ewig und Eins im Jetzt.

Träume kommen und gehen, Fantasien ziehen durch mein Bewusstsein, doch ich bin immer hier und jetzt in diesem Moment.

Ich bin jetzt in Liebe und in Frieden.

Ich habe den Frieden gefunden, der immer nur im Jetzt zu finden ist.

Ich habe die Liebe gefunden, weil ich eins mit meiner Seele bin.

Ich liebe diesen Moment. Ich liebe alles, was darin auftaucht. Ich bin die schöpferische Kraft in diesem Moment und alles was ich erschaffe ist gut, so wie es ist.

Alle Gedanken der Sorge und des Zweifels fallen jetzt von mir ab.

Ich bin ewig. Immer genau hier und jetzt.

Ich liebe mich. Hier und jetzt.

Ich öffne mein Bewusstsein. Ich verschmelze jetzt mit allem was ist.

Ich erkenne mich jetzt. Ich erkenne das es nur diesen einen Moment gibt.

Ich liebe meine eigene Ewigkeit. Ich danke meiner Quelle in der ich in jedem Augenblick liebevoll gehalten bin. Ich nehme die Liebe an, die schon immer und in jedem Moment für mich bereit steht.

Ich liebe jeden Aspekt meiner eigenen Schöpfung, so wie mich meine Quelle bedingungslos liebt.

Ich habe diesem Moment nichts hinzuzufügen. Aber ich kann alles jetzt empfangen.

Ich danke meinem wunderbaren ewigen Sein. Ich liebe mich.

Ich liebe mich.

Ich liebe mich.

Kreativität

ICH ENTFALTE MEINE KREATIVE SCHÖPFERKRAFT

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Kunst ist der kreative Ausdruck von Gefühlen und Gedanken. Jeder Mensch der sein Innerstes, seine Träume, seine Wünsche und Visionen kunstvoll kommuniziert und mit Freude kreativ Neues erschafft, kann sich Künstler nennen, wenn er das mag. Kunst ist etwas ganz natürliches: Ein freudvolles Leben zu führen und glückliche Beziehungen zu haben ist eine Kunst. Ein gutes Brot zu backen ebenso. Einen schönen Garten anzulegen ist auch eine Kunst. Mit den eigenen Gefühle in Resonanz zu sein und sie in eine erfahrbare Form zu bringen ist Kreativität in ihrer reinsten Form.

Wenn du dich gerne kreativ ausdrückst und deine Energie dabei in ein freudvolles Fließen kommt, dann bist du eine Künstlernatur. In jedem stillen Moment spürst du, wie die kreative Lebenskraft durch dich hindurch fließen will und warum solltest du sie nicht zulassen?

Nur weil du befürchtest, dass deine Kunstwerke nicht gleich so perfekt gelingen, wie du es Dir wünschst? Oder weil du noch nicht weißt, ob du damit deinen Lebensunterhalt verdienen kannst? Oder weil es schon so viele Künstler gibt, die genau das selbe machen wie du? Oder weil du den Anspruch hast, das dein erstes Werk weltweite Anerkennung erlangt und du mit Ruhm und Reichtum überschüttet wirst?

Nun, der Weg des Künstler ist wie jeder andere Lebensweg ein Abenteuer und ein Lernprozess. Die eigentliche Kunst eines jeden kreativen Menschens ist das freie fließen lassen der Eingebungen. Nur in der Verbindung mit der inneren kreativen Quelle, die sich durch den Künstler ausdrückt, kann wahrhaft Großartiges entstehen und nur diese Schöpfungen werden andere Menschen in ihrem innersten berühren. Das Erfolgsrezept aller Kreativen ist deshalb: Im Einklang mit sich selbst Kunst erschaffen, die andere Menschen in den Einklang mit deren Selbst bringt.

Wenn das künstlerische Schaffen Freude macht, dann wird es die selbe Freude auch in anderen Menschen auslösen, welche in der emotionalen Nähe des Kunstwerkes sind. Aber selbst das ist nur ein schöner Nebeneffekt, denn die Freude am Schaffen ist der eigentliche Sinn der Kunst. Um die Freude des Publikums sollte sich der Künstler keine Sorgen machen, denn diese ist immer proportional zu dessen eigener Freude. Kunst ist emotionale Kommunikation und bedarf der Offenheit auf Seiten des Künstlers und der des Publikums.

Dir ist bestimmt schon aufgefallen, das die Kunstszene heutzutage sehr weitläufig ist. Jeder zweite Mensch ist Musiker oder Maler, es gibt fast mehr Buchautoren als Leser und wenn du als Künstler das Ziel hast mit deiner Kunst deinen Lebensunterhalt zu verdienen, dann scheinen die Aussichten nicht sehr rosig zu sein.

Das sind sie auch nicht, sobald du anfängst die eigene Freude an der Kunst den scheinbaren Bedürfnissen des Publikums unterzuordnen. Erfolgreiche Künstler haben sich noch nie an ihrem Publikum orientiert, dafür aber immer an ihren eigenen Gefühlen. Egal was du erschaffst, es wird Erfolg haben, wenn du dich dabei gut fühlst. Der Erfolg ist sozusagen augenblicklich, denn das wundervolle Gefühl, welches du bei der Kreation hast, ist der größte Erfolg den du je haben wirst. Auch alles Geld und aller Ruhm der Welt kann dir nicht dieses Gefühl des Fließen im Einklang mit deinem eigenen Selbst geben, welches du beim kreativen Schaffen erfährst.

Wenn du deine kreativen Säfte nicht fließen spürst, während du ein Kunstwerk erschaffst, dann wird es mittelmäßig sein und ebenso lauwarm wird die Reaktion anderer Menschen auf das Kunstwerk sein. Wenn du dagegen beim künstlerischen Schaffen in Leidenschaft und Ekstase gerätst, dann wird dieses Gefühl auf den Kunstgenießer abfärben, sofern dieser emotional offen ist. Deine Kunst macht also entweder doppelt glücklich, dich und andere, oder sie macht niemanden glücklich.

MEDITATION IN DEINE KREATIVITÄT

In dieser Meditation erlaubst du dir alle Sorgen um die praktischen Belange deines Daseins loszulassen und dich ganz auf deinen inneren Reichtum zu besinnen, den du als kreativer Mensch ausdrücken willst.

Du erkennst, dass dein Glück in dem freien Fließen deiner Kreativität liegt, weil du ein schöpferisches Wesen bist. Du akzeptierst und verstehst, das du weit gekommen bist auf deinem Weg und das du dich nicht mehr mit bloßem Überleben zufrieden geben kannst.

Dein Leben ist anders, als das der meisten Menschen. Es ist leidenschaftlicher, idealistischer, größer, schneller und bunter. Es ist kein kleines Rinnsal an Lebenskraft, sondern ein reißender Strom. Das fühlt sich in Momenten, in denen alles reibungslos verläuft natürlich wundervoll an, aber wenn dein starker Lebensstrom auf eine Blockade oder ein Hindernis stößt, dann sind auch die Wirbel in deinem Leben umwerfender.

Zum Glück sind diese Hindernisse oft nur in deinem Geist und mit ein wenig Ruhe und dem richtigen Verständnis kannst du sie loslassen, ohne deinen Fluss bremsen zu müssen. Nimm sie liebevoll an und ein Stück in deinem Fluss mit. Du wirst sehen, wie schnell sie ihre Ecken und Kanten verlieren und dann wie glänzende Edelsteine am Grunde deines Bewusstseins liegen. Es sind schließlich deine überwundenen Probleme, die dir Einzigartigkeit und Farbe geben.

Entspanne dich jetzt ganz in dem Bewusstsein, das du ein Künstler bist.

Du bist anders als andere, einzigartig und sehr wertvoll in dieser Einzigartigkeit. Nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders. Vergleiche dich deshalb nicht mit deinen Mitmenschen, sondern schenke ihnen deine Liebe auf deine Weise, mit deiner Kunst.

Lass dich nicht allzu sehr von den Meinungen und Ansichten anderer beeinflussen. Jeder hat seinen Weg zu gehen. Finde du deinen Weg und gehe ihn, so wie er sich dir zeigt.

Erlaube deiner inneren Schönheit sich auszudrücken, so wie sie es will und so wie du es am besten kannst. In diesem entspannten Fluss von Liebe und Schönheit, wirst du wundervolle Werke erschaffen, welche viele Menschen berühren werden und sie in ihre eigene Verbindung mit der Liebe in sich selbst bringen werden.

Du brauchst dir als Künstler keine Sorgen zu machen, ob jemand deine Kunst mögen wird, noch musst du dich dem Geschmack der Menschen in deinem Umfeld anpassen. Wenn du gerade frustriert bist, darfst du das in deiner Kunst ausdrücken und wenn du wütend bist ebenso. Deine Bilder, Gedanken, Texte, Lieder und Kunstwerke aller Art sind ein Ausdruck deiner innersten Seelenlandschaft. Und genau das ist es, was andere Menschen berührt und was in ihnen Resonanz auslöst.

Natürlich ist es dein Anliegen, andere Menschen anzuheben und nicht depressiv zu machen. Aber ebenso kannst du mit deiner Kunst auch vermitteln, das jedes Gefühl seine Berechtigung hat und zu großem Wachstum führt. Und vor allem darfst du dir selbst erlauben, alles auszudrücken, was in dir ist.

Du bist richtig und kannst dich genauso zeigen wie du bist. Wild, rebellisch, kraftvoll, spontan, wütend, ungezähmt, liebevoll, traurig und in jedem Moment neu.

Deine Kunst ist eine Momentaufnahme deiner Gefühle. Selbst du kannst nicht immer in Resonanz mit all deinen Kunstwerken sein, denn deine Gefühlslandschaft ist in ständiger Bewegung.

Und trotzdem, auch wenn du emotional schon wieder ganz woanders bist, hat deine Kunst das Potential Menschen zu berühren, die gerade in dem Zustand sind, wie du, als du das Kunstwerk geschaffen hast. Es macht dir Spaß immer wieder ein neues Kunstwerk zu schaffen, welche deinen jetzigen Zustand ausdrückt. Du wächst dabei und andere Menschen können diesen Weg nachvollziehen und auch mit dir wachsen.

Deine Kunst ist ein emotionaler Spiegel deines Lebens und du möchtest keine Lebensphase darin auslassen. Du möchtest einfach jeden Tag kreativ sein und dich ausdrücken, weil es dir so großen Spaß macht und deine Energie in den Fluss bringt.

Jeder Mensch hat seine eigene Ausdrucksform. Bei dir ist es die Kunst und wenn du dich nicht ausdrücken kannst, dann fehlt dir etwas.

Sage dir jetzt:

Ich will mich nicht mehr an anderen orientieren. Andere macht es glücklich zu reden, zu rechnen, zu bauen, zu reparieren, zu backen und zu kochen. Mir macht es Spaß zu malen, zu zeichnen, zu singen und zu schreiben. Warum sollte ich es also nicht einfach tun?

Jetzt, wo ich weiß, das ich nur in meiner Kreativität glücklich bin, gibt es keinen plausiblen Grund, mich selbst zu bremsen. Mir ist es egal, was andere Menschen über meine Kunst und über mich denken. Ich werde es nie allen recht machen können und es wird immer Menschen geben, die von meiner Kunst tief berührt sind und andere die nichts damit anfangen können.

So ist das nun mal, wir Menschen sind sehr individuelle Wesen und jeder ist an einem anderen Punkt in seinem Leben. Meine Kunst wird die Menschen erreichen, für die mein Gefühlsausdruck in künstlerischer Form genau der nächste Schritt sind.

Und ich muss mich nicht im geringsten darum kümmern, diese Menschen zu finden. Dafür sorgt die Resonanz. Ich brauche nur das tun, was mir am meisten Spaß macht und meine Kunst dann einfach offen da sein lassen. Sie wird ihre Bewunderer und Wertschätzer von ganz alleine anziehen.

Ich habe das Gefühl, das es wirklich ganz egal ist, was ich mit meiner Kunst ausdrücke, solange es mit Leidenschaft geschieht. Gibt es nicht Künstler, welche absolut unharmonische und verrückte Sachen fabrizieren und trotzdem von vielen Menschen geschätzt werden? Und gibt es nicht auch Künstler, die sich nicht wagen etwas neues, ungewohntes zu schaffen und die an ihrer eigenen Angst, sie selbst zu sein, scheitern?

Das Geheimnis berührender Kunst ist der ungehemmte Ausdruck dessen, was in einem ist. Meine Kunst ist in erster Linie für mich, weil es mir Spaß macht, meine Energie fließen zu lassen. Wenn andere Menschen davon berührt sind, dann freut mich das, aber ich werde mich nicht dem Geschmack anderer anpassen.

Ich bin richtig, so wie ich bin, ob das anderen gefällt oder nicht.

Ich bin richtig, genauso wie ich bin und ich ziehe dadurch die Menschen an, die mit mir in Resonanz sind und mit denen ich gemeinsam einen schöpferisch und kreativ durch Leben gehen kann.

Ich bin hier auf der Erde um mich schöpferisch auszudrücken und dabei Spaß zu haben.

Ich bin ein schöpferisches Wesen.

Ich liebe es, meine Lebensenergie kreativ fließen zu lassen.

Ich liebe es auch, wenn andere Menschen von meiner Kunst berührt werden. Und ich vertraue darauf, das diese Menschen von ganz alleine zu meiner Kunst finden.

Ich gebe den Anspruch auf, das mein Partner, meine Freunde und die Menschen in meiner Nähe von meiner Kunst begeistert sind. Denn auch diese Menschen sind in ihren eigenen Stimmungen und Gefühlslagen und können nicht immer mit mir in Resonanz sein. Es gibt so viele Ebenen des Austauschs und ich habe mit jedem Menschen meine ganz eigene Form der Kommunikation.

Mein künstlerisches Schaffen ist nur dazu da, mich in Verbindung mit mir selbst zu bringen und wenn ich das schaffe, dann kann ich lieben und geliebt werden, denn erst dann lebe ich wirklich mein Potential.

Wenn ich das nicht tue, dann bin ich nur ein Schatten meiner selbst und dann komme ich auf so verrückte Ideen, wie die, das meine Kunst jedem gefallen soll und mir von anderen Akzeptanz, Liebe und Bewunderung einbringen soll.

Ich bin in dem Moment ein erfolgreicher Künstler, in dem ich wirklich kreativ bin. Menschen lieben meine Werke und kaufen sie gerne, weil sie die Energie fühlen, die dahinter steht. Jedes Bild, jeder Text, jede Musik, jedes Kunstwerk ist eine Zusammenfassung der vielen glücklichen Stunden, in denen ich sie erschaffen habe und diese wunderbare Energie überträgt sich auf den offenen Empfänger. Meine Kunst berührt Menschen in ihrem Innersten, weil ich mein Selbst damit ausdrücke. Und was gibt es schöneres, als diese tiefen Kontakt herzustellen! Jeder Mensch der in diesen Kontakt mit mir und meiner Kunst tritt, wird zu einem Freund und ich werde mit meiner Kunst viele Herzen öffnen und viele neue Freunde finden.

Die Kunst ist mein Weg Liebe zu teilen und ich kann damit so viel mehr Menschen erreichen, als ich im direkten Kontakt erreichen könnte. Kunst ist ein wundervolles Medium, weil es Dinge ausdrücken kann, die jenseits von Worten liegen. Kunst ist die Sprache der Seele – eine Sprache die ich am liebsten spreche.

Ich liebe es kreativ zu sein und ich bin dankbar, das ich auf diesem Weg bin. Ich verleihe meiner Liebe Ausdruck, indem ich mich täglich meiner Kunst widme und mich nicht mehr von meinen Ängsten aufhalten lasse. Ich weiß in der Tiefe meines Seins, das ich dazu geboren bin ein Künstler zu sein.

Ich bin kreativ, weil ich es will und mir erlaube.

Ich bin kreativ, weil ich es zu meiner höchsten Priorität mache.

Ich bin kreativ, weil es mir Spaß macht und weil ich es liebe.

Gespräche

VERSTÄNDNIS GESCHIEHT NUR IM AUSTAUSCH

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Kommunikation geschieht immer genau von der Ebene, auf der wir uns gerade befinden. Ein Mensch der in seinem Herzen ist und die Welt liebt, kann gar nicht anders, als dieses liebevolle Mitgefühl zu kommunizieren, sei es in Worten, Gedanken oder Taten. Ebenso wird ein Mensch, der die Welt als Bereicherungsplatz seines Egos betrachtet, nur Misstrauen, Habgier und Arroganz kommunizieren, egal wie sehr er sich anstrengt, seine innersten Absichten zu verheimlichen und eine schöne Maske nach außen zu tragen.

Wie schwierig unehrliche Kommunikation ist, sehen wir hervorragend an unserer neuen Außenministerin, die jeden 2. Satz ver(baer)bockt, weil sie vor widersprüchlichen Ideen und Ansprüchen innerlich total verknotet ist. Sie ist ein Beispiel die Degeneration unseres gesamtes Staatssystem. Ähnliches finden wir in vielen führenden Nationen dieser Welt, wo stammelnde alte Narren, wie Joe Biden und Boris Johnson, das Aushängeschild einer sterbenden Gesellschaft sind.

Jeder Mensch der einigermaßen im Herzen zentriert ist, durchschaut diese Lügen und wendet sich von diesem Unsinn ab. Bei Menschen, die sich in ihrem eigenen Ego verfangen haben, fällt diese unehrliche Kommunikation auf gut genährten Boden und kann seine lebenszerstörende Wirkung dort entfalten. Kommunikation kann je nach Intention als Waffe und als Liebesübertragung benutzt werden.

Es gibt verschiedene Formen der Kommunikation, von denen ich drei hier vorstellen möchte:

GEWALTFREIE KOMMUNIKATION: Sie hat zum Ziel, das Gegenüber so wenig wie möglich zu verletzen. In dieser Kommunikationsform werden hauptsächlich Ich-Botschaften verwendet und es wird versucht Formulierungen wie „du sollst…“, „du musst…“ und „du bist…“ wegzulassen.  Damit soll verhindert werden, das man dem anderen nicht ein Gefühl von Schuld und „falsch sein“ vermittelt, sondern bei sich selbst schaut, wo das Problem liegt. Leider funktioniert das nicht, denn wenn man auf den anderen total sauer ist, kann man so sanft wie ein Engel reden, es kommt trotzdem nur Wut beim Gegenüber an. Ich habe ein Paar erlebt, das seit Jahren in Gruppenveranstaltungen „Gewaltfreie Kommunikation“ lehrt, aber trotzdem die eigene Paarkommunikation derart vergeigt, das ein Partner regelmäßig schreiend aus dem Raum lief. Die Worte sind halt zweitrangig, die Energie zählt, die dahinter steht.

RADIKALE EHRLICHKEIT: Eine weitere spannende Form der Kommunikation ist radikale Ehrlichkeit. In dieser Kommunikationsform wird alles ausgesprochen, was in einem ist, ohne zu zensieren und ohne sich zu verstellen. Das Problem daran ist, dass radikales ehrlich sein auch sehr verletzend sein kann, wenn man dem Gegenüber nicht wohl gesonnen ist. Man sollte sich also sehr genau überlegen, ob man seine Beziehung aufs Spiel setzen möchte, nur um dem anderen mal so richtig die Meinung zu sagen. Natürlich ist es auch sehr wichtig, ab und an ganz direkt zu sein, nur sollte man immer dabei schauen, was der eigene Anteil an der Situation ist und nicht das Gegenüber für eigene Unzulänglichkeiten verantwortlich machen. Oft sind es nämlich die alten Verletzungen aus der Kindheit, welche die Wut zum kochen bringen und nicht die Lappalie im Nebensatz des Gegenübers.

STILLE KOMMUNIKATION: Die natürlichste und weitverbreitetetste Kommunikationsform auf dieser Erde ist das Schweigen. Hierbei werden die feinen Sinne geschult, wodurch das Hören telepathisch geschieht und auch die Nachrichten telepathisch oder über Gesten und Ausstrahlung ausgesandt werden. Mit dieser Kommunikationsform fällt Liebe sehr leicht, weil es meist keinen Grund mehr gibt, auf jemand anderen wütend zu sein. Während man schweigt, kann man keine Forderungen stellen und auch nicht enttäuscht sein, wenn diese nicht eingehalten werden. Im Reich der Pflanzen und Tiere ist die „Kommunikation in Stille“ die gängigste Art des Austauschs und wahrscheinlich läuft es genau deshalb dort so reibungslos und ohne große Kriege ab.

Kommunikation ist eine ganz natürliche Gegebenheit und sie findet in jedem Moment statt, ob wir es wollen oder nicht. Alleine die Ausstrahlung eines Menschen kommuniziert tausendmal mehr, als er mit Worten von sich erzählen könnte, sofern man dafür empfänglich ist. Das ist auch der Grund, warum man sich innerhalb einer Sekunde in einen anderen Menschen verlieben kann. Über die Ausstrahlung wird die Gesamtheit seines Wesens kommuniziert, Vergangenheit und Zukunft eingeschlossen.

Gute Kommunikation entsteht ganz automatisch durch Liebe und viel Lebenserfahrung. Wenn du eine gereifte Persönlichkeit bist und dein Gegenüber liebst, dann wird deine Kommunikation ganz automatisch nur das Schöne ausdrücken, was du in dir, in den Menschen und in der Welt siehst. Diese Form der Kommunikation kann nicht erzwungen oder vorgetäuscht werden, denn dazu haben wir als Mensch viel zu feine Antennen, welche jedes Wort Lügen strafen, das nicht zu Ausstrahlung des Kommunizierenden passt. Es sei denn, wir denken genauso und wollen die Wahrheit gar nicht hören.

Du kennst bestimmt das Gefühl, dass dir die Worte im Halse stecken bleiben, wenn du einem Menschen begegnest, der eine ganz andere Weltanschauung hat, der dich verurteilt und dich überhaupt nicht verstehen will. In einem solchen Fall brauchst du es überhaupt nicht mit Kommunikation versuchen, sondern kannst diesem Menschen einfach alles Gute wünschen und seinen Weg gehen lassen.

Kommunikation macht nur dann Sinn, wenn beide Seiten den Willen für Austausch und Offenheit mitbringen, sich also wirklich auf die Welt des anderen einlassen wollen. Gute Kommunikation braucht beide Seiten: einen Menschen der in Liebe kommunizieren möchte und einen Empfänger welcher diese Kommunikation mit offenem Herzen anfangen will.

Wenn du lernen möchtest, mit deinem Partner liebevoll und gewaltfrei zu kommunizieren, dann musst du nicht irgendwelche Kommunikationsmethoden lernen, sondern deine eigenen Blockaden auflösen, die der Liebe zum Partner entgegenstehen und diesen wirklich verstehen wollen. Liebe und Verständnis machen Kommunikation zu einem Kinderspiel, wie du im Spiel von Kindern sehr schön sehen kannst. Kinder können auch jenseits von Sprache sehr gut kommunizieren, weil sie total im Hier und Jetzt sind und sich gegenseitig mit einem offenen Geist und Herz begegnen. So geschieht gute Kommunikation wie von selbst, weil sie tatsächlich vom inneren Selbst kommt, also von der Liebe und Schönheit die wir sind.

DIREKTE KOMMUNIKATION: Ich möchte dir noch eine Übung vorstellen, welche eine Mischung aus Ehrlichkeit und Therapie ist. Sie besteht aus 3 Phasen, welche aufeinander aufbauen. Am besten nimmst du dazu das Gespräch auf, damit du später damit arbeiten kannst. Ich gebe zu jeder Phase 3 Beispiele, welche in der nächsten Phase ihre Fortsetzung finden. Um dich selbst nicht zu verwirren macht es Sinn, dich erstmal nur auf Beispiel 1 zu konzentrieren und beim zweiten Mal lesen auf Beispiel 2.

1  URTEILE UND VORWÜRFE AUSSPRECHEN

Was nervt dich an deinem Partner? Macht dich etwas in der Beziehung wütend oder sogar verzweifelt? Willst du etwas, was du nicht bekommst? Setzt dich etwas unter Druck? Fühlst du dich manipuliert? Erinnern dich die negativen Gefühle an eine vergangen Zeit oder Person in deinem Leben?

Du sitzt deinem Partner gegenüber und darfst ihm nun ganz ehrlich alles sagen, was du auf dem Herzen hast.

Der Zuhörende Partner bleibt die ganze Zeit offen, annehmend, still und zentriert!

Bsp 1 – Mich kotzt es an, wenn du ständig alles stehen und liegen lässt. Kannst du nicht einfach aufräumen und abwaschen, wenn du essen gekocht hast? Du bist wie mein Vater, das hat mich schon als Kind immer genervt.

Bsp 2 – Immer wendest du dich ab, wenn wir streiten. Das ist total unreif und kindisch! Ich will mit dir streiten und diskutieren können und auch gehört werden, wenn ich wütend bin! Du bist ja genauso zimperlich wie unsere Kinder!

Bsp 3 – Ständig weisst du alles besser! Ich habe keine Lust mehr, von dir immer zugetextet zu werden, mit deinen komischen Ansichten. Das hat mein Vater früher auch immer gemacht!

Hier ist der Ort und die Zeit einmal alles heraus zu lassen, was du vielleicht die ganze Zeit unterdrückt hast. Ist das nicht zu gemein und zu schlimm für deinen Partner? Nein! Du bist mit deinem Partner enger verbunden als du dir jemals vorstellen kannst. Alle Wut und Angst und Trauer die du in dir hast, spürt er sowieso schon die ganze Zeit. Jetzt hat er endlich die Möglichkeit, dich zu verstehen und du kannst ihm in diesem geschützten Rahmen sagen, was du nie zuvor gewagt hast. Dein Partner wird dir zuhören und anerkennen was du sagst, egal ob es gerechtfertigt ist, oder nicht. Er wird weder weglaufen, noch dich verlassen oder in irgendeiner Weise angreifen. Du hast hier die einmalige Chance, mit der Vergangenheit aufzuräumen und nochmals ganz von vorne zu beginnen. Die Liebe, die durch das Loslassen von Wut und Verzweiflung entsteht, ist immer wieder erstaunlich. Und dazu ist nur schonungslose Ehrlichkeit notwendig.

2  SICH SELBST ERKENNEN

Die Basis eine funktionierenden Beziehung ist Selbstverantwortung. Das bedeutet, dass der Partner lediglich ein Spiegel ist, der dir deine eigenen Muster zeigt, damit du sie annehmen und transformieren kannst. Du darfst jetzt die zuvor ausgesprochenen Anschuldigungen wieder aufnehmen und in deinem eigenen Verhalten eine Entsprechung suchen. Manchmal befindet sie sich in einem ganz anderen Lebensbereich und mit anderen Menschen. Aber manchmal auch ganz direkt mit dem Partner der vor dir sitzt. Frage dich also:

Wo tue ich das gleiche, was ich meinem Partner vorwerfe? Mache ich vielleicht auf einem ganz anderen Gebiet oder mit einem anderen Menschen genau dasselbe? Gebe ich meinem Partner überhaupt das, was ich von ihm einfordere?

Schreibe das ursprüngliche Urteil, was du vorher nur verbal geäussert hast nun auf und finde die Entsprechung in dir und deinem eigenen Denken und Verhalten. Notiere möglichst viele Entsprechungen zu jedem Punkt. Gehe dabei alle Lebensbereiche durch und beziehe dich und deinen eigenen Körper mit ein.

Bsp 1 – Ich werfe meinem Partner Unordnung vor. Auf dem Desktop meines Computers bin ich eigentlich auch total unordentlich. Da sieht es halt niemand. Ich habe eigentlich auch nicht immer Lust gleich aufzuräumen und mache es gerne Wochen später, wenn es mir zu viel wird. Von meinem Partner erwarte ich sofortige Ordnung. Da gibt es einen inneren Widerspruch, den wir zusammen lösen können.

Bsp 2 – Ich werfe meinem Partner Angst vor Auseinandersetzungen vor. Doch eigentlich würde es mich auch nerven, wenn ich oft angemotzt werde. Ich ziehe mich ja auch zurück, wenn mein Chef schlechte Laune hat. Eigentlich ist es ja ganz natürlich sich abzuwenden, wenn man gerade zu viel hat.

Bsp 3 – Ich werfe meinem Partner Besserwisser und Überheblichkeit vor. Doch eigentlich weiß ich auch immer alles besser und denke, das ich ganz genau weiss was richtig ist. Ich könnte allerdings mehr zu mir und zu meiner eigenen Meinung stehen. Und ich darf meinen Partner unterbrechen und stopp sagen, wenn es mir zuviel wird.

3  DIR SELBST UND DEM PARTNER VERGEBEN

Wenn du jetzt erkannt hast, dass du auch all das in dir hast, was du deinem Partner vorwirfst, dann hast du die Basis jeglichen Urteils entzogen und wirst dich vielleicht genauso schuldig fühlen, wie du vorher deinen Partner gemacht hast.

Das ist natürlich nicht die Lösung. Ihr seid beide perfekt und unschuldig, denn die Nichterfüllung menschlicher Bedürfnisse ist kein Verbrechen, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Du kannst dir und deinem Partner jetzt vergeben. Ihr beide habt nichts weiter getan, als euch ein Spiegel zu sein, damit ihr eure eigenen Fehlwahrnehmungen erkennt und sie heilen könnt. Diese Heilung geschieht durch Bewusstmachung und Vergebung.

Nimm also die Anschuldigungen aus dem ersten Teil der Übung wieder auf, und verbinde sie mit dir selbst und vergib dir und deinem Partner. Das kann so aussehen:

Bsp 1 – Ich kann das Chaos, das du in der Wohnung verbreitest nicht ausstehen, wie mein eigenes geistiges Chaos. Ich erkenne jetzt, dass du nur mein eigenes inneres Chaos deutlich machst und ich bin dir für die Reflexion dankbar. Ich werde in mir selbst aufräumen und mich wieder lieben und annehmen lernen, so wie ich dich annehme. Lass uns unsere Beziehung nutzen, um uns gegenseitig dabei zu helfen und zu heilen!

Bsp 2 – Ich hasse es, wenn du dich einfach von mir abwendest, wie mich selbst, wenn ich mich vor der Verantwortung der Familie gegenüber abwende. Ich kann sehen, dass ich das gleiche mache, nur auf einem anderen Gebiet und das dein Abwenden mit meinem eigenen zusammenhängen. Ich werde mich darum kümmern und meine Ängste anschauen!

Bsp 3 – Ich kann es nicht ausstehen, wenn du so rechthaberisch mir gegenüber bist, weil ich mich selbst nicht leiden kann, wenn ich zu anderen rechthaberisch bin. Ich habe Angst davor mich klein zu fühlen und versuche mich deswegen zu erheben, besser und schlauer zu sein, als die anderen. Ich lasse diese Angst jetzt los und versuche meine Unzulänglichkeiten nicht mehr mit Rechthaberei zu kompensieren.

Leidenschaft

ICH LEBE WILD, FEURIG UND GEFÄHRLICH

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Leidenschaft ist die kraftvolle Energie, welche hinter deinen liebevollen Worten und Taten steht. Ohne Leidenschaft, bleibt alles was du denkst, sagst und tust im Bereich von Mittelmässigkeit und macht weder dir, noch anderen wirklich Spass. Leidenschaft entsteht durch das Bewusstsein, das du und dein leidenschaftlicher Selbstausdruck in Wirklichkeit ein und dieselbe Grundlage haben, welche Liebe heißt. Erst wenn du dich mit ganzem Herzen für deine Grossartigkeit entscheidest, kann sich die Leidenschaft deines Wesens zeigen.

Du bist ein spirituelles Wesen, also reines Bewusstsein, welches den Traum deines Lebens jetzt und hier gerade träumt. Genauso, wie du in deinen nächtlichen Träumen spannende Abenteuer und keine langweilige Arbeit oder Beziehung hast, solltest du auch tagsüber das tun, was dich wirklich begeistert und wofür du leidenschaftlich brennst.

Was könnte das in deinem Leben sein?

Nun, all das, was du schon immer erleben wolltest. Genau das, wofür du andere Menschen beneidest. Das, was die Welt tatsächlich zu einem besseren Ort macht, was Heilung bringt, was Schmerz lindert und im besten Interesse aller Wesen dieser Erde ist.

Wenn du mit diesem Enthusiasmus und dieser Freude deine Potentiale entfaltest, dann wirst du dabei leidenschaftlich sein und all deine Energie und Genialität in deinen Handlungen ausdrücken. Dabei solltest du auf das Wohlergehen von Mensch, Tier und Umwelt achten und deine Prioritäten geklärt haben. Wenn du zum Beispiel sehr gerne verreist, solltest du deine Energie nicht in einen schlecht bezahlten Bürojob mit 25 Urlaubstagen im Jahr investieren. Wenn du ein Familienmensch bist, solltest du keine Karriere mit 60-80 Arbeitsstunden in der Woche angehen. Wenn du dich als Musiker auf den Bühnen der Welt stehen siehst, dann solltest du gerne im Auto sitzen, denn Musiker touren viel. Wenn du Tiere liebst, solltest du keine essen und wenn du diese Erde für die Nachwelt erhalten willst, dann gibt es sehr vieles, was es zu beachten gibt.

Für ein leidenschaftliches Leben braucht es in erster Linie die Verbindung zur eigenen Seele, denn nur diese hat den grossen Überblick und weiss genau, was zum besten aller ist. Sie wird dir die richtigen Ideen schicken, dich auf den richtigen Weg bringen und diesen für dich ebnen. Warum? Weil du ein Wesen der Liebe bist und diese mit aller Schöpferkraft hinter dir steht, wenn deine Worte und Taten aus dieser Liebe entspringen.

Wenn du dagegen leidenschaftlich aus dem Ego heraus handelst, dann wirst du dem Wort alle Ehre machen und in der Tat viel Leiden erschaffen. Wenn du glaubst, dass du gegen das Böse kämpfen musst und das deine grossen Ideale auch Opfer rechtfertigen, dann wirst du mehr Leid verursachen, als Heilung fördern.

In Wirklichkeit geht es in deinem Leben hauptsächlich um dich und darum, wie du dein Potential verwirklichst. Du musst und kannst niemanden retten und schon gar nicht die gesamte Welt, welche ein gemeinsamer Traum des Gruppenbewusstseins ist und nicht von dir als Mensch allein erschaffen wird. Du kannst aber sehr wohl deine Perspektive auf die Welt ändern und beginnen, sie so zu sehen, wie du sie dir in deinen schönsten Träumen vorstellen kannst. Wenn du nicht eine Welt mit Krieg, Hunger, Armut und Massenvernichtung träumen willst, dann beende deinen inneren Kleinkrieg und versöhne dich mit deinen Eltern, deinem Partner, deiner Familie. Iss keine Tiere aus der Massentierhaltung und auch nicht deren Milch, denn du würdest selbst nicht so leben und sterben wollen, wie sie.

Fokussiere deine Energie und deine Leidenschaft in die Bereiche deines Lebens, die wirklich davon profitieren, ohne andere Bereiche zu vernachlässigen. Auch wenn deine leidenschaftliche Energie stark ist und die Unterstützung deiner Seele dich in jedem Moment begleitet, ist es trotzdem sinnvoll eine Liste von Prioritäten zu erstellen, um zu sehen, in welche Projekte du unbedingt investieren willst und in welche nicht. Der Tag hat nur 24 Stunden und es wäre schade, wenn du zum Beispiel die Liebe und Leidenschaft mit deinem Partner gegen eine stressige Arbeit eintauschst, weil du Produktivität an erste Stelle setzt.  Womit wir bei dem wahrscheinlich wichtigsten Thema im Bereich Leidenschaft angekommen sind – dem Sex.

Erfüllender, ekstatischer Sex ist das Resultat essentieller Eigenschaften wie Liebe, Hingabe, Verschmelzung, Offenheit, Ehrlichkeit, Schamfreiheit, Kreativität und Vertrauen. Diese Eigenschaften sind alle bereits in uns, aber in vielen Menschen verschüttet, aufgrund schmerzhafter Erfahrungen im Leben. Wenn die erste Liebesbeziehung des Lebens, die mit unseren Eltern, nur mit einem verschlossenen Herzen zu ertragen war, dann wird es sehr schwierig, genug Vertrauen aufzubringen, um sich wieder vollständig zu öffnen für einen neuen Menschen, der uns wieder auf vielfältige Weise verletzen kann, wenn wir uns ihm ganz hingeben. Bevor Leidenschaft gelebt werden kann, ist deshalb viel Vergebung nötig und das Loslassen all der Enttäuschungen und Beschämungen, die wir in unserer Geschichte erfahren haben.

Wenn das geschehen ist, dann kann unsere natürliche Lust und Leidenschaft sich frei entfalten, denn sie ist nichts was man erlernen muss. Sie kommt ganz automatisch, sobald wir uns innerlich von unseren Begrenzungen befreit haben. Leidenschaftlicher Sex ist im Grunde wie Tanzen oder Singen – jeder kann es, wenn er sich traut und doch braucht es Lockerheit, Übung und etwas Mut, um wirklich entspannt und leidenschaftlich dabei zu sein. Hier sind fünf Voraussetzungen für lebendige Sexualität, welche ich in meinem Leben als relevant erachte:

SOZIALE ÄNGSTE AUFLÖSEN: Da man beim Sex meist nicht alleine ist, kommen soziale Themen, wie Scham, Unsicherheit, Peinlichkeit und sogar Perfektionismus ins Spiel. Die Ungewissheit, was der andere jetzt denkt, ob man es gut genug macht und dabei gut genug aussieht, kann schnell die Leidenschaft zum Erliegen bringen. Die spielerische erotische Energie wird durch zweifelnde Gedanken ausgebremst und das Resultat ist langweiliger, verkrampfter Sex, der früher oder später in Abstinenz endet. Es ist absolut hilfreich, über die eigene Scham und Peinlichkeit zu reden. Meist sieht es der Partner ganz anders und liebt uns gerade für die Unperfektheiten. Und wenn nicht, dann weiss man wenigstens woran man ist und kann etwas unternehmen. Nichts ist unangenehmer, als das subtile Gefühl von Ablehnung und nicht gut genug sein, sei es nun eingebildet oder ganz real.

DEN PASSENDEN PARTNER FINDEN: Erfüllender Sex ist der schönste Ausdruck von Liebe hier auf Erden und er ist nur in aller Grösse möglich, wenn beide Partner zueinander passen und beide innerlich gleich frei sind. Zu dieser innerlichen Freiheit zu finden und sich wieder der kindlichen, ursprünglichen Liebe und Freiheit bewusst zu werden, kann ein längerer Prozess sein, den nur wenige Menschen gehen, weshalb gute Sexpartner etwas rar gesät sind. Du hast vielleicht selbst schon die Erfahrung gemacht, dass der Sex mit dem einen Partner nur selten und relativ unbefriedigend ist und dann bei einem neuen Partner, der innerlich frei ist, einen Quantensprung in die absolute Erfüllung macht. Plötzlich fliesst alles, fühlt sich leicht und tief zugleich an, die Stunden vergehen in absoluter Ekstase. Und das alles, obwohl du nichts dazu gelernt hast. Einfach nur, weil du innerlich bereit warst und deshalb einen Partner angezogen hast, der es auch ist. So funktioniert Resonanz.

VERTRAUEN AUFBAUEN:  Es gibt tatsächlich Menschen, meist Männer, die glauben, dass Sex eine Art Befriedigungssport ist, für das man eine gute Performance hinlegen muss und das Herz vor der Schlafzimmertür abgeben kann. Doch niemand, vor allem keine Frau die mit ihren Gefühlen in Kontakt ist, lässt sich auf Dauer über fehlende Liebe und Vertrautheit hinwegtäuschen. Sex ohne den Ausblick in eine gemeinsame Beziehungszukunft funktioniert oft nur wenige Male und ist für empfindsame Menschen sehr schmerzhaft. Schliesslich kann daraus ein Baby entstehen, was an sich wundervoll ist, aber auch sehr anstrengend sein kann, wenn der Performance-Mann sich dann alsbald wieder vom Acker macht.

HINGABE: Sex ohne Hingabe ist eigentlich nicht möglich. Hingabe und sich fallen lassen sind so eng mit dem leidenschaftlich liebevollen sexuellen Akt verbunden, das alles andere eher Missbrauch und Benutzen ist. Hingabe ist der zweite Schritt nach dem Vertrauen. Ohne einen sicheren, vertrauensvollen Rahmen wäre es unangebrachter Leichtsinn, sich vollständig dem Partner hinzugeben. Hingabe erzeugt nämlich auch eine gewisse Verschmelzung und Herzverbindung, die nur schwer wieder rückgängig gemacht werden kann. Wir sind nunmal verbundene Seelen und lieben jede Form der Verschmelzung, weil uns das an unser geistiges Zuhause erinnert.

VERSCHMELZUNG: Die Verschmelzung ist gerade beim Sex sehr stark, denn Sexualität hat ja auch den inhärenten Zweck neues Leben zu erschaffen, welches aus dem Verschmelzen von Samen und Eizelle entsteht. Etwas Verschmolzenes wieder zu trennen ist wirklich sehr schwierig, fast unmöglich. Wenn du selbst schon einmal eine Trennung nach vielen Jahren Gemeinsamkeit erlebt hast, dann weisst du wovon ich rede. Deshalb ist es sinnvoll, sich vor der jahrelangen Verschmelzung zu überlegen, ob man mit dem Partner wirklich lange zusammen bleiben will. Wenn die Beziehung eher ein Kompromiss ist, dann würde ich von Vertrauensaufbau, Hingabe und Verschmelzung eher absehen. Das erspart sehr viel Schmerz und Leid und Vertrauensverlust in Beziehungen.

Liebe

LIEBE IST MEIN WAHRES SCHÖNES SEIN

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Liebe ist dieses große, unendliche Sein, welches sich für immer unserem Verstand entzieht, während es die ganze Zeit in unserem Herzen verweilt. Es ist deshalb fast unmöglich, Liebe in Worte zu fassen, aber sehr einfach sie im inneren zu fühlen.

Da sich dieses gesamte Buch um Liebe dreht, habe ich die Liebe gefragt, wie ich mit ihr öfters in Kontakt sein kann, auf das ich sie auch in schwierigen Lebenssituationen nicht vergesse. Hier ist die Antwort:

Du bist bereits permanent in Liebe gehalten. Nur bist du dir nicht immer dessen gewahr. Liebe ist nichts was erkämpft oder erreicht werden kann. Liebe fließt die ganze Zeit um dich herum und durch dich und deinen Geist. Wenn du sie nicht durch dich fließen fühlst, kann das verschiedene Ursachen haben, die alle mit dir zu tun haben.

Kann es sein, das du um Liebe kämpfst? Das du sie haben, anstatt geben willst? Vor wem hältst du sie zurück? Von wem willst du sie nicht annehmen? Auf wen versuchst du sie zu beschränken? Wen siehst du als der Liebe unwürdig? Wen siehst du als schuldig?

Wisse das du immer geliebt bist. Egal was du tust, egal was und wer du bist, du bist auf immer rein und unschuldig und liebenswert. So sieht Gott, die reine Liebe dich. Bevor du aber nicht selbst genau diese Sichtweise angenommen hast, wirst du nicht in Resonanz mit der Liebe kommen können.

Liebe sieht nur Unschuld, Reinheit und Sanftmut in allem worauf sie schaut. Kannst du diese Sichtweise teilen? Du wirst es können, wenn du alles loslassen kannst. Wenn du nichts in dieser materiellen Welt als erstrebenswert und wertvoll ansiehst. Solange du noch an irgendetwas festhältst, sei es ein Körper, eine Person, eine Beschäftigung, oder ein Gegenstand, solange wirst du denjenigen hassen, der es dir scheinbar wegnimmt. Es spielt dabei keine Rolle, ob es dein Partner, die Gesellschaft, die Welt, die Zeit, die Natur, oder Gott persönlich ist. Solange du dich an irgendetwas klammerst, wirst du kämpfen müssen, um es zu behalten. Laß es los. Du hast bereits alles was du brauchst. Du kannst darauf vertrauen, das du immer mit allem versorgt wirst, was du zu benötigen glaubst. Schau nicht auf die Armen und Benachteiligten und schlussfolgere das es Mangel gibt. Du kennst ihre Situation nicht, du weißt nicht mit welchen Gedanken sie den Strom der Liebe und Erfüllung von sich selbst fern halten. Du kannst nur deine eigenen Gedanken ändern und ein Beispiel für die grenzenlose Liebe und Fülle werden, die dich erschaffen hat wie sich selbst.

Wir möchten dir Gedanken geben, die dich zur Wahrheit deiner Liebe zurückbringen. Wiederhole und sprich sie innerlich, werde eins mit ihnen, lass sie in dich ein, bis du keine anderen Gedanken außer diesen hast. Sage zu allem was es gibt, zu Deinem eigenen Selbst, diese Worte:

Ich bin, was ich bin. Ich bin reiner Geist, der alles durchdringt und vereint. Ich bin die funkelnde Liebe, welche auch die materielle Welt durchwebt. Ich bin geliebt, liebend und liebenswert für immer und ewig. Ich bin ewiges Sein, jetzt und hier. Ich kenne keinen anderen Augenblick als diesen einen, genau jetzt. Ich lasse alle Ideen und Vorstellungen los, die meiner wahren Natur widersprechen und die mich in der Vergangenheit gefangen halten. Ich habe keine Pläne und Vorhaben mehr, die mich in die Zukunft schweifen lassen. Die Liebe und Schönheit meines Seins ist hier und jetzt. Sie schließt alles Sichtbare und Unsichtbare ein. Ich nehme es in mich auf und werde wieder eins damit.

Ich entspanne meinen Geist und meine Seele und den gesamten Körper in dem ich mich scheinbar befinde. Ich lasse los. Ich werde weich und immer weicher. Ich werde ganz durchlässig wie ein Schleier, der sich im Winde wiegt. Ich bin von der Liebe bewegt und getragen und schwebe auf ihrem sanften Strömen dahin.

Ich lasse alle Forderungen los, die ich an das Leben und an meine Mitmenschen habe. Sie können mir nicht geben, was ich möchte. Ich habe es bereits bekommen und bekomme es in jedem Moment neu, in dem ich entspannt, ganz offen und hier und jetzt bin.

Ich bin ein Kind der Liebe, ein Kind Gottes. Wie sich Vater und Mutter um ein Kind kümmern, so kümmert sich die alles erschaffende Liebe um mich. Ich muss nichts tun. Wenn ein Wunsch in mir auftaucht, ist er bereits erfüllt.

Ich gebe mich nur dem Spiel meines Geiste und dem Fluss der Liebe hin. Mein kleines irdisches Selbst ist total mit meinem wirklichen allumfassenden Selbst verbunden. Ich spüre diese Verbindung in jeder Faser meines Seins. Diese Verbindung trägt mich und erhält mich und spricht mit mir den ganzen Tag.

Ich lasse diesen Fluss zu und habe keine Gedanken, die ihn bremsen. Ich spüre sofort, wenn ein Gedanke aufkommt, der der Wahrheit meiner Einheit und Liebe mit allem widerspricht. Ich spüre wenn das Gefühl der Liebe und der Begeisterung versiegt und der Sehnsucht und dem Verlangen nach meinem wirklichen Sein Platz macht.

Dieses Verlangen ist ein wichtiges Gefühl, welches ich immer achten werde. Nur dieses Verlangen nach Liebe ist die Triebkraft in mir, welche mich nach Hause bringen wird. Ich werde es ehren und auf die wirkliche Quelle der Liebe ausrichten.

Ich habe lange an tausenden falschen Stellen gesucht, doch nun habe ich die Quelle gefunden. Sie ist in mir und allen Wesen die mir begegnen. Sie ist mit den Augen nicht zu sehen und doch genau hier. Sie ist immer bei mir, egal wohin ich gehe.

Um sie zu fühlen und zu sein, darf ich sie weitergeben. Nur was sich ausdehnt wird erhalten und vermehrt. Und ich fühle in dem Glück der Ausdehnung, das es meiner wahren Natur entspricht zu lieben und alles als mir gleich zu sehen. Nur wenn ich das selbe Glück, die selbe Liebe auch in meinem Gegenüber sehen kann, sehe ich wirklich.

Nun habe ich die Schau erlangt, welche nur das ewige und geistige sieht. Alles was ich gebe, empfange ich zur gleichen Zeit. Und ich will alles geben, um alles was ich bin zu empfangen.

Wenn ich ganz offen und wehrlos bin, wenn ich mich völlig hingebe, wenn ich totales Vertrauen in alle Wesen dieser Welt habe, dann wird die Welt mir ihr wahres Gesicht zeigen. Dann reflektiert sie mir die Liebe, welche durch mich hindurchfließt und dann bin ich Zuhause.

Doch wie kann ich Vertrauen in das launische Verhalten der Welt, der Menschen und der Natur haben? Sie haben mich so oft enttäuscht und werden sie es nicht immer wieder tun?

In der Tat, wenn ich meine Wünsche und Bedürfnisse die auch nur Teil dieses Traumes sind, in irdische Hände lege und sie meinem kleinen Ego übergebe, dann ist der Ausgang ungewiss und mit viel Kontrolle, Kampf und Arbeit verbunden. Wenn ich aber die Tatsache anerkenne, das jeder Wunsch vom Universum direkt beantwortet wird und ich nur meinen Geist öffnen muss, um die Erfüllung auch auf praktischer Ebene zu spüren, dann wird nur eine sehr kurze Zeit verstreichen müssen, um alles, was mir zusteht, in meine Erfahrung zu bringen. Ich gehe diesen Schritt jetzt. Ich bekenne mich zu der liebenden Kraft, die mein Schöpfer und mein eigenes Selbst ist und übergebe ihr die Führung.

Ich will mich nicht mehr einmischen in Belange, die jenseits meiner Verantwortung liegen. Das einzige was ich tun kann, ist zu vertrauen. Früher oder später wird alles, was ich jemals dachte, zur Realität. Auf diese Weise werde ich auch nach Hause finden, denn tief in meinem Geist ist die Erinnerung an die Liebe und an Einheit verborgen.

Wenn ich alle oberflächlichen Wünsche abgetragen und ausgelebt habe, wird nur der Wunsch nach Liebe und Vereinigung übrig bleiben. Und an diesem Punkt bin ich jetzt!

Ich lasse mich führen und erlösen, denn ich kenne den Weg nicht. Ich weiß nur, das ich glücklich und im Frieden sein will.

Ich bin jetzt ganz offen und willig dorthin zu gehen, wo ich zuhause bin. Ich bin bereit die Liebe in mich einzulassen, indem ich nur noch liebevolle Gedanken hege. In Liebe schaue ich auf alles, was vor meinem inneren Auge und vor meinen physischen Augen erscheint.

Nichts ist dieser Liebe unwürdig, nichts ist zu beängstigend, weil ich erkenne, das nur ich den Dingen und Personen ihre Bedeutung verliehen habe. Und nur ich kann ihre Neutralität wieder herstellen und ihre wahre Bedeutung, ihr inneres Licht und ihre Unschuld erkennen.

Und so wird in mir und in allem die Wirklichkeit wiederhergestellt. So vergebe ich meinen Träumen und meinen kindlichen Ideen. So kehre ich heim in das Reich des Geistes und der Liebe. Und so verbleibe ich als die ewige Unendlichkeit die ich bin. Und es gibt nichts, was außerhalb von mir sein kann.

Wie kann ich mit der Ungeduld umgehen, die aufkommt wenn meinen Wünsche nicht sofort in Erfüllung gehen?

Der einzige Grund warum deine Wünsche nicht in Erfüllung gehen, ist der, das du einen Umweg gehen willst. Du weißt doch selbst, das du dich immer nur nach einem Gefühl von Liebe und Glück sehnst. Denn genau das ist dein natürlicher Zustand. Warum solltest du diesen verleugnen, hinauszögern und in die Zukunft projizieren? Warum verknüpfst du dein Glück in Gedanken mit Dingen und Zielen, mit Personen und Beschäftigungen? Ganz einfach, weil du es so gelernt hast und weil das dein Ziel war, als du hier auf die Erde kamst. Du bist gekommen, um zu spielen und um das Gefühl von Mangel in dir mit Äußerlichkeiten zu stillen. Und wenn du bedenkst, das du aus diesem Bedürfnis zu spielen eine gesamte Welt erschaffen hast, wie in deinem Traum, dann wirst du dir deine schöpferische Macht eingestehen. Dann hast du den Sinn des Lebens und der Liebe erkannt.

Loslassen

ICH LASSE LOS, WAS MIR WICHTIG IST

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Als Mensch sind wir begrenzte Wesen. Wir haben nur 16 Stunden Wachzeit, die wir mit diversen Beschäftigungen verbringen können. Unsere Wohnungen und unsere Mägen können nur eine begrenzte Anzahl von Dingen aufnehmen. Auch unser Gedächtnis kann nur einen winzigen Teil des Wissens dieser Welt für kurze Zeit behalten. Und der Körper, nun, der beginnt leider auch schon in der zweiten Lebenshälfte zu zerfallen. All diese Begrenzungen machen es notwendig, das wie sehr gut auswählen, was wir in unserem Leben haben wollen und was wir loslassen sollten.

Loslassen ist ein Akt der Liebe – auch wenn es sich, im Fall einer losgelassenen Beziehung, für den Ex-Partner nicht so anfühlt. Durch Loslassen wird neuer Raum geschaffen. In diesem Raum ist dann Platz für das, was uns gerade wichtig ist. Meist geschieht das Loslassen instinktiv. Unser Körper zeigt uns sehr deutlich, wann wir wir auf Toilette müssen, um Raum für neue Nahrung zu schaffen. Ebenso zeigen uns unsere Gefühle, wenn eine Beziehung untragbar wird. Andere Dinge verabschieden sich auch gegen unseren Willen, wie die Eltern an ihrem Lebensende, ein geliebtes Haustier, die Haare auf dem Kopf und die straffe Haut im Alter.

Unsere Intuition gibt uns zum Glück meist deutliche Hinweise, wenn es an der Zeit ist, etwas loszulassen. Schwieriger wird es, wenn wir den komplizierten Partner oder das alte Auto lieb gewonnen haben, weil es uns viele Jahre lang treu begleitet hat, es nun aber Zeit ist, loszulassen, weil etwas neues ansteht.

Schmerzhaft ist es auch, wenn wir auf der losgelassenen Seite stehen und etwas von uns geht, was wir gerne noch behalten hätten. Wenn wir dann nicht bereit sind, den aufkommenden Schmerz und die Trauer fühlend anzunehmen, wird unser Leben miserabel und die Flucht in Sucht und Vermeidung erscheint sehr attraktiv.

Da Liebe hauptsächlich in Beziehung gelebt wird, möchte ich besonders auf das Loslassen eingehen, welches für eine neue Beziehung erforderlich ist. Oft halten wir noch an Ex-Partnern, alten Verehrern und unerreichbaren Lieben fest, was eine neue erfüllende Beziehung schlichtweg unmöglich macht. Wir haben nun mal nur ein Herz, und wenn dieses zwischen etwas altem und etwas neuem gespalten ist, hat niemand wirklich etwas davon.

EXPARTNER LOSLASSEN

Das ist der wahrscheinlich wichtigste Schritt auf dem Weg in eine neue Beziehung. Generell ist es immer gut alte Dinge loszulassen, bevor wir uns neue zulegen, weil wir ansonsten einen Haufen totes Zeug mit uns herumschleppen. Das betrifft Autos wie Handys, Häuser wie Bücher, Klamotten wie Geschirr. Wenn es uns nicht gelingt alten Kram loszulassen, enden wir früher oder später als Messie.

All das trifft natürlich auch auf unsere Beziehungen zu und so sind manche Menschen leider Beziehung-Messies, weil sie es nicht schaffen, sich von ihren Ex-Partnern wirklich zu lösen, um ein freies Herz für einen neuen Partner zu haben. Natürlich ist es alles andere als einfach, einen geliebten Menschen loszulassen, mit dem man viele Jahre des Lebens geteilt hat. Und doch ist es manchmal nötig, weil sich beide Partner auseinander entwickelt haben oder die Beziehungsprobleme nicht mehr zu lösen waren.

Entscheide dich also so schnell wie möglich, ob du mit deinem Expartner zusammen sein oder ihn loslassen willst. Beides geht nicht. Auch ein Hin und Her ist nur schmerzhaft für alle Beteiligten. Wenn du zu lange mit der Entscheidung wartest, entgeht dir all das, was du bereits haben könntest. Vielleicht verlässt dich auch dein neuer Partner, weil er spürt, dass du noch an deinem Ex-Partner hängst.

Wenn dir die Entscheidung sehr schwer fällt, weil beide Partner ihre guten und schlechten Seiten haben, dann hilft es, sich das Leben in den nächsten Monaten und Jahren mit den jeweiligen Partner vorzustellen. Mit welchem der beiden fühlt es sich besser an? Was ist dir wichtiger: das alte Vertraute oder das Potential des Neuen? Bist du wirklich bereit für Neues oder passt dein bisheriger Partner perfekt zu deiner derzeitigen Frequenz?

TOXISCHE BEZIEHUNGEN LOSLASSEN

Toxisch bedeutet giftig und genau das sind Beziehungen manchmal. Sie sind vergiftet von alten Denk- und Verhaltensmustern, die in der Kindheit ihren Sinn hatten, aber als Erwachsener nicht mehr nötig sind. Leider haben sich diese Muster so tief im Geist verankert, dass wir beim kleinsten Aufbrausen des Partner glauben, er will uns wehtun, wie in der Kindheit der Vater. Oder wir haben sofort massive Verlustängste, wenn der andere mal keine Zeit für uns hat, wie damals die Mutter, die auch oft nicht da war, als wir sie gebraucht haben.

Mit viel Bewusstheit und Geduld sind manche dieser beziehungsstörenden Reaktionsmuster natürlich heilbar. Nur ist dies ein langer Prozess, den man wirklich wollen muss. Die meisten Menschen sind sich weder bewusst, das sie überreagieren und gerade die Beziehung vergiften, noch haben sie den Willen und die Ausdauer etwas daran zu ändern. Sie lassen lieber die Beziehung los, weil sie intuitiv erkennen, das sie oder der Partner nicht in der Lage sind, sich hinreichend zu ändern.

In toxischen Beziehungen, in den beide Partner sich ihre tiefsten Kindheitswunden immer wieder spiegeln, ist loslassen absolut notwendig. Entweder das Loslassen von alten Verhaltensmustern, von Gefühlsvermeidung, Verdrängung und Projektion der Schuld auf den Partner. Oder das Loslassen der gesamten Beziehung, in der Hoffnung, das es mit dem nächsten Partner leichter wird. Was eher unwahrscheinlich ist, weil der Partner nur die eigenen Themen spiegelt.

HEIMLICHE VEREHRER LOSLASSEN

Verehrer, die man nur bis zu einer bestimmten Grenze an sich heranlässt, die einem aber das Gefühl von Besonderheit und Begehrtwerden geben, scheinen ein harmloses Anhängsel zu sein. In Wirklichkeit ist das „auf Abstand halten“ dieser Liebesbedürftigen aber ein primitives Ego-Spiel, um sich selbst aufzuwerten, ohne Rücksicht auf das gebrochene Herz des Gegenübers.

Man verletzt damit nicht nur den anderen, der Jahre mit vergeblicher Hoffnung verbringt, sondern auch sich selbst, bzw. den eigenen Partner, weil ständig ein Teil der Energie zu dem Verehrer fließt. Warum ihn also nicht einfach loslassen und allen Beteiligten den Raum für die wahre Herzensbeziehung schenken?

Ganz einfach: Desto niedriger das eigene Selbstwertgefühl, desto mehr brauchen wir möglichst viele Verehrer, Kinder, Freunde und Haustiere die uns lieben und von uns abhängig sind. Wir sind dann zwar für niemanden mehr richtig da, auch für uns selbst nicht, aber wir müssen nie wieder im Leben für eine Sekunde alleine sein. Natürlich können all diese Liebesabhängigen Wesen unser innere Leere nicht füllen, aber sie können eine oberflächliche Illusion der Erfüllung schaffen. Wie alle Illusionen verursacht sie aber tiefes Leid. Erst wenn wir sie loslassen, ist Raum für wahre Liebe da.

Sage also deinen heimlichen Verehrern, das du sie als Freunde lieb hast, das du aber keine Paarbeziehung mit ihnen haben wirst und sie sich doch im eigenen Interesse einen Partner auf Augenhöhe suchen mögen. Das wird ihnen zwar für einen halben Tag weh tun, aber Jahre des vergeblichen Wartens ersparen. Auch dich wird es von energetischem Durcheinander erlösen. Liebeshickhack kann psychisch und physisch krank machen, wie wir vielleicht schon im Leben erfahren mussten. Die Lösung ist auch hier – Loslassen.

UNERREICHBARE LIEBE LOSLASSEN

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch was den Traumpartner betrifft, ist dieser Satz immer wieder stimmig. Dabei ist kaum etwas so vernichtend für unser Selbstwertgefühl und unsere Lebenszeit, wie einem unerreichbaren Partner hinterher zu schmachten.

Viel sinnvoller wäre es, nach einigen Wochen des Verliebtseins ganz direkt die Frage zu stellen: Willst du eine Beziehung mit mir? Dann kann zwar ein schmerzendes Nein kommen, aber zumindest sind die Fronten geklärt und das Leben kann weitergehen.

Wer sich aus Angst vor der bitteren Wahrheit in Hoffnung und Illusionen verstrickt, verbaut sich selbst die Zukunft und verdammt sich zum Elend unerfüllter Liebe.

Also, lass los, auch wenn es schwer fällt. Ein andere Partner, der dich wirklich liebt und will, wartet schon auf dich. Desto länger du an deiner unerreichbaren Liebe festhältst, desto schwerer wird das Loslassen.

ELTERN LOSLASSEN

Die erste Liebesbeziehung unseres Lebens sind unsere Eltern. Sie prägen unsere Beziehungsmuster, sie geben uns zu viel oder zu wenig Liebe, sie verwöhnen oder verurteilen uns. Oft werden wir als Kind ungerecht behandelt und genauso oft behandeln wir unsere Eltern ungerecht. Wir haben aneinander viele Wünsche und Erwartungen, die natürlich nicht immer erfüllt werden können.

Ob wir es wollen oder nicht: Wir haben eine Verbindung mit unseren Eltern, die auch unsere Paarbeziehung als Erwachsene beeinflusst. Wenn unsere Eltern stärkend und wohlwollend hinter uns stehen, ohne unsere Freiheit einzuschränken, dann ist die Beziehung zu unseren Eltern nährend und hilfreich.

Wenn unsere Eltern an uns hängen und klammern, weil sie von uns die Liebe erwarten, die sie in ihrer Partnerschaft nicht bekommen, dann gibt es etwas loszulassen.

Falls einer oder beide Elternteile dich also immer noch betuddeln, den Partner für dich aussuchen wollen, Anrufe erwarten, sich in dein Leben und deine Beziehung einmischen, loben und tadeln, dann ist es an der Zeit Stopp zu sagen. Natürlich funktioniert das nur, wenn du auf eigenen Beinen stehst und auch nichts mehr von deinen Eltern brauchst. Sollte das nicht der Fall sein, kommt es zu Verhandlungen, Erpressungen und Enterbungen.

Lass dich von all dem nicht entmutigen. Unsere Eltern kommen nun mal aus einer anderen Generation. Damals war es üblich, das Kinder erzogen und bevormundet, beschimpft und geschlagen wurden. Die Eltern haben sich selten so geliebt, wie sie es gebraucht hätten. Zuviel Arbeit und zu viele Tabus, zu wenig Wissen und kaum Einfühlungsvermögen. Sie haben deshalb nicht selten ihre partnerschaftliche Liebe auf ihre Kinder verlagert, was erstens ungesund für die ganze Familie ist und zweitens weh tut, wenn die Kinder sich aus dem Konstrukt entfernen.

Es liegt deshalb an dir, liebevoll Grenzen zu setzen und den Eltern das Loslassen zu ermöglichen. Falls du selbst das festhaltende Element bist, dann mache dir bewusst, dass dein Partner erst dann eine wirkliche Chance auf deine Liebe hat, wenn du deine Eltern nicht mehr so wichtig nimmst. Ansonsten führst den Fehler der Generationen fort und wirst auch mit deinen Kinder eine zu enge Verbindung haben und von ihnen die Liebe erwarten, die du mit deinem Partner nicht hast.

UNERFÜLLTE HOFFNUNGEN LOSLASSEN

Wir können ein ganzes Leben in der Hoffnung verbringen, mit genau den Menschen, Süchten, Verhaltensweisen und Methoden glücklich zu werden, die uns noch nie das gegeben haben, was wir wirklich wollten. Wie können sie auch? Glück und Freude entsteht durch Liebe und die müssen wir selbst aussenden, statt sie von anderen Menschen und Dingen zu erwarten.

Natürlich erzeugt der neue Partner, das neue Auto, der neue Urlaub, die neue Droge für einen Moment die Illusion von Glück. Vielleicht sogar wahres Glück, weil das schöne Neue uns dabei hilft, kurz unser Herz zu öffnen. Doch früher oder später lässt der Kick nach und wir stehen wieder genau da, wo wir schon zuvor gestanden haben.

Wir können dann weiterhin täglich arbeiten, um etwas Geld zu verdienen, um uns damit Dinge leisten zu können, die wir nicht wirklich brauchen. Wir können weiterhin Drogen, Sex und Partner konsumieren, um nicht die innere Leere fühlen zu müssen.

Doch tief im inneren wissen wir, das all diese Methoden uns keinen Schritt weiter bringen, weil sie das noch nie getan haben. Sie betäuben nur ein wenig unseren Schmerz.

Wenn du an diesem Punkt angekommen bist, ist es an der Zeit unerfüllte Hoffnungen loszulassen und in diesem Moment anzukommen. Also ganz im hier und jetzt zu sein, wo nichts perfekt, aber dafür alles echt ist.

Hoffnungen und grosse Ideen sind zwar eine wundervolle Möglichkeit, um eine neue Zukunft zu manifestieren, doch sie sollten uns nicht so weit von der Gegenwart entfernen, das wir wie ein Hamster im Rad ihnen hinterher jagen.

Ein Grundsatz der Manifestation ist ohnehin das Loslassen der Hoffnungen und Wünsche, weil genau das unsere Schwingung vom Nicht-haben (Wunsch) in das Erfüllt-sein (Wunscherfüllung) bringt. Wir können nur das anziehen, was wir innerlich bereits sind.

ÜBER FREMDGEHEN UND LOSLASSEN

Durch Fremdgehen werden wir so direkt mit unserer Fähigkeit zum Loslassen konfrontiert, wie durch kaum einen anderen Auslöser. Der etwas altbackene Begriff des Fremdgehens steht für die Flucht vor den eigenen Gefühlen.

Wenn wir uns in einer Beziehung eng oder ungeliebt, überfordert oder gelangweilt fühlen und nicht den Mut haben diese Gefühle anzunehmen, darüber zu reden und die Beziehung zu klären, dann ist es natürlich am einfachsten die erotisch-sexuelle Liebe zu einem anderen Menschen fliessen zu lassen. Dieser Akt wird als Fremdgehen bezeichnet.

Erotische Liebe mit anderen Menschen zu teilen wäre ja auch völlig ok, wenn wir eine offene Beziehung haben und wenn es keine Treue-Versprechen zum derzeitigen Partner gibt. Fremdgehen bedeutet aber genau, das diese Versprechen einseitig gebrochen werden und das diese Ungerechtigkeit großen Schmerz auslöst.

Warum sollte man denn dann überhaupt Versprechen der sexueller Liebestreue abgeben, wenn es so schwierig ist, diese zu halten? Nun, Treue ist ein Fundament der Paar-Beziehung, weil ohne Treue die Energie nicht in der Beziehung bleibt, sondern zu diversen Liebhabern fliesst. Sie steht damit nicht für Familie oder gemeinsame Projekte zur Verfügung, wo sie dringend gebraucht wird.

Natürlich ist es in einer offenen Beziehung oder in einer Phase ohne Verpflichtungen möglich, ohne Treue zu leben, vielleicht sogar Polyamorie zu versuchen, oder häufig die Partner zu wechseln. Doch wenn beide Partner reif genug sind, um eine wirkliche Paarbeziehung einzugehen und eine Familie oder ein gemeinsames Projekt zu gründen, dann ist Fremdgehen ein Tabu. Die feige Flucht aus der Beziehung, heimlich, damit der Partner es nicht auch tun kann, ist dann ein so verletzender Vertrauensbruch, das sich viele Beziehungen nie wieder davon erholen.

Warum ist es so schwer, dem Partner seine Abtrünnigkeit zu verzeihen?

Das hängt, wie so oft, mit unserem Schmerz-Gedächtnis zusammen. Für viele Jahrtausende der menschlichen Entwicklung, ist Fremdgehen oft tödlich ausgegangen, weil Überleben nur im sicheren Familienverbund möglich war. Da es keine Verhütung gab, ist schnell ein anderes Kind entstanden, was die Familie auseinander gebracht hat. Oder eine sexuell übertragbare Krankheit hat das Leben aller Beteiligten frühzeitig beendet.

Diese Angst vor dem Verlust all dessen, was man sich aufgebaut hat, steckt immer noch tief in unseren Zellen und lässt uns Todesangst fühlen, wenn der Partner sich abwendet und alles zusammenzubrechen droht. Dieses Angsterlebnis wiederum wird, wie jedes Trauma, sehr gut abgespeichert, damit man sich beim nächsten mal rechtzeitig schützen kann.

Genauso funktioniert auch unser Immunsystem, bei dem sich Gedächtniszellen jeden Erreger merken, um fortan bei Gefahr schnell reagieren zu können. So sichert unser Körper das eigene Überleben und das unserer Art.

Auf diesem Prinzip beruht auch auch jede Allergie, bei der unser Immunsystem schon beim kleinsten Reiz Alarm schlägt und völlig überreagiert.

Natürlich ist es in einer Partnerschaft total unpraktisch, auf den eigenen Partner allergisch und misstrauisch zu sein, „nur“ weil er, oder eine Vorgänger, fremdgegangen ist und das so sehr weh tut.

Genauso unpraktisch ist es auch, die Beziehung zu idealisieren und Hollywoodfilme als Liebes-Standard zu nehmen. Paarbeziehung kann zwar die erwachte Vereinigung zweier Seelen in Liebe sein und sich tatsächlich wie das Happy End in einem Liebesfilm anfühlen – doch oft ist sie auch ein ganz praktisches Mittel, um die notwendige Sicherheit für eine Familie herzustellen. Sie ist als Überlebensmechanismus nicht nur von reiner Liebe geprägt, sondern auch von Wünschen und Bedürfnissen, Hemmungen und Ängsten, Kindheitserlebnissen und Traumata, Vertrauen und Misstrauen. Es ist sinnvoll sich all das einzugestehen und genau zu wissen, was die Prioritäten sind, denn die perfekte Beziehung gibt es nur als Ideal, dem sich beide Partner immer mehr annähern können. Die Frage ist:

Wie sehr willst du dich öffnen und zeigen?

Wie ehrlich willst du auch deine Schattenseiten und die des Partners sehen und lieben?

Bist du bereit gefühls-unterdrückende Substanzen und Gewohnheiten loszulassen?

Kannst du dich ganz auf einen Menschen einlassen, ohne zu flüchten, wenn es ans Eingemachte geht?

Kannst du Probleme mit deinem Partner offenen Herzens besprechen, ohne in Ego-Reaktionen wie Flucht oder Angriff zu verfallen?

Kannst du Schmerz fühlen, ohne ihn auf dein Gegenüber zu projizieren?

Kannst du dich in der heutigen Zeit, mit all den vielen Versuchungen, Ablenkungen und Möglichkeiten wirklich auf einen Partner einlassen und mit ihm auch durch schwere Zeiten gehen?

Kannst du eine Beziehung aufrechterhalten, obwohl es heute viel weniger äußere Zwänge gibt?

Loyalität

ICH BIN LOYAL ZU ALLEM, WAS MIR WICHTIG IST

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Loyalität ist die Liebe und Verbundenheit zur eigenen Familie und Religion, zur eigenen Gruppe und Ethnie, zur bevorzugten Ideologie und Lebenseinstellung. Loyalität stärkt den Zusammenhalt und fokussiert die Begeisterung auf eine Sache, um mit ganzer Kraft Großes zu erschaffen.

Wenn ein loyaler Mensch sich seine Sichtweise der Realität ausgesucht hat, dann bleibt er meist dabei und verteidigt sie im Notfall mit seinem Leben. Er kann darüber zum Fanatiker und Tyrannen werden, weil er Andersdenkende als Feind sieht, die in seinen Augen sein Loyalitätsgebilde gefährden, einfach dadurch, das sie eine andere Meinung haben.

Wenn die Andersdenkenden dann noch gute Argumente haben, denen er nicht wirklich widersprechen kann, bleibt dem Loyalen nichts anderes übrig, als den Gegner zu diffamieren und zu zensieren. Falls das auch nicht reicht, werden die Querulanten bekämpft, entrechtet und eingesperrt. Manchmal auch ganz aus der Welt geschafft. Erst wenn die Bedrohung beseitigt wurde, ist für den Loyalen die Welt wieder in Ordnung und die Ideologie gerettet. Er glaubt, das es nur eine, nämlich seine, wahre Sichtweise der Realität gibt.

Loyalität, die schnell in Fanatismus umschlägt, ist steuerbar und kann unter der falschen Führung extrem vielen Menschen das Leben zur Hölle machen.

Seit Menschengedenken haben sich unterschiedliche Glaubensrichtungen, Ethnien und Gruppen bekriegt, um knappe Ressourcen und fruchtbare Gebiete neu zu verteilen. Loyalität war schon immer sinnvoll, denn für irgendeine Seite musste man sich als Mensch ohnehin entscheiden, um den Schutz der Gruppe genießen zu können. Es war also naheliegend sich loyal in die eigene Gruppe einzufügen, denn ihre Glaubenssätze hatte man schon mit der Muttermilch aufgesogen.

Was die loyalen Anhänger einer Gruppe als Liebe und Schutz erfahren, erfahren die Feinde als Ablehnung und Krieg. Der gegenüberstehenden Gruppe geht es umgekehrt oft genauso. Auch sie sehen ihre eigene Religion und Lebenseinstellung als das einzig Wahre an und verteidigen sie loyal mit ihrem Leben.

Regierende nutzen diese polarisierenden Eigenschaften der Loyalität aus, um ihr Volk für Kriegseinsätze, harte Arbeit und hohe Abgaben zu interessieren, die kein Mensch freiwillig leisten würde. Es wird dabei immer mit einer Belohnung und Angst gearbeitet, um Loyalität aufzubauen, die dann ohne große Probleme gehalten werden kann. Wohin das führt, kennen wir aus unserer eigenen finsteren Vergangenheit:

Im Mittelalter wurden lästige Frauen und Männer, die nicht den eigenen Interessen loyal waren, verurteilt, gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Sie durften anonym angezeigt werden und diese Möglichkeit wurde auch ausgiebig genutzt, um Widersacher aller Art loszuwerden. Der Aberglaube besagte, dass der Teufel von den Verurteilten auch auf deren Kinder übergeht, weshalb oft ganze Familien ausgerottet wurden. Das ganze musste auch wissenschaftlich abgesegnet werden und so lieferten Universitäten und technische Fakultäten den intellektuellen Rückhalt für den Wahnsinn der Zeit. https://chrismon.evangelisch.de/hexen

In der Nazizeit wurden Juden als Ratten und Abschaum bezeichnet und es gab kurze Werbefilme im Kino, in denen diese Vergleiche gezogen wurden. Über die Jahre wurde systematisch Hass und Abscheu aufgebaut, so das es später für die Nazis ein leichtes war, loyale KZ-Betreuer zu finden, um die „Bedrohung“ ein für alle mal aus dem Weg zu räumen. Die Bevölkerung fand das zu großen Teilen akzeptabel, da ihre fehlgeleitete Loyalität zur offiziellen Propaganda und zum Führer, blindes Vertrauen gebot. Heute erschrecken wir vor diesem Grauen und fragen uns, wie unsere Großeltern Loyalität für ein Monster wie Hitler empfinden konnten.

Das gleiche spielte sich später auch in sozialistisch-kommunistischen Staaten ab, welche die Lagerhaltung der Dissidenten perfektionierten und somit die zehnfache Menge an Menschen vernichten konnten. Ohne Loyalität ihrer Anhänger wäre das nicht annähernd möglich gewesen.

Auch heute geht das Spiel munter weiter und es wird alle Jahre ein neuer Feind aus dem Hut gezaubert. Mal ist es Saddam Hussein, ein andermal Assad, seit längerem Putin und seit einigen Jahren Trump, der wiederum die Moslems hasst. Unser aktueller, perfekter unsichtbarer Feind ist ein Virus.

Damit einhergehend, sind natürlich alle Menschen, die keine Lust auf entsprechende Kriegseinsätze und Freiheitseinschränkung haben, der Feind. Sie werden als Verschwörungstheoretiker, Esoteriker, Aluhüte und Schwurbler diffamiert, ganz egal, ob sie als Professoren vom Fach sind, oder sich seit Jahrzehnten für Freiheit und Gesundheit einsetzen. Sie sind eine Bedrohung für die Angstmacher und müssen von der Bildfläche verschwinden. Wenn schon nicht ganz, dann wenigsten von Youtube und Facebook. Gottseidank, das Zensur wieder modern ist. Sie wird heute „Faktencheck“ genannt. Genauso wie Kriegseinsätze „Peacekeeping Operations“ sind.

Ich beschreibe diese Absurditäten, um aufzuzeigen, dass wir Menschen zutiefst von unseren Gedanken und Gefühlen beeinflusst sind und das man diese in Krisenzeiten mit Massenmedien sehr leicht manipulieren kann. Die loyalen Untergebenen schlabbern brav alles auf, was die Propaganda ihnen vor die Füße kippt. Während die klar Denkenden gar nicht verstehen können, wie man diesen Quatsch überhaupt anschauen kann.

Jeder Mensch hat eine Agenda, egal ob es ein Politiker ist, der sein Macht etablieren will, oder ein Verteidigungsminister, der gerade einen Angriffskrieg plant, oder ein Beziehungspartner, der mehr Liebe und Aufmerksamkeit von seinem Partner will. Menschen mit einer Agenda brauchen loyale Anhänger, sonst lassen sich ihre Pläne schwer umsetzen.

Wenn diese Agenda sich gegen lebendige, fühlende Wesen dieses Planeten richtet, dann muss sie hinterfragt werden. Um das möglich zu machen, muss für einen Moment alle Loyalität losgelassen werden, denn sie verhindert einen objektiven Blick auf die Wahrheit.

Leider ist das in den meisten Fällen nicht möglich, denn Loyalität macht blind und ihre Anhänger zu Robotern, die ihr Programm durchziehen, ohne Rücksicht auf Verluste. Diese Programm des blinden Gehorsams kennen wir von Soldaten, Polizisten und Anhängern verschiedenster Ideologien.

Trotz alledem behaupte ich, das die Kraft hinter diesem Verhalten Liebe ist. Eine fehlgeleitete und naive Liebe, die ihre wahre Bestimmung vergessen hat. Solange die loyalen Anhänger verblendeter Ideologien nicht erwachen und ihr enges Bild der Realität aufgeben, kann keine Heilung geschehen. Sie sind der großen Liebe verloren und werden ihren Albtraum lieben, bis eine persönliche Krise sie eines Tages aufweckt.

Dann erkennen sie plötzlich, das sie einem Trugbild gefolgt sind und es bis zum letzten Atemzug verteidigt haben. Sie konnten ihre Loyalität nicht der höchsten Wahrheit widmen, sondern haben sie zu egoistischen Zwecken benutzt. Manchmal geschieht dieses Erwachen im Moment des physischen Ablebens, manchmal auch schon vorher. Die Wahrheit, die in diesem Moment erkannt wird, ist folgende:

Jedes Wesen dieser Erde ist gleichermaßen wertvoll und heilig. Dazu zählen auch Tiere, Pflanzen und Insekten. Nichts und niemand verdient den Tod und wir sollten in jedem Moment loyal gegenüber dem Wunder des Lebens sein.

Wir Menschen sind als Hüter der Erde und all ihrer Lebewesen bestimmt. Unser Urahnen wussten das noch und haben der Erde nie Schaden zugefügt. Gut, sie konnten es auch gar nicht, weil Umweltverschmutzung ohne Industrie nicht möglich war. Umso wichtiger ist es heute, unserem reinen Gewissen loyal zu sein und die Erde nicht weiter zu quälen.

Die Hinwendung zu unseren spirituellen und irdischen Wurzeln macht uns zu kraftvollen Schöpfern. Weder hohe Ideale noch dumpfe Ignoranz sind die Lösung. Wir sind als Mensch Kinder von Himmel und Erde. Wir sollten unsere höchste Liebe hier auf Erden einsetzen, um das Spiel des Lebens für alle Wesen zu einem natürlichen und schönen Erlebnis zu machen.

Tue anderen nichts an, was du nicht selbst erleiden willst, denn die scheinbar anderen sind ein Teil von dir. Karma gibt es tatsächlich und es wird dich in den Hintern treten, wenn du anderen Wesen schadest. Deine Seele will die Realität von allen Seiten erfahren und wird dich ziemlich bald auch auf der Empfängerseite deiner guten und schlechten Taten stehen lassen.

Begegne allem in deinem Leben mit Liebe, weil du Liebe bist und das erkannt hast. Wenn du weißt, wer du bist, dann kannst du gar nicht anders, als lieben. Du bist dann ganz von Selbst loyal zu deinem wahren Wesen und strahlst dieses in der Welt aus. Dann bist du ein Segen für alle, die dir begegnen.

Macht

ICH LEBE DIE KRAFT UND MACHT DER LIEBE

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Wir Menschen sind die mächtigsten Wesen dieses Planeten. Intelligenz hat uns die Macht gegeben, uns von der Natur abzutrennen und sie uns untertan zu machen. Liebe gibt uns die Macht, im Einklang mit allen Wesen dieses Planeten zu leben und die natürliche Ordnung zu bewahren. Wir alle haben die Macht zu wählen, mit welchen Prioritäten und Idealen wir durchs Leben gehen. Wir haben die Macht, das Licht der Liebe in uns selbst zu finden und auszustrahlen oder es komplett zu verleugnen.

Jeder kleine Gedanke, den wir bewusst oder unbewusst denken, trägt eine Kraft in sich. Eine ganze Reihe von Gedanken und Gefühlen, die in eine fokussierte Richtung gehen, haben eine noch viel grössere Macht. Wenn diese sich dann noch mit den Gedanken anderer Menschen vereinen, entsteht eine Bewegung, welche die Welt verändern kann. Entweder zu mehr Liebe und Verbindung oder auch zu mehr Trennung und Zerstörung.

Die größte Macht des Menschen liegt also in seinen Gedanken, welche sich zuerst als Gefühle und später als materielle Wirklichkeit manifestieren. Wenn wir uns auf einen Gedanken nur 20 Sekunden fokussieren, beginnt er bereits eine Wirklichkeit zu erschaffen. Meist folgen auf diesen Gedanken weitere ähnliche Gedanken und Bilder, bis wir nach wenigen Minuten eine komplette Welt in unserem Geist erschaffen haben, die dann darauf wartet, sich in unserem Leben zu verwirklichen. Diese Manifestation geschieht umso schneller, desto entspannter und offener wir sind, desto mehr wir über unsere Schöpfung reden und danach handeln.

Diese Macht ist etwas wundervolles, wenn wir mit Partnern oder Freunden ein schönes Projekt visionieren, welches alle Beteiligten glücklich macht und niemanden verletzt. Unsere Macht ist aber ebenso erschreckend, wenn wir aufgrund von Erziehung und medialer Propaganda andere Wesen abwerten und dann auch vor deren Vernichtung nicht mehr halt machen. Am deutlichsten wird das beim Fleischkonsum: Da gibt es „Nutztiere“ die unter abartigsten – also maximal artfremden Bedingungen gehalten und geschlachtet werden, einfach, weil es vielen Menschen schmeckt und der riesige Machtapparat der Fleischindustrie es leicht macht.

Haustiere hingegen, werden mit allen Mitteln der Kunst lange am Leben erhalten, weil ihre Besitzer sie lieben und nach deren Tod sehr unglücklich wären. Die gleiche Schizophrenie existiert auch in anderen Lebensbereichen, wie z.B. der Gesundheit, wo sich jährlich Hunderttausende ins Grab rauchen und trinken, es aber nicht mehr erlaubt ist, umgeimpft eine Erkältung durchzumachen.

Es haben sich in den letzten 100 Jahren viele Machtzentren in Form von großen Industrien etabliert, denen es nur noch um Profite geht, während die halbe Erde dabei vermüllt wird und unendlich viel mehr Leid, als Freude erzeugt wird. Da gibt es die Rüstungsindustrie, die soviel Macht hat, das sie den gesamten Planten in eine radioaktiv verseuchte Todeswüste verwandeln könnte. Es gibt die Pharmaindustrie, welche die halbe Welt von Psychopharmaka abhängig macht und den Menschen über die WHO Pandemien einredet, um sich an Impfstoffen zu bereichern. Es gibt das staatliche Gewaltmonopol, welches der Meinung ist, das die Bürger des Landes unmündig sind und es Repressalien braucht, damit Zucht und Ordnung herrschen. Dabei bekommen unreife Menschen große Macht, welche sie als Soldaten und Polizisten, als Richter und Befehlshaber nur allzu oft missbrauchen.

Die meisten Menschen, ich schliesse mich selbst da nicht aus, haben ein gespaltenes Verhältnis zu ihrer Macht. Wir alle haben schon die Erfahrung gemacht, das wir zu Egoismus und Korruption neigen, sobald wir Macht haben.

Macht und Missbrauch liegen nun einmal sehr eng beisammen. Wenn du diesen Dingen nicht ins Auge sehen willst und weiterhin in Frieden Käse, Fleisch und Fisch essen möchtest, bzw. dich damit abfindest, das mit deinen Steuergeldern Waffen produziert, verkauft und auch eingesetzt werden, dann überspringe bitte den folgenden Absatz.

Macht ist also sehr verführerisch und weckt dunkle Ego-Muster in uns. Die mächtigsten Männer der Vergangenheit haben selten etwas gutes mit ihrer Macht bewirkt, dafür aber hunderte Millionen Menschen in den vorzeitigen Tod geschickt. Grosse Beispiele sind Hitler (17 Millionen Tote im Krieg), Stalin (23 Millionen Tote in Gulag Arbeitslagern) und Mao Tse-tung (78 Millionen Tote durch Massenhinrichtungen und künstlich erzeugte Hungerkatastrophen). Das ist natürlich nichts, im Vergleich dazu, was wir mit Tieren machen. Die 17 Millionen Tote, die Hitler in 5 Jahre Krieg erreicht hatte, schaffen wir in einer Stunde Tiere schlachten. An einem Tag summiert sich unser Massaker an Tieren auf 400 Millionen. Das heißt, an einem Tag töten wir so viele Tiere, wie Menschen in allen Kriegen und Greueltaten der letzten 100 Jahre getötet wurden. Diesen ganz persönlichen Machtmissbrauch kannst du heute noch abstellen, indem du dich vegan ernährst, falls du es nicht schon tust.

Natürlich gibt es auch positiv herausragende Meister und Führer, wie Jesus, Buddha, Ramana Maharshi und Eckhart Tolle, die mit ihrer Liebe und Güte Millionen von Menschen inspiriert haben.

Manche dieser Meister, wie Jesus, wurden leider auch dafür berühmt, dass man ihre gelebten Weisheiten zu einem Machtinstrument umfunktionierte, mit Schuld, Sünde und Hölle angereichert in Bibeln schrieb, um damit unwissende Menschen manipulieren zu können. Das gleiche Schicksal ereilte auch viele andere Weltreligionen und kleinere Sekten. Macht ist am leichtesten zu erlangen, indem man Angst verbreitet und dann sich dann als Retter darstellt, der eine Lösung anbietet. Im Christentum wurde die Angst vor der Hölle benutzt, um Menschen gefügig zu machen. Die Lösung war die Einhaltung von Geboten, Beichte und Abgaben an die Kirche. Heute wird gerade die Angst vor einem Virus hochstilisiert und die Lösung ist eine Impfung, das Zerstören kleiner Betriebe, das Einsperren und Ausgrenzen von großen Bevölkerungsgruppen.

Für mich war das Anerkennen weltlicher Macht schon immer sehr schwierig, weil ich bereits als Kind sehr rebellisch war. Ich habe noch nie verstanden, warum ich den absurden Ideen von Eltern, Lehrern und Politikern folgen sollte, die ganz offensichtlich nur dazu dienten, deren Macht weiter zu stärken und mir meine Selbstbestimmung zu nehmen. Da ich ihre Führung nicht annehmen konnte, waren meine grossen Meister das Leben selbst, meine Gefühle und Bücher.

Gerade Bücher haben mir immer die Freiheit gelassen, mein eigenes Urteil zu bilden und in aller Ruhe meine eigenen Erfahrungen in mein Wachstum einfliessen zu lassen. Ja, ich muss zugeben, das ich sehr misstrauisch gegenüber allen Lehrer und Erziehern war, weil ich in meiner gesamten Kindheit mit absurden Lebenskonzepten unglücklicher Erwachsener bombardiert wurde, die alle wollten, das ich deren „Weisheiten“ übernehme und so werde wie sie, obwohl ihr Leben offensichtlich nicht liebevoll und schön war.

Ich habe mich deshalb lieber von meinen eigenen Gefühlen leiten lassen, die mir sagten: „Du bist richtig, genau so wie du bist. Tue einfach, was dir Spaß macht und probiere dich im Leben aus. Gehe in Richtung deiner schönen Gefühle und weg von dem, was sich für dich unangenehm anfühlt.“

Das klang für mich wesentlich besser, als die Stimmen der Eltern, die da sagten: „Sei immer nett zu den Erwachsenen, passe dich an und erledige deine Pflichten, egal ob dir das Spass macht oder nicht. Wenn du nicht kämpfst und lernst und alles richtig machst, dann wirst du es nie im Leben zu etwas bringen.“ Was sie dabei verschweigen, ist: „Du wirst dich dabei oft wie ein Fußabtreter fühlen, aber so ist das Leben nun mal. Schau uns an, wir machen es doch auch und leben noch!“ Für mich war das kein Leben.

Für mich waren meine positiven Gefühle schon immer wichtiger, als die überzeugendsten Argumente der Erwachsenen und wenn ich es wirklich schaffte, meinen Gefühlen und Inspirationen konsequent zu folgen, bis ans Ende der Welt, dann habe ich die Fülle und Lebendigkeit gefühlt, die in mir sind.

Gefühle sind die besten Führer, weil sie in Verbindung mit unserer Macht und unserer höheren Intelligenz stehen. Es war ein langer Prozess des Prüfens und Erlebens, bis ich diese Wahrheit wieder annehmen konnte, welche ich als Kind noch intuitiv wusste. Sie war mir auch bei der Auswahl meiner Lehrer eine gute Hilfe.

Der Grundkonflikt den wir oft mit Lehrern haben, ist der, das wir einerseits wissens- und hilfebedürftig sind und anderseits Angst haben vor Abhängigkeit und Machtmissbrauchs.

Dieses Dilemma beginnt schon mit unserer Geburt. Wir kommen absolut bedürftig und unselbständig auf die Welt und sind die ersten 7 Jahre auf Gedeih und Verderb unseren Eltern ausgeliefert, die all ihre Lebensweisheit und auch all ihre absurden Idee auf uns abladen. Wer danach nicht auf eine Alternativschule geht, hat weitere 10-12 Jahre unter halbwissenden Lehrern zu leiden und dann kommen nochmals 3-5 Jahre Lehre oder Studium und noch mehr Fachwissen, welches wir in wenigen Wochen wieder vergessen haben.

In all dieser Zeit warten unsere Lehrer nicht, bis in uns eine Frage reift, sondern sie stopfen uns mit Wissen voll, bis es uns zu den Ohren wieder heraus quillt. In uns wird nicht die eigene Kraft, das eigene Unterscheidungsvermögen, die eigene Intuition und Genialität gefördert, sondern das Nachplappern veralteter Konzepte.

All das wirkt sich dann auf unsere Beziehungen aus. Statt unsere eigene Macht zur Veränderung anzuerkennen und mit Liebe und Klarheit in die Beziehung zu gehen, begeben wir uns nur allzu oft in eine Rolle und spielen die Beziehung unserer Eltern nach. Wir wiederholen alte Probleme, statt gemeinsam eine neue Vision der Zukunft zu entwickeln. Wir haben Angst, uns ganz auf den Partner einzulassen, denn es könnte ja wieder so schief gehen, wie beim letzten mal.

Natürlich hat auch Vorsicht ihre Berechtigung, weil sie uns auf gewisse Art schützt. Aber sie ist auch genau das Gegenteil von der Macht der Liebe. Oder kannst du dir Jesus vorstellen, wie er zu den Geldwechslern im Tempel geht und sie vorsichtig bittet, eventuell ihr Verhalten in der Zukunft zu ändern? Nein, er hat deren Tische umgeschmissen und sie verjagt! So wie es jedes wütende Kind machen würde, welches noch seine Macht kennt und sich nicht vor lauter Angst und Vorsicht zu einer Brezel verknotet.

Jeder Mensch hat das Potential seine grossartige Macht der Liebe in dieser Welt zu verwirklichen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis alte Denkmuster aufgelöst sind und sich eine neue Sichtweise auf das Leben verwirklicht. Hier sind einige hilfreiche Ideen, die dir bei deinem machtvollen Selbstausdruck helfen:

Lasse alte Ideen deiner Eltern los. Sie lebten in einer anderen Zeit, mit anderen Möglichkeiten, welche nicht viel mit deinem Leben zu tun haben.

Fokussiere dich auf deine Zukunft und nicht auf die Vergangenheit. Das was war ist vorbei, die Zukunft enthält dein Potential.

Vergleiche dich nicht mit den Besten der Besten, sondern mit dir Selbst, vor ein paar Jahren. Du wirst bemerken, wie viel sich schon zum Positiven gewandelt hat und wie schnell es bei dir voran geht.

Bitte innerlich um Hilfe. Deine Seele wartet nur darauf, dass du sie in dein Leben einlädst, damit sie dich zu all dem führen kann, was du dir wünschst.

Wenn du das Gefühl hast, dass du einen Meister im Außen brauchst, der dich in kurzer Zeit sehr weit im Leben voranbringt, dann wünsche es dir oder bitte darum. Diese Methode funktioniert sehr gut. Ich und viele andere Menschen haben innerhalb weniger Wochen ihren wahren Meister gefunden. Manchmal war das ein Mensch, manchmal ein Buch, andere Male vielleicht auch ein Idee, oder ein Lebenskrise.

Hilfe kommt immer von allen Seiten des Universums, sobald wir uns dafür öffnen und unsere engen Konzepte loslassen. Wir müssen uns nicht alles selbst erarbeiten und erkämpfen.

Hier sind einige Fragen die ich mir gerne stelle um zu erkennen, ob ich auf einem bestimmten Gebiet schon ein Meister bin:

Zweifeln andere an meinen Ideen und meinem Selbstausdruck – und spiegeln mir damit meine eigenen Zweifel? Bekämpfe ich die Zweifler im außen, statt mich zu fragen, wo meine eigenen Zweifel und Ängste liegen?

Versuche ich andere von meinen Wahrheiten zu überzeugen, damit ich besser an sie glauben kann?

Macht es mir wirklich Spass, meine Fähigkeiten machtvoll in die Welt zu bringen und sind andere Menschen davon begeistert und inspiriert?

Was lässt mich zögern, meine wahre Macht zu entfalten? Habe ich vielleicht Machtmissbrauch erlebt und schrecke deshalb vor meiner Macht zurück?

Bin ich mir sicher, das meine Macht dem höchsten Wohle aller dient? Was sagt mein Verstand und mein Herz dazu?

Frage ich andere um Erlaubnis, bevor ich ihnen helfe und sie berate? Oder stülpe ich ihnen ungefragt meine Pseudoliebe über, in Form von klugen Tipps und ungewollter Hilfe?

Wie gehe ich mit Kindern, Schülern und Menschen um, die mir verbal oder intellektuell nicht gewachsen sind? Sehe ich sie als perfekte heil(ig)e Wesen an oder als Bedürftige, die ich belehren muss?

Meditation

ICH RUHE IN MIR UND ERKENNE MICH SELBST

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Meditation ist der Weg zu uns selbst. Es ist der Weg zurück, zu unserem verbundenen Seinszustand. Der meditative Zustand ist von Stille, Liebe und Frieden geprägt und manchmal von ekstatischer Freude. Oft ist der Kopf aber auch voller Gedanken, die der Meditierende vorbeiziehen lässt, sofern er das kann.

Der meditative, verbundene Seinszustand ist dem kindlichen lebendigen Sein sehr ähnlich. In diesem Zustand hören wir nur auf unsere eigenen Gefühle und lassen uns von unserer inneren Führung, in das Licht der liebenden Stille leiten. Wir sind auf unser Wohlsein ausgerichtet und empfangen in jedem Moment innere Impulse, die uns genau dorthin führen, wo es uns am besten geht.

Kinder verbringen ihre ersten Lebensjahre fast dauerhaft in diesem Zustand, was man daran erkennt, dass sie glücklich und enthusiastisch sind und immer ganz genau wissen was sie wollen. Kinder sind, genauso wie Tiere noch ganz mit ihren Gefühlen und Instinkten verbunden und würden diesen Zustand vielleicht auch beibehalten, wenn man sie nicht (v)erziehen würde.

Wir Menschen sind übrigens die einzigen Wesen auf diesem Planeten, die sich durch exzessives Denken von ihrem natürlichen, instinktgesteuerten Seinszustand abgespalten. Daher sind wir auch die einzige Wesen die krank werden, die Kriege führen, die sich gegenseitig quälen und rücksichtslos mit der Natur umgehen.

Wir spüren diese Trennung von unserem inneren meditativen Selbst, durch ein Gefühl von Taubheit, Sinnlosigkeit und Getriebensein. Meditation kann unser natürliches Bewusstsein von innerer Verbundenheit mit unserer Quelle wieder herzustellen. Auf dem Weg von unserem verstandes-betonten Alltagszustand in den gefühlsbetonten Meditationszustand, gehen wir meist durch folgende sieben Phasen, die in ihrer Reihenfolge variieren können:

SCHLAFPHASE: Wenn wir mit dem Meditieren beginnen, schlafen wir oft dabei ein, weil wir uns erholen müssen, von der unangemessenen Überanstrengung unseres Verstandes, mit all unseren Problemen. Das ist völlig normal und richtig und sollte unbedingt zugelassen werden, wie auch alles andere, was uns auf unserem Weg begegnet. Diese Phase kann einige Tage oder Wochen dauern, je nachdem, ob wir uns zwischen den Meditationen wieder mit unseren Problemen überfordern.

STILLEPHASE: Wenn wir genug geschlafen haben kommt meist eine Phase, in der wir einfach die innere Stille und Weite unseres Seins genießen können. Wir fühlen uns ruhig, gelassen und in Frieden. Manchen Meditierenden gefällt diese Phase so gut, dass sie sich am Ziel wähnen und sich von der Welt zurückziehen. Natürlich werden sie später doch wieder von ihren inneren Sehnsüchten in die Aktivität getrieben und müssen diese Phase der Stille hinter sich lassen.

KREATIVPHASE: Die meisten Menschen bekommen während der Meditation sehr kreative Impulse, die sie nicht verleugnen können. Sie wissen auf einmal warum sie hier auf Erden sind und wie sie ihre Liebe am besten ausdrücken wollen. Sie fangen an Bücher zu schreiben, Bilder zu malen, Musik zu machen und ihre innere Fülle auf tausend verschiedenen Wegen auszudrücken. Sie werden zum Kanal kreativer Lebensenergie und können sich fortan nicht mehr mit belangloser, stumpfsinniger Arbeit zufrieden geben.

PLATEAUPHASE: Wenn wir unseren Weg des Ausdrucks gefunden haben, kommt eine relativ stabile Phase, in der wir einfach nur die innere Fülle fliessen lassen und der Lebensfluss relativ unbehindert dahin strömt. Der Körper ist gesund, die Finanzen sind kein Problem, die Beziehung ist glücklich und andere Menschen freuen sich mit uns, weil wir so glücklich sind, oder beneiden uns darum. Letzteres stört uns aber nicht, weil wir unser Glück nicht mehr von äußeren Umständen und Meinungen abhängig machen. Wir werden immer mehr eins mit unseren inneren Impulsen und leben unsere Bestimmung ohne Rückhalt.

ERWACHENSPHASE: Für manche Menschen kommt nun eine Erfahrung des geistigen Erwachens, in der wir in unsere wahre Identität jenseits des Erdentraumes eintauchen. Diese Erfahrungen sind wunderbar, halten aber immer nur kurz an, weil wir halt nicht auf die Erde gekommen sind, um gleich wieder in spirituelle Höhen aufzusteigen. Der völlig erwachte Zustand ist mit dem körperlich fokussierten Zustand nicht vereinbar. Er kann aber sehr wohl für kurze Zeiten erlebt werden, indem wir unseren geistigen Fokus völlig von unserem körperlichen Erdenleben zurückziehen und sehr weit machen, bis er unser ewiges grenzenloses Sein umfasst.

RÜCKZUGSPHASE: Wenn wir erkannt haben, dass wir nicht gleichzeitig völlig erwacht und in der Welt sein können, dann versuchen wir diesen wunderbaren Zustand auszudehnen und öfters zu erlangen. Wir ziehen uns von der Welt zurück, gehen vielleicht in ein Kloster oder in einen Ashram, um unseren Fokus gänzlich der weiten, ewigen Natur unseres Seins zu widmen. Wir haben des öfteren Erwachtseinszustände, in denen wir den Körper verlassen und in die Raum- und Zeitlosigeit eingehen, hinein in die Dimension des reinen Bewusstseins. Vielleicht sind wir zwischen unseren Wachphasen auch frustriert, weil wir denken, dass diese Welt und der Körper ein Bürde sind, die uns von unserem wahren Glück fernhalten.

INTEGRATIONSPHASE: Wenn wir das Erwachen und wieder Einschlafen lange genug praktiziert haben, vielleicht ein bedeutender spiritueller Lehrer geworden sind, oder ein fanatischer Prediger göttlicher Zuständen, dann merken wir irgendwann, dass wir es einfach nicht schaffen, gänzlich und dauerhaft zu erwachen, solange wir den Körpertraum fortsetzen wollen. Wir entspannen uns noch mehr und fangen an, die Liebe und göttliche Essenz auch hier auf Erden in jedem Wesen zu sehen. Das macht uns so glücklich, dass wir uns fragen, warum wir jemals hier weg wollten, wo doch alles Glück und alle Liebe die ganze Zeit direkt vor unserer Nase waren. Diesen Zustand kann man als Erleuchtung bezeichnen, oder als den wahren meditativen Zustand. Wir kehren nach einer langen spirituellen Reise wieder dorthin zurück, wo wir als Kinder täglich waren.

Meditation ist also eine Form des Erinnerns. In der Meditation finden wir zu unserer Verbindung mit unserer geistigen Essenz zurück, welche immer schon da war, nur haben wir sie bisher nicht bewusst wahrgenommen, weil unser Fokus immer auf etwas anderem lag.

Diese geistige Essenz hat in der Geschichte viele Namen bekommen, wie: Gott, Buddha, Allah, Einheit, Quelle und wahres Selbst.

Um die Verbindung mit unserer Quelle zu fühlen, müssen wir viele alte Konzepte und Ideen loslassen, vor allem die Idee, das Gott irgendein begrenztes Wesen ist, welches jenseits von uns weilt und darauf wartet, das wir endlich sündenlos und keusch genug sind, um in sein Reich einzukehren. Das ist natürlich Humbug, denn die Quelle ist in uns und das Himmelreich ist nur einen liebevollen Gedanken entfernt.

Weiterhin sollten wir auch die Idee loslassen, das irgendetwas im Außen uns glücklich machen kann und das andere für unseren seelisch-emotionalen Zustand verantwortlich sind. Wir brauchen uns auch nicht täglich mehrere Stunden auf das Meditationskissen zu setzen, um irgendwann das ferne Ziel der Erleuchtung zu erlangen.

Die Wahrheit ist, dass wir schon immer eins und verbunden mit unserer Quelle sind und das nur vergessen haben. Wir brauchen deshalb nur damit aufhören diese Tatsache zu verleugnen und schon werden wir die Wahrheit als gefühlte Realität erleben. Das ist natürlich einfacher gesagt als getan, denn alte Glaubensmuster sind fest verankert und wir haben ja schon in der Schule gelernt, dass Bewusstsein im Gehirn erzeugt wird und dass Disziplin wichtiger ist, als innere Führung.

Es gibt also eine Menge alten Ballast abzuwerfen und das macht die ersten Jahre der spirituellen Entwicklung meist zu einer sehr rebellischen Phase. Wir bäumen uns gegen alles auf, was uns als Wahrheit untergejubelt wurde und was wir geglaubt haben, indem wir unsere eigenen Gefühle missachteten. Wenn uns diese Selbstverleugnung bewusst wird, reagieren wir sehr allergisch auf alles, was wir bisher gelernt und getan haben. Oft gehen wir weit weg von unserem bisherigen Zuhause und bereisen die Welt auf der Suche nach unserem inneren Zuhause.

Wir lesen viele spirituelle Bücher und besuchen Lehrer und Meister, bis wir es irgendwann leid sind, Geschichten über Erleuchtung und inneren Frieden aus zweiter Hand zu hören. Wir wollen all das selbst erleben und ganz direkt erfahren.

Das ist der Moment, an dem unsere spirituelle Praxis wahrhaft beginnt. Wir sind endlich soweit, ganz zu uns selbst und zu unserem Weg zu stehen. Wir fangen an verschiedene Techniken zu praktizieren, welche uns die geistige Einheit mit allem was ist deutlich machen.

Die Voraussetzung für jede gelungene Meditation ist eine körperliche Entspannung. Wenn unser Fokus weiterhin im Kopf, im Verstand und in unserem begrenzten Denken bleibt, dann kann sich unser Fokus nicht weiten und wir bleiben im Gefühl von Kleinheit und Getrenntheit.

Wenn unser Körper aber ganz entspannt ist, wenn der Geist ganz leer ist, dann kann sich unser Bewusstseinsfokus über die Körpergrenze hinaus weiten und unser Geist kann sich mit wahren Gedanken der Liebe und Einheit füllen.

Jede gelungene Meditation basiert also auf einer körperlichen Entspannung, der damit einhergehenden geistigen Stille und der geistige Ausrichtung auf die Wahrheit. Diese Ausrichtung kann auf folgende Weisen geschehen:

GEDANKLICH: Mit Hilfe von Worten, welche unseren Geist in Richtung der höheren Wahrheiten lenken, also in die Richtung von Einheit, Liebe, Verbundenheit, Vergebung, Heilung, Freude, Freiheit, Ewigkeit und Grenzenlosigkeit.

HARMONISCH: Mit Hilfe von harmonischer Musik, denn Musik ist reine Schwingung und hat einen sehr direkten Einfluss auf unser Körper-Seele-Geist-Wesen. In jedem Film wird Musik benutzt, um den Zuschauer in verschiedene Gefühlszustände zu versetzen und auch in der Meditation kann Musik ein wunderbarer Katalysator für Liebe und Verbundenheit sein.

RESONIEREND: Mit Hilfe der Präsenz eines erwachten Meisters, welcher uns durch seine geistige Ausrichtung in Resonanz mit unserer eigenen Seele bringt. Dieser Meister kann das eigene höhere Selbst sein oder ein spiritueller Lehrer oder ein erwachter Meister, der nicht mehr im Körper weilt, wie Jesus, oder Buddha.

Mitgefühl

ICH HABE MITGEFÜHL WEIL ICH LIEBE

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Mitgefühl ist ein Akt der Liebe. Es ist das Einfühlen in die seelische Welt eines anderen Wesens, in seine Freude und sein Leid. Mitgefühl bringt uns einander näher. Diese Nähe, bis hin zum Einswerden, erweckt die Liebe in uns, sofern das die Ausrichtung beider Individuen ist.

Mitgefühl mit den Verlierern unseres modernen Lebensstils, wird uns sehr traurig machen. Dem Regenwald im Amazonas, den Tieren, den Ausgebeuteten, den Geschändeten und der Natur als ganzes, geht es gerade sehr schlecht. Endlos viele Wesen auf diesem Planeten leiden zutiefst, sie sterben aus und all das, damit der Kommerz gepflegt wird, die Produktion astronomische Ausmaße annimmt, die Kriege geführt werden können und endlos viel Fleisch gegessen wird.

Es ist trotzdem sehr wichtig und sinnvoll das Herz offen zu lassen und das Leid anderer zu fühlen, denn diese Trauer bringt uns dazu, unser Leben zu ändern und das Leben anderer genauso wichtig zu nehmen, wie unser eigenes. Natürlich können wir das nicht ganztägig tun, denn bei all dem Leid auf dieser Welt, würden wir aus dem Trauern nicht mehr heraus kommen.

Mitgefühl ist also auch ein Balanceakt. Wenn wir uns zu lange in eigenes oder fremdes Leid vertiefen, dann verstärken wir die Probleme – denn alles, was wir längere Zeit in unserem Bewusstsein halten, zieht aufgrund des Resonanzgesetzes mehr desselben an. Wenn wir aus Angst vor dieser Verstärkung das Problem kategorisch von uns weisen, dann ist unser Fokus immer noch auf Angst gerichtet, was ebenso mehr Leid erzeugt. Wie gehen wir dann also sinnvoll mit Leid, Krankheit und anderen Schattenseiten des Lebens um?

Leid und Krankheit sind immer ein Hilferuf des Körpers und der Seele. Wir können ebenso mit Liebe und Verständnis reagieren, statt mit Ablehnung und Verdrängung. Wir können uns selbst und unsere Mitmenschen daran erinnern, dass wir alle wundervolle, schöpferische und liebende Wesen sind, die sich Leid und Freude als Erfahrung erschaffen, um eine Welt der Gegensätze erleben zu können.

Wenn wir jemanden, meist unabsichtlich, verletzt haben, dann sagen wir im Normalfall „Es tut mir Leid“. Dieser Satz hat eine tiefe Bedeutung, die direkt im Wortlaut enthalten ist: Es bedeutet, dass das Leid, welches wir in unserem Gegenüber ausgelöst haben, auch das eigene ist, denn wir sind auf tieferen Ebenen absolut mit allem und allen verbunden. Wenn wir das erkennen, dann kann Heilung und Vergebung genauso schnell geschehen, wie die Verletzung geschehen ist. Dann nehmen wir den Schmerz und das Leid im anderen ebenso liebevoll an, wie in uns selbst.

Es ist genau dieses Mitgefühl und die liebevolle Annahme des Schmerzes, die heilt. Wenn wir das Leid unserer Mitwesen, sei es Tier, Mensch oder Pflanze in Liebe annehmen können, dann wird es möglich, auch uns selbst mit all unserem Leid zu lieben. Natürlich könnten wir auch ohne ein Gegenüber, ohne einen Spiegel im aussen unser persönliches Leid transformieren. Doch mit der Hilfe unserer Mitmenschen geschieht die Heilung viel schneller und sicherer, da wir uns in einer Beziehung nicht selbst belügen können und unsere Partner uns sehr deutlich zeigen, wie weit wir wirklich mit der Herzöffnung gekommen sind.

Leid ist das polare Gegenstück von Freude und gehört zu unserer Welt der Dualität, wie die Nacht zum Tag. Solange wir uns mitten in der Dualität befinden und sie mit jedem Gedanken annehmen und aufrecht erhalten, werden wir sie auch mit aller Konsequenz erfahren. Wir können Illusionen leider nicht teilweise loslassen. Was wir aber sehr wohl tun können, ist, unsere Illusionen mit Liebe und Verständnis zu betrachten. Wir können sie als Gelegenheit sehen, um Liebe zu geben, statt sie zu unserem eigenen Lustgewinn zu benutzen.

Indem wir unseren Verstand mit all seinen Abwehr- und Schutzmechanismen für einen Moment ruhen lassen und unser Herz total öffnen, werden wir wahre Freude und wahren Schmerz erfahren und das ist gut so, denn Schmerz, der mit offenem Herzen angenommen wird, löst sich in Liebe auf.

Natürlich ist es leicht, sich nicht von weltlichem Leid anderer berühren zu lassen, wenn wir intelligent sind und unser empfindliches Herz hinter unserem brillantem Verstand verstecken. Eine ganz andere Sache ist es, wenn wir dann auf einmal selbst mit unseren Abhängigkeiten und Anhaftungen konfrontiert sind und auf einmal keine Erklärung mehr haben, weil unser Verstand einfach versagt im Angesicht emotionalen oder körperlichen Schmerzes.

Dann ist eine Heilungskrise präsent und wir können sie nutzen, indem wir uns völlig hingeben, alle Konzepte und Ideen vergessen und den Schmerz das Herz öffnen lassen. Meist ist emotionaler Schmerz genau das: Der Auftau-Schmerz eines sich öffnenden Herzens, welches vorher verschlossen und kalt war. Das ist sind wundervolle und heil(ig)e Momente, die wir auf keinen Fall mit Alkohol, Arbeit, Ablenkung und anderen Ausflüchten betäuben sollten.

Polyamorie

ICH LIEBE IN FREIHEIT UND RÜCKSICHT

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Liebe ist von Natur aus immer frei und weit. Wenn wir versuchen der Liebe Ketten anzulegen, geht sie genauso schnell, wie sie vorher gekommen ist. Gerade in Beziehungen gehen wir mit der Liebe oft schändlich um. Wir begrenzen sie auf den einen geliebten Partner und vergessen, alle anderen Teile unseres grenzenlosen Selbst, ebenso zu lieben.

Das baut natürlich große Ansprüche an den Partner auf – er soll uns dann all das zurückgeben, wofür eigentlich unsere Quelle zuständig ist. Wir vergessen, dass Liebe gar nicht viel mit Körpern, Partnern und Sex zu tun hat. Liebe ist das, was wir sind und Beziehung ist der Rahmen, in dem wir uns selbst als Liebe erfahren.

Seelische Liebe und sexuelle Lust sind zwei grundverschiedene Sachen. Liebe ist von der Seele, Lust vom Körper. Wenn wir in der absoluten, ekstatischen Liebe der Einheit sind, dann ist Lust nebensächlich. Natürlich kann und sollte man in einer Paarbeziehung beide Ebenen verbinden, denn gerade das ist es, was die Paarbeziehung, von einer Freundschaft und einer Eltern-Kind Beziehung unterscheidet. Doch wenn diese Ebenen verwechselt werden, dann entstehen die seltsamsten Beziehungsformen. Polyamorie ist eine davon.

Polyamorie bedeutet vom Wortlaut her: „Viele lieben“. Eigentlich eine schöne Sache und ganz im Sinne der Prinzipien der Liebe. Noch besser wäre es natürlich alle Wesen zu lieben, statt nur viele, aber gut, das ist eine hohe Kunst.

Wahre Liebe ist die Basis dieses Universums und sie dehnt sich ebenso ewig aus. Wahre Polyamorie wäre im Idealfall die menschliche Version davon, also der Versuch, grenzenlose Liebe in der Welt auszudrücken. Das könnte gelingen, wenn sich Liebe in erster Linie über die Energie des Herzens ausdrückt.

Wenn Liebe aber, wie im Falle der klassischen Polyamorie, sexuell ausgedrückt wird, dann wird sie automatisch begrenzt, denn niemand kann Sex mit allen Menschen haben und schon gar nicht mit Tieren, Pflanzen oder Steinen, die ja auch ein Teil der Welt sind und ein Teil der grossen Liebes-Einheit.

Begrenzte Polyamorie ist also das, was landläufig unter dem Begriff Polyamorie verstanden wird. Die meisten Menschen, die sich als polyamor bezeichnen, haben 2-5 klassische Liebes-Partner, die sie auf weltlicher Ebene ausgewählt haben, weil sie besonders schön, sexy, charismatisch oder liebevoll sind.

In der normalen Polyamorie wird also nicht versucht, jedes Wesen als eins und verbunden mit dem eigenen Selbst zu sehen und zu lieben, sondern sich aus mehreren Menschen den idealen Partner zusammen zu bauen. Das ist auch völlig legitim und ein interessantes Spiel, bis man den Partner findet, der von sich aus alles beinhaltet, was man sich in einem Partner wünscht.

Dieses “sich nehmen, was man gerade braucht” sollte auch nicht mit bedingungsloser Liebe oder wirklicher Polyamorie (zu der fast niemand fähig ist) verwechselt werden. Wahre Liebe macht keine Unterschiede und integriert alles, weil sie in allem ist. Sie ist groß und endlos und die meisten Menschen haben sie noch nie im Leben erfahren, weil sie sich immer von Körper und Persönlichkeit ablenken lassen und nicht wirklich die Seelen-Essenz in allem sehen.

Ich zeige nun drei verschiedene menschliche Beziehungs-Formen mit ihren Vor- und Nachteilen, so das du eine Idee bekommst, was sie beinhalten und welche du vielleicht bevorzugst. Jede Beziehungsform hat ihre Berechtigung, ihre Licht- und Schattenseiten. Natürlich wirst du deine eigenen Erfahrungen sammeln müssen um wirklich zu wissen, welche Form die beste für dich ist.

DEFINITION DER BEZIEHUNGSFORM

Definition Klassische Monogamie

-sexuell monogame Liebesbeziehung mit einem Partner

-Verpflichtung sich anderen romantischen sexuellen Beziehungen zu enthalten

-zusammen leben als Familie oder als Paar, gemeinsame Projekte, Kinder begleiten

Definition Sequentielle Monogamie

-Partner werden wöchentlich-monatlich gewechselt bevor eine Verschmelzung und tiefe Verbindung eintritt

-Sexuelle Offenheit ohne dabei das Herz ganz zu öffnen

-Begegnung ohne Verpflichtung und ohne Rücksicht auf entstehende Verletzungen

Definition Polyamorie

-mehrere parallele verbindliche Partnerschaften

-basiert auf Liebe, Vertrauen, Mitgefühl, Rücksicht, Freude

-Bedürfnisse und Ansprüche und Zuwendungen werden auf mehrere Partner verteilt

-Bedingungslose Liebe wird mit romantischer Liebe zu wenigen Menschen verwechselt

VOR- UND NACHTEILE DER BEZIEHUNGSFORM

Vorteile Klassische Monogamie

-ideales System um zeit- und arbeitsintensive Projekte umzusetzen (Familie, Arbeit, Hausbau etc.)

-Eifersucht, Verlassensangst, Einsamkeit werden verringert

-es kann eine sehr tiefe und liebevolle Verschmelzung und Herzensverbindung entstehen

-ideal um Kinder aufzuziehen

-gegenseitige Unterstützung und Schutz bei Tag und Nacht

Vorteile Sequentielle Monogamie

-die Lust auf Abwechslung kann ausgelebt werden

-ideal um heraus zu finden, was man in einer Beziehung will

-Verstrickungen werden minimiert

-man kann viele Erfahrungen sammeln und „sich die Hörner abstoßen“

-Männer können sich wie ein Hengst im Rudel fühlen und damit ihr Gefühl von Männlichkeit stärken, Frauen sehen sich als begehrenswert und attraktiv

Vorteile Polyamorie

-Liebesimpulse zu anderen müssen nicht unterdrückt werden

-es entsteht nicht so eine starke Abhängigkeit von einem Partner

-niemand wird in seiner Entfaltung gehemmt

-man kann sich den perfekten Partner aus mehreren Menschen zusammen setzen, falls man den idealen Partner nicht findet

Nachteile Klassische Monogamie

-im Falle einer Trennung ist mit extremem Schmerz zu rechnen, welcher die Folge der engen Verschmelzung ist

-Identitätsverlust, man spürt nicht mehr, was das eigene ich und das des anderen ist

-romantisch sexuelle Liebesimpulse zu anderen müssen unterdrückt werden

Nachteile Sequentielle Monogamie

-oft leidet einer der Partner unter der Trennung, oder fühlt sich benutzt/missbraucht

-der Weiterziehende ist meist nicht ganz ehrlich und klar in seiner Intention

-die Kurzbeziehungen können zu einer Ausbreitung von sexuellen Krankheiten führen

-sie können feste Beziehungen zerstören

Nachteile Polyamorie

-es gibt sehr wenige Menschen, die dafür offen sind

-es tut oft nach Jahren noch weh, wenn der Partner immer wieder zu anderen geht

-es fehlt die Zeit für tiefe Auseinandersetzungen und gemeinsame Projekte/Familie

-man verbaut sich die Chance den Traumpartner uns eigene Leben einzuladen

FÜR WEN EIGNET SICH DIESE BEZIEHUNGSFORM?

Für wen ist Klassische Monogamie?

-für sensible Herzensmenschen, die sich gerne in aller Tiefe öffnen

-für stabile Menschen, die eine Familie und ein geregeltes Leben mögen

-für Menschen die Heilung von unbewussten Blockaden suchen

-für Familienmenschen, die keine Angst vor Überforderung und Überlastung haben

-für Menschen die ihre Grenzen klar setzen können

Für wen ist Sequentielle Monogamie?

-für Menschen die gerade auf der Partnersuche sind

-für Sexsüchtige, die viel Abwechslung brauchen

-für Erfüllte, die nicht viel von Beziehung erwarten

-für Abenteurer, die sowieso keine Familie wollen

Für wen ist Polyamorie?

-für Menschen die gut loslassen können

-für stabile Menschen mit unerschütterlichem Selbstwert

-für Menschen die ihre Liebe nicht einschränken wollen und können

Für wen ist Klassische Monogamie nichts?

-für tief verletzte Menschen denen Vertrauen schwer fällt

-für konfliktscheue Menschen die ihre Schattenseiten nicht sehen wollen

-für Menschen die sehr auf Oberflächlichkeiten fokussiert sind und ihr Herz nicht ganz öffnen wollen

-für instabile Menschen, die Konflikten aus dem Weg gehen

-für Menschen, die ihre Grenzen nicht setzen können, oder es nicht wagen

Für wen ist Sequentielle Monogamie nichts?

-für Eltern-Menschen, die gerne Kinder und einen festen Partner wollen

-für ältere Menschen, die sich langsam zu Ruhe setzen

-für sensible Menschen, die viel Stabilität und Nestwärme brauchen

-für Menschen die sich nicht so viel zutrauen und wagen

-für Menschen die froh sind, wenn sie überhaupt irgendwann einen Partner finden und diesen festhalten wollen

Für wen ist Polyamorie nichts?

-für Menschen die gerne vollständig geliebt werden und lieben

-für sensible Romantiker

-für Menschen die sich gerne ganz auf einen Menschen einlassen

-für Menschen, die viel Zeit mit einem festen Partner verbringen wollen

-für Familienmenschen

Reife

ICH REIFE AN MEINER EIFERSUCHT

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Gefühle haben eine große Bedeutung, wenn es um innere Reife geht. Besonders hilfreich sind dabei die äußerst unangenehmen Gefühle, wie Neid und Eifersucht, weil sie uns mit einem Tritt in den Hintern, in unser wahres Potential stoßen. Neid und Eifersucht zeigen dir, das es etwas gibt, was du gerne hättest oder sein willst, wofür du aber noch wachsen und reifen musst. Menschliche Reife braucht, genau wie die Reife eines Apfels, drei Dinge: Zeit, Energie und ein Ziel, wohin sich das Reifen entwickelt.

Bei einem Apfel ist das Ziel süß und schmackhaft zu werden, damit er gegessen wird, damit seine Samen verschluckt werden, damit sie transportiert und woanders ausgeschieden werden, damit dort ein neuer Apfelbaum entsteht.

Das Ziel menschlicher Reife ist im Grunde ganz ähnlich. Auch wir wollen möglichst gut dastehen und aussehen, damit wir einen ebenbürtigen Partner anziehen und später ausziehen können, damit wir mit ihm möglichst schöne, gesunde und intelligente Kinder zeugen können. Natürlich sind wir als Mensch nicht nur Baby-Erzeuger, aber auf dieser Basis spielt sich mehr menschliche Beziehungs-Dynamik ab, als wir in unserer romantischen Verklärung wahrhaben wollen.

Doch zurück zu den Gefühlen Eifersucht und Neid, die ein wichtiger Katalysator für menschliche Reife sind: Eifersucht kommt auf, wenn uns jemand unseren geliebten und wichtigen Partner streitig macht. Sie zeigt an, das wir gerade nicht so interessant, wertvoll, liebenswert und großartig sind, wie der Partner uns gerne hätte, weshalb er sich auf romantisch-erotischer Ebene jemand anderem zuwendet. Eifersucht ist also eine Form der Verlustangst, die uns dazu bewegen soll, etwas reifer zu werden und uns mehr unserem Potential als Mann oder Frau zu nähern.

Neid ist ganz ähnlich, bezieht sich aber nicht auf Partner, sondern eher auf Fähigkeiten, Dinge und Ereignisse. So sind wir vielleicht auf einen Freund neidisch, der alles hat, was wir uns schon immer gewünscht haben. Wir sind vielleicht auf einen Film- oder Rock-Star neidisch, weil er so berühmt ist und von so vielen Menschen angehimmelt wird. Oder wir sind auf einen großartigen Musiker neidisch, weil er mit seinem Instrument Millionen Menschen verzaubert. Verschiedene Menschen sind auf ganz verschiedene Sachen neidisch, weil wir alle eine ganz eigene Bestimmung im Leben haben. Neid zeit uns, wo unser Potential liegt und was wir in diesem Leben noch verwirklichen wollen.

Eifersucht und Neid beginnen schon im frühen Kindesalter, denn gerade Kinder sind in ihrem kleinen, fragilen Körper ganz auf die Entwicklung ihres Egos, also ihrer Schutzmechanismen angewiesen. Neid, Eifersucht und Wut sind einige der Ego-Strategien, um in der Welt zu bestehen und alles Überlebenswichtige zu bekommen. Wenn zum Beispiel ein Kind ein neues Spielzeug hat und damit für einen Moment sehr glücklich ist, dann will ein anderes Kind das Spielzeug natürlich auch unbedingt haben, in der Hoffnung damit ebenso glücklich zu werden.

Bei Erwachsenen setzt sich Neid in leicht abgewandelter Form fort, nur sind es statt Spielzeuge nun Liebespartner, Autos, Häuser und Karrieren. Das wäre im Grunde kein Problem, wenn Erwachsene nicht denken würden, dass sie sich all das neidisch Ersehnte im Schweiße ihres Angesichtes erarbeiten müssten. Intelligenter wäre es zu erkennen, dass materielles Glück ein Nebeneffekt von innerem Glück ist – sonst ist man schnell ein ganzes Leben damit beschäftigt, sich rare Glücksmomente über Jahrzehnte zu erarbeiten.

Die innere Leere ist letztendlich nur mit Liebe zu füllen. Das was uns wirklich fehlt und worauf wir demzufolge neidisch-eifersüchtig sind, ist die Essenz im Objekt unserer Begierde. Sei es Schönheit, Charisma, Macht, Stärke, Gelassenheit, Sicherheit, Freude, Glück, Vertrauen, Reichtum – all das sind Resultate innerer Reife und Eigenschaften, die in jedem von uns schlummern. Deshalb fühlt es sich auch so schmerzhaft an, wenn jemand anderes all das hat und nur wir selbst scheinbar nicht.

Eifersucht und Neid bedeuten, das wir die abgespaltenen inneren Eigenschaften im Außen sehen und wieder verinnerlichen wollen. Wenn wir nicht genug Reife und Erfahrung im Leben haben, beginnen wir eine lange, anstrengende Reise, auf der wir versuchen, alles Glückversprechende gierig an uns zu reißen. Leider machen uns die auf diese Weise gewonnenen Menschen, Karrieren und Gegenstände nicht lange glücklich, denn das ist nicht ihre Funktion. Letztendlich wollen auch sie von uns geliebt, statt benutzt werden. Und wenn wir das nicht können, dann werden sie sich aus unserem Leben wieder entfernen.

Natürlich können wir uns dann einfach den nächsten Partner suchen, das nächstbessere Auto kaufen oder in das größere Haus umziehen, was auch viele Menschen tun. Aber das hilft von mal zu mal weniger und wir brauchen mehr und mehr von der Droge. Abgesehen davon wird es immer Menschen geben, die etwas noch tolleres oder besseres haben, worauf wir dann wieder neidisch und eifersüchtig sein können.

DER WEG ZUR INNEREN REIFE IM UMGANG MIT NEID UND EIFERSUCHT

Lass dir bewusst werden, dass nicht die Dinge dich glücklich machen, sondern dass sie nur eine Spielwiese sind, um inneres Glück auf tausende verschieden Arten auszudrücken und zu erfahren. Genau dazu ist die Erde mit all ihren Erfahrungsmöglichkeiten und Wesen da. Genau das ist auch der Sinn von Liebesbeziehungen.

Wenn du also eine Gelegenheit siehst, um Liebe auszutauschen, dann ergreife sie und wenn sie vorüber ist, dann lass sie wieder los. Und wenn du dich gerade nicht liebevoll und glücklich fühlst, dann versuche nicht diese Liebe durch das Wiederholen ehemaliger Liebes-Ereignisse herbeizuführen, sondern finde die Liebe zuerst in dir selbst und schau zu, wie die Welt dir täglich tausend Möglichkeiten bietet, um Liebe zu schenken und zu erfahren.

Kein Mensch ist jemals durch seinen Traumpartner, sein Traumhaus und das Traumkonto dauerhaft glücklich geworden. Aber es gibt viele Menschen, die durch Neid und Eifersucht und die Suche nach äußerem Glück soweit gereift sind, das sie inneres Glück gefunden haben. Welches sich dann wiederum im außen spiegelt. Es macht also großen Sinn, sich zuerst um das innere Glück zu kümmern, um dann erfüllt zuzuschauen, wie das weltliche Glück von ganz alleine erblüht.

Die meisten Menschen ignorieren jedoch ihre innere Fülle, Kreativität und Liebe solange, bis sie (meist schon in der frühen Kindheit) versiegt und versuchen sich ihre innere Fülle dann aus der Welt zurück zu ergattern, indem sie hart dafür kämpfen – auf Arbeit und in der Ehe. Das ist nicht nur anstrengend, sondern leider auch absolut vergeblich.

Neid und Eifersucht können als Inspiration genutzt werden, um nach innen zu schauen und unserem Bedürfnis nach Erfüllung ehrlich zu begegnen. Um diese Gefühle zu verstehen, kannst du dir folgende Fragen stellen:

Welche Qualitäten hat der Mensch oder das Ding, welches ich neidisch begehre?

Wann hatte ich diese Eigenschaften zuletzt selbst in mir und wer hat sie mir damals ausgetrieben?

Wie kann ich dem „Täter“ und mir als „Opfer“ vergeben?

Was kann ich tun um diese Eigenschaften in mir selbst wieder zu stärken?

Das sind sinnvolle Fragen, die wir uns im Falle von Neid und Eifersucht stellen können, wenn wir reifen und wachsen wollen.

Doch wer hat im akuten Eifersuchts-Neid-Anfall noch die geistige Gegenwart zu erkennen, das er sich diese Situation gerade selbst erschaffen hat, um daran zu wachsen und sich selbst wiederzuerkennen? Niemand, denn sonst würde Neid und Eifersucht gar nicht erst aufkommen. Die Frage ist also vielmehr: Was machen wir mit der inneren Leere und Verzweiflung, wenn sie bereits aufgekommen ist, weil ein geliebter Mensch einen anderen Menschen scheinbar mehr liebt oder wir unbedingt etwas haben wollen, was wir gerade nicht bekommen können, weil wir nicht damit in Resonanz sind?

Mit dem dabei aufkommenden Gefühl von Eifersucht und Neid geht jeder Mensch anders um. Die Choleriker schreien und schlagen auf alles ein, was Schmerz in ihnen auslöst. Die Introvertierten ziehen sich beleidigt zurück und verweigern den Kontakt. Die Extrovertierten wenden sich vom schwierigen Partner ab und anderen Menschen zu, weil sie nur ungern nach innen schauen. Die Intellektuellen theoretisieren über das Problem und halten es damit von sich fern. Die Gewalttätigen schaffen das Problem einfach mitsamt dem Auslöser aus der Welt. Die Reichen bezahlen andere Menschen dafür, das Problem zu beseitigen, oder versuchen sich die Liebe zu erkaufen.

Das kennen wir alles und wir wissen auch aus Erfahrung, das man sich mit diesen Abwehrstrategien weder Freunde schafft, noch Erfolg hat. Es macht viel mehr Sinn, die Gefühle von Schmerz und Leere anzunehmen und für einen Moment zuzulassen, auch wenn das sehr unangenehm ist.

Nur durch das offene Zulassen des Schmerzes kann das darunter liegende Thema an die Oberfläche kommen. Und dieses Thema hat nur bedingt mit dem Partner zu tun, auf den wir eifersüchtig sind oder mit den Dingen, die uns fehlen. Das Thema ist vielmehr unser eigener Irrtum, das wir nicht gut genug sind oder unperfekt sind und das wir Glück nicht wirklich verdient haben. Wenn wir solchen Gedanken zu viel Raum geben, dann werden sie sich auch im Außen manifestieren, damit wir erkennen und lernen können.

Das Loslassen von schmerzhaften Ideen kann mit vielen Tränen einhergehen, doch diese sind heilsamer als alle Therapien der Welt. Wer schon einmal ein Kind beobachtet hat, welches gerade einen Verlust erleidet (und sei es der zerplatzte Luftballon), der weiß genau, wie hilfreich weinen sein kann. Ein Kind weint bitterlich so lange, bis all der Schmerz transformiert ist und lebt dann freudig weiter, als ob nie etwas geschehen wäre.

Natürlich ist der Verlust eines Luftballons nicht mit dem Verlust eines Lebenspartners zu vergleichen. Während wir bei einem geliebten Gegenstand vielleicht ein paar Minuten traurig sind, müssen wir beim Verlust eines geliebten Menschen vielleicht einige Wochen lang täglich mehrere Stunden weinen. Doch wenn wir das wirklich tun, dann haben wir die verdrängten Gefühle von Jahrzehnten aufgelöst und werden eine solche Erfahrung nicht mehr machen müssen.

Der Schmerz, der hinter Eifersucht und Neid steht, sollte also weder wütend auf anderen abgeladen, noch unterdrückt werden. Er ist eine Wachstumschance, die wir zähneknirschend ertragen oder dankbar annehmen können.

Wenn du diese Chance zur Reifung nutzen willst, dann könnte dieses kleine Eifersuchts-Notfallprogramm hilfreich sein für den Fall, dass dein Partner sich von dir abwendet und die Liebe lieber mit einem anderen Menschen teilen will:

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7 SCHRITTE AUS DER EIFERSUCHTSFALLE

1. Zuallererst ziehst du dich am besten von der Situation zurück und gehst zum Beispiel aus dem Raum, in dem dein Partner gerade mit einem anderen Menschen im Bett liegt. Falls das nicht der Fall ist und du dir das Ganze nur vorstellst, dann geh aus dem Gedanken heraus, wie aus einem Zimmer.

2. Mache deinem Partner keine Szene und werde auch nicht zum Amokläufer, das bringt in dieser Situation gar nichts. Sei dir bewusst, dass Eifersucht eine sehr starke, archaische Reaktion ist, weil über Jahrtausende mit dem Verlust des Partners das eigene Leben, sowie das der Familie bedroht war. Diese damals sehr reale Bedrohung steckt noch tief in deinen Zellen.

3. Erinnere dich dann an all die schönen Momente, die du mit deinem Partner bisher hattest und sage dir: „Wenn mein Partner wirklich alles über Jahre aufgebaute aufgeben, sich von mir abwenden und mit einem anderen Menschen eine Paarbeziehung will, dann ist er entweder sehr gelangweilt und genervt von mir oder einfach sehr unreif. In beiden Fällen ist es sein gutes Recht, denn er ist ein freies Wesen. Höchstwahrscheinlich ist das nur ein kurzer Befreiungsschlag und mein Partner wird bald wieder zu seiner Liebe mir gegenüber zurückfinden.

4. Ob eingebildet oder nicht – Trennung tut weh. Lass deshalb alle Gefühle, die nun aufkommen, zu. Fühle den Schmerz, der in dir ausgelöst wurde und weine so lange, bis die Trauer wirklich verebbt ist. Das kann 20 Minuten oder 3 Stunden dauern. Manchmal auch 3 Tage. Höchstwahrscheinlich ist die ganze Situation überhaupt nur aufgetreten, weil du selbst bisher nicht authentisch warst, in deinen Gefühlen. Vielleicht hast du diese auch nicht deinem Partner gegenüber kommuniziert. Jetzt hast du dich Chance, alles aufgestaute und aufgeschobene zu fühlen und damit dein Herz und deine Beziehung zu reinigen.

5. Werde dir der Wahrheit bewusst: Du bist ein wundervolles, liebendes und liebenswertes Wesen. Du hast nur absolute Liebe verdient und du bekommst sie in jedem Moment, indem du dich dafür öffnest. Nicht unbedingt von deinem Partner, wenn dieser das nicht will oder kann. Dafür aber von der Quelle aller Liebe ganz direkt, wenn du dich auf diese ausrichtest.

6. Begib dich ganz in diese unabhängige Liebe hinein. Schreibe darüber, rede darüber, tanze und singe damit. Wenn du das einige Tage lang praktiziert hast und allem dabei aufkommendem Schmerz begegnet bist, dann bist du reif für den letzten Schritt.

7. Gehe nun zu deinem Partner und sage ihm sinngemäß: „Du bist frei zu tun was du möchtest. Wenn du gerne mit einem anderen Menschen zusammen sein willst, dann sei es so. Wenn du gerne unsere Beziehung aufarbeiten und uns noch eine Chance geben möchtest, dann lass uns bitte gemeinsam darüber reden. Was kann denn dieser Mensch dir geben, was ich nicht habe? Was gibt es denn in unserer Beziehung für Probleme, die wir beide nicht sehen konnten? Oder steht einfach ein neues Kapitel in deinem Leben an?“  Viel wichtiger, als was du sagst, ist aber, das du zuhörst. Es gibt immer einen Grund dafür, wenn sich ein Partner abwendet. Der Grund muss zwar nicht bei dir liegen, aber er kann es durchaus.

Resonanz

ICH BIN IN RESONANZ MIT MEINEN WÜNSCHEN

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Resonanz ist ein Grundprinzip dieses Universums. Wenn zwei Wesen oder Objekte in einer ähnlichen Frequenz schwingen, dann wird sich diese Schwingung aufgrund von Resonanz mit der Zeit angleichen. Wenn sie sehr verschieden schwingen, dann erzeugt das Dissonanz und Reibung. Etwas Reibung empfinden wir im Leben und in Beziehungen bereichernd. Es macht das Leben zu einem spannenden Abenteuer. Zuviel Reibung und Dissonanz erzeugt Schmerz und führt zu Streit.

Resonanz zieht gleiches und ähnliches zueinander. Im positiven, wie im negativen. Wenn uns jemand bedingungslos liebt, dann gehen wir mit dieser Liebe in Resonanz und erwidern sie. Diese positive Resonanz ist die Basis für erfüllte Beziehungen und harmonisches soziales Zusammenleben.

Wir können Resonanz effektiv für unser geistiges Wachstum nutzen, indem wir uns Menschen, Bücher und Lehrer suchen, die auf ihrem Weg in Richtung Freiheit und Liebe schon etwas weiter sind als wir. Sobald wir offen und entspannt Zeit mit diesen höher schwingenden Wesen verbringen, also mit ihnen in Resonanz gehen, wird sich die eigene Frequenz angleichen und uns auf einen höheren Schwingungslevel bringen. Natürlich ist es dann nicht einfach diese neue Schwingung zu halten, wenn wir wieder in unser altes Umfeld zurück gehen, welches ja auch eine eigene Frequenz hat und uns förmlich wieder einsaugt.

Das ist übrigens der Grund, warum sich so viele Paare trennen, wenn ein Partner sich auf den Weg der Selbstfindung begibt. Seine Frequenz erhöht sich und ist nun in Dissonanz mit dem Partner, bei dem sich nichts tut. Diese Reibung wird irgendwann unerträglich, wenn der niedrig schwingende Partner nicht mit dem höher schwingenden in Resonanz geht. Natürlich könnte auch der gereifte Partner wieder in alte Muster zurück fallen, aber damit wird er sich nicht mehr wohl fühlen. Evolution geht nunmal ausschließlich aufwärts.

Da Resonanz ein universelles Gesetz ist, gilt es im negativen Bereich leider genauso. Ängstliche und geistig verblendete Menschen ziehen auch ihresgleichen an und steigern sich gemeinsam in absurde Dystopien hinein, die dann für alle Beteiligten sehr real werden. Sie finden oft in einflussreichen Positionen zueinander, weil sie nach Macht streben, um ihre innere Unsicherheit zu kompensieren. Die höchsten Führungsriegen in Politik, Militär und Wirtschaft sind deshalb mit psychisch kranken Menschen besetzt, für die Egoismus, Dominanz, Krieg, Umweltvernichtung, Unehrlichkeit und Rücksichtslosigkeit ganz normale Verhaltensweisen sind. Das geht nun schon seit Jahrtausenden so und hat uns als Menschheit zu einer gefährlichen und gefährdeten Spezies gemacht, weil es immer genügend unbewusste Resonanz-Mitläufer gibt.

Jeder Krieg und jedes Aufhetzen beginnt mit der Verbreitung von Lügen in den Massenmedien, welche zu abstrusen Vorstellungen in der Bevölkerung führen und ein grosses Resonanzfeld der Angst und des Hasses erzeugt. Egal ob zweiter Weltkrieg, Genozid, Coronawahn, Überwachungsstaat, Vietnamkrieg, russische Gulags und die 1000 anderen Formen von Gewalt, Mord und Qual – sie alle beginnen mit Verbreitung von Lügen, welche mit den Ängsten vieler Menschen in Resonanz gehen und dadurch in deren Bewusstsein Einlass finden.

Ängstliche Menschen sind in einer völlig anderen Schwingung, als die Liebenden und diese Dissonanz stösst beide Lager voneinander ab. Das ist traurig, weil im tiefsten Inneren alle Wesen einfach nur in Freude, Freiheit und Frieden leben wollen – was auch möglich wäre, wenn wir unsere natürliche Liebe stärken und unsere Ängste ganz sachlich betrachten und konstruktiv heilen würden. Im kleinen klappt das auch ganz gut. Da wird geforscht und aufgebaut, geheilt und geholfen.

Auf globaler Eben ist das viel schwieriger. Wie bereits gesagt, beruhen fast alle Parteien und grossen Konzerne auf der Resonanz von Macht, Konkurrenz und Egoismus. Selbst wenn ein junger idealistischer Mensch mit wundervollen Ideen in ein solches System einsteigen könnte, würde er ziemlich bald all seine liebevollen Ideale über Bord werfen müssen, weil diese in einem Resonanzfeld der Korruption und des Egoismus nicht bestehen können. Sie würden soviel Dissonanz im System erzeugen, das sie entweder das System sprengen, wenn die Zeit dafür reif ist oder zur Entlassung des Idealisten führen.

Genauso geht es Eltern, die sich nichts sehnlicher wünschen, als gemeinsam eine Familie der Liebe zu gründen und kläglich daran scheitern, weil ihre Anziehung aus der Resonanz von Schmerz und Verletzung bestand. Es wird für sie sehr schwer sein, aus solch einem Resonanzfeld auszusteigen, weil dieses auch durch gefestigte, destruktive Verhaltensmuster aus der Kindheit genährt wird.

So geht es auch jedem Kind, welches rein und freudig in das Resonanzsystem einer solchen Familie einsteigt und dort nicht das vorfindet, was seine wahre Natur ist. Es wird entweder die gesamte Kindheit in Dissonanz mit den ängstlich-ignoranten Konventionen der Familie sein – oder sich in Resonanz anpassen und das Elend der Familie ertragen müssen.

Du verstehst jetzt, wie wichtig es ist, in Resonanz mit der Liebe zu gehen. Wenn du es tust, wirst du Menschen in dein Leben ziehen, welche genauso denken und fühlen wie du. Gemeinsam werdet ihr eine neue Welt der Liebe erschaffen, in der Wahrheit, Ehrlichkeit und Freude vorherrschen.

Das wird natürlich den Ängstlichen und Verlogenen ein Dorn im Auge sein. Deine Wahrheit wird ganz natürlich ein Licht auf deren Lügen scheinen, sie aufdecken und bloßstellen. Da niemand gerne entlarvt wird, werden sie zetern, drohen, verleumden und schimpfen. Vielleicht sind sie auch so stark und in der Überzahl, das sie dir den Krieg erklären. Dann musst du schauen, ob die Zeit für die Wahrheit schon reif ist und ob dein Resonanzfeld stark genug für eine Konfrontation mit Gewalt und Verleumdung. Oder ob du einfach mit deinen Freunden eine Parallelwelt der Liebe kreierst und die anderen ihre Spiele ohne dich spielen lässt.

Am Ende siegt ohnehin immer das Gute und Schöne, denn das gesamte Universum ist ein Resonanzfeld der Liebe, in das wir spätesten dann wieder eintauchen, wenn wir unser Körper-Ego im Tod hinter uns lassen. Schöner ist es aber, schon hier auf Erden mit all dem in Resonanz zu gehen, was uns glücklich macht und Frieden vermehrt.

Respekt

RESPEKT IST EIN AUSDRUCK MEINER LIEBE 

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Respekt ist ein Geschenk der Liebe. Wenn wir andere Menschen lieben, dann respektieren wir sie auch automatisch. Wenn wir unser eigenes Sein mit allen Licht- und Schattenseiten respektieren, dann schenken wir uns Selbstliebe.

Respekt ist im Grunde ganz einfach: Wir verzichten darauf, andere Menschen zu terrorisieren, zu beschimpfen und zu verletzen. Wir fühlen und reflektieren unseren Schmerz, statt ihn wütend auf andere abzuladen. Wenn unser Gegenüber ehrlich, offen und liebevoll ist, dann fällt Respekt leicht. Wenn uns Gier, Lüge und Gewalt entgegenschlägt, dann wird Respekt unmöglich.

Respekt hat nichts mit Selbsterniedrigung und Unterwerfung zu tun. Egal wie eindrücklich uns als Kind beigebracht wurde, dass wir Erwachsene und Vorgesetzte respektieren sollen – Respekt kann nicht erzwungen werden, sondern ist ein Verdienst durch liebevolle Klarheit.

Dieses Prinzip zeigt sich in allen Beziehungen, in denen es Führende und Führungsbedürftige gibt: Die Führer erwarten für ihre Leistungen von ihren Untergebenen Respekt, ohne zu erkennen, das Respekt immer nur ein Geschenk sein kann, welches sich ganz automatisch einstellt, sobald die richtigen Bedingungen geschaffen sind, wie Selbstliebe, Gelassenheit, Weisheit, Gerechtigkeit und die enge Verbindung zur eigenen inneren Führung.

Wenn wir uns von anderen nicht respektiert fühlen, dann sollten wir uns dringend fragen, ob wir uns selbst respektieren und unser eigenes Leben mit Freude und Enthusiasmus leben. Den meisten Fällen von Respektlosigkeit liegt nämlich die eigene mangelnde Würde zu Grunde. Wie können Beziehungspartner und Kinder unsere Grenzen überhaupt respektieren, wenn wir sie selbst nicht kennen und zeigen? Warum sollten andere uns achten, wenn wir es selbst nicht tun?

Respekt ist die Wahrung von Grenzen und die Achtung von Wünschen – im eigenen Leben und im Leben anderer. Das scheint unter Menschen ein schwieriges Unterfangen zu sein, da wir sehr individuelle Wesen sind, viel spezieller als die meisten anderen Lebewesen dieser Erde. Durch diese Spezialisierung haben wir alle unsere eigenen Wünsche und Lebensziele, was in unseren Beziehungen zu einem Problem werden kann, wenn unser Partner ganz andere Vorstellungen vom Leben hat. Zum Glück haben wir aber auch noch unsere innere emotionale Führung, die uns genau zu den Menschen führt, die optimal zu uns passen und mit denen wir eine harmonische Beziehung haben können.

In einer solchen Beziehung befruchten sich beide Partner durch ihre leichte Andersartigkeit gegenseitig und es fällt leicht, sich mit liebevollem Respekt zu begegnen. Sollten wir aber nicht auf unsere innere Stimme gehört haben und mit einem Mensch zusammengekommen sein, dessen Denk- und Verhaltensweisen wir absolut nicht nachvollziehen können, dann wird Respekt zu einer ständigen Herausforderung, die uns sehr schnell überfordern kann. Wenn wir dann auch noch versuchen unser eigenes Leben für diesen Menschen aufzuopfern, in der Hoffnung, das er uns dadurch mehr liebt und respektiert, dann steht eine Trennung ins Haus, oder Jahre von Konflikt und Beschuldigung.

Respektlosigkeit lässt sich sehr leicht umgehen, indem jeder Mensch zuerst bei sich selbst schaut, was er wirklich will und dann seinen inneren Impulsen liebevoll nachgeht. Auf diese Weise werden wir uns immer in einem Umfeld wiederfinden, indem Liebe und Respekt vorherrschen. Und wenn das einmal nicht der Fall sein sollte, dann dürfen wir die Situation einfach verlassen. Auch das ist eine Form des Respekts, genauer gesagt Selbstrespekt.

Um Respekt aufbringen zu können, ist Kommunikation unabdingbar. Wenn wir offen kommunizieren, dann werden wir entdecken, dass jeder Mensch gute Gründe für seine Denk- und Verhaltensweisen hat, egal wie grotesk diese erscheinen. Und wenn wir diese Gründe kennen, dann können wir selbst entscheiden, ob wir den anderen respektieren oder ob uns dessen Andersartigkeit zu weit geht.

Seien wir mal ehrlich: Es gibt tatsächlich Menschen, die so anders sind, das wir auf menschlicher Ebene einfach keine Verbindung herstellen können, die für beide Seiten Freude bringt. Solche Menschen dürfen wir respektieren und dann dankend aus unserem Leben entlassen.

Diese natürliche Form der Auslese zwischen „ähnlich“ und „befremdlich“ geschieht ganz von selbst auf einer tiefen Gefühlsebene. Wir spüren meist im ersten Moment der Begegnung, ob ein Mensch zu uns passt und uns gut tut, oder ob wir ihn lieber gehen lassen sollten. Egal wofür wir uns entscheiden, es ist immer ein Zeugnis von großem Selbstrespekt, wenn wir unseren eigenen Gefühlen treu bleiben und nur solche Beziehungen eingehen, die wirklich von Liebe und Respekt geprägt sind.

In der Tat hat Respekt sehr viel mit der Treue zu den eigenen Gefühlen zu tun. Unsere Gefühle zeigen uns immer, wann es an der Zeit ist nach innen zu gehen, um aus unserer inneren Kraftquelle zu schöpfen und unser authentisches Sein zu finden. Wenn wir in unserer eigenen Großartigkeit angekommen sind, dann werden wir sehr deutlich erkennen, welche Menschen sich auf unsere Ebene von Liebe und Respekt einschwingen können.

Was den Umgang mit kontrollierenden Freunden, Eltern und Machtmenschen betrifft: Täusche keinen Respekt vor, wenn du ihn nicht empfindest. Auch ein Narzisst oder Tyrann spürt sofort die Diskrepanz zwischen dem was du sagst und dem was du wirklich fühlst. Wenn du einen Menschen nicht respektieren kannst, weil er sich selbst in Machtspielen und Abhängigkeiten verloren hat, dann kannst du ihm das ganz ehrlich zeigen und ihm somit einen Anstoß zur Änderung geben. Du kannst diesem Menschen vorleben, wie man mit Konflikten umgeht, ohne sich selbst aufzugeben und aufzuopfern und ihm damit ein lebendes Beispiel an Selbstrespekt sein.

Seele

ICH BIN EIN LIEBENDES BEWUSSTSEINSFELD

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Als Mensch sind wir multidimensionale Wesen. Zum einen sind wir dieser Körper, der geboren wird, für eine kurze Zeit lebt, um dann wieder zu vergehen. Zum anderen sind wir eine unsterbliche Seele, die aufs engste mit der Ganzheit des Seins verbunden ist.

Richte am besten deinen Fokus auf deine Seele, wenn du diesen Teil in dir stärken möchtest. Mit dem Körper kannst du zwar wunderbar Liebe ausdrücken und austauschen, aber er ist nicht Quelle des Bewusstseins. Dein Leben wird voller und schöner werden, wenn du dich von deiner Seele führen lässt und den Körper als Ausdrucksmittel benutzt.

Als Mensch kannst du viele interessante Spiele spielen. Du kannst berühmt werden, Erfolg haben, reich werden, einen wunderschönen Partner bekommen, eine Familie gründen, tolle Urlaube machen und viele andere Dinge erleben, die deinem Körper Glück bescheren. Wenn du genauer hinschaust, wirst du aber bemerken, dass dieses Glück meist nur von kurzer Dauer ist und außerdem im Nachhinein oft von Leid und Schmerz überschattet wird. Schöne Körper werden alt und faltig, gesunde Körper werden krank, Partner sterben oder gehen, Arbeitsverhältnisse werden gekündigt und alles was kommt, wird auch wieder gehen. Macht es wirklich Sinn, das eigene Glück auf dem wackeligen Boden äußerer Errungenschaften aufzubauen? Ist es nicht sinnvoller dein Glück in dir selbst zu finden und das Leben als Ausdrucks-Platform deiner inneren Fülle zu nutzen?

Wenn du dich auf dein seelisches Selbst fokussierst, dann wirst du eine Weite, einen Frieden und eine Freude erfahren, die in der Tat nicht von dieser Welt sind. In dieser Verbindung findest du die Liebe, die du in Wirklichkeit bist. Die Welt der Seele ist ewig und immer da, wenn du auf sie zugreifen oder in ihr leben möchtest. Wenn du aus ihr schöpfst und den Körper als Kommunikationsmittel benutzt, dann ist alles im Lot und folgt seiner Bestimmung.

Um das zu verdeutlichen, stell dir dein Handy und das Internet vor. Ist dein Handy offline, ist es sehr begrenzt, egal wie gut, schnell und perfekt es ist. Es ist total von seinem Prozessor, seiner Speichergröße und von den Programmen abhängig, die installiert wurden. Sobald du aber damit online gehst, wird es zu einem Empfänger von allen Informationen, allen Programmen, allen Filmen, aller Musik und all den wundervollen Dingen, die je von Menschen erschaffen wurden.

Ein Mensch der sich nur auf seinen Körper, auf seine eigene Kraft und seine eigene Intelligenz beschränkt, ist wie ein Handy, das gerade offline ist. So viel er auch gelernt hat und weiss, er wird nie den Weitblick und das Wissen haben, welches ein Mensch hat, der verbunden und eins ist mit der Gesamtheit der Schöpfung und über seine Seele die Weisheit des Universums empfängt.

In Wirklichkeit ist natürlich kein Mensch jemals völlig offline und völlig getrennt, weil er das gar nicht überleben würde. Jeder von uns ist zu einem gewissen Grade verbunden und wird durch Gefühle und Intuition über seine Position im Leben informiert. Nur ist das Leben wesentlich schöner, wenn diese Verbindung bewusst und stark ist.

Du kannst dir die Seele als eine Welle auf dem Meer des Bewusstseins vorstellen. Die Welle ist absolut eins mit allem was ist, hat aber trotzdem eine eigene Form und einen Charakter, der sie von allen anderen Seelenwellen unterscheidet. Der Schaum auf ihrer Krone bist du als Mensch. Wenn die Welle ihre lange Reise von der Mitte des Meeres bis zum Strand hinter sich hat, fällt sie ins Meer zurück und alle kleinen Träume und Schäume die sie hatte, werden vom großen Bewusstseinsmeer wieder aufgenommen. Dabei geht das Ich-Bewusstsein nicht verloren, sonder wird zu dem großen Ganzen. Es dehnt sich aus, bis es irgendwann wieder den Impuls hat sich als Welle ins Leben zu begeistern.

7 FRAGEN, UM DEINER SEELE NÄHER ZU KOMMEN

Bin ich oft dankbar genau im hier und jetzt?

Erfahre und spreche ich die höchste Wahrheit und begegne anderen Menschen in tiefer Präsenz?

Wie sehr lasse ich die Realität meiner Seele zu?

Glaube oder weiß ich, dass ich ein unsterbliches, geistiges Wesen bin?

Beschäftige ich mich mit Quantenphysik und Nahtod-Erfahrungen, welche Bewusstsein als Basis des physischen Universums etablieren?

Wie viel Aufmerksamkeit widme ich meiner Seele?

Lade ich meine Seele täglich in mein Leben ein und lasse mich von ihr bei wichtigen Entscheidungen leiten?

Seelenschau

ICH SEHE DAS GUTE UND SCHÖNE IN ALLEM

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Selbsterkenntnis geschieht durch das bewusste Schauen auf die Seele eines Wesens. Wenn du es wirklich schaffst, die tiefste Essenz in einem scheinbar anderen Wesen zu sehen, dann erkennst du das formlose, göttliche, grenzenlose, ewige leuchtende SELBST, welches dein Gegenüber ist. Und du bemerkst auch, dass du genauso schön und wertvoll und ewig bist.

Wenn du durch die Seelenschau in der Selbsterkenntnis ankommst, wirst du Liebe und Ekstase erfahren. Diese Erfahrung ist ein Indikator dafür, dass du tief genug geschaut hast und dich nicht an Oberflächlichkeiten aufgehalten hast. Du wirst ein Gefühl des angehoben-seins erleben. Alles um dich herum wird ein Leuchten und eine Transparenz annehmen, die du zuvor nicht gesehen hast.

Dieses transparente und lichtvolle SEIN ist das, was du bist und was alles ist. Es ist das SELBST, was sich hier in seiner reinsten Form offenbart. Wenn du hier angekommen bist, dann hast du das Höchste und Tiefste, das Allumfassende erreicht und du kannst dich nun in diese klare Quelle hinein sinken lassen. Du kannst ganz verschmelzen mit dem was ist. Du kannst deine persönliche Seele sich auflösen lassen in das grosse SELBST.

Alles was nötig ist, um das SELBST in deinem Gegenüber zu erkennen, ist das Loslassen der eigenen Projektionen, der eigenen Wünsche und Ideen darüber, was der andere ist und für dich sein soll. Du selbst hast die Macht, dein Gegenüber von deinen Vorstellungen zu erlösen und im reinen Licht der Wahrheit zu sehen. Damit befreist du dein Gegenüber und dich selbst gleichermassen.

Achte also darauf ob dein Gegenüber in dir noch Ängste, Abneigungen, Befürchtungen, Bedürfnisse und Änderungswünsche hervorruft. Wenn das der Fall ist, dann stehst du gerade auf der menschlichen Ebene von Körper und Persona, als den Masken, die das wahre SEIN verbergen. Ein Großteil der Menschen sind so sehr in diesem Maskenball involviert und investiert, dass sie noch nie einen Schimmer von der Wahrheit hinter den Kulissen gesehen haben.

Segen

ICH SEGNE DIE WELT MIT MEINER LIEBE

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Wenn du die Welt in all ihren Facetten segnest, dann schenkst du ihr die reinste Form der Liebe und erkennst sie als einen Teil deines grenzenlosen Bewusstseins an. Gleichzeitig fühlst du dich selbst geliebt und gesegnet, weil du auch die Welt bist, jenseits der Körpergrenzen. In diesem Kreislauf von Liebe und Segen fühlt sich dein wahres Sein wie im Himmel.

Deine Seele zeigt dir durch ein Gefühl der Liebe, dass du mit ihr im Einklang bist, wenn du segnest, denn sie tut es auch den ganzen Tag.

Segen ist Gnade, die ohne Grund und nur durch die absolute Öffnung des eigenes Herzens, über uns kommt. Deine göttliche Seele, welche dich in jeder Sekunde deines Lebens begleitet, wartet sehnlichst darauf, dass du dich auch als Mensch für ihre Präsenz öffnest und die Liebe, die sie ist, in dein Herz hinein lässt.

Dieses Einlassen einer maximalen Liebe, ist das Schönste, was du hier auf Erden erleben kannst. Es ist ein Geschenk aus der geistigen Heimat. Wenn du den Segen des heiligen Liebesraumes selbst schon erfahren hast, dann weisst du, was Segen bedeutet. Instinktiv kennt jeder Mensch das Gefühl gesegnet zu sein, nur ist der Zugang manchmal schwierig.

Ich habe meine erste Segens-Erfahrung mit ca. 28 Jahren in einer Kommune in Costa Rica erfahren. Ich hatte das Buch der spirituelle Meisterin „Mutter Meera“ gelesen und bin mit ihrer Frequenz in Resonanz gegangen. Später als ich mit dem Buch schon fertig war, habe ich mich ganz mit ihrer Essenz verbunden und plötzlich überkam mich ein so gewaltiger Strom von Liebe, dass ich nicht mehr stehen konnte. Ich musste mich hinsetzen und wurde von maximaler Liebe durchströmt, die definitiv nicht von dieser Welt war. Du hast vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Und wenn nicht, dann kann es dir helfen, dich für die Kraft des Segens zu öffnen. Dafür braucht es 3 Eigenschaften in dir:

Selbstwert – erst wenn du deinen eigenen Wert erkennst, kannst du dich würdig fühlen, Segen zu empfangen und zu geben. Deinem Ego wird das nicht gefallen, denn Segen und echter Selbstwert sind in seiner Welt nicht vorhanden. Doch du lebst nicht für das Ego. Es lebt für dich und dient dir lediglich dabei, dein Überleben zu sichern. In den vielen Momenten des Tages, in denen dein Überleben nicht gefährdet ist, kannst du wirklich zu leben beginnen und die liebende Sichtweise deiner Seele annehmen. Sie kennt deinen wahren Wert und segnet die Welt durch dich.

Bestimmung – wenn du wissen willst, wie sich Segen anfühlt, dann verteile ihn freizügig an die Welt und an jedes Wesen, das dir begegnet. Stelle dir dabei vor, dass du ein Engel bist, der nur zu diesem Zweck auf Erden wandelt. Für die kurze Zeit deines göttlichen Urlaubs hier auf Erden, ist es deine einzige Aufgabe, in allem das Schöne und Heilige zu sehen und es mit deiner ebenso wundervollen Präsenz zu segnen. Natürlich wird das die meiste Zeit auf der Ebene des Herzens geschehen, weil viele Menschen mit spirituellen Worten nichts anfangen können.

Konsistenz – auch wenn du schon einige Wunder des Segens empfangen und gegeben hast, wirst du dich immer wieder erinnern müssen, das eine segnende Sichtweise die einzig sinnvolle ist. Sie bringt dich in dein volles Potential, weil sie die Frequenz der Liebe ausstrahlt, was die Essenz von Segen ist. Bleibe konsequent in deiner segnenden Schau auf Mensch und Tier, auf Pflanze und Erde. Sie alle haben deinen Segen verdient, so wie du es verdient hast, den Segen der unendlichen Liebe zu empfangen.

Sein

ICH BIN, WAS ICH MICH ZU SEIN ENTSCHEIDE

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Die Frage: WER BIN ICH? bewegt jeden Menschen, der ein Interesse an Liebe und Bewusstsein hat. Die Antwort auf diese Frage entscheidet darüber, ob wir uns selbst als Liebe erkennen, oder ob wir als bedürftiges Ego leidvoll durch unser Leben gehen. Als Mensch können wir selbst entscheiden, wer wir sind und was wir im Leben verwirklichen wollen. Wir sind die einzigen Wesen dieses Planeten, die nicht ausschliesslich von ihrer Genetik und ihren Instinkten programmiert sind. Das hat Vor- und Nachteile. Wenige Menschen sind von dieser Freiheit begeistert, manche sogar überfordert und viele kennen sie gar nicht.

Wenn wir uns der inneren Freiheit zur Selbstdefinition unseres Seins nicht bewusst sind, regieren wir angepasst oder rebellisch, beschwichtigend oder gewaltvoll, ablehnend oder zustimmend. Das Problem dabei ist: wir reagieren, statt aus der inneren Weisheit unserer Seele zu lieben und zu handeln.

Jeder von uns hat einen inneren Kompass, welcher uns in jedem Moment über Gefühle und Intuitionen eine Rückmeldung gibt, ob wir gerade im Einklang mit unserem wahren Sein sind und zum höchsten Wohle aller Wesen handeln.

Wenn du schöne Gefühle, Gesundheit und ein reines Gewissen magst, dann macht es grossen Sinn, das menschliche Sein, dem seelischen Sein anzupassen und im Einklang mit den Prinzipien der Liebe zu leben.

Um diese Prinzipien in deinem Leben zu verwirklichen, musst du sie natürlich zuerst kennen und als Möglichkeit für dich in Betracht ziehen. Danach kannst du sie austesten, indem du sie im Leben und in deinen Beziehungen anwendest.

Weiterhin ist es hilfreich die Prinzipien als “Ich bin …” Sätze zu formulieren und immer wieder aussprechen. Am besten auch vor anderen Menschen. Das festigt und manifestiert dein gewähltes Sein und macht es zu einer Tatsache in deinem Leben.

Natürlich wirst du die Prinzipien der Liebe nie zu 100% im Leben etablieren können. Schließlich willst du nicht nur eine Kopie deiner Seele sein und wie ein Engel durchs Leben schweben. Das spannende am Mensch sein ist ja, dass wir Neues ausprobieren können und gerne auch von der Ideallinie abweichen, weil das irdische Leben erst dadurch erschaffen wird. Evolution geschieht genau durch den Widerspruch zwischen dem was ist und dem was wir sein wollen.

Wir sind ganz bewusst verkörperte Seelen, weil wir nur durch diese Trennung von Welt und Körper, die Wiedervereinigung von Seele und Gott, erfahren können. Hier ist ein Beispiel, wie du durch “Ich bin …” Sätze dein Sein definieren kannst.

MEDITATION IN DIE LIEBE DES SEINS

In dieser Meditation erkennst du dein wahres Sein, welches Liebe ist. Vielleicht wirst du diese Liebe nicht verstehen oder festhalten können, du wirst sie aber fühlen können und dich in ihr selbst erkennen. Sage dir jetzt:

Ich bin Liebe, Ich bin Liebe, Ich bin Liebe…

Lass diese Worte in dir fließen. Lass ihre Bedeutung dein ganzes Wesen erfüllen. Du bist Liebe, reine Liebe. Du bist die Essenz all dessen was ist. Du bist das, was Gott ist. Ein Teil der Quelle. Ein Teil der großen ganzen Liebe. Schaue jetzt nach innen und suche dieses Ich, welche den ganzen Tag nachdenkt und 1000 Sachen zu erledigen hat. Wo ist es? Findest du es? Schaue genau nach innen und suche dich selbst. Wer bist du in Wirklichkeit? Genau, da ist einfach nichts zu finden. Da ist nur eine Weite, eine Stille und ein glückliches Sein, welches man als Liebe bezeichnen könnte.

Ich bin Liebe, Ich bin Liebe, Ich bin Liebe…

Du kannst die Worte laut aussprechen, oder einfach in deinem Geist wiederholen. Je nachdem, was dich besser in das Gefühl ihrer Bedeutung bringt. Dein Sein, welches reine Liebe ist, kann sich nun in deinem Bewusstsein ausbreiten, weil du deinen denkenden Verstand auf die Ebene deines wahren Selbst bringst. Auf die Ebene der reinen Liebe. Die Liebe, die du jetzt spürst, war immer da und wird immer da sein. Du wirst sie genau dann spüren, wenn auch deine Gedanken liebevoll sind. Wenn du die Welt, die Pflanzen, die Tiere, die Menschen und alles was darin ist mit den Augen der Liebe siehst. Öffne jetzt deine Augen und wiederhole innerlich.

Ich bin Liebe, Ich bin Liebe, Ich bin Liebe…

Du spürst diese Liebe jetzt in deinem Körper. Dein ganzer Körper ist von Liebe erfüllt. Und während du mit sanftem Herzensblick auf die Welt schaust, erkennst du, das alles Liebe ist. Alles was du siehst, ist aus dem gleichen Sein geschaffen, wie du selbst. Es ist die gleiche Schwingung, die gleiche Frequenz, die gleiche Liebe. Du bemerkst, das du dich nur mit deinem denkenden Verstand auf diese Ebene einschwingen brauchst und schon wird die Liebe für dich spürbar. Sage dir jetzt:

Ich bin die Liebe in allem…

Ja, du bist von der Frequenz der Liebe umgeben, durchdrungen, umhüllt. Du spürst diese Ebene jetzt, die immer schon da war und nur deinen bewussten Fokus braucht, um in deiner Wahrnehmung aufzudämmern. Du bist diese Liebe, alles ist diese Liebe. Du bist verbunden, du bist eins. Du fühlst, wie sich Entspannung und Frieden in deinem Körper, deinem Geist und in deinem Herzen ausbreitet, während du für dich mit geschlossenen Augen wiederholst:

Ich ruhe in der Liebe…ich ruhe in der Liebe

Du fühlst wie dein Herz sich immer weiter öffnet, ganz weich wird, sich entspannt, weil es jetzt in sich selbst das findet, was es so oft in der Welt vergeblich gesucht hat. Es findet sich selbst in der Liebe, die du bist. Die Worte ICH BIN sind das mächtigste Werkzeug dieses Universums, um dich mit deiner Quelle, deiner Wahrheit zu verbinden. Und Liebe ist die höchste Wahrheit. Sie ist das, was ewig ist, was immer und überall ist, was der Urgrund allen seins ist. Dieses gesamte Universum mit seinen Milliarden Galaxien, welche wiederum Milliarden von Sternen enthalten – dieses Universum ist nur eine winzig kleine Idee in dem Raum der Liebe, die du bist.  Dein scheinbar abgetrenntes Selbst ist in der Lage, sich durch eine kleine Änderung des geistigen Fokus´, wieder zurück in die Wahrheit fallen zu lassen. Diese zurückfallen kann sich wie Glückseligkeit anfühlen, wie pure Ekstase, wie absolutes Erfüllt-Sein. Gehe jetzt tiefer in dieses Bewusstsein hinein. Lass deine Augen geschlossen. Stell dir vor, wie du größer bist, als das ganze Universum und sage dir:

Ich bin grenzenlose Liebe…ich bin grenzenlose Liebe

Wenn du eine Blockade oder eine Enge in deinem Körper spürst, dann lass sie zu. Alles darf jetzt da sein. Wenn du deinen Verstand und deinen Körper mit der Wahrheit konfrontierst, dann löst sich alles Unwahre auf. Alle alten Ideen, die nicht im Einklang mit der Liebe sind, lösen sich in Wohlgefallen auf. Wenn du die Liebe in dir aufsteigen lässt, dann wäscht sie alles Dunkle hinweg, alle Angst und Verzweiflung fallen ab von deinem Sein. Warum? Weil du Liebe bist und in dieser Frequenz kein Leid möglich ist. Sage dir noch einmal:

Ich bin Liebe, Ich bin Liebe, Ich bin Liebe…

Deine Worte haben die Macht ihrer Quelle. Sie besitzen die gleiche Macht, die dieses gesamte Universum erschaffen hat. So machtvoll sind deine Gedanken. Wenn du sagst ICH BIN LIEBE, dann steht diese grosse Macht hinter dir, fliesst durch dich und wird in dir zu sich selbst. Zu einer Manifestation, zu einem Gefühl, zum Sein in Materie. Sie wird von der Welle zum Partikel. Sie wird aus reinem Potential zu einer Erfahrung. Dafür wurdest du erschaffen. Wenn du „Ich bin Liebe“ sagst und fühlst und bist, dann erfüllst du deine Bestimmung hier auf Erden. Dann sagt die Quelle in dir, zu sich selbst:

Ich bin Liebe, Ich bin Liebe, Ich bin Liebe…

Selbstliebe

ICH LIEBE MEIN EIGENES SCHNES SEIN

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Stell dir vor, die Welt wäre ein Traum – erschaffen von einem ewigen Bewusstseinsfeld, welches jenseits von Raum und Zeit existiert. Alles was hier erscheint, alles was du siehst, alle Menschen, Pflanzen und Tiere, dein eigener Körper, deine Beziehungen, dein Leben – all das ist ein Traum, der in diesem Geist stattfindet und von dem dein persönliches Selbst ein Teil ist.

Wäre dann nicht alles in dieser Welt ein Teil von dir, weil auch dein persönliches Bewusstsein ein Teil von dem endlosen All-Bewusstsein ist? Und wäre dann nicht der nächste logische Schritt, allen Wesen und Ereignissen mit Liebe zu begegnen, die du gerade selbst erträumst? Schließlich hast du sie selbst mit-erschaffen und würdest dich wesentlich besser fühlen, wenn du sie als deine eigene Schöpfung liebevoll annimmst. Jede Liebe, auch zu anderen, wäre dann eine Form der Selbstliebe, weil es ja nur das eine Selbst gibt, welches in verschiedenen Formen erscheint.

Selbstliebe ist dann nicht die narzisstische Liebe zum eigenen Körper und Ego, sondern eine weite Liebe, welche alles was existiert, als sich selbst erkennt und liebt.

Diese Theorie der geistigen Natur des Universums wird unter Physikern ernsthaft diskutiert und erklärt alle mysteriösen Ereignisse, wie Nahtoderfahrungen, Fernwahrnehmung, Präkognition, Gravitation, Quantenverschränkung, Big Bang und überhaupt die Existenz dieses Universums. Es macht also durchaus Sinn, diese Realität als eine perfekte geistige Schöpfung anzusehen und zu lieben.

Voraussetzungen für Selbstliebe sind: Heilung kindlicher Traumata, Vergebung der Eltern, Erfüllung grundlegender Bedürfnisse, Trost, Freiraum für persönliche Entfaltung, Anerkennung der eigenen Größe und Schönheit, Nähe zu Gleichgesinnten, Verbindung mit dem Urgrund des Seins, eine Mission im Leben, Ehrlichkeit und Wahrheit, Entschlossenheit, Loslassen von Süchten und Vermeidungsstrategien, Mut zu Neuem, Abgrenzung gegen Übergriffigkeiten und all das, was dir ganz persönlich wichtig ist, um lieben zu können.

Als Dank für die geistig-seelische Öffnung schenkt dir Selbstliebe die Freude am Sein, ekstatische Liebe, tiefes Vertrauen, die gesamte Energie des Kosmos, Enthusiasmus, unerschütterliche Präsenz, Stärke, ein Gefühl von Angekommen-sein und Heimat, Treue, Ausrichtung auf das Gute und Schöne, Reinheit des Herzens, harmonische Liebesbeziehungen, Sinn und Erfolg im Leben, inneren Reichtum, Kreativität, Zeit für alles Wichtige, Verbundenheit mit der geistigen und physischen Welt, um nur ein paar der Geschenke zu nennen.

Wenn Selbstliebe so wichtig ist und wir alle mit ihr geboren sind, wie kommt es dann, das so viele Menschen sie scheinbar verloren haben und sich rücksichtslos gegenüber Mensch, Tier und Natur verhalten?

Fehlende Selbstliebe entsteht durch eine lieblose, traumatische Kindheit, in welcher die Eltern das Kind vernachlässigen, über-erziehen oder misshandeln. Das Kind verlernt, was Liebe und Verbindung sind und beginnt sich selbst die Schuld dafür zu geben. Wenn einem Kind die Erfahrung des eigenen Wirkens in der Familie und der Welt durch Erziehung oder Ignoranz ausgetrieben wird, dann fühlt es sich machtlos, schwach und depressiv. Es liebt nicht mehr, ist argwöhnisch und vorsichtig. Vielleicht hasst dieses Kind sogar die Welt und die Menschen, weil die Enttäuschung zu massiv war. Es strahlt nicht mehr freudig andere Menschen an, sondern verkriecht sich im anonymen Internet, um die fehlende Liebe mit YouTube und Facebook zu ersetzen. Später nimmt der lieblose Mensch irgendeine langweilige Arbeit auf, weil die Begeisterung für das Leben und die eigene Mission schon vor Jahren gestorben ist. Der liebesunfähige Mensch hat eine abhängige und frustrierende Beziehung, sofern er überhaupt einen Partner findet. Oder er hat viele Affären, weil tiefe Beziehung ihm Angst macht. Er hält sich mit Aspirin und Impfungen über Wasser, bis das ganze System irgendwann zusammenbricht. Dann gibt es die Chance, die Vergangenheit aufzuarbeiten und die Selbstliebe wieder auszugraben, oder ein zweite Runde der Selbstverleugnung zu drehen, sofern der Körper noch mitspielt.

So traurig wie das alles klingt ist es auch, vor allem, weil es vermeidbar ist, sofern der Betroffene sich nicht tief in Drogen, Workoholismus und familiäre Abhängigkeiten verstrickt hat. Falls ein Ausbruch aus dem lieblosen System möglich ist, wird er durch eine Therapie und einem Wechsel der Lebensumstände enorm erleichtert. Auf jeden Fall muss etwas verändert werden, denn Zitat: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Doch nun zu dem, was für jeden Menschen möglich ist, nur für manche etwas mehr Mut und Arbeit braucht – die radikale Selbstliebe.

Der sich selbst liebende Mensch wurde in der Kindheit meist nicht gebrochen und hat seine natürliche Freude, Liebe und Begeisterung aus Kindheitstagen beibehalten. Er kann selbst entscheiden, was ihm gut tut und im Notfall klare Grenzen setzen, weil seine Selbstwirksamkeit schon in der Kindheit gefördert wurde. Ein selbstliebender Mensch ist offen für neue Erfahrungen mit anderen liebevollen Menschen, die er sofort erkennt, weil seine Schwingung mit deren Liebe in Resonanz geht. So fällt es ihm leicht erfüllende Beziehungen zu führen, denn seine eigene Liebe spiegelt sich wie von selbst im außen. Ein selbstliebender Mensch hat viel Zeit für die schönen Dinge im Leben, denn er muss niemanden retten und sich für andere aufopfern. Er macht das, was ihm Spaß macht und wenn andere das feiern, dann entsteht ein Feld der Freude und Liebe. Wenn nicht, dann ist er genauso glücklich, denn er arbeitet aus der Freude seines Herzens und das ist bereits Lohn genug. Ein liebevoller Umgang mit dem eigenen Körper ist genauso selbstverständlich, wie die Achtung von Tieren, Pflanzen und der ganzen Welt, denn Liebe kennt keine Grenzen. Das liebende Selbst ist allgegenwärtig und ewig, denn es ist die Basis des gesamten Universums. Der Selbstliebende hat sich als Liebe erkannt und kann nicht anders, als diese zu leben und auszustrahlen.

MEDITATION IN DIE SELBSTLIEBE

Selbstliebe ist die Erkenntnis, das du ein grossartiges Wesen bist, voller Kraft, Liebe und Inspiration, die du zum höchsten Wohler aller in die Welt bringst. Aus jeder Krise und jedem scheinbaren Fehler wird eine neue Lösung geboren wird, die du dann freudig annimmst.

Du bist richtig, genauso wie du bist. Die gesamte Schöpfung ist froh, dass es dich gibt und dass du diese Welt mit deinen persönlichen Wünschen, Gedanken und Taten bereicherst. Ohne dich wäre dieses Universum unvollkommen, weil du so viel mehr bist, als dein kleiner Körper und deine Persönlichkeit.

Lass uns diese Wahrheiten über uns jetzt gemeinsam praktizieren. Lege dich am besten dazu hin und entspanne deinen Körper. Sage dir jetzt:

Ich liebe mich. Ich liebe mich. Ich liebe mich.

Ja, du liebst dich, weil du selbst ein Teil der allumfassenden Liebe bist. Du bist von Natur aus wundervoll und liebenswert. Wenn andere Menschen das nicht so sehen, hat das in erster Linie mit deren Sichtweise zu tun. Du bist wertvoll, einfach weil du existierst. Sage dir noch einmal:

Ich liebe mich. Ich liebe mich. Ich liebe mich.

Ab Heute lässt du dich nur noch von deinen positiven Gefühlen leiten. Du denkst, sprichst und handelst aus deinem Herzen und aus deiner eigenen Intuition heraus.

Wenn sich etwas im Nachhinein als unpassend herausstellt, dann lernst du daraus und bist dankbar für die Lektion des Lebens.

Wenn du später aus der Distanz heraus dein Leben betrachtest, wirst du erkennen, das du von deiner inneren Wahrheit immer richtig geführt wurdest. Du erkennst, das auch jede schmerzhafte Erfahrung wichtig für deine menschliche Entwicklung war, um deinem Potential näher zu kommen.

Deine Seele führt dich in jedem Moment und hat den großen Überblick, weil sie jenseits von Raum und Zeit steht. Sage dir noch einmal:

Ich liebe mich. Ich liebe mich. Ich liebe mich.

Du lässt dich von deiner liebenden Seele führen. Vielleicht spricht sie durch Visionen, durch Worte oder durch Intuition zu dir. Das hängt ganz davon ab, worauf du deinen Fokus richtest.

Du wirst immer ein Gefühl zu der Entscheidung oder zu der Tat haben, die ansteht und wenn dieses Gefühl ein positives ist, dann wird es sich im Nachhinein auch nicht wie ein Fehler anfühlen.

Wenn du ein negatives Gefühl hast und die Erfahrung trotz dieser Warnung annimmst, dann hast du noch innere Widerstände und die Erfahrung wird lehrreich bzw. schmerzhaft sein. Auch sie ist kein Fehler, weil du daraus um so mehr lernen wirst.

Du liebst dich und die Tatsache das du nichts falsch machen kannst. Im extremsten Fall wirst du deinen Fokus aus diesem Lebenstraum zurückziehen und wieder erwachen, was aus der irdischen Perspektive dann als dein Tod interpretiert wird.

Dieses Erwachen kannst du aber auch jetzt schon erlangen und musst dafür nicht deinen Körper verlassen. Sage dir:

Ich bin erwachte Liebe, ich bin erwachte Liebe…

Du kannst hier und jetzt deinen eigenen Wert erkennen, der dir nicht von anderen Menschen gegeben wurde, sondern von der allumfassenden Liebe, die deine Quelle ist. Du bist richtig wie du bist, weil du so viel mehr bist, als deine persönlichen Gedanken, dein Körper und deine Geschichte.

Du bist ein wundervolles Wesen und du liebst es deine eigene Grossartigkeit in dieser Welt auszudrücken, so gut du das gerade kannst. Du entwickelst dich ständig weiter und so tut es das gesamte Universum. Alles ist in Bewegung und in Veränderung. Alles Irdische kommt und geht, wird geboren und stirbt. Warum solltest du in diesem Prozess der Wandlung ein starres Konzept von richtig und falsch aufbauen? Wozu sollest du dich mit solchen Urteilen über andere und über dich selbst belasten?

Du könntest solchen Gedanken einfach keinen Wert mehr beimessen und dich auf das fokussieren was ewig ist:

Ich liebe meine eigenes Selbst, ich liebe meine eigenes Selbst…

Du kannst dich jetzt deinem reinen, wunderbaren Sein hingeben. Du bist einfach hier und jetzt da. Du bist in Liebe mit dir und deinem Leben und allen Wesen die darin auftauchen.

In diesem freien Raum deines Seins kommen großartige Gedanken, von einer neuen Welt, in der immer mehr Menschen nach innen schauen und aus ihrer innewohnenden Liebe heraus handeln, statt aus Zwängen und Notdurft. Du siehst eine Welt in der alle Gefühle erlaubt sind und in der sich jeder ausprobieren darf, ohne dafür verurteilt zu werden. Eine Welt in der es endlos viele Chancen und keine Fehler gibt.

Du erkennst jetzt auch wie du selbst dazu beitragen kannst. Du wirst dir selbst und anderen Menschen Freiheit schenken. Du lässt jeden seine eigenen Erfahrungen machen, ohne sie zu beurteilen. Du gibst deine eigene Lebenserfahrung weiter, indem du sie vorlebst und denen davon berichtest, die sie gerne hören wollen.

Wenn du genervt und wütend bist, weil du dich verletzt fühlst, dann schaue zuerst nach innen um zu sehen, welcher wunde Punkt da in dir berührt wird. Du erkennst, das deine eigene Geschichte meist der Grund für deinen Schmerz ist und das niemand im außen dich wirklich verletzen will.

Du erkennst, das es kein richtig und falsch gibt, sondern nur deine persönlichen Vorlieben, die sich aus deinem eigenen Leben herauskristallisiert haben.

Du wirst immer einen Ort finden, an dem du deine Träume ausleben kann. Du wirst immer mit Menschen zusammen sein, die dir bei deinen gewünschten Erfahrungen hilfreich sein werden.

Dir macht es grossen Spass zu leben und in dieser wundervollen Welt zu spielen, in dem Bewusstsein das du keine Fehler machen kannst.

Natürlich wirst du immer eine Reflexion deiner Taten und Gedanken bekommen und du kannst diese dann mit Hilfe deiner Gefühle in erstrebenswert und zuträglich oder in langweilig und unnötig einordnen.

Du wirst diese Einteilung nur noch selbst vornehmen und dich nicht von den Präferenzen anderer Menschen beeinflussen lassen, weil sie ihr eigenes Leben haben, welches nicht auf dich übertragbar ist. Dank ihrer Andersartigkeit wird die Evolution des Bewusstseins möglich.

Diese Welt ist groß genug, um all unsere individuellen Wünsche und Träume zu erfüllen. Und sie ist klein genug, damit wir uns immer mehr einem gemeinsamen Traum der Liebe annähern. Sage dir deshalb:

Ich liebe mich in dieser schöne Welt, ich liebe mich in dieser schöne Welt…

Selbstwert

ICH BIN ES WERT GELIEBT ZU WERDEN

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Dass du wertvoll bist, ist eine Tatsache. Du bist eine heilige Seele, die gerade eine menschliche Erfahrung macht. Du bist ein Teil des Ursprungsbewusstseins, welches dieses Universum erträumt, mit Raum und Zeit, Planeten und Sonnen, Pflanzen und Tieren. Du bist in Wirklichkeit unendlich, zeitlos und ewig. Und so sind es alle Wesen und Dinge, die du in deinem Leben siehst. Dein Wert ist in deinem Sein festgelegt, welches Liebe ist. Genau deshalb fühlst du dich so gut, wenn du dich selbst liebst. Und deshalb fühlst du dich auch so schlecht, wenn du deinen eigenen Wert anzweifelst oder verleugnest.

Du kannst dich selbst nur so sehen, wie du andere siehst – und umgekehrt. So funktioniert Bewusstsein. Die Welt im außen ist ein Spiegel deiner Innenwelt, weil dein Bewusstsein beides nach der gleichen Grundeinstellung erträumt.  Genauso, wie es des Nachts dich in einem Körper erträumt und die ganze Traumwelt um dich herum. Wenn du also andere Menschen, Tiere, Pflanzen und die Erde als seelische Wesen siehst und behandelst, erkennst du ihren wahren Wert an. Und somit auch deinen eigenen.

Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg auch keinem andern zu. – so lautet ein altdeutsches Sprichwort.

Alle Wesen haben den gleichen Wert, sind in ihrer Essenz eins und verdienen es, mit Liebe, Respekt und Sanftmut behandelt zu werden. Es gibt auf tieferer Ebene keine Trennung. Wie du in den Wald hinein rufst, so schallt es hinaus. Was du säst, das erntest du.

Warum steht es dann so schlimm um unsere Welt? Wieso werden jährlich über 100 Milliarden Tiere misshandelt, gequält und geschlachtet? Warum werden Waffen in Krisengebiete geschickt? Warum wird jedes vierte Kind missbraucht?

Ganz einfach, weil wir kollektiv den Kontakt zu unserer Seele verloren haben. Wir sind uns als Mensch nicht mehr bewusst, das das Leben heilig ist, das jedes Wesen und jeder Stein aus reinem Bewusstsein besteht. Wir haben vergessen, das wir selbst diese Welt erträumen und das innen und außen eins sind. Unser Selbstwert ist direkt verbunden mit dem Wert, den wir anderen Wesen und Dingen zurechnen. Und so haben wir unserem Ego die volle Macht über unser Leben gegeben, mit all seiner Angst, Ignoranz, Rücksichtslosigkeit, Überheblichkeit und Gefühlskälte.

Bei diesem Spiel kann und will deine Seele nicht mehr mitspielen. Um in den kollektiven Ego-Traum hinein zu passen, müsstest du dich, als erwachtes spirituelles Wesen, entweder sehr verbiegen oder dir auch eine persönliche Maske zulegen, welche dein inneres Licht verbirgt.

Die gute Nachricht ist, dass du heutzutage nicht mehr zur Masse dazu gehören musst. Es gibt Millionen Menschen die im Prozess des Erwachens sind. Mit ihnen kannst du das Licht deiner Seele gemeinsam erstrahlen lassen und das Leben zelebrieren.

Die Wahrheit ist: Du liegst immer richtig, wenn du auf dein Herz hörst und alle Wesen als heilig und wertvoll betrachtest. Genauso liegst du immer falsch, wenn du andere Wesen ausnutzt, betrügst und verachtest.

Gesellschaftliches „richtig“ und „falsch“ kannst du getrost ignorieren, denn es sind meist veraltete, absurde Konventionen, die auch noch von Land zu Land verschieden sind. Wenn du nicht mehr auf die Propaganda der öffentlichen Medien hörst und auch allen anderen Agenten des kollektiven Zwangssystems den Dienst quittiert hast, dann ist dein Selbstwert schon ein gutes Stück unverletzlicher.

Dann bleibt nur noch der eigene innere Kritiker, mit dem wir uns selbst verurteilen, selbst wenn wir nur von liebevollen Menschen umgeben sind, die nichts als Lob für uns haben. Diese innere Stimme vergleicht uns ständig mit den schönsten und grossartigsten Menschen dieses Planeten. Gerade in der Pubertät, in der unser gesamtes Gehirn mit all seinen Wertesystemen komplett umgebaut wird, sind wir sehr anfällig dafür, uns selbst als falsch zu sehen, weil wir vergessen, dass jedes Wesen einzigartig ist und seine eigene Schönheit und Begabung hat.

Natürlich ist das Bewerten von Situationen, das richtige Einschätzen der eigenen Stärken und Schwächen, wie auch das Lernen aus Fehlern für unser Überleben als Mensch sehr wichtig. Nur sollte es nicht dazu führen, das wir uns den eigenen Selbstwert schmälern, nur weil wir nicht in allen Lebensbereichen perfekt sind.

Wenn wir uns selbst klein machen, nur weil etwas schief gegangen ist, dann sind wir nicht im Einklang mit unserer Seele, welche uns immer als wertvoll betrachtet. Genau diese Diskrepanz zwischen unserem wahren Selbstwert und unserer menschlichen Selbstkritik macht uns zu manipulierbaren, schwachen Wesen. Wir spalten uns buchstäblich von unser Kraft- und Lebensquelle ab und ersetzen sie mit den egoistischen Ideen von Erziehung, Politik und Gesellschaft.

Während unsere innere seelische Führung, die durch Gefühl und Intuition zu uns spricht, immer auf unserer Seite ist, taugen andere Menschen nur selten als unsere Führung. Das hat 4 Gründe:

1. Menschen, die ihren eigenen Selbstwert nicht erkannt haben, können auch andere nicht in ein glückliches und erfülltes Leben führen. 

2. Menschen ändern häufig ihre Meinung über das, was richtig und falsch ist, weil sie sich von ihrem individuellen Ego-Selbsterhaltungstrieb leiten lassen.

3. Menschen mit begrenzter Intelligenz denken in engen, konventionellen Mustern und diese sind auch noch von Land zu Land verschieden.

4. Jeder Mensch hat seine individuelle innere Führung, die nicht übertragbar ist, weil jeder Mensch an einem anderen Ausgangspunkt steht bzw. ein anderes Ziel hat.

Lass dich also nicht durch andere von deinem Weg der Begeisterung abbringen. Auch nicht von Menschen, die dir viel bedeuten. Wenn sie dich lieben und wertschätzen, dann denke: „Recht haben sie, ich bin tatsächlich ein wertvoller Mensch.“

Und wenn sie dich verurteilen und ablehnen, dann denke: „Ich liebe euch, auch wenn ihr euch gerade verloren habt und euren Schmerz auf mich projiziert! Ich weiß, dass ich wertvoll und liebenswert bin!“

Die Urteile und Meinungen die andere Menschen über uns haben, zeigen in erster Linie, was in deren Köpfen vor sich geht und haben mit unserem eigenen Selbstwert meist sehr wenig zu tun. Warum fragen wir dann überhaupt andere nach ihrer Meinung und lassen uns von ihnen in unser Leben hineinreden?

Nun, das geschieht meistens, wenn wir glauben unsere eigene innere Führung verloren zu haben, weil wir nicht mehr wissen, das es unsere eigenen Gefühle sind, die uns leiten.

Höre also in erster Linie auf dich selbst und auf deine positiven Gefühle und betrachte die Menschen mit Nachsicht, wenn sie dich von dem Gegenteil überzeugen wollen. Sie wissen nicht was sie tun.

Du bist richtig, genauso wie du bist. Das große universelle Bewusstsein, welches sich selbst als dich erträumt, ist froh, dass es dich gibt und dass du das Universum mit deiner ganz eigenen Art, deinen persönlichen Wünschen, Gedanken und Taten bereicherst. Zusammen mit dem Einheitsbewusstsein bist du Schöpfer deiner Realität und deshalb absolut wertvoll.

MEDITATION IN DEINEN SELBSTWERT

Sich wertvoll zu fühlen, ist im Grunde etwas ganz natürliches. Jeder Mensch weiss, in den Tiefen seiner Seele, das er absolut wertvoll ist, einfach weil er ein ewiges, lichtvolles, heil(ig)es Bewusstsein ist, das eine kurze Reise in den Traum des Lebens unternimmt. Wenn dieses Bewusstsein des inneren Wertes irgendwann im Leben verloren gehen sollte, dann liegt das meist an widrigen Lebensumständen, traumatisierenden Erfahrungen und fehlender liebevoller Zuwendung in Zeiten der Kindheit.

Ein Mensch, der tief in sich das Gefühl hat, nicht wertvoll zu sein, wird immer versuchen, sich seine Liebe und Zuwendung zu verdienen. Wenn er extrovertiert ist, wird er nach Macht und Reichtum streben. Er wird kämpfen, regieren und manipulieren, um die fehlende innere Liebe sich im außen zu ergattern. Das Ergebnis ist das Leid dieser Welt, die Kriege und die Zerstörung der Natur.

Wenn der sich wertlos fühlende Mensch introvertiert ist, wird er versuchen nicht aufzufallen und keine Fehler zu machen. Er wird ein Perfektionist werden und sich sehr um sein Aussehen und Ansehen sorgen, weil er glaubt, so wie er ist, nicht wirklich liebenswert zu sein.

Lass uns deshalb gemeinsam mit dieser Meditation in das Gefühl des inneren Wertes gehen, um die liebende Funktion im Leben einzunehmen, für die wir hier sind. Sage dir jetzt:

Ich bin wertvoll. Ich bin wertvoll. Ich bin wertvoll.

Was heisst es denn eigentlich wertvoll zu sein? Kannst du auch wertvoll sein, wenn du nichts tust, und scheinbar gerade nichts produktiv beiträgst, zum Wohlergehen der anderen? Kannst du auch wertvoll sein, als Kind, welches einfach nur spielt, als Erwachsener, der einfach nur fühlt und atmet, oder als alter Mensch, der einfach nur in der Sonne sitzt?

Ja, das kannst du. Gerade wenn du einfach nur da bist und alles so sein lässt wie es ist – gerade dann wirst du zum Kanal für deine höchste Präsenz und Weisheit, für deine innere Liebe und Freude, die durch dich fließen will. Gerade dann erfüllst du deine wahre Bestimmung. Sage dir:

Ich bin wertvoll, auch wenn ich nichts tue.

Ich bin wertvoll, auch wenn ich nichts tue.

Ich bin wertvoll, auch wenn ich nichts tue.

Doch was wäre, wenn alle Menschen nur noch herumsitzen würden und nichts tun würden? Wie soll die Welt dann funktionieren? Sind solche Menschen nicht wertlos für die Gesellschaft?

Nein, das sind sie nicht. Nicht im geringsten. Wir alle, du und ich, sind grossartige, geistige Wesen und werden ebenso grossartige Impulse bekommen, wenn wir uns hier und jetzt der inneren Verbindung mit uns selbst hingeben. Die Impulse, die aus der Stille und Verbundenheit kommen, haben eine ganz besondere Qualität und werden unseren Wert in der Welt sichtbar machen. Ohne Anstrengung und Kraftakte. Alles wird sich so fügen, das sich unsere schönsten Gaben mühelos entfalten können. Die Voraussetzung ist zu wissen:

Ich bin wertvoll. Ich bin wertvoll. Ich bin wertvoll.

Dein Wert ist durch deine kostbare, lichtvolle, wunderschöne Seele bestimmt, die nur darauf wartet, sich in deinem Leben ausdrücken zu dürfen. Du bist absolut wertvoll, genau so wie du bist. Wenn das andere nicht sehen können, ist das deren Problem, nicht deins. Du bist bereits wertvoll und kannst dich jetzt entspannen. Lass allen Kampf los, mit dem du dir Liebe und Zuwendung sichern wolltest. Lass alle Mühe los, mit der du wichtig und bedeutsam sein wolltest. Du bist bereits wertvoll und wichtig, weil deine Seele ein Teil der Quelle ist, und diese vollständig macht. Du bist also nicht nur wichtig und wertvoll – du bist ein unverzichtbarer Teil des Ganzen, ein Teil des Geistes, aus der dieses Universum und alles darüber hinaus besteht. Sage und wisse deshalb:

Ich bin wertvoll. Ich bin in Liebe mit mir und meinem Leben. Ich bin wertvoll. Ich bin in Liebe mit mir und meinem Leben. Ich bin wertvoll. Ich bin in Liebe mit mir und meinem Leben.

In diesem freien Raum deines Seins kommen dir grossartige Gedanken, von einer neuen Welt, in der immer mehr Menschen nach innen schauen und aus ihrer innewohnenden Liebe heraus handeln. Du siehst eine Welt, in der alle Gefühle erlaubt sind und in der sich jeder Mensch ausprobieren darf, sofern er niemandem wehtut. Eine Welt in der es endlos viele Chancen gibt.

Du erkennst jetzt auch, wie du selbst dazu beitragen kannst. Du wirst zu einem lebenden Beispiel der Gelassenheit. Du wirst anderen Menschen nicht mehr in ihr Leben hineinreden. Du lässt jeden Menschen seine eigenen Erfahrungen machen und gibst deine Erkenntnisse weiter, indem du sie vorlebst und denjenigen Menschen davon berichtest, die dafür offen sind.

Wenn du wütend wirst, weil du dich verletzt fühlst, dann schaust du zuerst nach innen, um zu sehen, was da in dir berührt wurde. Du erkennst, dass es deine eigenen wunden Punkte sind und das niemand im außen etwas falsch macht. Du erkennst, das es kein richtig und falsch gibt, sondern nur deine persönlichen Vorlieben, die sich aus deinem eigenen Leben herauskristallisiert haben. Sage dir noch einmal:

Ich bin wertvoll, egal was im aussen passiert.

Ich bin wertvoll, egal was im aussen passiert.

Ich bin wertvoll, egal was im aussen passiert.

Entspanne dich in dem Bewusstsein deines inneren Wertes. Du bist wertvoll und wichtig. Du bist eine leuchtende Seele die ihr wertvolles Sein in diese Welt strahlt. Du bist so wertvoll, dass nichts in dieser Welt dir irgendetwas hinzufügen könnte. Mache dir deshalb noch ein letztes Mal bewusst:

Ich bin eine wertvolle schöne Seele. Ich bin eine wertvolle schöne Seele. Ich bin eine wertvolle schöne Seele.

Sicherheit

ICH FÜHLE MICH SICHER UND GEBORGEN

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Jedes Wesen auf dieser Erde strebt instinktiv nach Sicherheit, weil es dadurch besser überleben kann. Als Mensch fühlen wir uns sicher, wenn wir einer Gemeinschaft, einer Familie, einem System, oder einfach nur einer Idee angehören. Tief in unserem Herzen fühlen wir die Sehnsucht nach Verschmelzung und nach Vereinigung mit irgendetwas Grösserem, das wir oft nicht benennen können.

Als Kind ist es die Mutter, später sind es die Freunde und schon bald darauf ein Liebespartner. Weil all das unsere Sehnsucht nach Sicherheit nicht wirklich stillt, suchen wir ständig weiter und gehen eine immer engere Verbindung mit Partnern, Besitz, Geld, Beschäftigungen, Versicherungen, Banken, Ärzten, Lehrern und Freunden ein.

Wir hoffen, dass irgendeine dieser Bindungen uns endlich das Gefühl von Sicherheit und Heimat geben wird, die wir eigentlich schon in unserer seelischen Verbindung mit Gott haben – mit dem geeinten Bewusstseinsfeld, in dem wir sicher aufgehoben ruhen und diesen Traum des Lebens träumen.

Wenn wir unsere innere Sicherheit auf seelischer Ebene nicht fühlen, dann müssen wir sie im außen mit Verträgen absichern. Wir geben also Versprechen und Zusagen, wir treffen Vereinbarungen und stellen für alles Mögliche feste Regeln auf, um die natürliche Verbindung der Liebe zu ersetzen. Wir schliessen Ehe-Verträge ab, in der Hoffnung unsere Einsamkeit etwas abzumildern und natürlich auch, um in harten Zeiten zusammen zu bleiben.

Wir hoffen, dass all diese Versicherungen uns Sicherheit geben, so das die Besitztümer und Partner lange bei uns bleiben, auch wenn wir sie gerade nicht lieben. Das alles ist eine ganz normale und logische Handlungsweise in einer rauen Welt, in der wirkliche Sicherheit und Liebe rar ist. So scheint es uns zumindest, wenn wir gerade nicht mit der inneren Quelle verbunden sind.

Verträge werden also dazu benutzt, um sich selbst und den anderen an eine getroffene Entscheidung zu binden. Das ist unter lieblosen Menschen und bei langfristigen Projekten auch notwendig, denn der egoistische, ängstliche Verstand würde sich schon bald von der Vereinbarung lossagen, wenn das Vereinbarte nicht mehr in seinem Interesse ist. Durch Verträge werden langfristige Resultate abgesichert und die Freiheit der Liebe wird durch eine starre Struktur ersetzt.

In dieser Welt, in der wir feste Strukturen, wie Häuser und Ehen, Autos und Geld, Regierungen und Polizisten zu unserer Stütze gemacht haben, sind Verträge also unabdingbar. Sie machen das Leben scheinbar sorglos und sicher. Und die Liebe fast überflüssig.

Ziemlich bald nach Vertragsabschluss bemerken wir aber, dass die vertraglich geregelte Sicherheit eine Illusion ist, und dass das Gefühl von Unfreiheit und innerer Unruhe mit jedem neuen Vertrag wächst. Schon bald ist unsere Freiheit nur noch eine ferne Erinnerung und wir müssen bei jeder neuen Chance im Leben uns entweder heimlich aus dem Vertrag stehlen, oder sie traurig an uns vorbei ziehen lassen.

Mit jedem Vertrag den wir abschliessen, gehen wir auch eine enge Verbindung mit dem Machtsystem ein, welches hinter dem Vertrag steht und ihn festigt. Heute besteht diese Macht aus dem Staatssystem, der Grossfinanz, der Industrie, der Polizei, der Armee und dem Bildungssystem. Bevor es Geldstrafen, Militär und Gefängnisse gab, wurden Menschen entehrt, aus der Gemeinschaft ausgestoßen oder einfach erschlagen.

Ohne eine dahinter stehende Macht, die nicht vor Strafe und Gewalt zurückschreckt, sind Verträge nutzlos und kein Mensch würde sich lange an sie halten, wenn der Vertrag nicht in seinem Interesse ist und er keine enge liebevolle Beziehung zu seinem Vertragspartner hat.

In unserer menschlichen Welt, in der Ressourcen, Schönheit und Liebe scheinbar knapp und vergänglich sind, klammern wir uns also an Verträge, in der verzweifelten Hoffnung unseren Besitz ein wenig länger zu behalten und den Verfall, Verlust und Tod etwas hinauszuzögern.

Dass das nicht allzu lange gelingt ist offensichtlich, denn wir alle gehen von dieser Erde mit leeren Händen und lassen alles zurück was uns lieb und teuer war. Das einzige was wir mitnehmen ist die Liebe, die wir geschenkt und empfangen haben, jenseits aller Verträge und Ehegelübde.

Genau diese Liebe ist das einzige was unser Leben lebenswert und sicher macht. Sie macht auch alle Verträge und Versprechen überflüssig, denn was brauchen wir noch, wenn wir sie in unserem Herzen tragen? Warum sollten wir irgendetwas an uns binden, wenn wir in der Liebe alles Wichtige schon haben?

Nun, ein Grund wäre, dass wir uns als Mensch scheinbar in einem Körper befinden, der eine Menge Bedürfnisse hat und viele Dinge zum Überleben braucht, die noch dazu knapp sind und von anderen begehrt. Als Mensch fühlen wir uns des öfteren getrennt von der Liebe, weil wir sie im Außen, statt in uns sehen. Das Glück scheint sich in einem besonderen Menschen oder einem Besitz zu verstecken.

Und auf eine gewisse Weise ist das ja auch so, denn wenn wir unseren Fokus in Liebe auf einen Menschen, ein Ding oder ein Abenteuer richten, dann wallt ein grosses Glück in unseren Herzen auf.

Was wir dabei vergessen ist, dass es nicht das schöne Ding ist, was uns glücklich macht, sondern unsere liebevolle Sichtweise. Wenn wir in Liebe auf etwas schauen, dann stimmen wir zu 100% mit unserem wirklichen Sein überein, welches immer und auf alles in Liebe schaut, weil es die geistige Essenz in allem erkennt. Und in unserer Übereinstimmung mit der Liebe selbst kann diese Energie durch unser Wesen und unseren Körper fliessen und das ist genau das, was wir als Glück und Ekstase bezeichnen.

Das einzig sinnvolle Versprechen wäre also, diese liebende und vergebende Sichtweise zu einer Angewohnheit zu machen und damit auf alles zu reagieren, was uns begegnet. Und ein angenehmer Nebeneffekt dieser Liebe ist, das sich ganz von selbst alles Schöne und Wichtige in unserem Leben einfindet. Das muss so sein, denn Liebe zieht Liebe an, genauso wie Angst mehr Angst, Wut und Verzweiflung erschafft.

Wenn du in deinem Leben schaust, welche Verträge du abgeschlossen hast, dann wirst du bemerken, das es viele gibt, die auf Angst und Unsicherheit beruhen und keine, die auf reiner Liebe beruhen, denn Liebe äußert sich immer nur im freien Fluss und kann niemals in Verträgen festgelegt werden. Deshalb können Eheschliessungen nicht funktionieren. Schon das Wort „Schließung“ verrät, wie sich die Vertragsteilnehmer kurz darauf fühlen werden: Eingeschlossen in einem Konzept, welches sehr effektiv die Freiheit aller Liebesimpulse unterbindet.

Wie können wir also von dem Paradigma der Angst und Absicherung zur Freiheit der Liebe und Offenheit gelangen? Ist es überhaupt möglich, ein Leben im reinen Vertrauen auf die Liebe und ohne Verträge zu leben?

Der Übergang von der Angst vor Verlust, in die Sicherheit der Liebe, ist in der Tat nicht ganz einfach. Du wirst auf diesem Weg all deinen Ängsten vor Verlust, Krankheit, Einsamkeit und Tod begegnen.

Schliesslich haben wir schon als Kind die Erfahrung gemacht, das andere Kinder unsere geliebten Spielzeuge wegnehmen und das unsere Eltern nicht immer liebevoll auf uns reagieren. Wir hätten uns als Kind sogar sehr gewünscht, dass eine Absicherung für unser Recht auf Liebe, Süssigkeiten und neue Spielzeuge gibt. Doch das gab es damals nicht und so ist es eigentlich kein Wunder, wenn wir als Erwachsene nun alles daran geben, endlich eine Illusion von Sicherheit zu erschaffen – zumindest für einen Moment.

Natürlich wird uns das nicht gelingen, denn die gesamte Prämisse, die hinter dieser Absicherung steht, ist ein Gedanke des Mangels und dieser Gedanke wird unweigerlich mehr seinesgleichen erschaffen. Wenn wir also aus der Verlustangst Verträge abschliessen, erreichen wir genau das Gegenteil von dauerhaftem Glück. Denn selbst, wenn der vertraglich abgesicherte Partner oder Gegenstand ein kurzes Leben lang bei uns bleibt, wird er uns trotzdem nicht glücklich machen, denn für Liebe ist absolute Freiheit notwendig.

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie spannend und begehrenswert die Sachen sind, die du nicht besitzt und wie langweilig sie werden, sobald sie in deinen festen Besitz übergehen? Diese Welt lebt vom Wandel und von der Veränderung und es ist absurd, darin irgendetwas festhalten zu wollen.

Im Namen der Liebe etwas festzuhalten ist noch absurder, denn Liebe ist in jedem Moment da und wartet darauf ganz frei und hemmungslos gegeben zu werden. Und ist diese Freiheit nicht genau das Gegenteil von vertraglicher Sicherheit?

Doch wo bleibt dann die Sicherheit, in all dieser Freiheit? Was ist mit unserem menschlichen Bedürfnis, nach Geborgenheit und dem schönen Gefühl etwas zu besitzen und sich nicht mehr darum kümmern zu müssen, ob es morgen auch noch da ist? Brauchen wir dafür nicht Verträge? Müssen wir nicht unsere Wohnung und unsere Arbeit und unser Geld absichern, solange es andere Menschen gibt, die es uns einfach wegnehmen würde, wenn sie könnten?

Solange wir noch unbewusst und ängstlich unser kleines Menschsein zu beschützen versuchen, werden wir auch alle Formen der Angst zum Ausdruck bringen, wie Verzweiflung, Unsicherheit, Wut, Zweifel, Hass und Krieg. Wir werden dann jede kleine Errungenschaft sofort vertraglich absichern und machen nicht mal bei einem geliebten Menschen davor halt. Und wenn wir das geschafft haben, müssen wir bemerken, dass schon wieder eine innere Leere und Langeweile sich breit macht und wir uns auf die Suche nach der nächsten Errungenschaft machen.

Du kennst bestimmt das Gefühl der Enge und Unfreiheit, welches eine Entscheidung in dir erzeugt, hinter der du nicht mehr stehst. Eine Entscheidung die du vielleicht vor langer Zeit getroffen hast und die schon zu einem festen Teil deiner Persönlichkeit geworden ist. Vielleicht hast du diese Entscheidung zu Beginn sogar mit einem Vertrag untermauert und vor anderen Menschen bekundet, damit du sie nicht so leicht wieder aufgibst.

Nur um am Ende festzustellen, das in dieser materiellen Sicherheit das Glück der Liebe fehlt. Obwohl du alles Lebenswichtige besitzt und bis an das Lebensende vorgesorgt hast, macht sich eine Leere im Leben breit, die sich nach Unsicherheit und Abenteuer sehnt. Ein Verlangen nach der Freiheit von Verträgen und Verantwortung, nach der Leichtigkeit kindlicher Sorglosigkeit, nach der inneren Sicherheit des erwachten Bewusstseins.

Sexualität

SEXUALITÄT IST MEIN AUSDRUCK DER LIEBE

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Sexualität ist wichtig für eine erfüllenden Paarbeziehung. Wenn der Sex nicht stimmt, dann können wir unsere Beziehung zwar noch über Jahre freundschaftlich und auch sehr liebevoll am Laufen halten, aber wir werden dabei permanent das Gefühl haben, dass etwas fehlt. Leidenschaft, Ekstase, berauschende Körperenergie – das ist genau das, was dann fehlt. Ohne Sex gibt es auch keine dringliche Motivation, sich mit aufkommenden emotionalen Themen in der Beziehung auseinanderzusetzen und sich immer wieder zu versöhnen. Man kann einfach in seichter Liebe nebeneinander her leben, sehr praktisch, aber ohne Leidenschaft.

Sex ist die wichtigste Triebkraft, um sich ganz füreinander zu öffnen und sich wirklich zu lieben. Auch wenn am Anfang der Beziehung Sex ohne tiefe seelische Verbindung funktioniert – spätestens nach einem Jahr engen Zusammenseins haben die Paare nicht mehr zweimal täglich Sex, wenn sie nicht ihre emotionalen Blockaden anschauen und auflösen. Diese stehen dann wie eine unsichtbare Mauer zwischen ihnen. Das Herz kann sich ziemlich gut schützen, indem es diese Mauer aufbaut, aber sie geht auf Kosten der Sexualität.

Natürlich kann die Lust dann trotzdem mit einem anderen Menschen gelebt werden, mit dem diese Themen nicht vorhanden sind, weshalb Fremdgehen ein beliebtes Mittel des Selbstbetruges ist. Es gibt sogar Menschen, die steif und fest behaupten, dass Sex nichts für sie ist und dass sie auch ganz gut ohne Sex auskommen, weil sie irgendwann, vielleicht schon als kleines Kind, schlechte Erfahrungen mit Sex gemacht haben. Doch tief unter diesen Traumata und genetisch fest verankert, liegt eine grosse Lust auf diese wunderbare ekstatische Energie, die wir in der sexuellen Vereinigung erleben. Sie wird sich immer wieder einen Weg an die Oberfläche bahnen, egal wie tief sie abgelehnt und unterdrückt wird. Leider dann oft in pervertierter und lebensfeindlicher Form.

Die sexuelle Verschmelzung zweier Menschen und die damit verbundene energetische Ekstase ist eine einzigartig menschliche Erfahrung, die kaum ein anderes Wesen auf Erden in dieser Tiefe und Häufigkeit teilt. Viele Aspekte seelischen Glücks, wie Harmonie, Sicherheit, Liebe und Verbundenheit können wir auch ganz gut ohne einen Partner erleben, indem wir uns der Verbindung mit unserer Schöpfer-Quelle hingeben. Das körperlich sexuelle Glück ist aber für die meisten Menschen nur mit einem Partner möglich und es ist ein starker Katalysator für Heilung in Liebe.

Sexualität ist das Bindeglied zwischen Seele, Herz und Körper und das wissen wir auch mit jeder Zelle unseres Körpers, egal, ob wir die sexuelle Erfahrung bereits hatten, oder nicht.

Guter Sex ist essentiell für die Paarbeziehung und ich wage hier zu behaupten, dass leidenschaftlicher, liebevoller Sex das Schönste ist, was wir auf körperlicher Ebene mit unserem Partner teilen können. Du hast aber bestimmt auch schon erlebt, wie schwierig es ist, einen zu dir passenden Partner zu finden, mit dem du in Resonanz bist. Einfach weil die persönlichen, idealisierten Beziehungsansprüche meist nicht mit der eigenen Realität übereinstimmen. Das heisst, wir wünschen uns einen grossartigen Partner, sind aber selbst nicht auf dem Level dessen, was wir uns wünschen.

Doch das ist nur die Anfangshürde. Die wahre Herausforderung kommt erst, wenn du mit diesem Menschen die Liebe UND die sexuelle Leidenschaft in einer langjährigen Paarbeziehung leben und geniessen willst! Dazu gehört dann eine Menge mehr, als nur eine anfängliche Verliebtheit, oder eine enthusiastische Heirat.

Dazu gehört die sexuelle Reife, um mit der eventuell aufkommenden sexuellen Unlust souverän umzugehen. Dazu gehört auch die persönliche Reife, um den Partner und sich selbst mit allen aufkommenden emotionalen Problemen lieben zu können. Es gehört auch eine gehörige Portion Wissen dazu, denn gerade in der Sexualität reicht es nicht, wenn wir einfach unseren Gelüsten und Instinkten folgen, denn diese gestalten eine monogame, sexuell erfüllte Beziehung eher schwierig.

Ich möchte dich ermutigen, ganz zu deinen Wünschen, Träumen und Idealen zu stehen, diese liebevoll in deinem Geist zu bewegen. Wenn du das tust, werden sich automatisch deine Glaubenssätze offenbaren, die dem im Wege stehen. Diese darfst du dann ebenso liebevoll würdigen und loslassen, wie du deine Wünsche würdigen und annehmen darfst.

Umgib dich am besten mit Menschen, die ihre Traumbeziehung inklusive schönem Sex bereits leben. An ihnen erkennst du, dass alles möglich ist, was du dir wünschst. Das Leben schreitet voran und die Zeiten unserer Eltern sind vorbei. Die Welt ist offener, lustvoller, authentischer und liebevoller geworden. Du kannst deine Träume von liebevoller, ekstatischer Sexualität manifestieren, wenn du das möchtest!

ABSURDE IDEEN ÜBER SEX UND WIE DU SIE LOSLASSEN KANNST

Es gibt kaum ein Lebensthema welches mit so vielen absurden Ideen besetzt ist, wie das Thema Sex. Ich möchte deshalb hier einige gängige Irrtümer über Sex aus dem Weg räumen, in der Hoffnung dass sie dich danach nicht mehr von deinem wohlverdienten Liebesglück abhalten. Denn letzten Endes sind es immer nur die eigenen Ideen und Konzepte, die unser Leben in den langweiligen, eingefahrenen, trostlosen Bahnen halten, die wir schon lange nicht mehr brauchen.

Bist du der Meinung, dass Sex irgendwie peinlich ist, oder denkst du, dass Sex Spaß macht und etwas ganz normales ist? Befürchtest du, das es niemand mit dir tun will, oder glaubst du es täglich verdient zu haben? Deine Ansichten entscheiden über dein Leben, weil sie die Basis deiner Realität sind:

FRAUEN HABEN WENIGER LUST AUF SEX, ALS MÄNNER – diese Idee liegt darin begründet, dass viele Männer leider keine Ahnung haben, wie man einer Frau Lust bereitet, unter welchen Bedingungen sie Sex mag und unter welchen nicht. In Wirklichkeit lieben Frauen Sex genauso sehr wie Männer und sobald wir Männer reif genug sind, um das Weibliche in uns selbst und in den Frauen wirklich anzunehmen, können wir die grosse Leidenschaft der Frauen in der sexuellen Vereinigung erfahren.

DIE MÄNNER WOLLEN IMMER NUR DAS EINE – eine weitverbreitete Idee, welche den Frauen, die so denken dazu verhilft, genau den Partner anzuziehen, der wirklich nur auf ein schnelles Abenteuer aus ist. Wenn wir einem anderen Menschen mit ängstlich verschlossenem und vielfach verletztem Herzen entgegen treten, dann sind wir nicht wirklich offen für die Liebe und dann ist Sex oft die einzig interessante Art des Austausches, die noch möglich ist. Natürlich geht es nach dem Sex mit der Beziehung nicht weiter, weil es gar keine Basis für Liebe gibt, solange alte Verletzungen und Traumata nicht aufgelöst sind. Wenn du als Frau immer wieder auf Männer triffst, die ihren Schmerz verdrängt haben und nur auf eine schnelle Nummer aus sind, dann kannst du dich fragen, welche Gefühle in dir noch schlummern und dadurch eine Resonanz mit diesen Männern erzeugen.

ES IST SCHWIERIG EINEN LEIDENSCHAFTLICHEN LIEBESPARTNER ZU FINDEN – das ist genau so lange wahr, wie wir selbst unsere Leidenschaft und Ekstase noch zügeln und nicht zu leben wagen. Unsere Partner sind immer ein Spiegel unserer eigenen Offenheit und sobald wir selbst mit dem Thema Sex im reinen sind, werden wir sofort einem Partner begegnen, der genauso viel Spass daran hat, wie wir selbst. Schau also gerne in dir selbst nach, ob du wirklich deiner Leidenschaft freien Lauf lassen kannst, ob du frei darüber reden und dich mit allem zeigen kannst. Sobald du dich für Sex und Leidenschaft entschieden hast und wirklich dafür gehst, wirst du auch auf einen Partner treffen, der gut im Bett ist und mit dem das Liebesspiel wirklich Spass macht.

GOTT WILL NICHT, DAS WIR SEX VOR DER HOCHZEIT HABEN – das ist eine solch absurde Idee, dass ich nur fragen kann: Wie in aller Welt soll man ein großartiger Liebhaber werden, ohne vorher Erfahrungen sammeln zu dürfen? Und gerade in einer lebenslangen monogamen Beziehung ist es ultimativ wichtig, dass der Sex zwischen beiden Partnern absolut großartig ist. Ansonsten kann dieses Leben verdammt lang und frustrierend werden! Solche Ideen stammen von alten grauen Männern, die ebenso alte Religionen in ihrem Sinne umgedeutet haben. Völlig absurd und chauvinistisch. In manchen Ländern, Religionen und Köpfen ist leider die Zeit stehen geblieben und die gesamte Evolution des Bewusstseins ausgeblendet wurden.

ÜBER SEX REDET MAN NICHT, SEX MUSS EINFACH FUNKTIONIEREN – ist es nicht erstaunlich, dass sich Paare ganz leicht dabei tun einander detailliert zu sagen, wie das Essen zu kochen und der Abwasch zu machen ist, aber dem anderen nicht die leiseste Ahnung geben, wie sie es im Bett am liebsten mögen? Leider haben wir die Tendenz, dem anderen genau das zu geben, was uns selbst am besten gefällt und so streichelt Frau dem Mann die Brüste und Mann fast der Frau sofort zwischen die Beine. Das kann funktionieren muss aber nicht. Einige Worte würden jahrelanges Rätseln unnötig machen und das sexuelle Vergnügen auf eine neue Stufe heben.

WENN ICH LUST HABE, SOLLTE MEIN PARTNER DOCH AUCH LUST HABEN – das mag am Anfang der Beziehung noch stimmen, aber früher oder später sammeln sich viele Missverständnisse und Verletzungen in der Beziehung an, welche die sexuelle Hingabe effektiv verhindern. Sex ist ein Ausdruck von Liebe und niemand hat Lust auf Sex, wenn er gerade traurig, beleidigt, wütend oder gestresst ist und in negativen Gefühlen feststeckt. Wenn dein Partner also keine Lust hat, während du erregt bist, dann gib ihm die Gelegenheit sich auszusprechen, nimm ihn so an, wie er ist und gib ihm Liebe und eine Massage. Das wirkt meist Wunder. Wenn der lustlose Zustand trotzdem über Monate andauert, dann scheint es ein ernsthaftes Problem zu geben. Es ist dann wichtig zur Wurzel des Problems vorzudringen, denn nur dort liegt die Möglichkeit zu einer Lösung. Oft ist es eine Verletzung aus der Kindheit, ein unbewusster Schmerz, ein angstvoll verschlossenes Herz, welches sexuelle Hingabe verhindert.

ICH GEB´S AUF MIT DEM SEX UND DEN BEZIEHUNGEN, DAS WIRD BEI MIR NICHTS – solche Worte deuten auf eine sehr verletzte Seele hin und in diesem Zustand stimmt die Aussage natürlich hundertprozentig. Niemand kann Liebe und erfüllenden Sex finden, wenn er gerade in den Tiefen der verletzten Wut und Frustration steckt. Liebe ist die positivste, kraftvollste Emotion die es gibt und sie passt nicht im geringsten zu negativer, kraftloser Frustration und Depression. Führe dir in diesem Fall einfach vor Augen, das die grossartigsten Beziehungen zwischen solchen Menschen entstehen die sich aus ihrem tiefen Jammertal herausgearbeitet haben und nun viel stärker und glücklicher sind, als andere, die nicht durch die Abgründe des Lebens gegangen sind. Ich würde als Partner immer einen Menschen vorziehen, der auch durch das dunkle Tal gegangen ist. Solche Menschen haben Tiefe und Größe, sie sind interessant und nicht arrogant.

WENN DIE LUST AUF SEX NICHT DA IST, DANN GEHT HALT NIX – Das ist ein trauriger Irrglaube, der in vielen Beziehungen den Sex nach den ersten heissen Monaten zum erliegen bringt. Natürlich vermindert sich die Lust nach einigen Monaten und Jahren täglich 3 mal Sex. So ist das nun mal. Wenn nach so viel Sex kein Baby entsteht, dann denkt der Körper, das hier was falsch läuft und die Lust wird herunter gefahren und geht vielleicht auch zu anderen Menschen. Das heisst aber nicht, dass sie nach etwas Vorspiel nicht auch wieder kommen kann. Danach ist der Sex meist so schön wie am ersten Tag. Es lohnt sich also täglich dran zu bleiben und nicht die Frustration Einzug halten zu lassen. Wenn du als Mann etwas älter bist und nicht mehr täglich Lust hast, dann versuche Sex ohne Samenerguss zu haben. Das steigert die Lust und die Potenz.

8 GRÜNDE FÜR SEXUELLE FRUSTRATION

Neben den absurden Ideen über Sex gibt es auch auf der emotionalen und körperlichen Ebene ernstzunehmende Gründe für sexuelle Frustration. Diese können als sehr hartnäckig erscheinen, da sie mehr als nur Gedanken sind. Wenn wir aber ihre Wurzeln aufdecken und sie dort behandeln, dann lösen sich auch jahrelange Blockaden in kürzester Zeit auf und machen einer gesunden Sexualität Platz, welche unsere wahre Natur ist.

UNTERSCHIEDLICHE BEDÜRFNISSE: Nicht jeder Mensch hat die gleichen Bedürfnisse und Wünsche, wenn es um liebevolle Vereinigung geht. Auf der Skala zwischen gelegentlichem Kuscheln und nächtelangem wilden Sex, ist alles möglich. Was du willst ist deine Entscheidung. Die Fähigkeit zu dieser Entscheidung kommt erst nach nun. Irgendwann weisst du aber dann schon, was du magst und was nicht und kannst daraufhin deine Beziehungen wählen. Natürlich kann sich auch das mit der Zeit wieder wandeln, aber es ist auf jeden Fall sinnvoll keine allzu grossen Kompromisse einzugehen, vor allem in längeren Beziehungen. Sei dir bewusst, dass du jede Art von Beziehung haben kannst, die du möchtest, solange du dir deine Wünsche und Vorlieben eingestehst und daran glaubst. Es gibt für jedes Spiel einen passenden Spielpartner und du kannst deinen perfekten Partner nur finden, wenn du zu dem stehst, was du willst und es über deine Ausstrahlung und Worte kommunizierst.

STRESS: Überforderung und der daraus resultierende Stress ist einer der grössten Liebestöter der modernen Zeit. Für Männer wie für Frauen. Liebe braucht Freiraum und Entspannung, Ruhe und Besinnlichkeit. Wenn ein Partner (oder beide) von der Arbeit und vom Leben total überfordert ist, dann fehlt sowohl die Zeit, als auch der Freiraum um sich zu entspannen und loszulassen. Dann ist der sexuell bedürftige Partner nur eine weiter Überforderung und Quelle von Stress. So beginnt eine Spirale von Forderung, Frust, Ablehnung und Mangel, die oft im Fremdgehen oder/und dem Ende der Beziehung resultiert. Die Lösung dafür ist simpel, aber nicht immer einfach umzusetzen: der überforderte Partner darf seine Prioritäten klarstellen und seine Überforderung loslassen, damit er auch seinen lustvollen Persönlichkeitsanteilen wieder Raum geben kann. Das kann durch Delegieren von Aufgaben geschehen, oder durch eine Vereinfachung des Lebensstiles. Wenn der überforderte Partner seine Prioritäten nicht ändern will, dann sollte er seinem Partner erlauben, sich eine/n Liebhaber/in zu suchen. Ich weiss, dass das im Normalfall zu schmerzhaft ist, aber es verdeutlicht, wie gross der Schmerz des sexuell unterforderten Partners ist. Sexualität ist eines der schönsten menschlichen Liebesausdrucksmöglichkeiten und sie darf in eine Beziehung weder fehlen, noch unterentwickelt sein.

LANGEWEILE: Wenn du mit deinem Partner seit vielen Jahren den gleichen Sex hast, dann ist das natürlich langweilig, vor allem, wenn deine Natur eher experimentierfreudig ist. Deshalb ist es wichtig, das sich traditionelle gleichmütige Menschen unter sich paaren und experimentierfreudige wilde Genussmenschen auch bei ihresgleichen bleiben. Es gibt nun mal verschiedene Typen Mensch, und was für den einen total langweilig ist, ist für den anderen schon eine Herausforderung. Suche also schon von Anfang an einen Partner der genauso viel Spass am Sex hat wie du, und zu allem bereit ist, was dir gefällt und noch vorschwebt. Wenn du in einer Beziehung bist, in der es scheinbar grosse Unterschiede in der sexuellen Ausrichtung gibt, dann rede mit deinem Partner darüber, was du möchtest. Oft spielt auch Scham eine Rolle und dieses Gefühl kann gelöst werden.

HORMONELLE PROBLEME: Sex ist in von der Natur zur Fortpflanzung gedacht und so wundert es nicht, wenn die Lust auf Sex durch Hormone des Körpers geregelt wird. Diese haben haben einen großen Einfluss und sind nur sehr geringfügig von Verstand steuerbar. Sie reagieren auf Alter, Ernährung, Gesundheit, Wechseljahre, Sicherheit des Umfeldes, Medikamenten-Rückstände im Trinkwasser u.v.a.m. Manchmal kann einfach niemand etwas dafür, das die Lust auf den Sex bei einem Partner nicht mehr vorhanden ist, während sie bei dem anderen Partner gerade auf Hochtouren läuft. In solch einem Fall rate ich dazu, genau hinzuschauen und zu forschen, woran es liegen könnte, vielleicht auch einen Arzt aufzusuchen, wenn die Intuition keinen Hinweis gibt.

EMOTIONALE VERLETZUNGEN: Da ca. jede 3. Frau Missbrauchserfahrungen im Leben hatte, ist es wirklich kein Wunder, dass es so viel Schmerz im sexuellen Bereich gibt. Traumatische Erfahrungen sind schwer zu verarbeiten, vor allem wenn man von genau den Menschen misshandelt wird, die einen beschützen sollten – den Eltern. Diese unglaublichen Verletzungen werden oft über Generationen weitergegeben, weil Sex nun mal auch ein starkes Bedürfnis ist. So quälen sich dann traumatisierten Frauen durchs Leben und haben nur die Wahl, ob sie sich selbst verleugnen indem sie Lust am Sex vortäuschen oder ihre lieben Ehemänner enttäuschen, indem sie Sex verweigern. Ich glaube nicht das Konfrontations-Therapie hier der richtige Ansatz ist, weil das zu massiven Re-Traumatisierungen führen kann. Es gibt aber viele körperorientierte Trauma-Therapien die sehr wirksam die Verletzungen auflösen, so dass das Wunder der Sexualität wieder genossen werden kann.

SCHAM: Ich selbst hatte eine Mutter und eine Tante, die beide unabhängig voneinander irgendwann beim Staubsaugen meine Aktfoto-Sammlung unter dem Bett entdeckten und mir als 14-jährigen Jungen sagten, wie ekelhaft sie es finden, dass ich mir solchen Schmutz anschaue. Ich sollte mich schämen. Das tat ich, aber nur über den Fakt, das ich derart verklemmte Verwandtschaft habe. Auf den Bildern waren ästhetische Akt-Photos von schönen Frauen. Scham im Bereich der Sexualität war trotzdem ein Problem in meinem Leben, weil man als Kind viele Einstellungen der Eltern unbewusst übernimmt. Und so schämte ich mich nie über Nacktheit, dafür aber umso mehr über den Sex an sich, denn ich war in einem so prüden Umfeld aufgewachsen, dass ich mich immer wieder fragte, wie ich überhaupt entstehen konnte. Viel zu spät, mit 35 Jahren, beschloss ich dann meine Scham aufzulösen und traf auf Frauen, die mir dabei halfen, indem sie mir einfach erlaubten beim Sex ich selbst zu sein und alle meine ganz normalen Fantasien auszuleben und gemeinsam damit Spass zu haben. Seit „50 Shades of Grey“ ist ja selbst SM kein Grund zu Scham mehr und so leben wir in einer freizügigen Zeit, in der es kaum noch Tabus gibt. Das heißt natürlich auch, dass die inneren Tabus und die eigene Scham viel deutlicher zu Tage treten. Ich finde es übrigens völlig sinnvoll Tabus und auch Scham zu haben, weil sie dazu dienen unsere Gesundheit zu schützen. Wenn sie aber absurd sind und einfach nur stören, dann gibt es viele Wege sie aufzulösen. Der einfachste Weg ist, mit dem Partner darüber zu reden und sie dann liebevoll gemeinsam loszulassen, indem man genau das auslebt, was peinlich ist. Selbst lebenslange Schamgefühle lösen sich dadurch in 5 Minuten auf. Auch hier ist Therapie empfehlenswert, wenn die Scham zu groß ist, oder auf einem kindlichen Trauma beruht.

PHYSISCHE „MÄNGEL“: Wenn ein Mensch zu seinem Körper, zu eventueller Behinderung, zu mangelnder Schönheit im Vergleich zum Idealbild, zu Über- oder Untergewicht stehen kann, dann wird die Sexualität meist nicht davon beeinträchtigt. Sie leidet aber sehr stark unter dem Gefühl der Minderwertigkeit, den solche Abweichungen vom Hollywood Ideal, bei manchen Menschen auslöst. Ja, wir alle sind nicht frei davon, sollten es aber in zunehmenden Masse werden. Einfach, weil wir dann viel mehr Spass im Bett haben können. Nach dem Motto: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!“ Nun, es ist trotzdem wichtig auf Hygiene zu achten und keine abtörnenden Dialekte im Bett zu sprechen, denn man muss es dem Partner ja nicht schwerer machen als es ohnehin schon ist. Über die Jahre lässt die Anziehung nun mal nach und es wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger, jede Gelegenheit zur Luststeigerung zu nutzen. Sonst wird der Sex immer seltener, was meist einen der beiden Partner unzufrieden macht.

FEHLENDE ANZIEHUNG: Das ist der Supergau einer jeden Beziehung, denn wenn die Anziehung fehlt, dann ist das Ende vorprogrammiert. Zum Glück beruht fehlende Anziehung meist auf einer fehlenden Beziehungsvision und auf dem darauf folgenden unbewussten „sich gehen lassen“ der Partner. Wenn du also feststellst, dass du deinen Partner nicht mehr anziehend findest und dich beziehungssabotierend verhältst, dann schaue bitte genau hin, was dir in der Beziehung fehlt und wie ihr beide wieder zur Liebe und Anziehung zurück finden könnt. Auch hier sind Kommunikation, Therapie, Workshops, Familienberatung u.v.m.a. möglich, um den Themen auf die Spur zu kommen.

Stille

ICH FALLE IN DIE STILLE MEINES SEINS

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Liebe braucht, neben dem aktiven Austausch im Leben, immer wieder Phasen von Nichts-Tun und Stille. In diesem inneren Freiraum kann sich der Körper entspannen und das Herz vertrauensvoll öffnen. Unser Leben als Mensch verläuft in Zyklen. Wachsen, Gedeihen, Erblühen, Rückzug und Stille sind für unser Leben und unsere Arbeit absolut essentiell.

In unserer westlichen Leistungsgesellschaft, wird die Phase der Stille und des Nichttuns, oft als unproduktiv angesehen – ja, sie wird sogar als überflüssig deklariert. Es wird dabei übersehen, dass gerade während der Stille die Erlebnisse aus der Vergangenheit verarbeitet werden. Ebenso wird verkannt, dass aus der inneren Stille Inspiration und Kraft für das nächste Projekt geschöpft werden.

Da unsere grösste Kraft nicht aus unseren Handlungen, sondern aus unserer inneren Ausrichtung auf unsere geistige Quelle herrührt, ist Stille absolut wichtig, um in inneren Bildern und Visionen unsere Zukunft kreativ zu gestalten.

Wir sind geistige Wesen, die diesen Lebenstraum in ihrem ewigen Bewusstsein gestalten und das braucht zuerst viel Ruhe, Zeit und Entspannung. Erst danach können aufkommende Impulse durch praktische Arbeit im Leben umgesetzt werden, sofern wir das wollen, weil es uns begeistert.

Ein sehr hilfreicher Satz, den du dir immer wieder sagen kannst, wenn du dazu neigst in blinden Aktivismus zu verfallen, ist dieser: „Ich muss nichts tun!“

Meist antwortet die innere Stimme unseres Beschützer-Egos dann sofort: “Natürlich muss ich ganz viel tun! Ich muss arbeiten gehen, die Kinder betreuen, Geld heranschaffen, die Miete bezahlen, Essen auf den Tisch bringen, die Freunde treffen, meine Hobbys pflegen und anderen helfen! Wenn ich all das nicht tue, dann fühle ich mich unnütz, unverantwortlich, wertlos. Ich verliere meine Arbeit, meine Wohnung, meine Familie und muss unter der Brücke schlafen!”

Wenn du diese Stimme in dir beruhigt hast, weil du in der westlichen Welt lebst, in der niemand so schnell auf der Strasse landet, sage dir noch einmal: „Ich muss nichts tun!“

Dieser Satz ist für dich wichtig, wenn du in einem Elternhaus oder in einer Gesellschaft aufgewachsen bist, in der dein innerer Wert mit deiner Nützlichkeit verknüpft war. Wenn dir von klein auf beigebracht wurde, dass Konformität, Arbeit-um-jeden-Preis und Selbstverleugnung wichtiger sind als dein innerer Frieden, dann wirst du dich wahrscheinlich, wie so viele andere Menschen auch, über deine Arbeitskraft definieren.

Diese Selbstdefinition ist in unserer westlichen Gesellschaft sogar so sehr verbreitet, dass wir gar nicht mehr bemerken, wie lebensfremd und absurd sie ist! Kein Tier und keine Pflanze bestimmt ihren Selbstwert über die Arbeit und die Leistung, die es erbringt. Das machen nur wir Menschen. Warum? Weil wir als Kind gelernt haben, das wir von Eltern und Lehrern umso mehr geliebt und geachtet werden, desto mehr wir tun.

Die Bedingungen für den menschlichen Liebeserwerb sind in verschiedenen Kulturen übrigens ganz unterschiedlich. In manchen Kulturen muss Mann oder Frau sich beschneiden lassen, um zu Gruppe dazu zu gehören. In anderen Kulturen müssen sich die Frauen verschleiern, um sozial akzeptiert zu werden. In den meisten Kulturen ist es von Vorteil gut auszusehen, wobei „gut Aussehen“ auch mit der Mode variiert. In unserer eigenen Kultur werden wir besonders geschätzt, wenn wir gute Leistungen erbringen in Schule, auf Arbeit, in der Familie und manchmal sogar noch im Bett. Das hat sein gutes, weil wir dadurch all den Luxus der schönen neuen Welt haben, aber es hat auch massive Schattenseiten.

Als Kind ist es vielleicht noch aufregend, wenn man weiss, das es für gute Leistungen Lob und Liebe gibt. Doch mit den Jahren wird dieses Streben nach Anerkennung anstrengend und langweilig. Jeder selbst-ehrliche Mensch fragt sich irgendwann:

Wozu arbeite ich eigentlich so viel?

Warum muss ich ständig etwas tun und kann gar nicht mehr wirklich abschalten?

Wieso brauche ich ständig die Anerkennung von anderen, um mich richtig und wichtig zu fühlen?

Wieso bin ich mir nicht selbst genug, auch wenn ich nichts tue und ganz bei mir bin?

Wenn dich diese Fragen bewegen und dir der Ausstieg aus der Tretmühle sinnvoll erscheint, wenn du dich vielleicht sogar erschöpft und ausgebrannt fühlst, dann ist es vielleicht an der Zeit, nach innen in die Stille zu gehen und eine neue Einstellung anzunehmen, die da heisst: “Ich muss nichts tun!”

Was bedeutet dieser Satz? Müssen wir dafür unseren Job aufgeben? Ist es etwa besser sich gehen zu lassen und auf Kosten anderer zu leben? Oder sich in eine Höhle zurückzuziehen, um sich ganz von der Welt abzuschotten? Keineswegs!

„Ich muss nichts tun“ bedeutet sich von inneren und äusseren Zwängen loszusagen und das Tun aus liebevollen Impulsen entstehen zu lassen und nicht aus der Angst vor der inneren Leere. Wenn unser Tun aus der inneren Fülle unserer kreativen Lebendigkeit entspringt, fühlt es sich leicht, freudig, enthusiastisch und absolut richtig an. Dann sind wir nicht mehr wütend auf andere die nichts tun, ja es macht uns nicht einmal etwas aus, wenn andere von unserer Schaffenskraft profitieren.

Wenn wir dagegen arbeiten, um von Eltern, Freunden und Kollegen anerkannt zu werden, oder um Geld nach Hause zu bringen, oder um uns wichtig zu fühlen, oder um dem Gruppenzwang zu entsprechen, dann wird die Arbeit anstrengend sein, wir werden uns nach dem Arbeitsende sehnen und wir werden argwöhnisch auf andere schauen, die nicht so viel tun wie wir.

Wenn du dich also beschwingt und beflügelt mit deiner Arbeit fühlst, dann ist alles bestens und du kannst an dieser Stelle abbrechen und dich wieder deinem kreativen Schaffen oder deiner innen Stille zuwenden und dein Leben geniessen.

Wenn Arbeit für dich aber eher anstrengend und zwanghaft ist, wenn du dich permanent genötigt fühlst, etwas Wichtiges zu tun und dich nur als halben Menschen wahrnimmst, wenn du mal ein paar Stunden, Tage, Wochen oder sogar Monate gar nichts tust, dann ist es vielleicht an der Zeit, dich auf dein wahres Selbst zu besinnen, welches nie etwas tut, welches einfach da ist und voller Liebe auf alles schaut, was auftaucht.

Die folgende Meditation wird dir helfen, die effektivste Einstellung zu entspanntem Erfolg im Leben zu finden, indem du immer wieder in die Stille gehst und dich auf dich selbst besinnst.

MEDITATION IN DIE STILLE DES NICHTS TUNS

Mache jetzt eine Pause, lege deine Projekte, Ideen und Vorhaben für einen Moment  zur Seite und entspanne dich. Entspanne deine Stirn und deine Kopfhaut, deine Augen und deinen Kiefer. Nimm für einen Moment auch den Rest deines Körpers war und lass alle Anspannung darin los. Entspanne deinen Nacken, deinen Rücken, dein Gesäss, deine Beine, deine Füsse, deine Arme, deine Hände, deine Brust, deinen Bauch, dein Becken. Fühle, wie sich die Entspannung in deinem ganzen Körper ausbreitet. Dein Kopf, deine Arme und Beine, dein gesamter Körper sind jetzt ganz entspannt. Völlig entspannt und locker.

Dein Geist ist still und friedvoll. In diesem leeren Raum wird dir bewusst, dass du perfekt bist, genau wie du jetzt bist und das dein Tun, dem nichts hinzufügen kann. Sage dir jetzt:

Ich muss nichts tun, was ich nicht tun will.

So ist es. Du musst nichts tun. Weder heute, noch morgen. Alles was du zum Leben brauchst wird von ganz alleine zu dir kommen, wenn du den Mut hast, deinen liebevollen Impulsen zu folgen. Nichts von dem Alten und Gelernten spielt jetzt eine Rolle. Du wirst in eine neue Matrix des Denkens und Fühlens einsteigen, die auf Freude und Lebendigkeit und Kraft beruht. Das geschieht ganz von selbst, wenn du deine Konditionierungen loslässt und dir bewusst machst, dass du bereits großartig, genial, kraftvoll, liebenswert und vollständig bist. Sage dir:

Ich muss nichts tun, weil ich bereits vollständig bin.

Keine Tat und keine Aktion kann dem was du bist, etwas hinzufügen. Deine wahrhaftige Größe entspringt deiner inneren Freiheit. In Freiheit kannst du dich mit deinem wahren Sein, deinem höheren Selbst, verbinden. Aus dieser Verbindung heraus wirst du Inspiration empfangen und über deine Worte und Taten in diese Welt schenken. Alle grossen Menschen haben sich mit ihrer inneren Weisheit verbunden, die sie zu genialen, neuen Ideen inspiriert hat.

Und so kannst auch du deine eigene Grösse manifestieren, wenn du entspannst und dich in Stille auf deine inneren Werte besinnst. Sage dir nun:

Ich bin liebenswert und schön.

Du bist bereits ein liebenswerter, schöner und wertvoller Mensch. Einfach weil du da bist. Du bist eine wundervolle Seele, ganz unabhängig davon, was du tust und wie viel du beiträgst. Nichts was du in dieser Welt tust ist wirklich wichtig, weil diese gesamte Welt eine begrenzte Idee ist, ein kleiner Traum, der nur für den kurzen Moment deiner Lebensspanne in deinem Bewusstsein auftaucht. Schon bald wird sie wieder vergessen sein, so wie alles vergessen ist, was dir noch vor wenigen Jahren so wichtig war.

Es macht also viel mehr Sinn, wenn du dich auf deine eigene Ewigkeit besinnst, dein grenzenloses Sein, welches immer war, immer sein wird und immer jetzt ist. Fühlst du diese Weite und diese stille Präsenz? Kannst du dich von ihr tragen und inspirieren lassen? Was willst du in diesem Gewahr-Sein noch tun? Was ist jetzt noch wichtig? Sage dir:

Ich bin, der ich bin. Nichts anderes ist jetzt wichtig.

Alles was zu tun bleibt, wenn du völlig in diesem ewigen Moment gewahr bist, ist es auch wert getan zu werden. Und du wirst erstaunt feststellen, dass das oft gar nichts ist. Und manchmal wird es auch etwas Wichtiges und Schönes sein, was du in dieser Welt verwirklichen willst. Nicht damit es dauerhaft da ist oder damit andere dich bewundern oder damit die Welt gerettet wird, sondern einfach, weil du dich so voller Liebeskraft fühlst, dass du diese teilen willst, damit sie sich vermehrt.

Denn alles Schöne was du mit anderen teilst, wird vermehrt, weil es die Wahrheit bekräftigt. In Wirklichkeit ist Stille, Liebe und Schönheit bereits vollkommen und niemand müsste irgendetwas dazu beitragen. Der einzige Grund für deine kreativen Liebes-Äußerungen besteht nur darin, dass du dir des lebendigen Fliessens dieser Kraft bewusst wirst und die innere Verkrampfung etwas lockerst. Sage dir jetzt:

Ich tue genau das, wozu ich inspiriert bin.

Wenn der Damm einmal gebrochen ist, dann wird deine Kraft inspiriert fliessen und dein Tun wird sich so ekstatisch anfühlen, das du auch 20 Stunden am Tag tun kannst, ohne müde zu werden. Falls das deine Bestimmung ist.

Bis das geschieht, ist es aber wichtig, dir immer wieder bewusst zu werden, dass „müssen“ und „sollen“ nicht zum Vokabular deiner Seele gehört. Wenn ein innerer Zwang aufkommt, dann wartest du einfach, bis diese Verkrampfung vorüber gegangen ist. Die Tendenz zum blinden Aktivismus und zum Streben nach Wissen und Macht wurde uns allen über Jahrzehnte antrainiert und einprogrammiert. Es kann durchaus einige Tage oder Wochen dauern, bis diese Tendenz sich wieder aufgelöst hat.

Bis zwanghaftes Tun nicht mehr auftaucht, wirst du jeden Tag viele Gelegenheiten haben, deine Aktivismus-Tendenz zu hinterfragen und zu schauen, ob deine Impulse aus der Liebe oder der Angst entspringen. In dieser Zeit werden deine antrainierten Moralvorstellungen von „richtig und falsch“ sich umstrukturieren und so manches Mal wird sich dein gesamter Freundeskreis neu sortieren, weil alles in deinem Leben permanent in Resonanz mit deinem Herzen ist. Sage dir deshalb:

Ich stehe zu mir und meiner Entwicklung.

Auch dein Gefühl von Verantwortung wird sich ändern. Wenn du mit einem Partner, einer Familie oder einer Gemeinschaft von Menschen eng zusammen lebst, wirst du täglich mit deren Forderungen und Ansprüchen konfrontiert sein. Dein Verantwortungsgefühl wird dir sagen, das du doch unbedingt etwas tun musst, um die anderen zu unterstützen und glücklich zu machen. Egal ob es dir dabei gut geht, oder nicht. Du wirst vielleicht mehr arbeiten, als du möchtest und als dir gut tut, nur damit du anderen und auch dir selbst den Lebensstandard bieten kannst, den du dir irgendwann einmal gewünscht hast.

Doch ist materieller Luxus wirklich sinnvoll, wenn du dich bei deiner Arbeit nicht gut fühlst? Können die anderen deine Liebe dann überhaupt noch fühlen, die du über materielle Zuwendung geben willst?

Sie können es nicht. Denn wenn ein Mensch sich in seinem Tun verliert und sich ausgebrannt und leer fühlt, dann hilft das selbst den Menschen nichts, für die er das eigentlich tut. Gerade Männer sind oft mit der Versorger-Idee infiziert und vergessen, das ihr wichtigstes Geschenk an die Liebsten die Liebe ist und nicht das Haus, das Auto, die Lebensversicherung und das Geld. Sage dir:

Liebe ist das größte Geschenk, das ich geben kann.

Was musst du dann noch tun, wenn liebevolle Worte, Blicke und Umarmungen bereits das grösste Geschenk sind, das du deinen Mitmenschen machen kannst? Nicht viel. In diesem Freiraum wirst du aber sehr viele Ideen haben, die sich über deine Worte und dein Tun ausdrücken wollen. Ideen, die dich schon bei ihrem Aufkommen begeistern und dich in ein Gefühl von Aufregung und Vorfreude versetzen.

Solche Ideen sind ein sicheres Anzeichen, dass du nicht mehr aus Zwängen heraus handelst, sondern dass sich deine liebevolle Seele in all ihrer Fülle ausdrücken möchte. Allerdings ist auch bei solchen ekstatischen Ideen ein gewisses Mass an Achtsamkeit sinnvoll. Für den unerfahrenen Kreativen stellen sich manche schönen Ideen als extrem zeitaufwendig heraus und es entsteht ein scheinbarer Zwang, mit der Grösse der Idee Schritt zu halten. So kann es geschehen, dass du als kreativer Mensch ein Sklave deiner eigenen Ideen wirst, weil du versuchst sie mit deiner menschlichen Kraft in die Tat umzusetzen.

Das ist nicht nötig. Du hast die gesamte Macht deines Geistes zur Verfügung, eine Macht, die dieses grenzenlose Universum erschaffen hat, um deine Ideen realisieren zu lassen. Wenn du deine Visionen und Ideen auf der geistigen und emotionalen Ebene einfach geniesst, ohne den Zwang, sie in die Tat umzusetzen zu müssen, dann bringst du die Macht deines Geistes in Bewegung und du wirst feststellen, dass sich deine kreativen Ideen oft von ganz alleine manifestieren, ohne das du irgendetwas dafür tun musstest.

Das ist so, weil genau so Schöpfung geschieht. Aus jeder geistig-energetischen Bewegung wird früher oder später eine Manifestation, die auch mit den physischen Sinnen wahrnehmbar ist. Sage dir jetzt:

Die Welt ist mein Traum. Ich kann darf ihn entspannt genießen.

Manchmal ist dabei freudiges Tun involviert. Oft geschieht die Verwirklichung auf tieferen Ebenen, unabhängig von unseren Handlungen. Diese Manifestationen geschehen umso schneller, desto liebevoller deine Gedanken sind. Verzögerte Manifestationen sind ein Lern- und Schutzmechanismus, um dich vor der Selbstzerstörung zu bewahren, und ihnen gehen immer schmerzhafte Gefühle als Warnung voraus.

Wenn sich das Tun entspannt und gut anfühlt, dann kannst du davon ausgehen, das du alles richtig machst und aus der Freude heraus handelst. Dies sind die Momente des Fliessens, nach denen ein jeder kreativer Mensch sich sehnt und die erst dann regelmässig auftreten, wenn sich der Schaffende in Resonanz mit dem Resultat befindet.

Natürlich werden auch im fortgeschrittenen Lernstadium immer wieder alte Konzepte und Zwänge aufkommen, denen du mit Nachsicht und Liebe begegnest, weil du tief in dir erkannt hast, dass du überhaupt nichts tun musst. Auch wenn alle um dich herum in wilder Verbissenheit versuchen, sich mehr Geld und mehr Luxus zu erarbeiten, wenn sie heute noch mehr tun, um morgen mehr Freizeit und mehr Sicherheit zu haben, dann bist du dir bewusst, das du dich jetzt entspannen kannst und bereits alles hast, was du zu deinem Glück brauchst. Du hast deine Phantasie, deine Intuition, deine kreativen Gedanken und wenn du dein Herz nur ein wenig öffnest, dann hast du auch all die Liebe, die dieses Universum erfüllt.

Tanz

TANZ BRINGT MICH IN TIEFE VERBINDUNG

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Das Leben selbst ist ein Tanz von Energie und Bewusstsein. Indem wir unseren Körper in Resonanz zur Musik bewegen, werden wir eins mit der Schwingung, welche die Basis unseres gesamten Universums ist. Tanzen entspannt und bringt unterdrückte Gefühle und Gedanken an die Oberfläche, wo sie bewusst wahrgenommen werden können. Tanzen reinigt das gesamte System, so das die Liebe der Seele wieder frei fliessen kann. Es ist sinnvoll täglich zu tanzen, um sich rein und durchlässig zu halten.

Für mich ist tanzen der beste Weg, um in eine gefühlte Verbindung mit der Quelle zu gelangen. Dazu kombiniere ich freies Tanzen mit Bewegungen aus dem Chi Gong und öffne meinen Geist für die Wahrheit. Das Resultat ist eine Ekstase, die mich jedes mal aufs neue erstaunt. Das Ergebnis ist bessere Intuition, ein Gefühl der Verbundenheit mit allem was mir im Leben begegnet. Das Herz ist offen, der Geist ist gereinigt und der Körper fühlt sich leicht und frei an. Liebe wird eine Seins-Erfahrung.

Ich bringe dazu mit meinen Händen die Energie meine Aura intuitiv in Bewegung und in eine Öffnung. Durch die Kombination von Tanz mit der energetischen Öffnung der Aura, werden Blockaden gelöst und beseitigt, die mich zuvor von einer ganz körperlichen Verschmelzung mit der Einheit und der Liebe abgehalten haben.

Während dieses offenen Zustandes sage ich mir innerlich Wahrheiten, wie:

Ich bin eins mit allem was ist…

Ich bin geliebt und ich liebe…

Mögen alle Wesen heil und glücklich sein…

Mein Licht ist das Licht der Welt…

Ich segne die Welt mit meiner Liebe…

Ich bin heilig und so ist es jeder in meinem Bewusstsein…

Ich sehe das Ewige in allem worauf ich schaue…

Mein Geist ist also im Einklang mit dem Bewusstsein, in dem dieses Universum enthalten ist. Durch diese Resonanz, kombiniert mit der energetischen Befreiung des Tanzens, wird die ekstatische Essenz des Bewusstseins sehr deutlich.

Diese Technik hat einen kumulativen Effekt. Das Gefühl von Einheit und Ekstase wird jeden Tag stärker, bis es sich anfühlt, als würde ich mich jeden Moment in Licht und Liebe auflösen. Nun, das ist noch nicht geschehen, weil ich ja nicht umsonst hier auf Erden bin. Und weil das vielleicht auch gar nicht wirklich möglich ist 🙂

Wenn ich nach einigen Tagen dieser Praxis in einem dauerhaft offenen Zustand bin, dann ist das Tanzen nicht mehr zwingend notwendig, die innere Ausrichtung auf die Wahrheit und auf die Quelle sind dann ausreichend. Das Tanzen dient tatsächlich nur der energetischen Auflösung von geistigen Widerständen und emotionalen Blockaden, die sich im Körper manifestiert haben.

So kommt es, das beide Techniken, also das Tanzen und die Geistesarbeit für sich alleine nicht annähernd den durchschlagenden Erfolg haben, wie in Kombination. Zumindest für mich nicht, wenn ich nicht energetisch total offen bin.

Ich kenne Menschen, welche die körperliche Komponente des Tanzens nicht benutzen, allerdings sehe ich diese auch nicht die körperliche Ekstase der Einheit fühlen. Diese Menschen lassen ihren Geist die Einheit erinnern und vergessen die Körperidee einfach. Das könnte man als „Erwachen“ bezeichnen, in welchem der gesamte Traum von körperlichem Menschsein einfach verschwindet, wie der nächtliche Traum am Morgen. Mit der Tanzmethode ist es eher umgekehrt: die unbegrenzte Lebensenergie der Quelle wird im Traum dieser Welt realisiert, manifestiert sich in im Körper und beginnt in Raum und Zeit zu wirken. Ich persönlich ziehe letzteres vor.

Ich möchte dich ermutigen, deine Lieblingsmusik aufzulegen, dazu zu tanzen und dabei mit den Händen an den Stellen des Körpers befreiende Bewegungen zu machen, an denen du dich nicht total wohl fühlst. Wo du vielleicht eine Enge spürst, oder eine Verspannung hast. Wenn du bemerkst, dass Gefühle sich lösen, dann beginne, deine innere Wahrheit in deinem Geist mit Worten und Gedanken auszudrücken. Dir also zu sagen, dass du wundervoll und grenzenlos bist. Das du die Liebe bist, die jetzt in die Welt strahlt. Das alle Wesen perfekt sind, genau wie du selbst. Diese wertschätzenden Ge-danken werden weitere ihrer Art anziehen und somit wird sich dein menschliches Denken dem deiner Seele angleichen, was sich gefühlter Liebe ausdrückt.

Teilen

ICH TEILE MEINE LIEBE IN FREUDE

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Es gibt kaum etwas schlimmeres, als den Fluss der Liebe, die wir sind, zu bremsen. Sobald wir das tun, fühlen wir uns eng und sinnlos im Leben. Liebe muss fliessen und geteilt werden. Dazu braucht sie den Ausdruck dessen, was in dir ist. In vielen Bereichen tust du das bestimmt schon und erfährst das Glück, welches das Teilen von Gedanken, Worten und Taten dir bringt. In anderen Lebensbereichen fällt es vielleicht noch schwer, weil dir schon von klein auf beigebracht wurde, still zu sein und die Klappe zu halten, oder weil du in der Vergangenheit ignoriert, ausgelacht und verurteilt wurdest.

Für uns Menschen, als soziale Wesen, ist es absolut bedrohlich aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden, weil das entwicklungsgeschichtlich ein Todesurteil war. Für manche Menschen reicht deshalb schon die Angst, schief angeschaut zu werden, um sich ein Leben lang zu verstecken. Sie halten ihr brillantesten Gedanken, ihre tiefsten Gefühle und schönste Gaben zurück, weil es ja anstößig könnte, vor anderen Menschen zu sprechen, zu singen, zu weinen und zu schreien.

Und ja, es wird immer verschlossene, verletzende und verachtende Menschen geben, die dich niedermachen wollen, nur damit sie selbst besser dazustehen und ihr Weltbild nicht zu gefährden. Sie sitzen sogar in einflussreichen Positionen und haben die Macht dich zu zensieren, zu verbannen, einzusperren, vielleicht sogar zu töten, wenn sie sich bedroht fühlen. So war es zu Jesus´ Zeiten, in der Inquisition, in den russischen Gulags und so ist es auch heute noch in vielen Ländern, siehe J.F. Kennedy, Julian Assange und Edward Snowden. Die Welt kann in der Tat brutal sein, wenn du den Mächtigen auf die Füsse trittst.

Ebenso kann das Teilen der Liebe auch der Himmel auf Erden sein, wenn du sie ganz direkt ausdrückst, ohne zu kämpfen und Machtstrukturen zu gefährden. Am Ende wird jedes Imperium ohnehin wieder zerfallen, wenn seine Zeit gekommen ist. Was bleibt sind die grossartigen Werke der Poeten und Künstler, der Vordenker, Weisen und Eltern, die ihre Liebe geteilt haben und Generationen von Menschen inspiriert haben.

Meine ersten Liebeserfahrungen habe ich z.B. mit den Büchern von Hermann Hesse und Rilke gemacht. Auch mit der Musik von Keith Jarrett. Es sind Künstler, die ihr Herz via Poesie und Musik ausgeschüttet haben und meines zur Öffnung brachten.

Auch du hast in dir etwas Wunderschönes, etwas Natürliches, etwas Heiliges, was von dir hinaus in die Welt fliessen möchte. Wenn du diesen inneren Schatz ausbremst, weil die Welt vielleicht nicht genug würdigt, schätzt und zahlt, dann wird sich dein schönes leuchtendes Wesen immer mehr zurückziehen und von der Welt abwenden.

Das ändert natürlich nichts an deiner Wirklichkeit als perfekte Seele, aber sehr viel daran, ob du deine eigene Heiligkeit empfindest oder nicht. Du bleibst dann ein ungeschliffener Diamant, der innerlich die schönsten Qualitäten hat, aber nicht die göttliche Liebe in deinem Leben reflektiert, so dass andere sie sehen können. Das ist nicht nur traurig, sondern schlichtweg tragisch.

Fasse also gerade in schwierigen Situationen deinem Mut und drücke dich aus. Damit meine ich nicht nur die schönen Dinge, die in dir sind, sondern auch deine Verletzungen, deine Zweifel, deinen Missmut, deinen Schmerz, deine Trauer, deine Enge, dein sich zurückziehen wollen – einfach alles was in dir ist.

Auch wenn es deinen Partner befremdet und deine Eltern vergrault – es ist wichtig alles heraus zu lassen, weil Schmerz und Freude eins sind. Erst wenn du herzhaft weinen kannst, wirst du herzlich lachen. Erst wenn du deine Wut erlaubst, kann auch die Kreativität fliessen. So ist das in uns Menschen. Wir sind fühlende Wesen und desto mehr wir von unserem Innersten teilen, desto mehr fliesst nach.

Deshalb hilft bei einer Schreibblockade nicht Schokolade, sondern schreiben, tanzen und Ehrlichkeit. Ebenso hilft einem buckeligen alten Kauz mit Stock im Arsch, nicht der Stock in der Hand, sondern Yoga und Aufrichtigkeit. Und einem Soldaten, Vergewaltiger und Tierschlächter helfen keine Antidepressiva, sondern das aktive Teilen von Liebe und Vergebung.

Die Bereiche in unserem Leben, in denen wir noch mehr Liebe teilen können sind mannigfaltig. Es ist wichtig, uns auf das zu fokussieren, was wir schon immer tun wollten, worin wir gut sind und was unsere Leidenschaft ist. Dummerweise fällt es uns gerade in diesen Bereichen schwer unser Herzblut zu teilen, weil uns ein falscher Kommentar und ein gelangweilter Blick besonders verletzen. So kommt es, dass viele Menschen ihre Berufung nicht zum Beruf machen, ihre Kunst niemandem zeigen, ihre Bücher und Videos nie zu Ende bringen. Und das, obwohl es in Zeiten von Youtube und Homerecording jedem Kind möglich ist, die eigene Genialität mit Millionen Menschen zu teilen. Springe also am besten noch Heute über deinen Schatten und gibt alles, was du zu geben hast. Teilen macht glücklich – vor allem dich selbst.

Trost

TROST IST DER AUSDRUCK MEINER LIEBE

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Trost spenden ist ein Ausdruck tiefer Liebe. Dazu braucht es Mitgefühl, Lebensweisheit und eine gute Portion Optimismus auf Seiten des Tröstenden. Ebenso braucht es Vertrauen und Hingabe auf Seiten des Trauernden. Trösten geht einer guten Mutter und einem guten Vater wie von selbst von der Hand- , bzw. vom Herzen, weil sie ihr Kind lieben. Natürlich hört der Schmerz im Kindesalter nicht auf, sondern zieht sich bei uns Menschen durchs gesamte Leben.

Du kannst dich glücklich schätzen, wenn du zu jedem Zeitpunkt in deinem Leben einen solch lieben Mensch um dich hast, der in der Lage ist, dein Herz in seinen Händen zu halten und dir den liebevollen Trost zu spenden, den du genau in den Momenten brauchst.

Schwierig wird es, wenn man sich im Erwachsenenalter nicht von Freunden, sondern häufig vom Partner trösten und auffangen lässt. Dann wird aus der Mann-Frau Beziehung ziemlich schnell eine Eltern-Kind Beziehung. Die Partner treffen sich nicht auf Augenhöhe, sondern im Retter-Opfer und Eltern-Kind Schema. Das mag für einen Augenblick hilfreich und passend sein.

Doch schon nach wenigen Monaten, werden sich beide Partner nach authentischer Begegnung zwischen zwei Erwachsenen sehnen. Dem traurigen Partner werden die Ratschläge und die permanente Überlegenheit des tröstenden Partners auf die Nerven gehen und diesem wiederum das bedürftige, kindische Verhalten des traurigen Partners. Oft ist diese Diskrepanz vorhanden, wenn ein Partner seine Ex-Beziehung, bzw. Kindheit noch nicht verdaut hat und der Schmerz immer wieder hoch kommt.

Natürlich wird es nicht ausbleiben, dass jeder Partner von Zeit zu Zeit in Tief hat und es ist dann wunderschön, vom Partner aufgefangen zu werden. Doch wenn ein Partner abhängig von diesem Trost ist und der andere Partner seinen Selbstwert aus seiner tröstenden Überlegenheit zieht, dann läuft etwas schief. Dann ist die Beziehung nicht ausgeglichen und wird sich entweder bald wieder auflösen, oder es werden sich starke Abhängigkeiten entwickeln, die zu sehr viel Schmerz und Leid innerhalb der Beziehung führen. Wie geht das Paar mit dieser Dynamik um, ohne den Schmerz und tröstende Impulse zu unterdrücken?

ERKENNTNIS: Der erste Schritt in die Heilung ist das bewusste Anschauen der Beziehungsdynamik. Das ist ziemlich einfach. Der Partner, der sich meist klein und abhängig und im Schmerz fühlt ist der kindliche Partner, der nicht zu seiner Grösse steht und deshalb sein starkes Erwachsensein auf den anderen projiziert. Der Partner, der oft um Hilfe gefragt wird, kluge Ratschläge gibt und von seinem Gegenüber gelangweilt bis genervt ist, ist der elterliche Partner, der sein inneres wehrloses Kind in sich selbst verleugnet und es dann in seinem Gegenüber sieht, um ihm dort zu helfen.

Bei beiden Partner geschieht also Projektion, ein Ausverlagern innerer Aspekte in den anderen hinein. Das mag auch für einen Moment sinnvoll sein, weil der Lebensfilm am besten auf einer Projektionsfläche gesehen wird. Doch es ist für die Projektionsfläche, also den Partner eine anstrengende Sache, weil er auch sein Leben leben und Erfahrungen sammeln will.

SELBSTVERWIRKLICHUNG: Der zweite Heilungsschritt bedeutet, die eigenen Projektionen zurück zu nehmen und den verdrängten Aspekten im eigenen Selbst zu begegnen. Wie funktioniert das?

Wenn du der kindliche Partner bist und dich oft klein, schwach, ängstlich und ohnmächtig fühlst und deine starke Seite nur noch in deinem Partner siehst, dann ziehe dich in den Momenten der Schwäche zurück, statt dich wieder retten und trösten zu lassen. Fühle deinen Schmerz und deine Ohnmacht vollständig, statt eine Lösung für diese Gefühle zu finden. Lass alles so sein wie es ist, auch wenn es verdammt weh tut.

Wenn du dich ausgeweint und ausgewütet hast, dann kommen dir von ganz alleine kreative Ideen, wie du dich stärken und vom Partner unabhängig machen kannst. Dann wirst du wieder ein eigenständiger Mensch, der auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen kann und seinem Partner die Stirn bieten kann. Das wird sich nicht nur wundervoll anfühlen, sondern dich auch wieder in den Augen deines Partners attraktiv machen.

Wenn du der elterliche Partner bist und durch deine Grösse, Weisheit, Stärke und guten Ratschläge glänzt, dann ziehe dich in Momenten der Langeweile und Überforderung zurück und lass dich ganz fallen. Gib einmal alle Verantwortung ab und sei ganz Kind. Gib dich ganz der großen Liebe hin, die immer für dich da ist. Sei selbst ganz Kind im Angesicht einer höheren Macht, die dir Kraft gibt. Und sieh diese Grösse und Heiligkeit dann in deinem Partner, statt deine eigene Abhängigkeit und Kleinheit auf ihn zu projizieren.

Jeder Mensch ist ein Kind der grossen Liebe. Erst wenn er sich ganz dieser Liebe hingibt und sie in allem und in jedem sieht, wird er wahrhaftig grossartig, weise, stark und liebevoll. Dann braucht es keine Eltern-Kind Dynamiken in der Beziehung mehr. Dann ist das Gegenüber ein wunderschönes, leuchtendes, heiles Wesen, welches weder Hilfe noch Unterwerfung braucht.

WAHRHEIT: Der dritte Schritt in die Heilung ist die Hingabe an das grosse Leuchten der Liebe. Das Sehen der Perfektion im Gegenüber und im eigenen Selbst und in allem. Selbst wieder Kind zu sein, im wahrsten Sinne des Wortes: Lebendig, wild, rebellisch, schön, kreativ, fantasievoll, zart, einfühlsam, abenteuerlich, unangepasst, spontan, lachend, weinend, wütend, fröhlich.

Wenn du all das in dir selbst bist, brauchst du nichts mehr auf andere projizieren. Weder Größe noch Kleinheit, weder Stärke noch Schwäche, weder Weisheit noch Naivität. Dann bist du ganz du selbst und fühlst dich gut damit. Und dein Partner hat die Freiheit gleiches zu tun.

Bevor du also deinen Partner verlässt, weil dir die Eltern-Kind Dynamik auf die Nerven geht, nimm dir eine Auszeit. Finde zu dem starken Kind in dir selbst, welches seine Quelle in der Liebe hat. Erschaffen als ein geistiges Wesen, welches eine Reise auf Erden macht um sich auszudrücken und um seine Wurzeln wiederzufinden.

Veganismus

ICH ESSE DAS WAS ICH AUCH TÖTEN KANN

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Alles in diesem Universum ist aufs engste verbunden. Unsere Realität ist ein Hologramm. Was wir denken, sprechen und tun, hat Einfluss auf alle anderen Ebenen des Lebens. Wenn wir sanft und liebevoll zu den Wesen dieser Welt sind, dann wird die Welt uns diese Eigenschaften reflektieren. Durch das Spiegel-/Resonanzprinzip beeinflusst unsere Beziehung zu Pflanzen und Tieren, auch unsere Beziehung zu Familie und Partnern. Und umgekehrt.

Wenn wir Tiere unter höllischen Bedingungen aufziehen und schlachten, dann wird sich auch diese Erde in eine Hölle verwandeln.Vegan zu leben ist deshalb einer der wichtigsten Schritte, um Leid auf dieser Erde und im eigenen Leben zu beenden.

Ich meine mit Leid nicht das natürliche Fressen und Gefressen-werden, welches unter Tieren ganz natürlich ist. Wenn Tiere sich gegenseitig fressen ist das zwar für das verspeiste Individuum für einen kurzen Moment sehr unangenehm, es hatte aber vorher eine faire Chance zu fliehen oder sich zu verteidigen. Auch haben diese Tiere vor dem Tod ein artgerechtes Leben gehabt, in dem sie alle Formen körperlicher Freude hatten, ihre Kinder beschützen und großziehen konnten, sich mit der Natur verbunden fühlten und die meiste Zeit in Glück und Frieden waren. Sie hatten genau das Leben, was wir Menschen auch alle wollen, weil wir auch nur eine Tierform sind, die abstrakt denken gelernt hat.

Doch was heute mit Tieren gemacht wird, ist die pure Folter und eine absolute Missachtung des Lebens. Tiere werden in unermesslichen Mengen unter so grauenhaften Bedingungen gehalten, dass jede Sekunde ihres Daseins eine pure Qual ist. Es gibt alleine in Europa mehr Hühner in Käfigen und Ställen, als es Vögel in der Natur gibt. Hühner, die normalerweise viele Jahre leben würden und eine gute Chance hätten, ein schönes Leben zu führen, ihre Kinder zu pflegen und vor Feinden zu beschützen, also ihre Bestimmung als Huhn zu erfüllen, werden in winzige Käfige oder viel zu kleine Räume gesperrt und müssen dort unter unwürdigen Bedingungen ihr kurzes Leben fristen. Damit sie in ihrer Wut und Panik sich nicht gegenseitig hacken, wird ihnen schon als Küken die sensible Schnabelspitze weggebrannt. Die Hälfte der Küken wird geschreddert oder vergast, weil sie das falsche Geschlecht haben. Ja, der Vergleich zu den Konzentrationslagern liegt nahe. Nur, dass Tiere keine Chance auf Befreiung haben und es auch keinen Prozess gegen ihre Schänder geben wird.

Manche Menschen sind leider fähig, völlig ihr Mitgefühl abzustellen und dann fügen sie anderen Wesen tiefstes Leid zu, manchmal auch ohne Reue, weil sie der Meinung sind, das Tiere wertlos oder nur ein Produkt sind.

Dann gibt es Menschen, die nie selbst töten und quälen würden, aber im Supermarkt dann Hunde- oder Katzenfutter kaufen, um ihr geliebtes Haustier mit dem Leid anderer Artgenossen zu füttern.

Und es gibt natürlich die riesige Menge an Menschen, die all das im Hinterkopf haben, es aber verdrängen, um trotzdem ihren Gaumen mit dem gewohnten Geschmack zu befriedigen. Manchmal beginnen sie dann Bio-Milch zu trinken oder Bio-Fleisch zu essen, weil sie sich etwas gutes tun wollen, vergessen aber dabei, das für jede Milch Kälber geschlachtet werden. Die wenigen überlebenden kleinen Kälbchen können auch nicht die Milch ihrer Mutter trinken, weil wir als erwachsener Mensch der Meinung sind, die Muttermilch einer ganz bestimmten Tiergattung trinken zu müssen, die für deren Kinder bestimmt war. Das sind natürlich alles nur angelernte Gewohnheiten. Kein geistig gesunder Erwachsener würde literweise menschliche Muttermilch trinken oder die Milch seinem geliebten Haustier wegnehmen, welches gerade seine Babys stillt, um sie selbst zu trinken. Wir tun es aber in gigantischem Stil mit Kühen. Wenn wir ein süsses Kalb sehen, wollen wir es gerne streicheln und lieb haben, nur um kurz danach wieder Käse und Kalbfleisch zu essen. Das ist menschliche Schizophrenie in ihrer reinsten Form.

Als ich mich vor einiger Zeit in tiefstem emotionalen Schmerz befand, habe ich mir diese Frage gestellt: Wo in meinem Leben fügte ich anderen Wesen denselben emotionalen Schmerz zu, den ich gerade vom Leben gespiegelt bekomme?

Nachdem mir sofort meine vergangene Beziehung einfiel, in der wir uns gegenseitig im Namen der Polyamorie über Jahre gequält haben, musste ich an die vielen Tiere denken, die wegen mir leiden mussten, als ich noch nicht vegan war. Natürlich habe ich schon ewig kein Fleisch mehr gekauft gehabt, weil es ja offensichtlich ist, dass dafür Tiere leiden und sterben müssen. Ich habe aber nach wie vor gerne Allgäuer Bergkäse gegessen und mir die Illusion gemacht, dass es ja den Kühen gut geht, wenn sie da auf der Weide im schönen Allgäu frei herumlaufen und die Bergluft genießen. Den Moment, wo den Kühen die Kälber weggenommen werden und entweder geschlachtet oder mit Kunstmilch grossgezogen werden, habe ich natürlich ausgeblendet.

Ich möchte dich ermutigen, genau hinzuschauen, wo du in deinem Leben noch Leid verursachst. Und ich möchte dir mit diesem Text den Impuls geben, damit aufzuhören. Du hilfst dadurch anderen fühlenden Wesen ein natürliches Leben zu führen, so wie du es selbst ja auch willst. Und du ersparst dir auch selbst viel Leid, weil das Leben dir dein Verhalten zurück spiegelt.

Ich glaube, dass wir Menschen erst dann zu Frieden in unseren persönlichen und globalen Beziehungen finden, wenn wir Frieden aussenden. Frieden auszusenden bedeutet, keine Tierkonzentrationslager zu unterstützen, keinen Kälbern die Muttermilch weg zu trinken, keine Tierkinder für den eigenen Genuss quälen und schlachten zu lassen.

Tiere sind fühlende Wesen. Sie fühlen sogar noch intensiver als wir Menschen, da sie immer im Moment leben und weder Arbeit, noch Fernsehen haben um sich abzulenken und auch keinen Alkohol und keine Zigaretten konsumieren, um ihren Schmerz zu betäuben.

Das einzige Tierprodukt, welches man vielleicht guten Gewissens essen kann, sind die Eier von den eigenen wenigen Hühnern, denen man ein langes, schönes Hühnerleben schenkt und sie füttert und beschützt. Oder vielleicht ein wenig Milch von der eigenen Kuh, die man liebt und der man noch genug Milch für ihr Kalb lässt. Doch wer würde sich eine eigene Kuh halten, nur um deren Kalb dann ein wenig Milch streitig zu machen?

Wenn du immer noch unschlüssig bist, ob du lieber deinen eigenen scheinbaren Genuss mit dem Leid zahlloser, feinfühliger Erdenbewohner erkaufen willst – oder ob du lieber deine Angewohnheiten ablegst, dann gibt es noch andere Aspekte, die dir zeigen, das unser aller Leben von einer veganen Lebensweise abhängt.

Der eine Aspekt ist, dass durch die Massentierhaltung so viel CO2 und Methan erzeugt wird, wie durch alle Verkehrsmittel der Welt zusammen genommen. Wenn wir damit nicht aufhören, wird es bald ziemlich warm, chaotisch und eng auf der Erde.

Der nächste Aspekt ist, dass die Futtermittel in den ärmsten Ländern der Welt erzeugt werden. In diesen Ländern verhungern Kinder, weil auf den Feldern im grossen Stil Futtermittel für die Massentierhaltung erzeugt werden. Es sterben auch viele Menschen an Durst und Bakterien im Wasser, weil deren Flüsse verschmutzt oder gleich auf die Felder umgeleitet werden.

Auch werden Unmengen an Glyphosat und anderen Chemieprodukten auf die Felder gespritzt, auf denen Mais und Getreide für die Massentierhaltung erzeugt werden. Diese gelangen dann ins Meer, um die wenigen Fische zu vergiften, die es noch gibt. Diese vergiften dann wiederum dich, falls du noch Fische isst.

Und der Regenwald, den wir angeblich alle so lieben, wird auch hauptsächlich abgeholzt um entweder Tiere darauf weiden zu lassen oder Futtermittel anzubauen.

Auch macht dich Milch und Fleisch sehr direkt krank. Milch ist für Kälber gedacht und enthält viele natürliche Wachstumshormone. Wachstum ist gut, wenn wir klein sind, doch in Erwachsenen führt es zu abnormen Zellwachstum, auch Krebs genannt.

Normales Fleisch ist oft voller Antibiotika, weil die Tiere durch artfremde Haltung auf engstem Raum sehr anfällig für bakterielle Infekte sind und deswegen für ihr kurzes Leben dauer-medikamentiert werden. Abgesehen davon, dass du die Rückstände der Antibiotika mit isst und dir damit deine Darmflora zerstörst, werden auch resistente Keime herangezüchtet, an denen wir dann sterben, weil kein Antibiotika mehr hilft.

Oft ist Fleisch auch voll von stressbedingtem Adrenalin, weil die Tiere bei der Schlachtung in der Warteschlange stehen und zuschauen müssen, wie ihre Artgenossen einer nach dem anderen mit Elektroschocks misshandelt und dann mit dem Bolzen in den Kopf getötet werden. Manche Tiere sterben auch nicht richtig sofort und werden dann lebendig gebrüht oder zersägt. Klar, das haben wir im Mittelalter auch mit Menschen gemacht, aber die Zeiten sollten ja langsam mal vorbei sein. All diese Qual isst du dann direkt mit, das Adrenalin gibt dir Alpträume und Panikattacken.

Veganismus ist tatsächlich ein Muss, wenn wir als Menschheit überleben wollen. Es ist ebenso ein Muss, wenn du Schmerz und Leid in dir und deinen Beziehungen beenden willst. Was du säst, das erntest du. Warum das Leid fühlender Wesen verursachen und aufnehmen, wenn du ebenso Pflanzen-Samen säen und essen kannst?

Ja, Tiere essen war in der Vergangenheit für uns Menschen notwendig, weil wir uns in Klimazonen ausgebreitet haben, in denen wir nicht überleben konnten, ohne zu jagen und zu töten. Heute sollten wir das nicht mehr tun, weil es genügend pflanzliche Alternativen gibt und die Tiere nicht mehr in der Wildnis ein schönes Leben und einen schnellen Tod durch den Jäger haben. Heute werden 99 Prozent aller gegessenen Tiere in Massentierhaltung gequält.

Auch sind wir Menschen von Natur aus keine Fleischfresser und Milchtrinker. Unsere gefiederten und kuscheligen Brüder und Schwestern zu essen und auszubeuten ist nicht im Geringsten notwendig, sie ist lebensverachtend und eine Gefahr für die Umwelt, welche wiederum unser aller Lebensgrundlage ist.

Tu dir selbst, deinen Kindern und uns allen den Gefallen Tiere wirklich zu lieben, indem du sie einfach natürlich leben lässt, ohne dich einzumischen. Leben und leben lassen. So wie du es auch gerne hättest.

Die folgenden Aspekte sind wichtig, wenn du vegan werden und bleiben willst:

SUPPLEMENTIERUNG: Nimm unbedingt B12 ein, denn in unserer sauberen Ernährung nehmen wir leider nicht genug dieses Vitamins zu uns, welches von Bodenbakterien gebildet  wird. B12 wird auch den Tieren heutzutage zugefüttert (weil diese auch keinen Erdkontakt mehr haben) damit wir es über ihr Fleisch zu uns nehmen können. Begib dich täglich mit dem ganzen Körper für 10-20 min Minuten in die Sonne um Vitamin D zu tanken und nimm im Winter ein Vitamin D Präparat zu dir. Iss ab und zu jodreiche Algen (wie z.B. Kombu), da wir in einem Jodmangelgebiet leben. Iss täglich 2 Paranüsse, oder ein Selenpräparat, da wir auch kein Selen im Boden haben und es deshalb in unserer Nahrung fehlt. Wenn du ansonsten eine ausgewogene Pflanzliche Nahrung isst, sollte es mit dem Veganismus keine Mangelerscheinungen geben.

MITGEFÜHL: Fühle dich in das Leid der 70 Milliarden Landtiere ein, die für uns Menschen jährlich leiden und sterben müssen. Jedes Jahr aufs neue werden zehnmal so viele Tiere getötet, wie es Menschen gibt, nachdem sie unter unsäglichen Bedingungen gehalten wurden. Jedes einzelne Tier ist so bewusst und fühlend wie ein Mensch. Nur ist sein Intellekt und sein Fühlen etwas anders – eher wie das eines Kindes. Es kann sich nicht mit Fernsehen, Shopping, Arbeit oder Urlauben ablenken. Es fühlt jede Sekunde Leid intensiv und direkt. Wenn du es isst, dann bist du selbst dafür mitverantwortlich. Dann wird auch deine Seele eine solche Erfahrung machen wollen und du wirst mit Leid und Elend in Resonanz kommen. Willst du das wirklich erleben?

GESUNDHEIT: Werde dir bewusst, dass Fleisch- und Milchkonsum für uns Menschen ein Notfall-Programm war, welches unser Überleben auf kalten Kontinenten gesichert hat. Es hatte seine Berechtigung, als es noch wenige Millionen Menschen auf der Welt gab und die Tiere gejagt oder artgerecht gehalten wurden. Homo Sapiens ist, wie sein Vorfahre der Affe, in erster Linie auf pflanzliche Nahrung spezialisiert. Unser Gebiss, unser Darm und unsere Verdauung ist auf Pflanzen optimiert. Natürlich können wir auch mit Ketosis für eine Weile überwintern, aber optimal ist diese Ernährung weder für uns, noch für die Tiere. Auch wenn “Ketogene Ernährung” bzw. „Paleodiät“ gerade eine Modeerscheinung ist, weil sie dicke Menschen etwas dünner macht, ist sie weder ethisch korrekt, noch für Körper und Seele gesund. Übermässige Ernährung mit gesättigte Fetten führt tatsächlich zu Gefässerkrankungen, Herzinfarkt und Erektionsstörungen. Fleischkonsum ist also weder männlich, noch cool. Es führt zu einem kurzen Leben, in dem wir tausenden Lebewesen unnötige Qual zufügen.

UMSTELLUNG: Jetzt, wo du weisst, dass Veganismus für dich und die Tiere die beste Lösung ist, kannst du beginnen, alte Ernährungsgewohnheiten loszulassen. Es gibt unendlich viele leckere Vegane Rezepte und du wirst nach einer kurzen Zeit der Umstellung nichts mehr vermissen. Du wirst dich täglich freuen, das du vielen Tieren gerade das Leben gerettet hast.

MOTIVATION: Umgib dich mit Menschen, die ebenfalls vegan sind. Das macht die Sache unendlich einfacher, denn wir sind soziale Wesen, die darauf programmiert sind, mit der Gruppe im Einklang zu sein. So lief das nun mal in den letzten 100.000 Jahren. Wenn dein Partner sich sträubt in seiner Entwicklung weiter zu gehen, dann schau mit ihm Filme wie: The Gamechangers, Dominion, Cowspiracy, Earthlings, Forks over Knifes, More than Honey. Danach kann eigentlich niemand mehr guten Gewissens tierische Produkte essen.

FASTEN: Wenn es dir immer noch schwer fällt alte Gewohnheiten loszulassen, obwohl du überzeugt bist, das es für die Tiere, die Welt und die Gesundheit das beste ist vegan zu sein, dann faste einfach ein paar Tage. Das ist das beste Reset für deinen Körper und wird es dir leicht machen zum Veganismus überzuwechseln.

RESULTATE: Wenn du dir beim Leben und Essen täglich bewusst bist, das du damit die Erde für kommende Generationen lebenswert erhältst und unzähligen Tieren sehr viel Leid ersparst, dann wird veganes Essen für dich eine tägliche Quelle des Glücks und der Inspiration sein. Du wirst keine schlechten Träume mehr haben, wirst keine Herz und Gefässerkrankungen bekommen und du wirst eine neue Ebene der Liebe mit deinem Partner, dir selbst und deinen Freunden erreichen. Gewaltfreiheit zahlt sich immer aus, denn du bist nicht mehr in Resonanz mit Gewalt und wirst auch keine mehr erfahren, sofern dein Herz und Geist genauso rein sind wie dein Magen.

Verantwortung

ICH BIN VERANTWORTLICH FÜR MEIN GLÜCK

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Wenn du dich auf die Wahrheit besinnst und erkennst, das alles im Aussen etwas mit deinem Innen zu tun hat, dann übernimmst du Verantwortung. Du verstehst, dass dein persönliches Umfeld ein Spiegel deiner Schwingung ist, für welche du die volle Verantwortung hast. Es macht also keinen Sinn zu meckern und zu schimpfen, denn das bringt deine Frequenz noch mehr in eine Richtung, die du nicht willst.

Viel besser wäre es, einen Grossteil des Tages mit Menschen, Gedanken und Tätigkeiten zu verbringen, die sich gut anfühlen und dich glücklich machen. Am Ende bist nur du selbst verantwortlich für dein Glück und desto besser du diese Verantwortung wahr nimmst, desto mehr wird das Leben sich von seiner besten Seite zeigen. Es ist hilfreich, sich immer wieder folgendes bewusst zu machen:

Kein Mensch kann mich dauerhaft glücklich machen, wenn ich es nicht selbst schon bin. Auch meinem Partner fällt diese unmögliche Aufgabe nicht zu. Ich kann meine Liebe mit meinem Partner nur teilen, wenn ich sie selbst in mir spüre. Es ist meine eigene Aufgabe zu meinem Glück zu finden. Wenn ich in meiner Bedürftigkeit Liebe von meinem Partner erwarte und einfordere, dann mache ich uns beide unglücklich, weil ich mich dadurch in die Kinderrolle begebe und meinem Partner die tröstende Elternrolle zuweise. Das kann nicht lange gut gehen, denn in einer Paarbeziehung ist Begegnung auf Augenhöhe essentiell.

MEDITATION IN DIE VOLLKOMMENE VERANTWORTUNG FÜR DEIN LEBEN

Ich bin für meine Leben verantwortlich.

In der Tat! Du bist der Schöpfer deines Lebens und alles was dir geschieht hast du selbst eingeladen durch deine Gedanken, deine Gefühle und deinen geistigen Fokus. Alles was dir im Leben begegnet hat etwas mit dir zu tun. Es gibt keine Zufälle. Niemand ist an deinem Schicksal schuld. Du übernimmst jetzt die volle Verantwortung und siehst in deinen Mitmenschen das reine Licht, das sie sind und welches bisher von deinen Projektionen verdeckt war. Wut, Ärger und Projektionen jeglicher Art, lösen sich damit von ganz alleine auf. Wiederhole diese Worte jetzt mit mir:

Ich bin für mein Leben verantwortlich.

Auch wenn das im ersten Moment übertrieben und vielleicht auch erdrückend zu sein scheint – du kannst die Wahrheit dieser Aussage in jedem Moment deines Lebens überprüfen. Ist dir schon jemals etwas „passiert“ worüber du noch nie nachgedacht hast, was du nie gefürchtet, ersehnt oder sogar gewollt hast? Wenn du genau hin schaust, wirst du erkennen, das du alle Vorfälle deines Lebens vorher durch deinen geistigen Fokus erschaffen hast. Vielleicht hast du ein Gespräch zu dem Thema gehabt, vielleicht hast du einen Film darüber gesehen, oder dich innerlich mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Tatsache ist: Worauf du deinen Fokus richtest, das kann eine Wirklichkeit werden. Desto länger du über etwas nachdenkst, darüber redest, oder mitfühlst, desto wahrscheinlicher wird es sich in deinem Leben manifestieren. Im Guten wie im Schlechten. Sage dir deshalb jetzt:

Mein geistiger Fokus erschafft meine Wirklichkeit.

Als verantwortlicher Mensch wirst du also bewusst wählen, worauf worauf du deinen Fokus lenkst. Du wirst in deinem Geist die Dinge bewegen, die du dir in deinem Leben wünschst. Du wirst dich nicht mit Ereignissen beschäftigen, die du nicht in deinem Leben haben willst. Dein Geist ist ein absolut mächtiges Werkzeug. Dein Geist ist Teil von dem allumfassenden Schöpfergeist, dem Urgrund allen Seins. Das gesamte Universum ist eine Idee in diesem Geist. Es ist sogar in Wirklichkeit deine Idee. So mächtig bist du. Um die volle Verantwortung für die grenzenlose Macht deines Geistes zu übernehmen, sage dir jetzt:

Ich bin der Schöpfer meines Lebens

Schöpfen ist auch genau der richtige Ausdruck für die Kreation des Lebens. Aus dem unendlichen Potential des Seins, schöpfst du soviel Leben, wie du gerade möchtest. In manchen deiner Leben ist das nur ein Beruf, eine Beziehung, ein Art zu leben. In anderen Inkarnationen sind es tausend und ein Abenteuer, Erfahrungen bis an die Grenzen des physisch möglichen. Was auch immer du erschaffst – es ist genau das, was du in aller Tiefe erfahren möchtest. Jedes selbstgewählte Ereignis in deinem Leben bringt dich zum Wachsen, zeigt dir was du wirklich willst und was dich glücklich macht. Um so mehr, desto konsequenter du selbst die Verantwortung dafür übernimmst. Sage dir deshalb:

Ich bin gerne für meine Leben verantwortlich.

Wenn du aus eigenem Willen die Verantwortung für dein Leben übernimmst, dann gibt es keine Schuldigen, keine Täter mehr in deinem Leben. Dann wird deine Wut und dein Ärger immer nur solange andauern, bis du erkennst, wie du genau diesen herausfordernden Menschen in dein Leben eingeladen hast. Oder wie du genau die Situation kreiert hast, die deinen alten Schmerz aus der Kindheit wieder ans Tageslicht befördert, damit er bewusst angeschaut und damit geheilt werden kann. Was auch immer dir zu schaffen macht: Du kannst es jetzt auflösen, indem du Verantwortung dafür übernimmst. Wenn du das tust, dann werden deine Feinde zu deinen Freunden und dein Leid wird zur Erleichterung. Aus einem alten Hass, wird eine gegenwärtige Liebe. Aus aufgestautem Frust, werden Tränen der Freude. Du bist dann bereit deiner Seele zu sagen:

Ich liebe es Verantwortung zu übernehmen.

Gerade in deinen Beziehungen wirst du täglich getestet, ob du verantwortlich handelst. Wenn du wütend, genervt, beleidigt oder ablehnend auf dein Gegenüber reagierst, dann kannst du davon ausgehen, das du Verantwortung an einen Menschen abgibst, der diese Verantwortung nicht übernehmen kann oder will. Wenn das gehäuft in deinem Leben auftritt, dann solltest du deine Grundannahmen des Beziehungslebens überdenken. Glaubst du, das dein Partner dir Liebe und Zuneigung schuldet? Denkst du, das Freunde und Partner verpflichtet sind, dir im Leben zu helfen, weil du dich übernommen hast? Hast du als erwachsener Mensch immer noch kindliche Bedürftigkeiten, weil du schon als kleines Kind keine Liebe und Nähe erfahren hast? Dann ist es an der Zeit dir selbst Kraft zu geben, indem du Verantwortung übernimmst. Sage dir:

Ich übernehme Verantwortung für meine Erwartungen und Verpflichtungen.

Wenn du ehrlich und verantwortlich hinschaust, wirst du bemerken, das bei Streit und Frustration in Beziehungen immer unausgesprochene Bedürfnisse und Erwartungen vorhanden sind, einfach weil das Leben uns immer wieder neue Herausforderungen schenkt und wir als Mensch Gemeinschaftswesen sind die sich in Verantwortung als Gruppe hinein teilen. Daran ist also nichts falsch, es besteht aber ein Klärungsbedarf. Bedürfnisse und Erwartungen sind völlig in Ordnung, solange sie klar und offen gezeigt werden und der andere bereit und fähig ist sie zu erfüllen. Verantwortlich damit umzugehen heißt: Ich erfülle dir gerne die Bedürfnisse, dich ich freudvoll erfüllen kann. Wenn ich es nicht kann, oder will, dann wird deine Schöpferkraft dir andere Beziehungspartner schenken, die dir genau das geben können, was du scheinbar gerade brauchst. Ich vertraue darauf, das unsere Liebe uns beide verbindet und das du selbst Verantwortung für deine Erfüllung übernimmst und sie nicht von anderen erwartest. Das kann erst dann geschehen, wenn ich Verantwortung für meine innere Fülle übernehme.

Ich übernehme Verantwortung für meine Fülle.

Du bist ein erwachsener Mensch und du kannst selbst eine Frequenz der Fülle in dir erzeugen, die sich dann in deinem Leben widerspiegeln wird. Schaue dazu auf alles schöne und gute, was bereits in deinem Leben ist und du siehst, wie erfüllt du bist 🙂

Vergebung

ICH SEHE DIE SEELE IN ALLEM UND ALLEN

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Es gibt kaum etwas schlimmeres, als den Fluss der Liebe, die wir sind, zu bremsen. Sobald wir das tun, fühlen wir uns eng und sinnlos im Leben. Liebe muss fliessen und geteilt werden. Dazu braucht sie den Ausdruck dessen, was in dir ist. In vielen Bereichen tust du das bestimmt schon und erfährst das Glück, welches das Teilen von Gedanken, Worten und Taten dir bringt. In anderen Lebensbereichen fällt es vielleicht noch schwer, weil dir schon von klein auf beigebracht wurde, still zu sein und die Klappe zu halten, oder weil du in der Vergangenheit ignoriert, ausgelacht und verurteilt wurdest.

Für uns Menschen, als soziale Wesen, ist es absolut bedrohlich aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden, weil das entwicklungsgeschichtlich ein Todesurteil war. Für manche Menschen reicht deshalb schon die Angst, schief angeschaut zu werden, um sich ein Leben lang zu verstecken. Sie halten ihr brillantesten Gedanken, ihre tiefsten Gefühle und schönste Gaben zurück, weil es ja anstößig könnte, vor anderen Menschen zu sprechen, zu singen, zu weinen und zu schreien.

Und ja, es wird immer verschlossene, verletzende und verachtende Menschen geben, die dich niedermachen wollen, nur damit sie selbst besser dazustehen und ihr Weltbild nicht zu gefährden. Sie sitzen sogar in einflussreichen Positionen und haben die Macht dich zu zensieren, zu verbannen, einzusperren, vielleicht sogar zu töten, wenn sie sich bedroht fühlen. So war es zu Jesus´ Zeiten, in der Inquisition, in den russischen Gulags und so ist es auch heute noch in vielen Ländern, siehe J.F. Kennedy, Julian Assange und Edward Snowden. Die Welt kann in der Tat brutal sein, wenn du den Mächtigen auf die Füsse trittst.

Ebenso kann das Teilen der Liebe auch der Himmel auf Erden sein, wenn du sie ganz direkt ausdrückst, ohne zu kämpfen und Machtstrukturen zu gefährden. Am Ende wird jedes Imperium ohnehin wieder zerfallen, wenn seine Zeit gekommen ist. Was bleibt sind die grossartigen Werke der Poeten und Künstler, der Vordenker, Weisen und Eltern, die ihre Liebe geteilt haben und Generationen von Menschen inspiriert haben.

Meine ersten Liebeserfahrungen habe ich z.B. mit den Büchern von Hermann Hesse und Rilke gemacht. Auch mit der Musik von Keith Jarrett. Es sind Künstler, die ihr Herz via Poesie und Musik ausgeschüttet haben und meines zur Öffnung brachten.

Auch du hast in dir etwas Wunderschönes, etwas Natürliches, etwas Heiliges, was von dir hinaus in die Welt fliessen möchte. Wenn du diesen inneren Schatz ausbremst, weil die Welt vielleicht nicht genug würdigt, schätzt und zahlt, dann wird sich dein schönes leuchtendes Wesen immer mehr zurückziehen und von der Welt abwenden.

Das ändert natürlich nichts an deiner Wirklichkeit als perfekte Seele, aber sehr viel daran, ob du deine eigene Heiligkeit empfindest oder nicht. Du bleibst dann ein ungeschliffener Diamant, der innerlich die schönsten Qualitäten hat, aber nicht die göttliche Liebe in deinem Leben reflektiert, so dass andere sie sehen können. Das ist nicht nur traurig, sondern schlichtweg tragisch.

Fasse also gerade in schwierigen Situationen deinem Mut und drücke dich aus. Damit meine ich nicht nur die schönen Dinge, die in dir sind, sondern auch deine Verletzungen, deine Zweifel, deinen Missmut, deinen Schmerz, deine Trauer, deine Enge, dein sich zurückziehen wollen – einfach alles was in dir ist.

Auch wenn es deinen Partner befremdet und deine Eltern vergrault – es ist wichtig alles heraus zu lassen, weil Schmerz und Freude eins sind. Erst wenn du herzhaft weinen kannst, wirst du herzlich lachen. Erst wenn du deine Wut erlaubst, kann auch die Kreativität fliessen. So ist das in uns Menschen. Wir sind fühlende Wesen und desto mehr wir von unserem Innersten teilen, desto mehr fliesst nach.

Deshalb hilft bei einer Schreibblockade nicht Schokolade, sondern schreiben, tanzen und Ehrlichkeit. Ebenso hilft einem buckeligen alten Kauz mit Stock im Arsch, nicht der Stock in der Hand, sondern Yoga und Aufrichtigkeit. Und einem Soldaten, Vergewaltiger und Tierschlächter helfen keine Antidepressiva, sondern das aktive Teilen von Liebe und Vergebung.

Die Bereiche in unserem Leben, in denen wir noch mehr Liebe teilen können sind mannigfaltig. Es ist wichtig, uns auf das zu fokussieren, was wir schon immer tun wollten, worin wir gut sind und was unsere Leidenschaft ist. Dummerweise fällt es uns gerade in diesen Bereichen schwer unser Herzblut zu teilen, weil uns ein falscher Kommentar und ein gelangweilter Blick besonders verletzen. So kommt es, dass viele Menschen ihre Berufung nicht zum Beruf machen, ihre Kunst niemandem zeigen, ihre Bücher und Videos nie zu Ende bringen. Und das, obwohl es in Zeiten von Youtube und Homerecording jedem Kind möglich ist, die eigene Genialität mit Millionen Menschen zu teilen. Springe also am besten noch Heute über deinen Schatten und gibt alles, was du zu geben hast. Teilen macht glücklich – vor allem dich selbst.

Verständnis

VERSTEHEN HILFT MIR ZU VERGEBEN

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Bedingungslose Liebe erzeugt automatisch ein tiefes Wissen und Verständnis der Welt, weil Liebe und Erkenntnis eins sind. In unseren menschlichen Beziehungen, die ja nur in den seltensten Fällen bedingungslos sind, ist es eher andersherum: Da braucht es viel Verständnis, Kommunikation und Lebenserfahrung, um in der Liebe zu bleiben.

Lebenserfahrung ist wichtig, weil wir nur das wirklich nachvollziehen können, was wir selbst schon erlebt haben. Kommunikation ist entscheidend, denn nur wenn wir unsere Gefühle und Gedanken aussprechen, können wir wirklich einander verstehen. Es ist deshalb sehr hilfreich mit einfühlsamen und verständnisvollen Menschen in Beziehung zu sein, bei denen wir uns wirklich öffnen und zeigen können. Menschen die mit uns auf Augenhöhe sind und einen ähnlichen Bewusstseins- und Erfahrungsstand haben.

Vor allem in längeren Beziehungen kann Unverständnis und das Beharren auf der eigenen Meinung, zu einem ernsthaften Problem werden. Wenn zwei Menschen sich in ihren Wünschen und Problemen, ihren Vorlieben und Hemmungen, ihren Freuden und Ängsten nicht verstehen können oder wollen, dann können sie sich auf menschlicher Ebene auch nicht lieben. Am Anfang einer Beziehung ist das meist auch gar nicht nötig, da sich beide Partner kaum kennen und die Liebe größtenteils auf der energetischen, unpersönlichen, urteilsfreien Ebene fliesst. Doch früher oder später wird die Beziehung auch auf menschlicher Ebene gelebt und dann sind die Liebenden herausgefordert, den Partner auch mit seinen Macken und Problemen zu verstehen.

Liebevolles Verstehen ist leicht für einen Menschen, der sich mit seinen lichtvollen UND mit seinen dunklen Seiten liebt. Für Idealisten und Gutmenschen aber, die ihre Wut, ihren Schmerz und ihre Hilflosigkeit ablehnen, ist das Verstehen und Annehmen des anderen sehr schwierig. Idealisten akzeptieren sich selbst nicht in allen Aspekten und müssen deshalb ihre eigenen dunklen Seiten auf ihre Mitmenschen und Partner projizieren. Da durch diese Projektionen Verständnis schwierig ist, wird die Kluft zwischen beiden Partnern immer grösser, die Liebe immer kleiner und die anfängliche Unzufriedenheit wird zur Frustration und später zur massiven Verzweiflung.

Die Lösung wäre hier schlicht Verständnis. Also einfach mal nachfragen, warum der andere so handelt, wie er handelt und so denkt, wie er denkt. Dabei wird man auch sehr viel über sich selbst lernen. Doch schon das simple Nachfragen ist in einer verkorksten Beziehung gar keine Option mehr, denn bereits dazu braucht es die Offenheit, sich das eigene innere Gefühlsleben anzuschauen. Und diese Offenheit ist meist erst nach einigen tiefen und schmerzhaften Lebenskrisen vorhanden.

Eine solche Krise ist im Beziehungsbereich vorprogrammiert, wenn Offenheit abgelehnt wird. Das Resultat ist dann Unverständnis, und diese führt auf der persönlichen Beziehungsebene immer zu einer Form der Trennung. Wenn der Trennungsschmerz von beiden Partnern gefühlt wird, dann besteht eine Heilungschance. Gefühlter Schmerz macht verhärtete Herzen weich, er lässt uns innehalten und unsere trennenden Verhaltensmuster hinterfragen. Wenn der Schmerz nicht gefühlt, sondern abgelehnt wird, dann sind die Folgeerscheinungen Lieblosigkeit, Streit, Wut, Hass, Eifersucht, Verzweiflung, Untreue, Rückzug, Verantwortungslosigkeit, Gefühlskälte und Schweigen, um nur einige zu nennen.

All diese Trennungs-Symptome sind in Wirklichkeit ein Ruf nach Liebe, Nähe und Verständnis. Doch wer kann diesen Ruf wirklich hören, wenn der Schmerz der Trennung abgelehnt und unterdrückt wird? Noch schwieriger wird es, wenn wir aus der Schuldspirale nicht mehr herausfinden und unseren Partner auch in ruhigen Momenten nicht verstehen können und stattdessen die Schuld auf ihn projizieren. Das nützt niemandem etwas und treibt den Partner noch mehr in die Enge des Missverständnisses.

Liebe beruht auf Resonanz, also dem gemeinsamen, harmonischen miteinander schwingen. Jeder Mensch hat eine bestimmte Entwicklungsebene, eine eigene Frequenz, eine ganz eigene Färbung und wenn diese nicht zur eigenen passt, dann ist Resonanz schwer oder gar nicht möglich. Deshalb gibt es Beziehungen, in denen die Liebe am grössten ist, wenn der Partner gerade nicht anwesend ist. Dieses Phänomen ist ein eindeutiges Zeichen dafür, das beide Partner in ihrer Persönlichkeit, ihren Wünschen, Geschmäckern und Vorlieben sehr verschieden sind und sich auf menschlicher Ebene noch nicht wirklich verstehen.

Natürlich können wir einen solchen Menschen trotzdem lieben, weil es in uns allen auch noch die Ebene der geistigen Einheit gibt, auf der wir mit jedem Wesen in Resonanz sind. Doch wenn uns dieser Mensch dann zu nahe kommt, werden all unsere persönlichen Vorlieben und Abneigungen wieder aktiviert und unsere Fähigkeit des Verständnisses herausgefordert. Dann haben wir wieder die Chance zu wachsen, mit Herz und Verstand zu verstehen und den anderen so anzunehmen wie er ist.

Jede Eigenschaft im eigenen Selbst und im Partner ist in Wahrheit neutral und wir müssen sie weder beurteilen, noch ablehnen. Mit ein wenig Geduld, können wir sie aber verstehen lernen und in diesem Verstehen geschieht eine Vereinigung, die wir als Liebe fühlen. Wenn ich einen Menschen treffe der mir sehr fremd, oder sogar unsympathisch ist, dann suche ich meist das Gespräch und frage den anderen wie es ihm geht und was er gerade im Leben macht und plant. Das hilft mir den Menschen zu verstehen und dadurch entsteht immer eine Verbundenheit.

ÜBUNG ZUM BESSEREN VERSTÄNDNIS DEINES GEGENÜBERS

In einer engen Beziehung kommt alles auf den Tisch – auch das, was wir nie fühlen und sehen wollten. Damit meine ich die dunkle Seite des Egos, welche wir gerne auf den Partner projizieren, um selbst einen Schein der Unschuld zu wahren. In Wirklichkeit haben wir natürlich selbst all das in uns, was wir dem Partner vorwerfen.

Um den Partner und die Schwierigkeiten der Beziehung besser zu verstehen, müssen wir zuerst und selbst besser verstehen, also die eigene dunkle und schmerzende Seite in uns anschauen. Dazu dient diese Übung. Du kannst sie alleine oder gemeinsam mit deinem Partner machen.

Es wird auch viel Wachstum, Heilung und Erleichterung geschehen, sofern wir offen und verständnisvoll miteinander umgehen. Folgende Fragen können dir dabei helfen, in ein tieferes Verständnis deiner Selbst und deines Partner zu kommen:

Was ist passiert? Was hat dein Partner getan oder unterlassen?

Wie fühlt sich das für dich an?

Wieso verletzt dich das oder macht dich wütend?

Wo und wann ist dir das schon einmal im Leben passiert?

Was denkst du, warum es damals dazu gekommen ist?

Was würde dir helfen, deinem damaligen Übeltäter zu verzeihen?

Hast du so etwas auch schon einmal mit anderen gemacht?

Wie fühlst du dich damit selbst Täter zu sein?

Was würdest du den Opfern deiner Taten gerne sagen?

Möchtest du die Liebe in dir jetzt um Hilfe bitten?

Was könnte dir und deinem Partner jetzt helfen?

Zu welchem Verständnis hat dir die Situation verholfen?

Wenn du diese Fragen in wenigen Sätzen beantwortest, wirst du ein völlig neues Verständnis von dir selbst, deiner Beziehung und deinem Partner erlangen.

Perfektion

ICH BIN EIN PERFEKTES WUNDERWESEN

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Perfektion und Vollkommenheit ist etwas, nach dem manche Menschen streben und vor dem andere sich fürchten. Etwas in die Vollkommenheit zu bringen, bedeutet einen Zyklus abzuschliessen und wer weiss, was danach kommt? Vielleicht Langeweile oder noch grössere Ziele, oder sogar der Tod?

In der physischen Ebene, wo alles schon zu zerfallen beginnt, wenn es für einen kurzen Augenblick seine Perfektion erreicht hat, braucht es eine liebende Sichtweise, um Vollkommenheit auch im Zerfall und im Sterben der Dinge zu sehen. Diese Sichtweise ist wichtig, denn rein äußerlich ist Vollkommenheit nicht von langer Dauer: Das neu gebaute Haus beginnt bereits im Moment der Fertigstellung  zu verwittern, ebenso der eigene Körper, sobald er sein Blüte erreicht hat und das gleiche passiert auch mit Beziehungen, Wohlstand und Gesundheit. Dinge die im Einklang mit der Natur entstanden sind oder gebaut worden, haben natürlich auch in ihrem Zerfall eine eigene Schönheit, wie eine verwelkte Rose, eine alte Stadt, ein Mensch, dem man seine Geschichte ansieht.

Vollkommenheit im aussen ist also vielmehr ein Ideal, als ein Dauerzustand. Eine Idee, nach der wir streben können. Ein Ziel am Horizont, was uns dazu verhilft Durststrecken zu überstehen und über uns selbst hinaus zu gehen.

Der Grund, warum wir trotz aller Vergänglichkeit nach Vollkommenheit streben und ihr Anblick uns glücklich macht, ist unsere wahre Natur, als vollkommenes geistiges Wesen.

In der geistigen Welt, ist Vollkommenheit bereits die Tatsache unseres Seins. Sie dehnt sich auch auf all unsere Schöpfungen aus, sobald der Wunsch nach ihr, in unserem Bewusstsein aufkeimt. In dieser Schöpfungsebene, wo alles Materielle bis zu Vollkommenheit erdacht wird, existiert Vollkommenheit jenseits von Raum und Zeit im ewigen Jetzt.

Geistige Vollkommenheit, die nicht greifbar ist, nützt uns als materiell-verkörpertem Wesen scheinbar herzlich wenig. Wir wollen das Geld  auf dem Konto, den vollkommenen Partner im Bett und die Gesundheit im Körper. Nicht als jenseitige Idee, sondern als Tatsache in unserem Leben.

Wie kannst du also die unendliche kreative Fülle und Schönheit des Seins in deinem eigenen Leben zur Vollkommenheit bringen?

Indem du erkennst, dass Vollkommenheit immer vorhanden ist, weil sie Zerfall, Verwesung und Tod mit einschliesst. Das ist natürlich gar nicht einfach zu erkennen und anzunehmen, da wir als Mensch auf Leben, Vermehrung und Überleben programmiert sind. Wir wollen deshalb meist einen schönen Partner, der noch nicht alt und faltig ist, wir wollen in einem Haus leben, welches nicht kurz vor dem Einsturz steht und auch die Blumen auf dem Tisch sollen frisch sein und nicht verwelkt.

Wenn du als Mensch deine eigene Vollendung erkennen und realisieren willst, dann ist der schnellste Weg dahin, das Vollendete in allen Wesen und allen Dingen zu sehen, die dir begegnen. Denn auch wenn alles Lebendige und Schöne immer wieder vergeht, verwelkt und zu Staub zerfällt, gibt es eine Essenz in allem, welche nicht diesen Prozessen unterworfen ist. Wir können sie Liebe oder Licht oder Energie oder Gott nennen – sie ist das was immer da ist und nie vergeht.

Normalerweise sehen wir nichts von dem Vollendeten, weil unser Fokus auf die bunte Welt, mit allem was darin enthalten ist, gerichtet ist. Genauso wenig wie der Computerspieler den perfekt funktionierenden Programmcode sieht, weil er mit dem Spiel beschäftigt ist, so wenig sehen wir als Mensch in unserem Lebensspiel den Geist, in dem alles was wir erleben stattfindet. Dieser Geist erschafft mit vollendeter Leichtigkeit dieses Universum und darin uns Menschen, die täglich um ihr Überleben als Körper kämpfen. Sobald wir unsere geistige Macht und unsere Vollendung annehmen, wird aus dem Albtraum des Überlebenskampfes, der Traum eines erwachenden Schöpfers. Dann können wir unsere Vollkommenheit auch innerhalb des physischen Lebens ausdrücken und geniessen.

Wertung

MEIN VERSTAND WERTET UND SICHERT

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Werten ist die grundlegende Aufgabe des menschlichen Verstandes. Er bewertet Menschen und Situationen als gut und liebenswert, die dem Überleben des Körpers und der eigenen Gruppe am besten dienen. Ebenso bewertet er alles potentiell Bedrohliche als Gefahr, vor der sich unser Körper besser zurückziehen sollte.

Falls Rückzug nicht möglich ist, löst der Verstand Adrenalin, Stress, Wut und Hass aus, was uns dabei hilft, die Gefahr zu bekämpfen. Unser Ego-Verstand macht keine grossen Unterschiede, ob es dabei um Pflanzen, Tiere, Insekten oder Menschen geht. Das Andersdenkende und Bedrohliche muss zensiert, eingesperrt und vernichtet werden, erst dann ist der Verstand beruhigt. „Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“ ist seine Devise.

Natürlich will er das nicht wahrhaben, da wir ja heutzutage zivilisiert sind und der Mensch sich als Krone der Schöpfung deklariert. Wenn wir uns aber die vielen Kriege, die Umweltzerstörung und unnötigen Alterskrankheiten anschauen, dann sehen wir, das unser Verstand sich zwar liebevoll um uns zu kümmern versucht, es aber nicht wirklich gut hinbekommt. Einfach, weil ihm die nötige Weitsicht fehlt. Er ist alleine nicht imstande, das Wohl aller Lebewesen in Betracht zu ziehen. Zum Glück muss er das auch nicht, weil wir dafür unsere Seele haben, die über Herz und Verstand mit uns kommuniziert.

Die Seele arbeitet Hand in Hand mit unserem Verstand. Während die Seele liebevoll auf alles schaut und immer das Schöne und Gute sieht, verarbeitet der Verstand in jeder Sekunde alle einströmenden Daten, von Augen, Ohren, Nase, Mund und Körpergefühl. Er bewertet unterbewusst und rasend schnell, ob das äussere Geschehen gut für uns ist, oder nicht. Manchmal gleicht er sich mit dem Gruppenbewusstsein ab und schaut in andere Jahrhunderte, ob das, was gerade passiert schon einmal lebensgefährlich war und warnt dann mit einem unangenehmen Gefühl.

Wäre es nicht besser, wenn wir der liebevollen Sichtweise der Seele immer den Vorrang geben könnten? Würde sie nicht die Erde in ein Paradies der Liebe verwandeln?

Ich glaube schon, allerdings muss sich das Gewahrsein seelischer Qualitäten noch etwas mehr auf der Welt ausbreiten. Im Angesicht der Vielfalt und der Gefahren dieser Welt, ist eine schnelle und radikale Bewertung der Situation für das Überleben einfach sehr zuträglich. Das Bewerten von Menschen und Umständen sichert sehr effektiv unser Überleben, auch wenn es oft zu Lasten anderer geht.

Absurd wird es, wenn wir andere für ihren wertenden Verstand und ihre scheinbar fehlende Herzensliebe abwerten. So verurteilen zukunftsoptimistische Linke die Angst der Konservativen vor Veränderung. Als Linke wollen sie herzoffen das Leben aller Immigranten sichern, und bewerten deren Eingliederung als positiv. Die Konservativen werten das Einströmen von Millionen junger Männer sehr kritisch, weil so etwas in der Vergangenheit meist Krieg bedeutet hat. Konservative verurteilen deshalb wiederum die Linken dafür, dass diese die Lage viel zu entspannt und rosig sehen, während in ihren Augen gerade das Sozialsystem in die Brüche geht und die Gewalt auf den Straßen zunimmt.

Die gleiche Spaltung in zwei verschiedene Lager vollzieht sich gerade in der Bewertung einer Pandemie. Für die Seite der Freiheitsliebenden ist diese relativ harmlos und das wahre Problem sind die Massnahmen zur Eindämmung, welche die Wirtschaft in die Knie zwingen, die totale Überwachung ermöglichen und zehnmal soviel Todesopfer durch Verhungern, Suizid und wirtschaftlichen Ruin fordern, wie die Pandemie selbst. Diese Menschen werden von der Seite der Pandemieverfechter als Nazis, Aluhüte und Verschwörungstheoretiker diffamiert und verurteilt. Die Maßnahmenbefürworter sehnen sich nach Sicherheit und Ordnung und wünschen sich Maskenpflicht, Abgrenzung und Impfzwang herbei, weil sie um ihr Leben fürchten. Sie werden wiederum von den Freiheitsliebenden dafür verurteilt, das sie ihnen das Leben durch Zwangsmaßnahmen unerträglich machen.

Es gibt noch hunderte weitere unterschiedliche Bewertungen von objektiven Situationen, weil wir Menschen ganz verschiedene Bedürfnisse und Präferenzen im Leben haben. Manchen von uns ist Freiheit und Abenteuer wichtig, anderen Sicherheit und Ordnung. Es gibt in jedem Lebensbereich zwei gegensätzliche Pole und wir haben die Tendenz, einen davon als positiv zu bewerten und den anderen als negativ.

Das ist an sich völlig in Ordnung, wenn wir das gleiche Recht auch anderen einräumen und deren Wertungen respektieren. Wenn wir das nicht tun, kommt es zu Krieg und Zwietracht. In der großen Welt und in unseren engsten Beziehungen.

Was uns an diesem Respekt hindert, ist die Angst vor Krankheit, Schmerz, Verlust und Tod. Diese Angst hat ihre Berechtigung und sie bringt uns dazu, eine Situation schnell zu bewerten und dann ebenso zügig zu handeln. Für unseren Körper ist Angst ein Akt der Selbstliebe. Eine Liebe, die in der Geschichte unzählige Male das eigene Leben gerettet hat.

Ohne sie wären wir jetzt nicht hier. Unser Urahne wäre schon vor Millionen Jahren von einem Tier gefressen, von einem Feind erschlagen oder von giftigen Pflanze dahingerafft worden, wenn er die Situation nicht blitzschnell als bedrohlich bewertet und ebenso schnell gehandelt hätte.

Daran sollten wir liebevoll denken, bevor wir andere als impulsiv oder rücksichtslos bewerten. Sie gehen nur ihren archaischen Impulsen des Selbstschutzes nach, die jedem Menschen in schwierigen Situationen beistehen.

Die Schattenseite dieser Selbstbezogenheit ist offensichtlich. Angst um das eigene Überleben führt zu Ausländerhass, Tierversuchen, Massentierhaltung, Krieg und Streit. Dem voran steht immer das negative Bewerten einer Menschengruppe. Sie wird als bedrohlich oder minderwertig eingestuft, was dann Angst, Wut und Hass in uns auslöst.

Deshalb wird vor jedem Krieg eine massive Propaganda geführt, welche andere Gruppen und Völker als Bedrohung bewertet. Erst wenn Angst über Freundschaft und Liebe siegt, kann Krieg und Vernichtung beginnen. Das ist die traurige Realität seit tausenden von Jahren.

Wenn du lieben willst, ist es also unabdingbar die Angst beiseite zu legen und von einer Bewertung abzusehen. Nur so kannst du deinem Gegenüber offen entgegentreten. Nur so kann eine Begegnung von Herz zu Herz geschehen.

Wenn dein Gegenüber zu oft im Leben verletzt wurde, dann kann er vielleicht diese Liebe nicht erwidern oder er braucht Zeit, um sein enges Herz wieder zu öffnen und Vertrauen zu fassen. Gerade dann ist ein Vorschuss an Vertrauen angebracht, sofern die Situation nicht bedrohlich ist.

Lass dich vor allem nicht von Medien und Politikern dazu verführen, eine andere Menschengruppe pauschal abzuwerten. Auch wenn Putin oder Trump, Viren oder Masken, Immigranten oder Einheimische, Linke oder Rechte  bedrohlich erscheinen – sie stören nur den wertenden Verstand und rechtfertigen keinen Krieg. Auch wenn Fernsehen und Zeitung das Gegenteil verbreiten.

Eine gesunde Lebenseinstellung ist diese: Andere so sein lassen wie sie sind, solange sie niemandem weh tun und keine Freiheiten einschränken. Egal ob diese Menschen links oder rechts, reich oder arm, schwarz oder weiß sind. Wenn eine Wertung stattfinden muss, weil menschliches oder tierisches Leben bedroht und Freiheit eingeschränkt wird, dann sollte die Bewertung differenziert und zeitlich begrenzt sein.

Pauschal zu lieben und differenziert zu werten ist wesentlich näher an unserer Seelenweisheit, als umgekehrt. Natürlich sieht unser Überlebensinstinkt das wieder mal ganz anders und auch er hat recht. Fremde Menschen waren in der Vergangenheit eine potentielle Bedrohung, weil sie des öfteren Krankheit und Krieg mit sich brachten.

Für unseren Verstand ist es wesentlich sicherer und effektiver, die ganze Gruppe als Gefahr einzustufen, als tausende Individuen zu überprüfen, um sich dann ein differenziertes Urteil zu bilden. Unserem menschlichen Gehirn fehlt schlicht und ergreifend der Datensatz und die Rechenleistung, um unser unendlich komplexes Leben adäquat zu beurteilen.

Wie schwierig und begrenzt die Beurteilung eines komplexen Systems ist, zeigt sich in der Wettervorhersage: trotz ausgeklügelter Modelle und gigantischer Computer kann die Zukunft des Wetters nur 2-5 Tage vorausgesagt werden.

Für uns Menschen, die eine sehr begrenzte Hirnleistung haben, ist es noch viel unmöglicher abzusehen, was das Ergebnis von Klimawandel, Lohnsklaverei, Immigration, künstlicher Intelligenz, Aufrüstung und Privatisierung ist. Die Vergangenheit hat leider gezeigt, das große Veränderungen meist mit viel Verlust, Schmerz und Sterben verbunden waren. Danach hat sich zwar oft etwas völlig Neues, manchmal auch Besseres ergeben, aber trotzdem ist das Neue beängstigend, weil wir ihm vielleicht nicht gewachsen sind.

Wir Menschen haben einen Körper, der es für sich persönlich gut haben will. Dieser Reflex kann zwar mit viel Idealismus, Sozialismus und Spiritualismus übergangen werden, doch auch das ist nicht förderlich.

Wertfrei zu sein ist das Anliegen unserer Seele und der Raum, in dem sich Liebe entfalten kann. Diese Freiheit braucht sichere Strukturen und die Abwesenheit von Krieg, Gewalt und Bedrohung. Zur Zeit leben wir in einer kurzen Periode des Wohlstandes und der Sicherheit. Wir sollten diese nutzen, um das Leben von Mensch und Tier zu achten und Liebe zu schenken. Wir haben das Recht, bedrohende Menschen aus unserem Leben auszuladen, indem wir selbst damit aufhören, das Leben von Tieren und Menschen zu missbrauchen. Dazu ist eine Phase der ehrlichen Einschätzung eigener Verhaltensweisen angebracht, welche dann einer liebenden Urteilsfreiheit weichen kann.

FRAGEBOGEN ZUM ERKENNEN DER EIGENEN URTEILE

Wenn du wissen möchtest, wo du gerade stehst, dann schaue dir gerne verschiedene Menschen, Gruppen und Erscheinungen in deinem Leben an und sortiere sie in eine der folgenden 3 Kategorien ein. Mir ist bewusst, das dein Urteilsvermögen viel differenzierter ist, aber das würde zulange dauern. Es geht hier lediglich um die Erkenntnis, inwieweit du das Leben in gut und schlecht einteilst und in welchen Bereichen du zu einer Neutralität gelangt bist:

+ gut, liebenswert, wundervoll, schön

o neutral, wertungsfrei, gleichmütig

– schlecht, bedrohlich, verletzend, böse

Mutter (…) Vater (…) Geschwister (…) Partner (…) Freunde (…)  Reiche (…)  Arbeitslose (…)  Linke (…)  Rechte (…)  Ausländer (…)  Nazis (…)  Hippies (…)  Chinesen (…)  Muslime (…)  Christen (…)  Juden (…)  Lehrer  (…) Dumme  (…) Naive (…)  Intellektuelle (…)  Herzliche  (…) Bosse (…)  Kriecher (…) Denunzianten (…)  Staatsmänner (…) Despoten (…)   Powerfrauen (…)  Spirituelle  (…) Esoteriker  (…) Künstler  (…) Beamte (…)  Arbeitslose (…) Pflichtbewusste (…) Sonnenschein (…)  Regen  (…) Asylanten  (…) Waffenfabriken (…)  Wirtschaftsflüchtlinge  (…) Konzerne  (…) Veganer  (…) Vegetarier  (…) Fleischesser (…)  Gesunde  (…) Kranke  (…) Verschwörungstheoretiker (…) Verschwörer  (…) Gutgläubige  (…)

Zeit

ICH HABE ZEIT FÜR DIE WICHTIGEN DINGE

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Zeit ist die Dimension der Liebe, in der unser Leben stattfindet. Zeit macht die verschiedenen Bilder unseres Lebensfilmes nacheinander erfahrbar. In unserem ewigen Bewusst-Sein lassen wir diese Bilder wie in einem Film nacheinander auftauchen und erschaffen somit unsere Realität. Unsere innere Einstellung stellt uns auf einen bestimmten Erfahrungsbereich ein, wie ein Fernseher auf eine spezielles Programm eingestellt wird, das er dann empfängt.

So erfahren wir in unserer Lebenszeit eine bestimmte Sichtweise auf die Welt, welche uns sehr real und objektiv erscheint. Wir bemerken meist nicht, das wir uns selbst immer wieder für genau das Leben entscheiden, welches wir für möglich halten. In jedem Moment innerhalb der Zeit haben wir die Möglichkeit, unsere Einstellung zu ändern und neue Möglichkeiten in unser Leben einzuladen. Zumindest theoretisch.

Änderung geschieht zuerst im Geist und später, wenn unsere Gedanken stabil bei der erwünschten Wirklichkeit bleiben, auch im Leben. Jenseits des irdischen Lebens sind wir das eine, ewige Bewusstsein, welches wir gerade etwas ausblenden, um eine menschliche Erfahrung innerhalb der Zeit zu machen.

Es ist nicht einfach, während des Lebens einen Ausflug in die Dimension jenseits von Zeit und Raum zu machen, weil dazu ein komplettes Loslassen aller menschlichen Ideen, Wünsche, Ziele und Anhaftungen, inklusive des Körpers notwendig ist. Kaum ein Mensch macht das freiwillig, denn wir sind ja hier auf Erden, um uns in der Zeit zu erfahren. Wir kommen aus der grenzenlosen Liebe jenseits von Raum und Zeit und erschaffen in unserem Bewusstsein einen menschlichen Körper um das Abenteuer des Lebens zu erfahren und bewusst zu gestalten. Doch zurück zu unserem menschlichen Erleben von Zeit.

Zeit ist etwas subjektiv persönliches. Sie vergeht scheinbar sehr langsam, wenn wir immer wieder die gleichen Bilder aufrufen, wie es bei einer langweiligen Erwerbsarbeit geschieht. Genau das Gegenteil ist der Fall, wenn wir etwas Spannendes, Abwechslungsreiches und Schönes erleben. Dann scheint die Zeit sehr schnell zu vergehen. Ausserhalb des Lebenstraumes gibt es wiederum gar keine Zeit, wovon du dich in einer Nahtod- oder ausserkörperlichen Erfahrung selbst überzeugen kannst. Und obwohl es für uns ewige Seelen wirklich endlos viel Zeit gibt und jenseits von Raum und Zeit wiederum gar keine, haben die meisten Menschen das Problem des Zeitmangels.

Es gibt einfach soooo viele schöne Sachen, die wir gerne in einem Tag erleben wollen. Und auch eine Menge Sachen, die wir tun sollten, weil es unsere Pflicht ist. Und dann noch all die Arbeiten, die wir uns selbst vorgenommen haben. Und die Erwartungen der Familie, Eltern, Kinder und Partner. Und die ganzen spannenden Sachen die es auszuprobieren gibt. Urlaube und Reisen. Und dann wäre es auch noch schön, einfach nur da zu sein und das Leben zu geniessen.

Dazu bleibt aber am Ende des Tages fast keine Zeit, weil wir unsere lange To-Do Liste abarbeiten müssen. Und sobald wir die ganze Liste durchlebt haben, gibt es schon wieder die nächsten 100 Dinge, die auf unsere Aufmerksamkeit warten. Kennst du das?

Was bringt uns Menschen in der heutigen Zeit dazu, nicht genügend Zeit zu haben? Heute, wo es so viel technische Unterstützung gibt, die uns viele Stunden Arbeit täglich erspart? Noch vor 200 Jahren war eine Frau ganztägig damit beschäftigt, Wäsche zu waschen, den Ofen anzuheizen, Wasser zu holen, zum Markt zu laufen, Essen zu kochen, den Fußboden zu schrubben und die Kinder zu betreuen. Heute gibt es dafür Waschmaschinen, Autos, Strassen, fliessend warmes Wasser, Telefone, Computer, Heizungen, Herde, elektrisches Licht und Staubsauger.

Ich glaube, dass Menschen so viel tun müssen, weil sie sich NICHT die Zeit nehmen zu hinterfragen, was sie wirklich im Leben wollen. Sie scheuen sich davor, nach innen zu schauen und zu erkennen, das die meisten Ideen und Ideale gar nicht aus ihrer eigenen Seele kommen, sondern von Eltern und Gesellschaft einprogrammiert wurden. Und so halten sie nicht wirklich inne und lassen ihre wahre Leidenschaft auftauchen, sondern laufen weiter in der Tretmühle der Fremdbestimmung und packen sich im Wochentakt neue Projekte auf die Schultern, bis sie irgendwann zusammenbrechen.

ZEIT FÜR ZWEISAMKEIT

Beziehungen sind, wie alles andere auf dieser Welt, einem Wandel ausgesetzt. Manchmal geht dieser Wandel in die positive Richtung, weil wir uns in unserer Beziehung immer mehr öffnen, immer ehrlicher miteinander werden und immer mehr emotionale Wunden heilen. Doch manchmal geht die Veränderung auch einen anderen Weg: Das anfängliche Liebeshoch klingt ab, die Verpflichtungen nehmen Überhand und wir treffen unseren Partner nur noch zum Abendessen oder des Nachts im Bett, wo dann auch nicht mehr viel läuft.

Uns fehlen die vielen Stunden, in denen wir mit unserem Partner verliebt in den Armen liegen, uns wild in den Laken vergnügen und uns in tiefen Gesprächen einander offenbaren. Auf irgendeine seltsame Weise wird das Leben immer praktischer und die Zeit füreinander immer rarer. Und selbst wenn sie da ist, dann wird sie nicht mehr für liebevolles Kuscheln und tiefe Gespräche genutzt, sondern um diversen anderen Beschäftigungen nachzugehen.

Während die Zweisamkeit anfangs noch oberste Priorität hatte, einfach weil unser Partner für uns die Welt bedeutete, ist sie nun nur noch Gewohnheit und nicht mehr von ekstatischen Gefühlen begleitet. Der Grund für diese Veränderung scheint Zeitmangel und vielleicht auch Familienzuwachs zu sein, doch in Wirklichkeit ist es eine Veränderung unserer Sichtweise auf unser Gegenüber.

Anfangs sahen wir den Partner als wundervolle Seele, die uns durch ihre inneren (und äusseren) Qualitäten bezauberte. Wir verbrachten viel Zeit im reinen Zusammensein, im Fühlen und ineinander Eintauchen. Später wollten wir uns dann wieder der praktischen Seite des Lebens widmen und die Priorität verschob sich vom seelischen Liebesrausch zum körperlichen Funktionieren. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch die Liebe zum Erliegen bringen.

Natürlich muss das Leben auch funktionieren und die Arbeit getan werden. Die Frage ist nur, ob es aus einem Gefühl des erfüllten Liebesglücks geschieht, oder aus einem Gefühl der zwingenden Notwendigkeit. Gerade in einer Familie, in der Kinder, Arbeit und Haushaltspflichten Zuwendung einfordern, ist oft kein Platz mehr für die Zweisamkeit. Es fehlt die Zeit, die Gelegenheit, die Ungestörtheit, die Lust und die Kraft. Manchmal wird sogar die Beziehung zu den Kindern über die Beziehung zu dem Partner gestellt, was ein fataler Fehler ist, denn die Mann-Frau Beziehung ist die Basis der Familie und sollte immer die höchste Priorität haben.

Beziehungen, in denen die Kinder, die Arbeit und der Haushalt vor der Mann-Frau Liebe stehen, werden kraftlos und frustrierend. Die einfachsten Arbeiten nehmen in dieser Frustration viel Zeit in Anspruch und machen keinen Spass mehr. Um die Prioritäten wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen, sind Selbstehrlichkeit und Beziehungsgespräche notwendig, denn schließlich ist der Zeitmangel nur ein Symptom von ungelösten Beziehungskonflikten.

Drei Stunden täglich für Liebe, Sex und Zärtlichkeit einzuräumen sollte für jedes Paar möglich sein, denn am Anfang der Beziehung ging es ja auch. Wenn die Zeit plötzlich nicht mehr da ist, dann sollten beide Partner sich fragen, ob sie sich noch wirklich lieben und wollen. Eine Beziehung braucht Pflege und Zuwendung, wie alles andere, was wir lieben und wertschätzen. Diese Zuwendung muss aber aus einem inneren Wollen entspringen und kann nicht aufgezwungen werden. Wenn der Wille zu einem intensiven Beziehungsleben nicht mehr da ist, dann liegt das oft an unbewältigten Beziehungskonflikten und unausgesprochenem Groll.

Wenn du in deiner Beziehung vor der Situation des scheinbaren Zeitmangels stehst, dann können dir folgende Schritte beim Finden von Klarheit, Frieden und Liebe behilflich sein:

KOMMUNIKATION: Was bedrückt dich wirklich? Warum bist du gerade mit deiner Beziehung unzufrieden? Sprich dich über diese Konflikte mit deinem Partner aus. Sage ihm, wo und wann du dich vernachlässigt fühlst und äussere deinen Wunsch nach mehr Nähe und Zweisamkeit.

ENERGIE TANKEN: Versuchst du mit deiner Beziehung eine innere Leere zu kompensieren? Vielleicht hat dein Partner keine Lust mehr auf dich, weil du nur noch ein Schatten deiner Selbst bist. Finde deinen Enthusiasmus und deine sprühende Lebendigkeit wieder, die du Anfangs noch hattest. Kümmere dich ausgiebig um dich selbst, tanze und spiele, meditiere und bete, bis du wieder voller Energie bist. Nur so kannst du deinen Teil Liebe in die Zweisamkeit bringen.

EHRLICHKEIT: Hast du das Gefühl, das du keine Lust mehr auf deinen Partner hast? Sehnst du dich nach einen anderen Menschen, der vielleicht besser zu dir passt? Wenn das der Fall ist, dann brauchst du dich nicht wundern, wenn keine tiefen Momente mehr entstehen. Auch in diesem Fall musst du ganz ehrlich sein und offen über deine Problem reden. Nur so kann Heilung geschehen.

RÜCKBESINNUNG: Denke an die Zeiten des Verliebtseins zurück und versuche deinen Partner jetzt genau so wieder zu sehen: Als ein wundervolles Wesen, welches in dein Leben gekommen ist, damit ihr euer inneres Glück in der Beziehung entfalten könnt. Ihr seid zusammen, um Spass zu haben und nicht um zu funktionieren und eure Pflicht zu erfüllen.

EINZIGARTIGKEIT: Lass dich nicht von den Beziehungen anderer irritieren. Die meisten Menschen sind nicht wirklich glücklich und wenn du deren Beziehung kopierst und versuchst genauso gewissenhaft und angepasst zu sein, dann wirst du eine genauso tote Beziehung haben. Deine Beziehung ist genauso einzigartig wie du und dein Partner und ihr müsst euren eigenen Weg ins Glück finden.

LEIDENSCHAFT: Lege grossen Wert auf deine Sexualität und lass diese Form der Zweisamkeit euch beiden mehrere Stunden täglich Freude bringen. Spiele mit deinem Partner all das, was du dir vielleicht mit einem anderen Partner erträumst. Sprich mit deinem Partner über deine Wünsche und Visionen. Und lebe sie dann aus.

KLARHEIT: Wenn dir tatsächlich deine Kinder und deine Arbeit wichtiger sind als dein Partner, dann sei auch damit ehrlich und gib deinen Partner frei. Was bringt es, ihn an dich zu binden, wenn ihr sowieso keinen Spass mehr miteinander habt? Wenn du dann alleine bist, hast du alle Zeit der Welt, um ganz Mutter oder Vater zu sein, oder eine grossartige Karriere zu machen. Du wirst dann zwar vielleicht feststellen, dass das ohne deinen Partner absolut nicht erfüllend ist, aber wenigsten herrscht dann Klarheit und du weisst wieder, was dir wichtig ist.

ÜBUNG FÜR MEHR ZEIT IM LEBEN

Die Lösung für mehr Zeit im Leben ist anzuhalten und nach innen zu schauen. Und zwar nicht erst, wenn der Arzt Burnout diagnostiziert hat, sondern schon viel eher. Zeit ist neben Gesundheit und Liebe der wichtigste Schatz im Leben und wir bemerken dass meist erst dann, wenn uns die Zeit abhanden gekommen ist.

Was willst du wirklich im Leben? Sei es Freiheit, Urlaub, Ruhm, Erfolg, Sex, Altruismus, Familie, Reisen, Reichtum, Freunde, Wandern, Sport, Musik, Kunst, Hobbies – bedenke, das der Tag nur 16 Wachstunden hat, in denen du das Leben im Wachtraum geniessen kannst.

Triff eine Auswahl der wichtigsten Beschäftigungen und mache dir eine Prioritätenliste, in der du ganz konkret den täglichen Zeitaufwand der einzelnen Aktivitätet notierst.

Bleibt noch genügend Zeit um einfach entspannt das Leben zu genießen? Plane am besten täglich 5-7 Stunden für Entspannung, tanzen, musizieren, Filme schauen, spazieren gehen, lesen, Sex, Massagen und geniessen ein.

Wenn du eine Familie willst, dann sei dir bewusst, das Kinder in den ersten Jahren 8-16 Stunden deiner Zeit in Anspruch nehmen. 8 Stunden, wenn dich dein Partner, eine Tagesmutter oder die Grosseltern unterstützen. 16 Stunden, wenn du das ganze alleine stemmst.

Wenn du ein Vollzeit-Angestellten-Verhältnis eingehst, dann tauschst du deine kostbare Lebenszeit gegen Arbeit ein. Diese Arbeit sollte wirklich sinnvoll und erfüllend für dich und alle Beteiligten sein. Sie sollte dem Frieden und dem Glück der Menschen dienen und schadensfrei für Umwelt, Tiere und Pflanzen sein. Bedenke, dass dir nicht allzu viel Zeit für andere Aktivitäten bleibt. Deine Arbeit sollte deshalb unbedingt Spass machen, erfüllend sein und deine höchste Mission im Leben darstellen.

Sei dir bewusst, dass du alles im Leben verwirklichen kannst, wenn du es zu einer Priorität machst und wirklich daran glaubst. Das bedeutet aber auch, das du vielleicht Dinge loslassen oder auf später verschieben musst, die unten auf deiner Liste stehen. Es wäre doch schade, wenn du die schönsten Dinge im Leben nicht erleben und geniessen kannst, weil dir die Zeit dazu fehlt.

Mache dir eine weitere Liste, in der du planst, wie lange du lebst und in welchen Lebensphasen du die verschiedenen Pläne verwirklichst, für die dir genau jetzt die Zeit oder der Partner oder die Mittel fehlen. Natürlich ist solch ein Plan in ständiger Wandlung, aber er kann dir als ein Anhaltspunkt dienen, um Prioritäten auf der Zeitachse deines Lebens zu verteilen. So gerätst du nicht in Freizeitstress und hast trotzdem das Gefühl, dass du im Laufe deines Lebens alles umsetzt, was deine Seele hier auf Erden in dieser Runde und in diesem Körper verwirklichen will.

Zweifel

ICH DRINGE SKEPTISCH ZUR WAHRHEIT VOR

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Vor jeder neuen Errungenschaft, sei es in Wissenschaft, Philosophie, Spiritualität oder im persönlichen Leben, steht immer das kritische Anzweifeln des Althergebrachten. Eine zweifelnde Betrachtungsweise hilft uns dabei, alte Ansichten über Bord zu werfen und uns leer zu machen für etwas Neues, was uns viel besser liegt und gut tut.

Gesunder Zweifel ist absolut wichtig, denn ohne ihn würden wir heute immer noch Hexen verbrennen, Menschen in fernen Ländern wie Sklaven ausbeuten, Systemkritiker zensieren, einsperren und beseitigen, einen Überwachung- und Polizeistaat aufbauen, ungebremsten Kapitalismus die Natur vernichten lassen und immer wieder neue Katastrophen heraufbeschwören, um Krieg und Kontrolle zu legitimieren.

Du siehst selbst, der Zweifel hat auch in Europa keine große Chance, denn bis auf die Hexenverbrennung sind all diese menschenfeindichen Praktiken an der Tagesordnung.

Ich persönlich zweifle die Notwendigkeit für Kriege, Pestizide, Massentierhaltung und Regenwaldrodung an. Ich zweifle die Sinnhaftigkeit und Produktion von immer perfekteren und perfideren Waffen an. Ich zweifle das Geldsystem und den Aktienhandel an, indem die 100fache Geldmenge der Erde verspielt wird. Ich zweifle die Integrität der Politiker an, die all das unterstützen und nach Beendigung ihrer politischen Karriere einflussreiche Posten in der Wirtschaft bekommen, die sie vorher gefördert haben. Ich zweifle die Massenmedien an, die uns den ganzen Wahnsinn als Notwendigkeit verkaufen. Und ich zweifle die Intelligenz der halben Menschheit an, die all das unterstützt, die in den Waffenfabriken arbeitet, die mit riesigen Maschinen den Regenwald zerstört, die sich und ihr Haustier mit dem Fleisch aus Massentierhaltung füttert. Und zur Zeit ver-zweifle ich gerade noch mehr an meinen Mitbürgern, weil sie gar nicht bemerken, wie sie im Namen einer Erkältungskrankheit ihre Arbeit, ihre Grundrechte, ihre Freiheit und ihre körperliche Unversehrtheit bereitwillig aufgeben.

Das Problem ist, das sich diese Umgangsweise mit der Erde und ihren Geschöpfen nicht ändern wird, wenn wir sie selbst nicht ändern. Unser Überlebensinstinkt ist nunmal eine Kraft, die nur mit sehr viel Verstand, Wohlstand und Herzensliebe beruhigt werden kann.

Warum fühlen sich Kritik und Zweifel so unschön an und warum sind diese Gefühle trotzdem absolut lebensnotwendig?

Wenn wir unserem zweifelnden und kritisierenden Verstand völlig vertrauen, dann fühlen wir uns zwangsläufig unwohl, weil in dieser Abwehrhaltung kein Platz für ein offenes Herz ist. Trotzdem sind Kritik und Zweifel unsere besten Werkzeuge um die antiquierten Konzepte von Eltern, Lehrern und Gesellschaft zu hinterfragen und um zu unserer authentischen Wahrheit zurück zu finden.

Vor jeder neuen Errungenschaft, sei es in Wissenschaft, Philosophie, Spiritualität oder im persönlichen Leben, steht immer das kritische Anzweifeln des Althergebrachten. Eine kritische und zweifelnde Betrachtungsweise hilft uns sehr dabei, alte Ansichten über Bord zu werfen und uns leer zu machen für etwas Neues, was viel besser zu uns passt.

Natürlich mussten in der Vergangenheit viele Zweifler und Andersdenkende für ihre geistige Wachheit ihr Leben lassen, weil gerade Machthaber nicht gerne kritisiert und angezweifelt werden. Und selbst unsere Eltern und Freunde sehen es nicht so gerne, wenn wir deren Ideen nicht mit offenen Armen annehmen und in unser Leben integrieren.

Angezweifelt zu werden fühlt sich nicht gut an und wir alle kennen die chronischen Kritiker und Zweifler, die immer etwas auszusetzen haben und auch die schönsten Visionen mit ihrem messerscharfen Verstand in kleine Teile zerstückeln. Doch das ist nur die falsche und herzlose Anwendung von Zweifel und Kritik und es macht keinen Sinn sich mit diesen Menschen zu streiten.

Was wir aber tun können ist, den Zweifel und die Kritik in den Dienst unseres Herzens stellen und uns mit dieser Kraft vertrauensvoll in die Brandung des Lebens werfen. Unsere Gefühle werden uns nämlich in jedem Moment genau sagen, ob das, was wir hören, sehen und erfahren uns dient oder nicht. Wenn es sich ungut anfühlt, dann können wir es anzweifeln, kritisch hinterfragen und mit unserer Herzensweisheit vergleichen. Wenn es sich ausnahmslos gut anfühlt, dann gibt es keinen Grund für Zweifel. Unser inneren Weisheit sollten wir immer das letzte Wort lassen, denn sie hat einen Überblick, weit über die Grenzen von Raum, Zeit und Verstand hinaus.

Wenn du aber feststellst, das du es mit dem Zweifeln zu weit treibst und du auch deinen eigenen Wert, dein Anrecht auf Glück, deine Gesundheit und deine schönen Träume anzweifelst, dann ist es an der Zeit mit diesem inneren Zweifler mal ein ernsthaftes Wort zu reden und ihn zu fragen, warum er so hartnäckig ist und dir nicht erlaubt, dein Leben freudvoll zu leben. Und du wirst bemerken, das er, wie jeder andere Persönlichkeitsanteil, es nur gut mit dir meint und dich beschützen will. Genau wie deine Eltern damals, als du noch ein kleines zartes Geschöpf warst, scheinbar unfähig, den Unbilden der Welt und den Launen der Erwachsenen zu trotzen.

Mit dem inneren Zweifler zu reden kann großen Spaß machen und ist sehr hilfreich. Keine Angst, wenn wir selbst unsere zweifelnde Stimme nicht hören wollen, dann wir sie uns von anderen Nahe gebracht. Diese Menschen werden wir dann vielleicht dafür ablehnen, das sie uns unsere eigene innere Zerrissenheit spiegeln. Es ist deshalb absolut ratsam, sich mit den zweifelhaften Selbstaspekten prophylaktisch auszusöhnen, statt sie nach außen zu projizieren.

Um das zu üben, nimmst du einen deiner vielen offenen Wünsche und stellst ihn in den Raum. Ganz automatisch werden alle Gegenargumente aufkommen, die du innerlich hast. Wenn du keine Zweifel hättest, wäre der Wunsch bereits realisiert. Höre also auf die innere Stimme des Zweifels und diskutiere ein Weilchen mit ihr, indem du die Stimme der Weisheit gegenüberstellst. Wenn du deine innere Zweifelstimme davon überzeugt hast, das du ihren Schutz nun kaum noch brauchst und dein Leben selbst in die Hand nehmen kannst, dann wird sie sich gerne ausruhen und dich dein schönstes Leben erschaffen lassen.

Dein innerer Dialog sollte mit einem Partner oder schriftlich stattfinden und kann ganz konkret z.B. so aussehen:

Wunsch: Ich würde gerne in einer Welt leben, in der jeder Mensch meine Werte von Freiheit, Gewaltlosigkeit und Bewusstheit achtet und am besten auch selbst lebt, damit das gemeinsame Leben mehr Spaß macht.

Zweifel: Das wird nie passieren, da ein Großteil der Menschen nunmal sehr unbewusst ist und niederen Instinkten folgt, welche nicht viel Rücksicht auf deine schönen Ideen nehmen.

Weisheit: Es muss auch niemand deinen Idealen folgen, den du bist der Schöpfer deiner Welt und kannst erstmal selbst anfangen so zu leben, wie du es dir von anderen wünschst. Dadurch ziehst du automatisch Menschen an, die so fühlen und denken wie du. Und schon formt sich die Welt um dich, die du dir wünschst.

Zweifel: Aber das dauert viel zu lange und ist auch viel zu anstrengend. Ich will, das die anderen damit anfangen und ich mich im gemachten Nest zurücklehnen kann.

Weisheit: Du erkennst selbst, das diese Wünsche infantil und egoistisch sind? Du bist der Schöpfer deiner Realität. Von dir geht Liebe und Heilung aus und wird dann von der physischen Realität gespiegelt.

Zweifel: Ok, ok, du hast ja recht. Ich schätze du brauchst mich jetzt nicht mehr und ich kann mich anderen Aufgaben zuwenden. Du hast ja noch genug Themen in die ich mich verbeißen kann.

Weisheit: Danke lieber Zweifel, das du mich herausgefordert hast und mir die Möglichkeit gegeben hast, mich auszudrücken. Ohne dich hätte ich keinen Ausgangspunkt, von dem aus ich den Weg in das Erwünschte ebnen kann.

Wenn du alle deine eigenen Wünsche so geklärt hast, kannst du die Übung mit universellen Wahrheiten fortsetzen, wie z.B: Ich bin eins mit der universellen Liebe. Es ist unmöglich allein zu sein. Ich kann nicht sterben. Verlust ist nicht möglich. Getrennt zu sein ist eine Illusion. Ich bin eins mit meinem Schöpfer. Ich kann keine Fehler machen. Ich bin absolut unschuldig. Ich bin liebenswert, liebend und geliebt für immer. Ich bin der Schöpfer meiner Realität. Ich habe immer die freie Wahl. Ich bin das Licht der Welt.

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