Prinzipien

Der Liebe

Ein Buch über die Liebe und wie du sie findest

Liebe ist in meinen Augen etwas ganz natürliches. Sie wird mit Leichtigkeit gefühlt, wenn wir ihren Prinzipien folgen. Und sie bleibt ebenso unerreichbar, wenn wir es nicht tun. Von Natur aus sind wir als Mensch schöpferische Wesen. Wir haben die Fähigkeit eigene Gedanken und Reaktionen zu wählen. Durch diese Wahl entscheiden wir uns in jedem Moment für die Liebe – oder gegen sie.

Es liegt an uns selbst, die richtige innere Einstellung zu finden, um diese Frequenz auch wirklich empfangen zu können. Das Einstellen unseres Körper-Seele-Geist Systems auf die feine, alles durchwebende Schwingung der Liebe ist das Ziel von Yoga, Therapie, Meditation, Gebet und spiritueller Praxis. Auch von Singen, Tanzen, Kuscheln, Küssen, Kreativität, Romantik und anderen weltlichen Aktivitäten. In spirituellen Kreisen wird das Einswerden mit der Liebe Erleuchtung oder Samadhi genannt, für Christen heißt es Himmel und für rationale Menschen Flow oder High oder Verliebtsein.

Liebe funktioniert, wie alles andere, nach dem Gesetz der Resonanz. Desto mehr wir sie verschenken, desto mehr kommt sie in unser Leben zurück. Das wundervolle, warme Gefühl, was wir dabei im Herzen spüren, ist der Indikator, das wir gerade alles richtig machen. Ebenso wie die kalte Verzweiflung unseres Verstandes ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass wir gerade ängstlich oder wütend auf dem Weg in herzlose Abgrenzung sind.

Obwohl Liebe das schönste Gefühl auf Erden ist, wird sie leider in keiner Schule gelehrt und unsere Eltern sind selten ein gutes Vorbild. Doch Liebe ist erlernbar, wenn wir ihre Prinzipien kennen und uns ganz auf sie einlassen.

Ich wünsche dir viel Spaß mit diesem Buch. Nimm dir das mit, was sich für dich stimmig anfühlt, was dein Herz berührt. Jeder Mensch ist individuell und hat seine eigenen Erfahrungen und Vorlieben. Wenn du magst, dann such dir einfach ein Prinzip aus, was dich besonders fasziniert und beginne dort mit dem lesen.

Authentizität

Ich zeige mich frei und freudig, in meiner natürlichen Schönheit.

Authentizität entspringt aus einem Gefühl des richtig Seins, des Selbstvertrauens und der Selbstliebe. Menschen die sich nicht von anderen abhängig machen und ehrlich zu ihren Gefühlen und Visionen stehen, sind authentisch. Ganz zu sich selbst zu stehen erfordert entweder grosse Weisheit, oder grosse Naivität. Und so gibt im Grunde nur zwei Arten von Menschen, die 100% authentisch sind: grosse Meister und kleine Kinder.

Kleine Kinder sind authentisch, weil sie gar nicht anders können. Ihr logischer Verstand ist noch zu unterentwickelt, als dass sie über die Folgen ihrer Handlungen und Gefühlsäußerungen reflektieren könnten. Sie handeln einfach aus inneren Impulsen heraus und lassen all ihre Gefühle zu, egal ob diese in den Augen anderer schön oder hässlich sind. Diese Phase der Authentizität dauert bei Kindern unterschiedlich lange an, abhängig von der erzieherischen Vehemenz der Eltern und vom Lebensplan der Kinder. Nicht jedes Kind hat Authentizität auf seiner Agenda. Viele Kinder, wollen einfach nur ein Teil der Gemeinschaft sein und von anderen Menschen akzeptiert werden.

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Meister sind authentisch, weil sie ihr wahres Selbst erkannt haben. Sie folgen der liebenden, lebensbejahenden Intuition, statt den veralteten Konzepten. Meister haben jedes ängstliche Überlebensmuster ihrer Vergangenheit hinterfragt und losgelassen, sofern es nicht mehr dienlich war. Ein Meister hat die Quelle der Liebe in sich entdeckt und lässt diese frei fließen, weil er alle Wesen und auch die eigenen inneren Anteile so annehmen kann, wie sie sind.

Leider ist Authentizität unter dem Grossteil der Menschen nicht sehr verbreitet, denn diese Eigenschaft ist gefährlich und bringt ausser Selbstliebe und einem reinen Gewissen kaum Gewinn. Wenn ein Mensch seine innere Wahrheit in Worten und Taten zum Ausdruck bringt, dann kann das massiv mit den Ansprüchen von Machtmenschen kollidieren, welche alles versuchen, um ihre korrupte Lebensweise durchzusetzen. Sie versuchen authentische Kinder von klein auf zu Gehorsamkeit und Selbstverleugnung zu erziehen und wenn das nicht fruchtet, später mit Gesetzen und Verordnungen in die Knie zu zwingen. Das Resultat ist eine zutiefst unehrliche Gesellschaft, in der es nur um den persönlichen Gewinn auf Kosten aller anderen Lebewesen geht.

Wenn alle Menschen authentisch wären und nur auf ihr Herz hören würden, statt auf ihre Existenzängste, dann wären die Fabriken und Büros von heute auf morgen verwaist und die Menschen würden viel lieber ihrer wahren Berufung folgen, als Dinge herzustellen, zu verkaufen und zu verwalten, die niemand wirklich braucht.

Wenn du in deinem Leben an einem Punkt angekommen bist, an dem du bemerkst, das du noch viele ungelebte Träume in dir hast, dann ist es bei dir vielleicht an der Zeit, noch authentischer zu werden und noch mehr auf dein Inneres zu hören. Vergiss dazu am besten alle Meinungen, klugen Ratschläge und Erfahrungen deiner Eltern und die kritischen Bedenken deiner Freunde.

Wenn du Zeit deines Lebens ein Künstler werden wolltest – dann tue es. Wenn du schon immer einmal einsam in der Wildnis leben wolltest – probiere es aus. Wenn dich der Wunsch überkommt einen Garten anzulegen und deine eigenen Erdbeeren zu essen – mach es einfach. Wenn du unbedingt durch die Welt reisen und andere Kulturen erkunden wolltest – jetzt ist die Zeit dafür.

Es gibt kein richtig oder falsch. Du wirst zu all deinen Wünschen die passenden Spielpartner finden und den perfekten Rahmen, um sie auszuleben. Wenn dein Wunsch authentisch ist und du dich von deinen inneren Widerständen befreien konntest, die dich bisher an einer Manifestation hinderten, dann werden alle Mittel zu dir fliessen und alle Wege sich dir öffnen.

Das muss so sein, weil du der Schöpfer deiner Welt bist. Dein Wille ist die größte Kraft in deinem Universum und du darfst sie dazu nutzen, um deine Träume in die Tat umzusetzen, sofern sie der Liebe dienen. Auch wenn das bedeutet, dass deine bisherigen Freunde und deine Eltern die Stirn in Falten legen und die Nase rümpfen. Lass sie einfach, das gibt sich wieder. Und wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. Du wirst neue Freunde finden, die dich so lieben wie du bist, mit all deinen verrückten Ideen und deiner authentischen Kraft.

Das Gefühl wieder der Meister des eigenen Lebens zu sein, statt eine Marionette für die Wünsche anderer darzustellen, ist all die Unsicherheiten und Veränderungen im Leben wert.

 

FRAGEN FÜR EIN AUTHENTISCHES LEBEN

Wenn du so sehr in gesellschaftlichen Vorstellungen und Ideen anderer verwickelt sein solltest, dass du gar nicht mehr weißt, was deine authentischen Wünsche sind, dann können dir folgende Fragen helfen:

Was will ich wirklich?    

Wo bin ich nicht authentisch?    

Was tue ich nur um besser zu wirken?

Wo verleugne ich meine wahren Gefühle?    

Wo sage ich „ja“, obwohl ich „nein“ meine?    

Wem traue ich nicht meine Wahrheit zu sagen?    

Wen will ich nicht verletzen, durch meine Ehrlichkeit?    

Wen lächle ich an, obwohl ich ihn innerlich verabscheue?    

Wohin würde ich gehen, wenn ich ganz alleine und frei wäre?    

Welche Notlügen halte ich vor anderen und vor mir selbst am laufen?    

Welche Arbeit mache ich tagtäglich, entgegen meiner wahren Berufung?    

Was macht mir so viel Spass, das ich es von morgens bis abends tun kann? 

Wo verleugne ich eigenen Bedürfnisse und Wünsche, um anderen zu gefallen?

Was traue ich mir nicht zu tun oder zu sagen, obwohl ich spüre, dass es der nächste Schritt wäre?   

Authentizität ist unser inneres Licht, welches von vielen Schichten der Unehrlichkeit und von faulen Kompromissen überdeckt wurde, bis es fast nicht mehr zu sehen ist. Wenn du dein Licht wieder befreist, gewinnst du deine Schöpferkraft zurück und damit all die Freude, die mit dieser Kraft einhergeht.

Das sage ich aus eigener Erfahrung, denn ich war schon oft in meinem Leben an einem Punkt, an dem das Alte, Sichere und Etablierte sich nicht mehr authentisch anfühlte und ich genau wusste, das ich aufbrechen und alles zurücklassen musste, wenn ich ehrlich zu mir selbst und meinen Wünschen sein wollte.

Da musste eine gutbezahlte Designerkarriere in Köln dran glauben, ich musste ein Haus unter Palmen in Costa Rica aufgegeben und eine stagnierende, liebevolle Paarbeziehung auflösen. Ich habe schon mehrmals die Freundeskreise gewechselt, ebenso wie die Heimatländer und Wohnorte. Das fiel mir nicht leichter, als anderen Menschen und ich habe auch jedes mal eine gewisse Zeit gebraucht, um mich von dem bisherigen Leben zu verabschieden und den Verlust zu betrauern.

Doch so ist es nun mal: wenn wir dem Ruf unserer Seele folgen, werden wir von neuen Abenteuern angezogen und zu freudvollen Wachstumsschritten geführt. Die Sicherheit, die uns den Mut dazu gibt, ist bereits in uns. Es ist die Sicherheit unserer Verbindung mit unserem inneren Selbst, unserer Seele, unseren spirituellen Wurzeln. Die Verbindung zu dem Teil in uns, der uns auf allen Wegen unterstützt und immer ja zu uns sagt. Unserer Seele sind weltliche Anhaftungen völlig unbekannt. Sie sagt immer ja zu neuen Abenteuern, auch wenn das Abenteuer nur darin besteht, eine alte Situation, mit neuen Augen zu sehen.

Selbstliebe

Ich liebe alles was in meine Leben erscheint, weil ich verbunden bin

Stell dir vor, die Welt wäre ein Traum – erschaffen von einem ewigen Bewusstseinsfeld, welches jenseits von Raum und Zeit existiert. Alles was hier erscheint, alles was du siehst, alle Menschen, Pflanzen und Tiere, dein eigener Körper, deine Beziehungen, dein Leben – all das ist ein Traum, der in diesem Geist stattfindet und von dem dein persönliches Selbst ein Teil ist.

Wäre dann nicht alles in dieser Welt ein Teil von dir, weil auch dein persönliches Bewusstsein ein Teil von dem endlosen All-Bewusstsein ist? Und wäre dann nicht der nächste logische Schritt, allen Wesen und Ereignissen mit Liebe zu begegnen, die du gerade selbst erträumst? Schließlich hast du sie selbst mit-erschaffen und würdest dich wesentlich besser fühlen, wenn du sie als deine eigene Schöpfung liebevoll annimmst. Jede Liebe, auch zu anderen, wäre dann eine Form der Selbstliebe, weil es ja nur das eine Selbst gibt, welches in verschiedenen Formen erscheint.

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Selbstliebe ist dann nicht die narzisstische Liebe zum eigenen Körper und Ego, sondern eine weite Liebe, welche alles was existiert, als sich selbst erkennt und liebt.

Diese Theorie der geistigen Natur des Universums wird unter Physikern ernsthaft diskutiert und erklärt alle mysteriösen Ereignisse, wie Nahtoderfahrungen, Fernwahrnehmung, Präkognition, Gravitation, Quantenverschränkung, Big Bang und überhaupt die Existenz dieses Universums. Es macht also durchaus Sinn, diese Realität als eine perfekte geistige Schöpfung anzusehen und zu lieben.

Voraussetzungen für Selbstliebe sind: Heilung kindlicher Traumata, Vergebung der Eltern, Erfüllung grundlegender Bedürfnisse, Trost, Freiraum für persönliche Entfaltung, Anerkennung der eigenen Größe und Schönheit, Nähe zu Gleichgesinnten, Verbindung mit dem Urgrund des Seins, eine Mission im Leben, Ehrlichkeit und Wahrheit, Entschlossenheit, Loslassen von Süchten und Vermeidungsstrategien, Mut zu Neuem, Abgrenzung gegen Übergriffigkeiten und all das, was dir ganz persönlich wichtig ist, um lieben zu können.

Als Dank für die geistig-seelische Öffnung schenkt dir Selbstliebe die Freude am Sein, ekstatische Liebe, tiefes Vertrauen, die gesamte Energie des Kosmos, Enthusiasmus, unerschütterliche Präsenz, Stärke, ein Gefühl von Angekommen-sein und Heimat, Treue, Ausrichtung auf das Gute und Schöne, Reinheit des Herzens, harmonische Liebesbeziehungen, Sinn und Erfolg im Leben, inneren Reichtum, Kreativität, Zeit für alles Wichtige, Verbundenheit mit der geistigen und physischen Welt, um nur ein paar der Geschenke zu nennen.

Wenn Selbstliebe so wichtig ist und wir alle mit ihr geboren sind, wie kommt es dann, das so viele Menschen sie scheinbar verloren haben und sich rücksichtslos gegenüber Mensch, Tier und Natur verhalten?

Fehlende Selbstliebe entsteht durch eine lieblose, traumatische Kindheit, in welcher die Eltern das Kind vernachlässigen, über-erziehen oder misshandeln. Das Kind verlernt, was Liebe und Verbindung sind und beginnt sich selbst die Schuld dafür zu geben. Wenn einem Kind die Erfahrung des eigenen Wirkens in der Familie und der Welt durch Erziehung oder Ignoranz ausgetrieben wird, dann fühlt es sich machtlos, schwach und depressiv. Es liebt nicht mehr, ist argwöhnisch und vorsichtig. Vielleicht hasst dieses Kind sogar die Welt und die Menschen, weil die Enttäuschung zu massiv war. Es strahlt nicht mehr freudig andere Menschen an, sondern verkriecht sich im anonymen Internet, um die fehlende Liebe mit YouTube und Facebook zu ersetzen. Später nimmt der lieblose Mensch irgendeine langweilige Arbeit auf, weil die Begeisterung für das Leben und die eigene Mission schon vor Jahren gestorben ist. Der liebesunfähige Mensch hat eine abhängige und frustrierende Beziehung, sofern er überhaupt einen Partner findet. Oder er hat viele Affären, weil tiefe Beziehung ihm Angst macht. Er hält sich mit Aspirin und Impfungen über Wasser, bis das ganze System irgendwann zusammenbricht. Dann gibt es die Chance, die Vergangenheit aufzuarbeiten und die Selbstliebe wieder auszugraben, oder ein zweite Runde der Selbstverleugnung zu drehen, sofern der Körper noch mitspielt.

So traurig wie das alles klingt ist es auch, vor allem, weil es vermeidbar ist, sofern der Betroffene sich nicht tief in Drogen, Workoholismus und familiäre Abhängigkeiten verstrickt hat. Falls ein Ausbruch aus dem lieblosen System möglich ist, wird er durch eine Therapie und einem Wechsel der Lebensumstände enorm erleichtert. Auf jeden Fall muss etwas verändert werden, denn Zitat: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Doch nun zu dem, was für jeden Menschen möglich ist, nur für manche etwas mehr Mut und Arbeit braucht – die radikale Selbstliebe.

Der sich selbst liebende Mensch wurde in der Kindheit meist nicht gebrochen und hat seine natürliche Freude, Liebe und Begeisterung aus Kindheitstagen beibehalten. Er kann selbst entscheiden, was ihm gut tut und im Notfall klare Grenzen setzen, weil seine Selbstwirksamkeit schon in der Kindheit gefördert wurde. Ein selbstliebender Mensch ist offen für neue Erfahrungen mit anderen liebevollen Menschen, die er sofort erkennt, weil seine Schwingung mit deren Liebe in Resonanz geht. So fällt es ihm leicht erfüllende Beziehungen zu führen, denn seine eigene Liebe spiegelt sich wie von selbst im außen. Ein selbstliebender Mensch hat viel Zeit für die schönen Dinge im Leben, denn er muss niemanden retten und sich für andere aufopfern. Er macht das, was ihm Spaß macht und wenn andere das feiern, dann entsteht ein Feld der Freude und Liebe. Wenn nicht, dann ist er genauso glücklich, denn er arbeitet aus der Freude seines Herzens und das ist bereits Lohn genug. Ein liebevoller Umgang mit dem eigenen Körper ist genauso selbstverständlich, wie die Achtung von Tieren, Pflanzen und der ganzen Welt, denn Liebe kennt keine Grenzen. Das liebende Selbst ist allgegenwärtig und ewig, denn es ist die Basis des gesamten Universums. Der Selbstliebende hat sich als Liebe erkannt und kann nicht anders, als diese zu leben und auszustrahlen.

MEDITATION IN DIE SELBSTLIEBE

Selbstliebe ist die Erkenntnis, das du ein grossartiges Wesen bist, voller Kraft, Liebe und Inspiration, die du zum höchsten Wohler aller in die Welt bringst. Aus jeder Krise und jedem scheinbaren Fehler wird eine neue Lösung geboren wird, die du dann freudig annimmst.

Du bist richtig, genauso wie du bist. Die gesamte Schöpfung ist froh, dass es dich gibt und dass du diese Welt mit deinen persönlichen Wünschen, Gedanken und Taten bereicherst. Ohne dich wäre dieses Universum unvollkommen, weil du so viel mehr bist, als dein kleiner Körper und deine Persönlichkeit.

Lass uns diese Wahrheiten über uns jetzt gemeinsam praktizieren. Lege dich am besten dazu hin und entspanne deinen Körper. Sage dir jetzt:

Ich liebe mich. Ich liebe mich. Ich liebe mich.

Ja, du liebst dich, weil du selbst ein Teil der allumfassenden Liebe bist. Du bist von Natur aus wundervoll und liebenswert. Wenn andere Menschen das nicht so sehen, hat das in erster Linie mit deren Sichtweise zu tun. Du bist wertvoll, einfach weil du existierst. Sage dir noch einmal:

Ich liebe mich. Ich liebe mich. Ich liebe mich.

Ab Heute lässt du dich nur noch von deinen positiven Gefühlen leiten. Du denkst, sprichst und handelst aus deinem Herzen und aus deiner eigenen Intuition heraus.

Wenn sich etwas im Nachhinein als unpassend herausstellt, dann lernst du daraus und bist dankbar für die Lektion des Lebens.

Wenn du später aus der Distanz heraus dein Leben betrachtest, wirst du erkennen, das du von deiner inneren Wahrheit immer richtig geführt wurdest. Du erkennst, das auch jede schmerzhafte Erfahrung wichtig für deine menschliche Entwicklung war, um deinem Potential näher zu kommen.

Deine Seele führt dich in jedem Moment und hat den großen Überblick, weil sie jenseits von Raum und Zeit steht. Sage dir noch einmal:

Ich liebe mich. Ich liebe mich. Ich liebe mich.

Du lässt dich von deiner liebenden Seele führen. Vielleicht spricht sie durch Visionen, durch Worte oder durch Intuition zu dir. Das hängt ganz davon ab, worauf du deinen Fokus richtest.

Du wirst immer ein Gefühl zu der Entscheidung oder zu der Tat haben, die ansteht und wenn dieses Gefühl ein positives ist, dann wird es sich im Nachhinein auch nicht wie ein Fehler anfühlen.

Wenn du ein negatives Gefühl hast und die Erfahrung trotz dieser Warnung annimmst, dann hast du noch innere Widerstände und die Erfahrung wird lehrreich bzw. schmerzhaft sein. Auch sie ist kein Fehler, weil du daraus um so mehr lernen wirst.

Du liebst dich und die Tatsache das du nichts falsch machen kannst. Im extremsten Fall wirst du deinen Fokus aus diesem Lebenstraum zurückziehen und wieder erwachen, was aus der irdischen Perspektive dann als dein Tod interpretiert wird.

Dieses Erwachen kannst du aber auch jetzt schon erlangen und musst dafür nicht deinen Körper verlassen. Sage dir:

Ich bin erwachte Liebe, ich bin erwachte Liebe…

Du kannst hier und jetzt deinen eigenen Wert erkennen, der dir nicht von anderen Menschen gegeben wurde, sondern von der allumfassenden Liebe, die deine Quelle ist. Du bist richtig wie du bist, weil du so viel mehr bist, als deine persönlichen Gedanken, dein Körper und deine Geschichte.

Du bist ein wundervolles Wesen und du liebst es deine eigene Grossartigkeit in dieser Welt auszudrücken, so gut du das gerade kannst. Du entwickelst dich ständig weiter und so tut es das gesamte Universum. Alles ist in Bewegung und in Veränderung. Alles Irdische kommt und geht, wird geboren und stirbt. Warum solltest du in diesem Prozess der Wandlung ein starres Konzept von richtig und falsch aufbauen? Wozu sollest du dich mit solchen Urteilen über andere und über dich selbst belasten?

Du könntest solchen Gedanken einfach keinen Wert mehr beimessen und dich auf das fokussieren was ewig ist:

Ich liebe meine eigenes Selbst, ich liebe meine eigenes Selbst…

Du kannst dich jetzt deinem reinen, wunderbaren Sein hingeben. Du bist einfach hier und jetzt da. Du bist in Liebe mit dir und deinem Leben und allen Wesen die darin auftauchen.

In diesem freien Raum deines Seins kommen großartige Gedanken, von einer neuen Welt, in der immer mehr Menschen nach innen schauen und aus ihrer innewohnenden Liebe heraus handeln, statt aus Zwängen und Notdurft. Du siehst eine Welt in der alle Gefühle erlaubt sind und in der sich jeder ausprobieren darf, ohne dafür verurteilt zu werden. Eine Welt in der es endlos viele Chancen und keine Fehler gibt.

Du erkennst jetzt auch wie du selbst dazu beitragen kannst. Du wirst dir selbst und anderen Menschen Freiheit schenken. Du lässt jeden seine eigenen Erfahrungen machen, ohne sie zu beurteilen. Du gibst deine eigene Lebenserfahrung weiter, indem du sie vorlebst und denen davon berichtest, die sie gerne hören wollen.

Wenn du genervt und wütend bist, weil du dich verletzt fühlst, dann schaue zuerst nach innen um zu sehen, welcher wunde Punkt da in dir berührt wird. Du erkennst, das deine eigene Geschichte meist der Grund für deinen Schmerz ist und das niemand im außen dich wirklich verletzen will.

Du erkennst, das es kein richtig und falsch gibt, sondern nur deine persönlichen Vorlieben, die sich aus deinem eigenen Leben herauskristallisiert haben.

Du wirst immer einen Ort finden, an dem du deine Träume ausleben kann. Du wirst immer mit Menschen zusammen sein, die dir bei deinen gewünschten Erfahrungen hilfreich sein werden.

Dir macht es grossen Spass zu leben und in dieser wundervollen Welt zu spielen, in dem Bewusstsein das du keine Fehler machen kannst.

Natürlich wirst du immer eine Reflexion deiner Taten und Gedanken bekommen und du kannst diese dann mit Hilfe deiner Gefühle in erstrebenswert und zuträglich oder in langweilig und unnötig einordnen.

Du wirst diese Einteilung nur noch selbst vornehmen und dich nicht von den Präferenzen anderer Menschen beeinflussen lassen, weil sie ihr eigenes Leben haben, welches nicht auf dich übertragbar ist. Dank ihrer Andersartigkeit wird die Evolution des Bewusstseins möglich.

Diese Welt ist groß genug, um all unsere individuellen Wünsche und Träume zu erfüllen. Und sie ist klein genug, damit wir uns immer mehr einem gemeinsamen Traum der Liebe annähern. Sage dir deshalb:

Ich liebe mich in dieser schöne Welt, ich liebe mich in dieser schöne Welt…

Veganismus

Ich ehre und respektiere alle Wesen unserer Mutter Erde.

Alles in diesem Universum ist aufs engste verbunden. Unsere Realität ist ein Hologramm. Was wir denken, sprechen und tun, hat Einfluss auf alle anderen Ebenen des Lebens. Wenn wir sanft und liebevoll zu den Wesen dieser Welt sind, dann wird die Welt uns diese Eigenschaften reflektieren. Durch das Spiegel-/Resonanzprinzip beeinflusst unsere Beziehung zu Pflanzen und Tieren, auch unsere Beziehung zu Familie und Partnern. Und umgekehrt.

Wenn wir Tiere unter höllischen Bedingungen aufziehen und schlachten, dann wird sich auch diese Erde in eine Hölle verwandeln, wie es gerade abzusehen ist. Ebenso werden unsere Beziehungen eine Qual sein, wenn wir durch Milch- und Fleischkonsum die Qual von Tieren unterstützen.

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Vegan zu leben ist deshalb einer der wichtigsten Schritte, um Leid auf dieser Erde und im eigenen Leben zu beenden. Ich meine mit Leid nicht das natürliche Fressen und Gefressen-werden, welches unter Tieren ganz natürlich ist. Wenn Tiere sich gegenseitig fressen ist das zwar für das verspeiste Individuum für einen kurzen Moment sehr unangenehm, es hatte aber vorher eine faire Chance zu fliehen oder sich zu verteidigen. Auch haben diese Tiere vor dem Tod ein artgerechtes Leben gehabt, in dem sie alle Formen körperlicher Freude hatten, ihre Kinder beschützen und großziehen konnten, sich mit der Natur verbunden fühlten und die meiste Zeit in Glück und Frieden waren. Sie hatten genau das Leben, was wir Menschen auch alle wollen, weil wir auch nur eine Tierform sind, die abstrakt denken gelernt hat.

Doch was heute mit Tieren gemacht wird, ist die pure Folter und eine absolute Missachtung des Lebens. Tiere werden in unermesslichen Mengen unter so grauenhaften Bedingungen gehalten, dass jede Sekunde ihres Daseins eine pure Qual ist. Es gibt alleine in Europa mehr Hühner in Käfigen und Ställen, als es Vögel in der Natur gibt. Hühner, die normalerweise viele Jahre leben würden und eine gute Chance hätten, ein schönes Leben zu führen, ihre Kinder zu pflegen und vor Feinden zu beschützen, also ihre Bestimmung als Huhn zu erfüllen, werden in winzige Käfige oder viel zu kleine Räume gesperrt und müssen dort unter unwürdigen Bedingungen ihr kurzes Leben fristen. Damit sie in ihrer Wut und Panik sich nicht gegenseitig hacken, wird ihnen schon als Küken die sensible Schnabelspitze weggebrannt. Die Hälfte der Küken wird geschreddert oder vergast, weil sie das falsche Geschlecht haben. Ja, der Vergleich zu den Konzentrationslagern liegt nahe. Nur, dass Tiere keine Chance auf Befreiung haben und es auch keinen Prozess gegen ihre Schänder geben wird.

Manche Menschen sind leider fähig, völlig ihr Mitgefühl abzustellen und dann fügen sie anderen Wesen tiefstes Leid zu, manchmal auch ohne Reue, weil sie der Meinung sind, das Tiere wertlos oder nur ein Produkt sind.

Dann gibt es Menschen, die nie selbst töten und quälen würden, aber im Supermarkt dann Hunde- oder Katzenfutter kaufen, um ihr geliebtes Haustier mit dem Leid anderer Artgenossen zu füttern.

Und es gibt natürlich die riesige Menge an Menschen, die all das im Hinterkopf haben, es aber verdrängen, um trotzdem ihren Gaumen mit dem gewohnten Geschmack zu befriedigen. Manchmal beginnen sie dann Bio-Milch zu trinken oder Bio-Fleisch zu essen, weil sie sich etwas gutes tun wollen, vergessen aber dabei, das für jede Milch Kälber geschlachtet werden. Die wenigen überlebenden kleinen Kälbchen können auch nicht die Milch ihrer Mutter trinken, weil wir als erwachsener Mensch der Meinung sind, die Muttermilch einer ganz bestimmten Tiergattung trinken zu müssen, die für deren Kinder bestimmt war. Das sind natürlich alles nur angelernte Gewohnheiten. Kein geistig gesunder Erwachsener würde literweise menschliche Muttermilch trinken oder die Milch seinem geliebten Haustier wegnehmen, welches gerade seine Babys stillt, um sie selbst zu trinken. Wir tun es aber in gigantischem Stil mit Kühen. Wenn wir ein süsses Kalb sehen, wollen wir es gerne streicheln und lieb haben, nur um kurz danach wieder Käse und Kalbfleisch zu essen. Das ist menschliche Schizophrenie in ihrer reinsten Form.

Als ich mich vor einiger Zeit in tiefstem emotionalen Schmerz befand, habe ich mir diese Frage gestellt: Wo in meinem Leben fügte ich anderen Wesen denselben emotionalen Schmerz zu, den ich gerade vom Leben gespiegelt bekomme?

Nachdem mir sofort meine vergangene Beziehung einfiel, in der wir uns gegenseitig im Namen der Polyamorie über Jahre gequält haben, musste ich an die vielen Tiere denken, die wegen mir leiden mussten, als ich noch nicht vegan war. Natürlich habe ich schon ewig kein Fleisch mehr gekauft gehabt, weil es ja offensichtlich ist, dass dafür Tiere leiden und sterben müssen. Ich habe aber nach wie vor gerne Allgäuer Bergkäse gegessen und mir die Illusion gemacht, dass es ja den Kühen gut geht, wenn sie da auf der Weide im schönen Allgäu frei herumlaufen und die Bergluft genießen. Den Moment, wo den Kühen die Kälber weggenommen werden und entweder geschlachtet oder mit Kunstmilch grossgezogen werden, habe ich natürlich ausgeblendet.

Ich möchte dich ermutigen, genau hinzuschauen, wo du in deinem Leben noch Leid verursachst. Und ich möchte dir mit diesem Text den Impuls geben, damit aufzuhören. Du hilfst dadurch anderen fühlenden Wesen ein natürliches Leben zu führen, so wie du es selbst ja auch willst. Und du ersparst dir auch selbst viel Leid, weil das Leben dir dein Verhalten zurück spiegelt.

Ich glaube, dass wir Menschen erst dann zu Frieden in unseren persönlichen und globalen Beziehungen finden, wenn wir Frieden aussenden. Frieden auszusenden bedeutet, keine Tierkonzentrationslager zu unterstützen, keinen Kälbern die Muttermilch weg zu trinken, keine Tierkinder für den eigenen Genuss quälen und schlachten zu lassen.

Tiere sind fühlende Wesen. Sie fühlen sogar noch intensiver als wir Menschen, da sie immer im Moment leben und weder Arbeit, noch Fernsehen haben um sich abzulenken und auch keinen Alkohol und keine Zigaretten konsumieren, um ihren Schmerz zu betäuben.

Das einzige Tierprodukt, welches man vielleicht guten Gewissens essen kann, sind die Eier von den eigenen wenigen Hühnern, denen man ein langes, schönes Hühnerleben schenkt und sie füttert und beschützt. Oder vielleicht ein wenig Milch von der eigenen Kuh, die man liebt und der man noch genug Milch für ihr Kalb lässt. Doch wer würde sich eine eigene Kuh halten, nur um deren Kalb dann ein wenig Milch streitig zu machen?

Wenn du immer noch unschlüssig bist, ob du lieber deinen eigenen scheinbaren Genuss mit dem Leid zahlloser, feinfühliger Erdenbewohner erkaufen willst – oder ob du lieber deine Angewohnheiten ablegst, dann gibt es noch andere Aspekte, die dir zeigen, das unser aller Leben von einer veganen Lebensweise abhängt.

Der eine Aspekt ist, dass durch die Massentierhaltung so viel CO2 und Methan erzeugt wird, wie durch alle Verkehrsmittel der Welt zusammen genommen. Wenn wir damit nicht aufhören, wird es bald ziemlich warm, chaotisch und eng auf der Erde.

Der nächste Aspekt ist, dass die Futtermittel in den ärmsten Ländern der Welt erzeugt werden. In diesen Ländern verhungern Kinder, weil auf den Feldern im grossen Stil Futtermittel für die Massentierhaltung erzeugt werden. Es sterben auch viele Menschen an Durst und Bakterien im Wasser, weil deren Flüsse verschmutzt oder gleich auf die Felder umgeleitet werden.

Auch werden Unmengen an Glyphosat und anderen Chemieprodukten auf die Felder gespritzt, auf denen Mais und Getreide für die Massentierhaltung erzeugt werden. Diese gelangen dann ins Meer, um die wenigen Fische zu vergiften, die es noch gibt. Diese vergiften dann wiederum dich, falls du noch Fische isst.

Und der Regenwald, den wir angeblich alle so lieben, wird auch hauptsächlich abgeholzt um entweder Tiere darauf weiden zu lassen oder Futtermittel anzubauen.

Auch macht dich Milch und Fleisch sehr direkt krank. Milch ist für Kälber gedacht und enthält viele natürliche Wachstumshormone. Wachstum ist gut, wenn wir klein sind, doch in Erwachsenen führt es zu abnormen Zellwachstum, auch Krebs genannt.

Normales Fleisch ist oft voller Antibiotika, weil die Tiere durch artfremde Haltung auf engstem Raum sehr anfällig für bakterielle Infekte sind und deswegen für ihr kurzes Leben dauer-medikamentiert werden. Abgesehen davon, dass du die Rückstände der Antibiotika mit isst und dir damit deine Darmflora zerstörst, werden auch resistente Keime herangezüchtet, an denen wir dann sterben, weil kein Antibiotika mehr hilft.

Oft ist Fleisch auch voll von stressbedingtem Adrenalin, weil die Tiere bei der Schlachtung in der Warteschlange stehen und zuschauen müssen, wie ihre Artgenossen einer nach dem anderen mit Elektroschocks misshandelt und dann mit dem Bolzen in den Kopf getötet werden. Manche Tiere sterben auch nicht richtig sofort und werden dann lebendig gebrüht oder zersägt. Klar, das haben wir im Mittelalter auch mit Menschen gemacht, aber die Zeiten sollten ja langsam mal vorbei sein. All diese Qual isst du dann direkt mit, das Adrenalin gibt dir Alpträume und Panikattacken.

Veganismus ist tatsächlich ein Muss, wenn wir als Menschheit überleben wollen. Es ist ebenso ein Muss, wenn du Schmerz und Leid in dir und deinen Beziehungen beenden willst. Was du säst, das erntest du. Warum das Leid fühlender Wesen verursachen und aufnehmen, wenn du ebenso Pflanzen-Samen säen und essen kannst?

Ja, Tiere essen war in der Vergangenheit für uns Menschen notwendig, weil wir uns in Klimazonen ausgebreitet haben, in denen wir nicht überleben konnten, ohne zu jagen und zu töten. Heute sollten wir das nicht mehr tun, weil es genügend pflanzliche Alternativen gibt und die Tiere nicht mehr in der Wildnis ein schönes Leben und einen schnellen Tod durch den Jäger haben. Heute werden 99 Prozent aller gegessenen Tiere in Massentierhaltung gequält.

Auch sind wir Menschen von Natur aus keine Fleischfresser und Milchtrinker. Unsere gefiederten und kuscheligen Brüder und Schwestern zu essen und auszubeuten ist nicht im Geringsten notwendig, sie ist lebensverachtend und eine Gefahr für die Umwelt, welche wiederum unser aller Lebensgrundlage ist.

Tu dir selbst, deinen Kindern und uns allen den Gefallen Tiere wirklich zu lieben, indem du sie einfach natürlich leben lässt, ohne dich einzumischen. Leben und leben lassen. So wie du es auch gerne hättest.

Die folgenden Aspekte sind wichtig, wenn du vegan werden und bleiben willst:

SUPPLEMENTIERUNG: Nimm unbedingt B12 ein, denn in unserer sauberen Ernährung nehmen wir leider nicht genug dieses Vitamins zu uns, welches von Bodenbakterien gebildet  wird. B12 wird auch den Tieren heutzutage zugefüttert (weil diese auch keinen Erdkontakt mehr haben) damit wir es über ihr Fleisch zu uns nehmen können. Begib dich täglich mit dem ganzen Körper für 10-20 min Minuten in die Sonne um Vitamin D zu tanken und nimm im Winter ein Vitamin D Präparat zu dir. Iss ab und zu jodreiche Algen (wie z.B. Kombu), da wir in einem Jodmangelgebiet leben. Iss täglich 2 Paranüsse, oder ein Selenpräparat, da wir auch kein Selen im Boden haben und es deshalb in unserer Nahrung fehlt. Wenn du ansonsten eine ausgewogene Pflanzliche Nahrung isst, sollte es mit dem Veganismus keine Mangelerscheinungen geben.

MITGEFÜHL: Fühle dich in das Leid der 70 Milliarden Landtiere ein, die für uns Menschen jährlich leiden und sterben müssen. Jedes Jahr aufs neue werden zehnmal so viele Tiere getötet, wie es Menschen gibt, nachdem sie unter unsäglichen Bedingungen gehalten wurden. Jedes einzelne Tier ist so bewusst und fühlend wie ein Mensch. Nur ist sein Intellekt und sein Fühlen etwas anders – eher wie das eines Kindes. Es kann sich nicht mit Fernsehen, Shopping, Arbeit oder Urlauben ablenken. Es fühlt jede Sekunde Leid intensiv und direkt. Wenn du es isst, dann bist du selbst dafür mitverantwortlich. Dann wird auch deine Seele eine solche Erfahrung machen wollen und du wirst mit Leid und Elend in Resonanz kommen. Willst du das wirklich erleben?

GESUNDHEIT: Werde dir bewusst, dass Fleisch- und Milchkonsum für uns Menschen ein Notfall-Programm war, welches unser Überleben auf kalten Kontinenten gesichert hat. Es hatte seine Berechtigung, als es noch wenige Millionen Menschen auf der Welt gab und die Tiere gejagt oder artgerecht gehalten wurden. Homo Sapiens ist, wie sein Vorfahre der Affe, in erster Linie auf pflanzliche Nahrung spezialisiert. Unser Gebiss, unser Darm und unsere Verdauung ist auf Pflanzen optimiert. Natürlich können wir auch mit Ketosis für eine Weile überwintern, aber optimal ist diese Ernährung weder für uns, noch für die Tiere. Auch wenn “Ketogene Ernährung” bzw. „Paleodiät“ gerade eine Modeerscheinung ist, weil sie dicke Menschen etwas dünner macht, ist sie weder ethisch korrekt, noch für Körper und Seele gesund. Übermässige Ernährung mit gesättigte Fetten führt tatsächlich zu Gefässerkrankungen, Herzinfarkt und Erektionsstörungen. Fleischkonsum ist also weder männlich, noch cool. Es führt zu einem kurzen Leben, in dem wir tausenden Lebewesen unnötige Qual zufügen.

UMSTELLUNG: Jetzt, wo du weisst, dass Veganismus für dich und die Tiere die beste Lösung ist, kannst du beginnen, alte Ernährungsgewohnheiten loszulassen. Es gibt unendlich viele leckere Vegane Rezepte und du wirst nach einer kurzen Zeit der Umstellung nichts mehr vermissen. Du wirst dich täglich freuen, das du vielen Tieren gerade das Leben gerettet hast.

MOTIVATION: Umgib dich mit Menschen, die ebenfalls vegan sind. Das macht die Sache unendlich einfacher, denn wir sind soziale Wesen, die darauf programmiert sind, mit der Gruppe im Einklang zu sein. So lief das nun mal in den letzten 100.000 Jahren. Wenn dein Partner sich sträubt in seiner Entwicklung weiter zu gehen, dann schau mit ihm Filme wie: The Gamechangers, Dominion, Cowspiracy, Earthlings, Forks over Knifes, More than Honey. Danach kann eigentlich niemand mehr guten Gewissens tierische Produkte essen.

FASTEN: Wenn es dir immer noch schwer fällt alte Gewohnheiten loszulassen, obwohl du überzeugt bist, das es für die Tiere, die Welt und die Gesundheit das beste ist vegan zu sein, dann faste einfach ein paar Tage. Das ist das beste Reset für deinen Körper und wird es dir leicht machen zum Veganismus überzuwechseln.

RESULTATE: Wenn du dir beim Leben und Essen täglich bewusst bist, das du damit die Erde für kommende Generationen lebenswert erhältst und unzähligen Tieren sehr viel Leid ersparst, dann wird veganes Essen für dich eine tägliche Quelle des Glücks und der Inspiration sein. Du wirst keine schlechten Träume mehr haben, wirst keine Herz und Gefässerkrankungen bekommen und du wirst eine neue Ebene der Liebe mit deinem Partner, dir selbst und deinen Freunden erreichen. Gewaltfreiheit zahlt sich immer aus, denn du bist nicht mehr in Resonanz mit Gewalt und wirst auch keine mehr erfahren, sofern dein Herz und Geist genauso rein sind wie dein Magen.

Selbstwert

Ich bin wertvoll und richtig, genauso wie ich gerade bin.

Dass du wertvoll bist, ist eine Tatsache. Du bist eine heilige Seele, die gerade eine menschliche Erfahrung macht. Du bist ein Teil des Ursprungsbewusstseins, welches dieses Universum erträumt, mit Raum und Zeit, Planeten und Sonnen, Pflanzen und Tieren. Du bist in Wirklichkeit unendlich, zeitlos und ewig. Und so sind es alle Wesen und Dinge, die du in deinem Leben siehst. Dein Wert ist in deinem Sein festgelegt, welches Liebe ist. Genau deshalb fühlst du dich so gut, wenn du dich selbst liebst und als wertvoll empfindest. Und deshalb fühlst du dich auch schlecht, wenn du deinen eigenen Wert anzweifelst oder verleugnest.

Du kannst dich selbst nur so sehen, wie du andere siehst – und umgekehrt. So funktioniert Bewusstsein. Die Welt im außen ist ein Spiegel deiner Innenwelt, weil dein Bewusstsein beides nach der gleichen Grundeinstellung erträumt.  Genauso, wie es des Nachts dich in einem Körper erträumt und die ganze Traumwelt um dich herum. Wenn du also andere Menschen, Tiere, Pflanzen und die Erde als seelische Wesen siehst und behandelst, erkennst du ihren wahren Wert an. Und somit auch deinen eigenen.

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„Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg auch keinem andern zu.“ lautet ein altdeutsches Sprichwort.

Alle Wesen haben den gleichen Wert, sind in ihrer Essenz eins und verdienen es, mit Liebe, Respekt und Sanftmut behandelt zu werden. Es gibt auf tieferer Ebene keine Trennung. Wie du in den Wald hinein rufst, so schallt es hinaus. Was du säst, das erntest du.

Warum steht es dann so schlimm um unsere Welt? Wieso werden jährlich über 100 Milliarden Tiere misshandelt, gequält und geschlachtet? Warum werden Waffen in Krisengebiete geschickt? Warum wird jedes vierte Kind missbraucht?

Ganz einfach, weil wir kollektiv den Kontakt zu unserer Seele verloren haben. Wir sind uns als Mensch nicht mehr bewusst, das das Leben heilig ist, das jedes Wesen und jeder Stein aus reinem Bewusstsein besteht. Wir haben vergessen, das wir selbst diese Welt erträumen – das innen und außen eins sind. Unser Selbstwert ist direkt verbunden mit dem Wert, den wir anderen Wesen und Dingen zurechnen. Und so haben wir unserem Ego die volle Macht über unser Leben gegeben, mit all seiner Angst, Ignoranz, Rücksichtslosigkeit, Überheblichkeit und Gefühlskälte.

So tickt das kollektive menschliche Bewusstsein zur Zeit noch. Viele Menschen wollen zu einer Gruppe dazugehören, weil das in der Vergangenheit überlebenswichtig war. 

Um in den kollektiven Ego-Traum hinein zu passen, müsstest du dich, als erwachtes spirituelles Wesen, entweder sehr verbiegen oder dir auch eine persönliche Maske zulegen, welche dein inneres Licht verbirgt.

Die gute Nachricht ist, dass du heutzutage nicht mehr zur Masse dazu gehören musst, weil wir zur Zeit in einer pluralistischen Gesellschaft leben, in der du nicht mehr auf dem Scheiterhaufen verbrannt wirst, wenn du kritisch denkst, offen fühlst und schwer verdauliche Sachen sagst. Du kannst also das Licht deiner Seele erstrahlen lassen und mit Gleichgesinnten das Leben zelebrieren.

Du kannst dir bewusst werden, dass du richtig und wertvoll bist, auch wenn du nicht im Einklang mit der Masse marschierst. Und vielleicht in den Augen der Schlafenden ein verrückter Spinner bist, der einen Aluhut trägt und Verschwörungstheorien schwurbelt.

Die Wahrheit ist: Du liegst immer richtig, wenn du auf dein Herz hörst und alle Wesen als heilig und wertvoll betrachtest. Genauso liegst du immer falsch, wenn du andere Wesen ausnutzt, betrügst, quälst und verachtest.

Gesellschaftliches „richtig“ und „falsch“ kannst du getrost ignorieren, denn es sind meist veraltete, absurde Konventionen, die auch noch von Land zu Land verschieden sind. Wenn du nicht mehr auf Eltern, Fernsehen, Radio, Schule, Politiker hörst und auch allen anderen Agenten des kollektiven Zwangssystems den Dienst quittiert hast, dann ist dein Selbstwert schon ein gutes Stück unverletzlicher.

Dann bleibt nur noch der eigene innere Kritiker, mit dem wir uns selbst verurteilen, auch wenn wir nur von liebevollen Menschen umgeben sind, die nichts als Lob für uns haben. Diese innere Stimme vergleicht uns ständig mit den schönsten und grossartigsten Menschen dieses Planeten. Gerade in der Pubertät, in der unser gesamtes Gehirn mit all seinen Wertesystemen komplett umgebaut wird, sind wir sehr anfällig dafür, uns selbst als falsch zu sehen, weil wir vergessen, dass jedes Wesen einzigartig ist und seine eigene Schönheit und Begabung hat.

Natürlich ist das Bewerten von Situationen, das richtige Einschätzen der eigenen Stärken und Schwächen, wie auch das Lernen aus Fehlern für unser Überleben als Mensch sehr wichtig. Nur sollte es nicht dazu führen, das wir uns den eigenen Selbstwert schmälern, nur weil wir nicht in allen Lebensbereichen perfekt sind.

Wenn wir uns selbst klein machen, nur weil etwas schief gegangen ist, dann sind wir nicht im Einklang mit unserer Seele, welche uns immer als wertvoll betrachtet. Genau diese Diskrepanz zwischen unserem wahren Selbstwert und unserer menschlichen Selbstkritik macht uns zu manipulierbaren, schwachen Wesen. Wir spalten uns buchstäblich von unser Kraft- und Lebensquelle ab und ersetzen sie mit den egoistischen Ideen von Erziehung, Politik und Gesellschaft.

Während unsere innere seelische Führung, die durch Gefühl und Intuition zu uns spricht, immer auf unserer Seite ist, taugen andere Menschen nur selten als unsere Führung. Das hat 4 Gründe:

1. Menschen, die ihren eigenen Selbstwert nicht erkannt haben, können auch andere nicht in ein glückliches und erfülltes Leben führen. 

2. Menschen ändern häufig ihre Meinung über das, was richtig und falsch ist, weil sie sich von ihrem individuellen Selbsterhaltungstrieb, also vom Ego leiten lassen.

3. Menschen mit begrenzter Intelligenz denken in engen, konventionellen Mustern und diese sind auch noch von Land zu Land verschieden.

4. Jeder Mensch hat seine individuelle innere Führung, die nicht übertragbar ist, weil jeder Mensch an einem anderen Ausgangspunkt steht bzw. ein anderes Ziel hat.

Lass dich also nicht durch andere von deinem Weg der Begeisterung abbringen. Auch nicht von Menschen die dir viel bedeuten. Wenn sie dich lieben und wertschätzen, dann denke: „Recht haben sie, ich bin tatsächlich ein wertvoller Mensch.“

Und wenn sie dich verurteilen und ablehnen, dann denke: „Ich liebe euch, auch wenn ihr euch gerade verloren habt und euren Schmerz auf mich projiziert! Ich weiß das ich wertvoll und liebenswert bin!“

Die Urteile und Meinungen die andere Menschen über uns haben, zeigen in erster Linie, was in deren Köpfen vor sich geht und haben mit unserem eigenen Selbstwert meist sehr wenig zu tun. Warum fragen wir dann überhaupt andere nach ihrer Meinung und lassen uns von ihnen in unser Leben hineinreden?

Das kann nur geschehen, wenn wir glauben unsere eigene innere Führung verloren zu haben, weil wir nicht mehr wissen, das es unsere eigenen Gefühle sind, die uns leiten.

Höre also in erster Linie auf dich selbst und auf deine positiven Gefühle und betrachte die Menschen mit Nachsicht, wenn sie dich von dem Gegenteil überzeugen wollen. Sie wissen nicht was sie tun.

Du bist richtig, genauso wie du bist. Das große universelle Bewusstsein, welches sich selbst als dich erträumt, ist froh, dass es dich gibt und dass du das Universum mit deiner ganz eigenen Art, deinen persönlichen Wünschen, Gedanken und Taten bereicherst. Du bist der Schöpfer deiner Realität und deshalb absolut wertvoll.

MEDITATION IN DEINEN SELBSTWERT

Sich wertvoll zu fühlen, ist im Grunde etwas ganz natürliches. Jeder Mensch weiss, in den Tiefen seiner Seele, das er absolut wertvoll ist, einfach weil er ein ewiges, lichtvolles, heil(ig)es Bewusstsein ist, das eine kurze Reise in den Traum des Lebens unternimmt. Wenn dieses Bewusstsein des inneren Wertes irgendwann im Leben verloren gehen sollte, dann liegt das meist an widrigen Lebensumständen, traumatisierenden Erfahrungen und fehlender liebevoller Zuwendung in Zeiten der Kindheit.

Ein Mensch, der tief in sich das Gefühl hat, nicht wertvoll zu sein, wird immer versuchen, sich seine Liebe und Zuwendung zu verdienen. Wenn er extrovertiert ist, wird er nach Macht und Reichtum streben. Er wird kämpfen, regieren und manipulieren, um die fehlende innere Liebe sich im außen zu ergattern. Das Ergebnis ist das Leid dieser Welt, die Kriege und die Zerstörung der Natur.

Wenn der sich wertlos fühlende Mensch introvertiert ist, wird er versuchen nicht aufzufallen und keine Fehler zu machen. Er wird ein Perfektionist werden und sich sehr um sein Aussehen und Ansehen sorgen, weil er glaubt, so wie er ist, nicht wirklich liebenswert zu sein.

Lass uns deshalb gemeinsam mit dieser Meditation in das Gefühl des inneren Wertes gehen, um die liebende Funktion im Leben einzunehmen, für die wir hier sind. Sage dir jetzt:

Ich bin wertvoll. Ich bin wertvoll. Ich bin wertvoll.

Was heisst es denn eigentlich wertvoll zu sein? Kannst du auch wertvoll sein, wenn du nichts tust, und scheinbar gerade nichts produktiv beiträgst, zum Wohlergehen der anderen? Kannst du auch wertvoll sein, als Kind, welches einfach nur spielt, als Erwachsener, der einfach nur fühlt und atmet, oder als alter Mensch, der einfach nur in der Sonne sitzt?

Ja, das kannst du. Gerade wenn du einfach nur da bist und alles so sein lässt wie es ist – gerade dann wirst du zum Kanal für deine höchste Präsenz und Weisheit, für deine innere Liebe und Freude, die durch dich fließen will. Gerade dann erfüllst du deine wahre Bestimmung. Sage dir:

Ich bin wertvoll, auch wenn ich nichts tue.

Ich bin wertvoll, auch wenn ich nichts tue.

Ich bin wertvoll, auch wenn ich nichts tue.

Doch was wäre, wenn alle Menschen nur noch herumsitzen würden und nichts tun würden? Wie soll die Welt dann funktionieren? Sind solche Menschen nicht wertlos für die Gesellschaft?

Nein, das sind sie nicht. Nicht im geringsten. Wir alle, du und ich, sind grossartige, geistige Wesen und werden ebenso grossartige Impulse bekommen, wenn wir uns hier und jetzt der inneren Verbindung mit uns selbst hingeben. Die Impulse, die aus der Stille und Verbundenheit kommen, haben eine ganz besondere Qualität und werden unseren Wert in der Welt sichtbar machen. Ohne Anstrengung und Kraftakte. Alles wird sich so fügen, das sich unsere schönsten Gaben mühelos entfalten können. Die Voraussetzung ist zu wissen:

Ich bin wertvoll. Ich bin wertvoll. Ich bin wertvoll.

Dein Wert ist durch deine kostbare, lichtvolle, wunderschöne Seele bestimmt, die nur darauf wartet, sich in deinem Leben ausdrücken zu dürfen. Du bist absolut wertvoll, genau so wie du bist. Wenn das andere nicht sehen können, ist das deren Problem, nicht deins. Du bist bereits wertvoll und kannst dich jetzt entspannen. Lass allen Kampf los, mit dem du dir Liebe und Zuwendung sichern wolltest. Lass alle Mühe los, mit der du wichtig und bedeutsam sein wolltest. Du bist bereits wertvoll und wichtig, weil deine Seele ein Teil der Quelle ist, und diese vollständig macht. Du bist also nicht nur wichtig und wertvoll – du bist ein unverzichtbarer Teil des Ganzen, ein Teil des Geistes, aus der dieses Universum und alles darüber hinaus besteht. Sage und wisse deshalb:

Ich bin wertvoll. Ich bin in Liebe mit mir und meinem Leben. Ich bin wertvoll. Ich bin in Liebe mit mir und meinem Leben. Ich bin wertvoll. Ich bin in Liebe mit mir und meinem Leben.

In diesem freien Raum deines Seins kommen dir grossartige Gedanken, von einer neuen Welt, in der immer mehr Menschen nach innen schauen und aus ihrer innewohnenden Liebe heraus handeln. Du siehst eine Welt, in der alle Gefühle erlaubt sind und in der sich jeder Mensch ausprobieren darf, sofern er niemandem wehtut. Eine Welt in der es endlos viele Chancen gibt.

Du erkennst jetzt auch, wie du selbst dazu beitragen kannst. Du wirst zu einem lebenden Beispiel der Gelassenheit. Du wirst anderen Menschen nicht mehr in ihr Leben hineinreden. Du lässt jeden Menschen seine eigenen Erfahrungen machen und gibst deine Erkenntnisse weiter, indem du sie vorlebst und denjenigen Menschen davon berichtest, die dafür offen sind.

Wenn du wütend wirst, weil du dich verletzt fühlst, dann schaust du zuerst nach innen, um zu sehen, was da in dir berührt wurde. Du erkennst, dass es deine eigenen wunden Punkte sind und das niemand im außen etwas falsch macht. Du erkennst, das es kein richtig und falsch gibt, sondern nur deine persönlichen Vorlieben, die sich aus deinem eigenen Leben herauskristallisiert haben. Sage dir noch einmal:

Ich bin wertvoll, egal was im aussen passiert.

Ich bin wertvoll, egal was im aussen passiert.

Ich bin wertvoll, egal was im aussen passiert.

Entspanne dich in dem Bewusstsein deines inneren Wertes. Du bist wertvoll und wichtig. Du bist eine leuchtende Seele die ihr wertvolles Sein in diese Welt strahlt. Du bist so wertvoll, dass nichts in dieser Welt dir irgendetwas hinzufügen könnte. Mache dir deshalb noch ein letztes Mal bewusst:

Ich bin eine wertvolle schöne Seele. Ich bin eine wertvolle schöne Seele. Ich bin eine wertvolle schöne Seele.

Grenzen

Ich setzte klare Grenzen in Liebe, um meinen Lebensplan zu erfüllen

Grenzen sind für die Liebe ebenso wichtig, wie Verbindung. Grenzen sind die Basis, auf der sich eine Liebesbeziehung überhaupt erst gesund entwickeln kann. Ohne Grenzen kann sich kein Mensch wirklich der Liebe öffnen, weil nur in stabilen Grenzen und Abwehrmechanismen, die notwendige Sicherheit erlangt wird, in der Liebe sich entfalten kann.

Wie wichtig Sicherheit für ein liebevolles Dasein ist, kannst du ganz einfach daran erkennen, dass alle ineinander verschachtelten Systeme unserer Existenz klare Grenzen haben, die sie nur für Erwünschtes öffnen und für Unerwünschtes geschlossen halten.

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Dieses Prinzip betrifft bereits das Atom, welches sich durch energetische Abstoßung von seinem Nachbar-Atom abgrenzt und sich durch Anziehung trotzdem mit anderen Atomen verbindet, um Moleküle zu bilden. Jede Zelle deines Körpers hat eine Zellwand, die ihr dabei hilft Erwünschtes einzulassen und Unerwünschtes abzustoßen. Jeder Körper hat eine Haut und ein komplexes Immunsystem, um sich von der Außenwelt abzugrenzen und trotzdem Nahrung und Luft einzulassen. Jedes Haus in dem wir wohnen hat Türen und Fenster, um uns vor unerwünschter Witterung und Besuchern abzugrenzen und um erwünschte Menschen und Licht hereinzulassen. Jedes Land hat Grenzen, damit es eine eigene Identität und Wirtschaft haben kann und um sich vor ungewollten Einflüssen schützen zu können.

Wie wir an diesen Beispielen sehen können, braucht es flexible, halb-offene Grenzen, damit sich individuelles Leben, in all seiner Komplexität entfalten kann. Ohne Grenzen gibt es keine Persönlichkeit, keine Evolution, keinen Fortschritt und kein Leben wie wir es kennen. Ohne Grenzen ist Bewusstsein nur ein Feld von Potential. Ohne Grenzen ist dieses universelle Spiel von abgetrennten Atomen, Molekülen, Körpern, Planeten, Galaxien nicht möglich, weil alles nur ein Haufen von Energie wäre, wie es vor dem Urknall der Fall war.

Stabile Grenzen sind also nicht nur die Basis von Liebe und von unserem Spiel des Lebens, sie sind auch die Grundvoraussetzung dafür, dass es überhaupt ein Universum gibt, in dem dieses Spiel stattfinden kann.

Woher kommt also die romantische Idee, das Liebe grenzenloses ineinanderfließen bedeutet?

Nun, das hat sehr viel damit zu tun, das unser seelisches Bewusstsein aus dieser Einheit der Liebe stammt, jenseits von Raum und Zeit, jenseits von Universum und Materie. Vor- und nach diesem irdischen Leben und auch in jedem Moment dazwischen, sind wir in der Einheit der Liebe zu Hause und träumen davon ein Leben in einem Universum zu führen, getrennt von allem was uns umgibt.

Deshalb verbinden wir mit Liebe oft eine grenzenlose Verbundenheit, wie sie ein Baby im Mutterleib und in den ersten Monaten des Lebens erfährt. Diese Verschmelzung ist absolute Liebe – sie ist wundervoll, sicher und beglückend. Sie ist die Einheit, die wir vor und nach der Geburt erlebt haben und zu der wir uns oft zurück sehnen. Vor allem in Beziehungen, die anfänglich sehr symbiotisch waren, sich dann aber zu einer anderen Form der Verbundenheit wandeln.

Alles, was auf dieser Erde lebt, ist einem Zyklus unterworfen. Alles wächst und gedeiht für eine Weile und vergeht am Ende wieder. Unsere Psyche, unsere Beziehungen und unsere Gesellschaften tun es ebenso. Und so wandelt sich auch die Liebe in Beziehungen von einer

– symbiotisch abhängigen Liebe (kindlich)

– zu einer wilden fordernden Liebe (jugendlich)

– zu einer starken pragmatischen Liebe (erwachsen)

– zu einer stillen nährenden Liebe (reif)

– zu einer unendlich ewigen Liebe (nach dem Loslassen des Körpers, auch Tod genannt)

Dieser natürliche Zyklus funktioniert nur, wenn alles gut geht und die Beziehungspartner es wagen, die jeweils passenden Schritte zu gehen und auch Grenzen zu setzen, wenn es nötig ist.

Grenzen sind besonders in der zweiten Liebesphase notwendig, in der jugendlich-fordernden Liebe. Wenn sie hier nicht gesetzt werden, fällt der fordernde Partner in die kindliche Liebe zurück, was sich für ihn richtig und verbunden anfühlt, sein Gegenüber aber in die Rolle eines Erwachsenen versetzt. In dieser Eltern-Kind Dynamik kann die Liebe nicht reifen und es kommt zwangsläufig zu Konflikten, die entweder zu einer Trennung führen, oder zu einer heilsamen Korrektur der Liebesbeziehung.

Die menschliche Entwicklung geht von totaler Verschmelzung, zu immer mehr Freiheit, Selbständigkeit und einem Gefühl von „Ich bin ich und die anderen sind die anderen“. Dazu braucht es klare Grenzen, sonst fühlt sich der Mensch verloren in einer Welt der Gegensätze. Natürlich sollte die Entwicklung weiter gehen, zu tiefer Verbundenheit mit der seelisch-geistigen Welt, doch auch hier braucht es wieder Grenzen, um von der Einheit ins menschlich-körperliche Leben zurückzukehren. Im Grunde sind Körper, Beziehungen und Gesellschaften ein sehr komplexes Zusammenspiel kleiner abgegrenzter Teile, welche ohne ihre Grenzen in eine formlose graue Masse zusammenfallen würden.

Grenzen sind in allen Bereichen des Lebens wichtig. In der Ernährung bringen sie uns dazu, förderliche Nahrung zu essen und uns gegen ungesundes Junkfood abzugrenzen. Unseren Geist sollten wir unbedingt mit Schönheit, Intelligenz und Logik nähren, statt ihn mit dummen, verängstigenden Unsinnn aus Propaganda-Medien zu beleidigen. Auch bei den Menschen, die wir in unser Leben lassen, müssen wir ganz klare Grenzen setzen, sonst werden wir ausgenutzt, missbraucht und misshandelt.

Natürlich wäre es schön, in einer Welt zu leben, in der es keine Gewalt gibt, in sich nur Regenbögen biegen und Schmetterlinge schmettern, in der die Flüsse, Meere, Wälder und Felder sauber sind und die Tiere in Freiheit leben dürfen. Doch diese Welt haben wir uns als Mensch durch unsere unreife, jugendliche Rücksichtslosigkeit selbst verbaut und nun ist es an der Zeit, das jeder Mensch erwachsen wird, klare Grenzen setzt und nein sagt, zu Ausbeutung der Natur, zu staatlicher Gewalt und auch zu einem Partner, dessen Gleichgewicht von geben und nehmen gestört ist.

Die Frage die bleibt, ist: Wie kann ich meine Grenzen liebevoll setzen, ohne daß sich mein Gegenüber beleidigt fühlt und sauer auf mich wird? Wie kann ich mein Selbst behaupten und meine Wünsche ernst nehmen, wenn mein Partner etwas ganz anderes braucht und erwartet? Wie kann ich mein Leben leben, auch wenn meine Wünsche mit denen des Staates kollidieren?

Nun, wenn man es mit einem erwachsenen Gegenüber zu tun hat, kann man versuchen, mit Logik an den Verstand zu appellieren. Das klappt ganz gut, solange die Diskrepanz der Bedürfnisse und Lebensentwürfe nicht allzu groß ist. Wenn das Gegenüber sich in der Beziehung aber total vernachlässigt und fehl am Platze fühlt, dann nützt Logik gar nichts mehr, denn dann springt der menschliche Überlebensmechanismus an, der sich einen Dreck um Moral und geistige Erhabenheit schert. Das ist auch völlig ok so, denn dann kann im Streit eine klare Grenze gezogen werden, die man später weiter aushandeln kann, wenn der gesunde Menschenverstand wieder einsetzt.

Grenzen sind etwas instinktives. Sie sind in einem gesunden, naturverbundenen, zu sich selbst stehenden Menschen stark und deutlich vorhanden. Sie können aber ebenso in früher Kindheit aberzogen werden, durch Schule und Ausbildung weiter untergraben werden und durch staatlich-mediale Gehirnverschmutzung gänzlich verwaschen werden. Und natürlich auch durch blanke Gewalt ausgetrieben werden.

Das Ergebnis sind gebrochene Menschen, die wie Zombies täglich auf Arbeit wanken, um sich dann nach Feierabend mit einem Bier und der Tagesschau den Rest zu geben. Sie wissen nicht mehr wer sie sind, was sie wirklich wollen und wo sie das Glück vor langer Zeit verloren haben. Sie haben keine eigene Meinung mehr, lassen sich wie ein Kind in die (rechte) Ecke stellen und vergraben die leichte Wut schnell wieder, um ja alles richtig zu machen und nicht aufzufallen. Ihre Beziehungen sind lauwarm bis kalt, Lust und Sexualität gehören der Vergangenheit an, weil es dazu die frei fließende Energie der Liebe im Körper bräuchte.

Wir alle haben diesen Missbrauch unserer Intuition und unserer Grenzen in unterschiedlichem Ausmaß erlebt. Für uns ist es an der Zeit, die eigenen Gefühle wiederzufinden und auch der Wut Raum zu geben, damit sie wieder die heilsamen Grenzen ziehen kann, für die sie gemacht wurde. Erst dann kann sich Herz und Geist wieder öffnen und wundervolle Visionen des Zusammenlebens entwickeln. Mit der freigewordenen Kraft, die vorher zusammen mit der Wut unterdrückt wurde, kann dann eine neue Welt entstehen, die sich ganz natürlich durch ihre hohe Schwingung vom Sumpf des alten Systems der Selbstzerstörung abgrenzt. Zur Zeit stehen wir genau an diesem Punkt des Übergangs. Er wird sich in den nächsten Jahren vollziehen und klare Grenzen sowie positive Visionen von uns erfordern.

Depression

Ich mache ein Pause von der Welt & lasse meine Psyche heilen

Wie der Name „De-Pression“ schon sagt, hilft dieser Gefühlszustand beim Ablassen von Druck (fr. pression). Wenn das Mobbing durch Kollegen, Familie und Staat unerträglich wird, wenn die hochgesteckten Ziele überfordern, wenn man sich selbst nicht liebenswert findet – dann macht die Psyche die Schotten dicht und fährt das System herunter.

Im allgemeinen wird dieser Zustand Depression genannt. Ich bezeichne ihn lieber als momentane Lust- und Kraftlosigkeit, weil Körper und Geist eine Pause brauchen. Diese Pause ist gut und wichtig, nur sollte man in diesem Zustand keine wichtigen Entscheidungen treffen. Und natürlich schon gar nicht das eigene physische Leben beenden. Jede Depression geht wieder vorbei, man muss nur wissen, warum sie gekommen ist und wie man sie wieder beendet.

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Wenn wir nicht auf die inneren Zeichen hören und einfach so weitermachen, als wäre nichts, dann wird uns der Körper mit noch ernsthafteren Zeichen zeigen, was gerade im Leben schief läuft. Vielleicht durch einen Bandscheiben-Vorfall, einen Unfall, einen Knochenbruch oder eine schwere Krankheit.

Egal ob die Depression durch Traumata, Drogen, Stress, Mobbing, Überforderung, negatives Selbstbild, ungesunde Lebensweise oder Liebesmangel ausgelöst wurde – der Ausweg daraus ist immer der selbe: Wir lassen den Erwartungsdruck los, entspannen einen Weile und finden zu unserer inneren Führung und Kraft wieder zurück. Unsere Seele zeigt uns einen Weg, den wir dann natürlich auch gehen müssen, wenn wir unsere Lebendigkeit wiederfinden wollen.

AUSWEGE AUS DER DEPRESSION

Tief im Inneren wissen wir meist genau, was wir brauchen und tun müssen, um uns besser zu fühlen. Warum gehen wir diesen Weg dann nicht konsequent und versinken stattdessen manchmal in Depression und Verzweiflung?

Vielleicht, weil wir dafür etwas Neues und Ungewohntes tun müssten, wovor wir uns scheuen. Vielleicht, weil wir dabei andere enttäuschen würden, die uns nahe stehen. Vielleicht, weil wir den Status Quo einer Beziehung ins Wanken bringen würden und Angst haben etwas zu verlieren. Vielleicht, weil wir dazu mal auf den Tisch hauen und sehr direkt werden müssten, was wir uns nicht trauen. Vielleicht, weil wir zu uns selbst und unseren Bedürfnissen stehen müssten, was wir uns nicht zugestehen.

Der erste Schritt aus der Depression ist immer einen Gang herunter zu schalten, innen wie außen. Das Leben ist ein Zyklus und vor dem Frühling kommt der Winter. Jedes Jahr aufs neue. Erlaube dir also zuerst zu entspannen und die Welt ohne dich weiterdrehen zu lassen. Nichts ist so wichtig, als das es nicht mal eine Pause haben kann. In diesem Freiraum können neue Ideen in dir aufkommen und dann brauchst du nur noch deinen inneren Schweinehund überwinden und zur schreiten. Oder auch nicht, wenn du keinen Impuls dazu hast.

Im folgenden beschreibe ich die 4 Lösungsansätze, die dich am schnellsten aus der Depression bringen:

SELBSTLIEBE: Wenn du ausgeschlossen und gemobbt wirst, weil du anders bist oder auch nur anders aussiehst, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Du kannst versuchen dich anzupassen und so werden, wie die anderen dich haben wollen, oder du kannst zu dir selbst stehen und dich lieben wie du bist. Anpassung funktioniert nur, wenn du sowieso gerne in diese Richtung gehen willst. Wenn du also die Veränderung als etwas positives siehst und dich nur die eigene Schwäche davon abgehalten hat, so stark und schön zu sein, wie du es dir wünschst.

Wenn du dich als perfekt empfindest, genau so wie du bist, dann ist es sinnvoll zu dir selbst zu stehen und die Meinung der anderen nicht so wichtig zu nehmen. Wenn sie dir ihre Meinung aufdrücken wollen, dich auslachen und ausgrenzen, dann versuche das Umfeld zu wechseln, sofern das möglich ist. Andersartigkeit erzeugt nunmal Reibung und wenn sie zu groß wird, ist das für alle Beteiligten unangenehm.

SYSTEMWECHSEL: Gerade in der Kindheit sind wir oft damit konfrontiert, in einem System zu sein, welches nicht perfekt zu uns passt. Vielleicht sind die Eltern nervig, oder die Schule ist eine Katastrophe. Sofern die Hürden nicht zu groß sind, helfen sie uns dabei stark und flexibel zu werden. Wenn die Widrigkeiten des Lebens aber unerträglich werden, dann ist es sinnvoll das System zu wechseln. Es gibt dafür Organisationen wie Jugendamt, Mobbing Hilfe und Amnesty International, die mehr oder weniger hilfreich sein können, je nach Größe des Problems. Scheue dich auf jeden Fall nicht davor alte Freunde und garstige Verwandte loszulassen und dir eine Wahlfamilie zu suchen. Gleichgesinnte, eine erfüllende Arbeit, ein Partner der so tickt wie du, Freunde die dich verstehen und lieben – das ist die beste Medizin bei Depression.

UNABHÄNGIGKEIT: Wenn du dich von der Meinung anderer unabhängig machst und dein eigenes Weltbild formst, dann finden die bisherigen Beziehungspartner/Eltern/Lehrer/Machthaber deines Lebens das meist gar nicht lustig. Sie brauchen dich genauso wie du vorher warst, denn da hast du für sie funktioniert und warst berechenbar. Du hast schön die Klappe gehalten, hast gemacht, was dir aufgetragen wurde und das einzig nervige war dein Meckern über die Umstände. Dich aber hat es depressiv gemacht und du hast gemerkt, das es so nicht weitergehen kann. Wenn du anfängst Grenzen zu setzen und damit deine Freiheit und Unabhängigkeit wieder findest, dann wirst du wahrscheinlich kurz kämpfen müssen und in den seltensten Fällen dafür Wohlwollen ernten. Dabei hilft dir die Kraft der Wut, welche du auf jeden Fall wertschätzen und dir erlauben solltest. Mehr dazu im Kapitel „Gefühle“.

POSITIVES SELBSTBILD: Depression ist oft das Resultat eines völlig verschobenen Selbstbildes. Mädchen hungern sich zu Tode und empfinden sich trotzdem als zu fett. Jungs halten sich für uncool und hässlich, obwohl die schönsten Mädchen nach ihnen schauen. Erwachsene gehen einer trostlosen, langweiligen Arbeit nach, weil sie nicht an ihre eigene Größe glauben. Alte Menschen halten sich für unnütz, weil sie ein Leben lang nur funktioniert haben und das jetzt nicht mehr können.

Unser Selbstbild wird schon in der frühsten Kindheit geprägt und wenn die Eltern uns nicht für das lieben, was wir sind, dann haben wir oft ein Leben lang mit den Folgen zu kämpfen. Depression ist eine davon.

Wenn du aus dem Hamsterrad der Selbstverleugnung aussteigen willst, dann schaue dir genau an, wo du dich selbst klein machst und deinen Wert verleugnest. Wenn du das erkannt hast, kannst du damit aufhören und dich auf die schönen Seiten in dir selbst konzentrieren. Oder sie zuerst einmal stärken, falls sie über die Jahre verkümmert sind.

Depression ist in der Tat heilbar und auch unser Gehirn ist sehr wandelbar. Gehirnchemie, die von Ärzten oft für Depression verantwortlich gemacht wird, hat natürlich einen großen Einfluss, wird aber wiederum massgeblich von unseren Denk- und Lebensgewohnheiten beeinflusst. Wenn du dich in einer Depression gefangen fühlst, dann brauchst du natürlich trotzdem schnelle ärztliche Hilfe. Ich möchte dir mit diesen Zeilen ein Verständnis der Zusammenhänge anbieten, so das du es gar nicht erst soweit kommen lassen musst und auch anderen dabei helfen kannst, aus den Tiefen des Lebens schnell wieder aufzusteigen. Dann brauchen wir nicht die stoppende Kraft der Depression, weil wir mit dem Fluss des Lebens und der Liebe fliessen.

Sicherheit

 
 
Ich fürle mich in meiner Seele sicher aufgehoben und geborgen

Jedes Wesen auf dieser Erde strebt instinktiv nach Sicherheit, weil es dadurch besser überleben kann. Als Mensch fühlen wir uns sicher, wenn wir einer Gemeinschaft, einer Familie, einem System, oder einfach nur einer Idee angehören. Tief in unserem Herzen fühlen wir die Sehnsucht nach Verschmelzung und nach Vereinigung mit irgendetwas Grösserem, das wir oft nicht benennen können.

Als Kind ist es die Mutter, später sind es die Freunde und schon bald darauf ein Liebespartner. Weil all das unsere Sehnsucht nach Sicherheit nicht wirklich stillt, suchen wir ständig weiter und gehen eine immer engere Verbindung mit Partnern, Besitz, Geld, Beschäftigungen, Versicherungen, Banken, Ärzten, Lehrern und Freunden ein.

Wir hoffen, dass irgendeine dieser Bindungen uns endlich das Gefühl von Sicherheit und Heimat geben wird, die wir eigentlich schon in unserer seelischen Verbindung mit Gott haben – mit dem geeinten Bewusstseinsfeld, in dem wir sicher aufgehoben ruhen und diesen Traum des Lebens träumen.

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Wenn wir unsere innere Sicherheit auf seelischer Ebene nicht fühlen, dann müssen wir sie im außen mit Verträgen absichern. Wir geben also Versprechen und Zusagen, wir treffen Vereinbarungen und stellen für alles Mögliche feste Regeln auf, um die natürliche Verbindung der Liebe zu ersetzen. Wir schliessen Ehe-Verträge ab, in der Hoffnung unsere Einsamkeit etwas abzumildern und natürlich auch, um in harten Zeiten zusammen zu bleiben.

Wir hoffen, dass all diese Versicherungen uns Sicherheit geben, so das die Besitztümer und Partner lange bei uns bleiben, auch wenn wir sie gerade nicht lieben. Das alles ist eine ganz normale und logische Handlungsweise in einer rauen Welt, in der wirkliche Sicherheit und Liebe rar ist. So scheint es uns zumindest, wenn wir gerade nicht mit der inneren Quelle verbunden sind.

Verträge werden also dazu benutzt, um sich selbst und den anderen an eine getroffene Entscheidung zu binden. Das ist unter lieblosen Menschen und bei langfristigen Projekten auch notwendig, denn der egoistische, ängstliche Verstand würde sich schon bald von der Vereinbarung lossagen, wenn das Vereinbarte nicht mehr in seinem Interesse ist. Durch Verträge werden langfristige Resultate abgesichert und die Freiheit der Liebe wird durch eine starre Struktur ersetzt.

In dieser Welt, in der wir feste Strukturen, wie Häuser und Ehen, Autos und Geld, Regierungen und Polizisten zu unserer Stütze gemacht haben, sind Verträge also unabdingbar. Sie machen das Leben scheinbar sorglos und sicher. Und die Liebe fast überflüssig.

Ziemlich bald nach Vertragsabschluss bemerken wir aber, dass die vertraglich geregelte Sicherheit eine Illusion ist, und dass das Gefühl von Unfreiheit und innerer Unruhe mit jedem neuen Vertrag wächst. Schon bald ist unsere Freiheit nur noch eine ferne Erinnerung und wir müssen bei jeder neuen Chance im Leben uns entweder heimlich aus dem Vertrag stehlen, oder sie traurig an uns vorbei ziehen lassen.

Mit jedem Vertrag den wir abschliessen, gehen wir auch eine enge Verbindung mit dem Machtsystem ein, welches hinter dem Vertrag steht und ihn festigt. Heute besteht diese Macht aus dem Staatssystem, der Grossfinanz, der Industrie, der Polizei, der Armee und dem Bildungssystem. Bevor es Geldstrafen, Militär und Gefängnisse gab, wurden Menschen entehrt, aus der Gemeinschaft ausgestoßen oder einfach erschlagen.

Ohne eine dahinter stehende Macht, die nicht vor Strafe und Gewalt zurückschreckt, sind Verträge nutzlos und kein Mensch würde sich lange an sie halten, wenn der Vertrag nicht in seinem Interesse ist und er keine enge liebevolle Beziehung zu seinem Vertragspartner hat.

In unserer menschlichen Welt, in der Ressourcen, Schönheit und Liebe scheinbar knapp und vergänglich sind, klammern wir uns also an Verträge, in der verzweifelten Hoffnung unseren Besitz ein wenig länger zu behalten und den Verfall, Verlust und Tod etwas hinauszuzögern.

Dass das nicht allzu lange gelingt ist offensichtlich, denn wir alle gehen von dieser Erde mit leeren Händen und lassen alles zurück was uns lieb und teuer war. Das einzige was wir mitnehmen ist die Liebe, die wir geschenkt und empfangen haben, jenseits aller Verträge und Ehegelübde.

Genau diese Liebe ist das einzige was unser Leben lebenswert und sicher macht. Sie macht auch alle Verträge und Versprechen überflüssig, denn was brauchen wir noch, wenn wir sie in unserem Herzen tragen? Warum sollten wir irgendetwas an uns binden, wenn wir in der Liebe alles Wichtige schon haben?

Nun, ein Grund wäre, dass wir uns als Mensch scheinbar in einem Körper befinden, der eine Menge Bedürfnisse hat und viele Dinge zum Überleben braucht, die noch dazu knapp sind und von anderen begehrt. Als Mensch fühlen wir uns des öfteren getrennt von der Liebe, weil wir sie im Außen, statt in uns sehen. Das Glück scheint sich in einem besonderen Menschen oder einem Besitz zu verstecken.

Und auf eine gewisse Weise ist das ja auch so, denn wenn wir unseren Fokus in Liebe auf einen Menschen, ein Ding oder ein Abenteuer richten, dann wallt ein grosses Glück in unseren Herzen auf.

Was wir dabei vergessen ist, dass es nicht das schöne Ding ist, was uns glücklich macht, sondern unsere liebevolle Sichtweise. Wenn wir in Liebe auf etwas schauen, dann stimmen wir zu 100% mit unserem wirklichen Sein überein, welches immer und auf alles in Liebe schaut, weil es die geistige Essenz in allem erkennt. Und in unserer Übereinstimmung mit der Liebe selbst kann diese Energie durch unser Wesen und unseren Körper fliessen und das ist genau das, was wir als Glück und Ekstase bezeichnen.

Das einzig sinnvolle Versprechen wäre also, diese liebende und vergebende Sichtweise zu einer Angewohnheit zu machen und damit auf alles zu reagieren, was uns begegnet. Und ein angenehmer Nebeneffekt dieser Liebe ist, das sich ganz von selbst alles Schöne und Wichtige in unserem Leben einfindet. Das muss so sein, denn Liebe zieht Liebe an, genauso wie Angst mehr Angst, Wut und Verzweiflung erschafft.

Wenn du in deinem Leben schaust, welche Verträge du abgeschlossen hast, dann wirst du bemerken, das es viele gibt, die auf Angst und Unsicherheit beruhen und keine, die auf reiner Liebe beruhen, denn Liebe äußert sich immer nur im freien Fluss und kann niemals in Verträgen festgelegt werden. Deshalb können Eheschliessungen nicht funktionieren. Schon das Wort „Schließung“ verrät, wie sich die Vertragsteilnehmer kurz darauf fühlen werden: Eingeschlossen in einem Konzept, welches sehr effektiv die Freiheit aller Liebesimpulse unterbindet.

Wie können wir also von dem Paradigma der Angst und Absicherung zur Freiheit der Liebe und Offenheit gelangen? Ist es überhaupt möglich, ein Leben im reinen Vertrauen auf die Liebe und ohne Verträge zu leben?

Der Übergang von der Angst vor Verlust, in die Sicherheit der Liebe, ist in der Tat nicht ganz einfach. Du wirst auf diesem Weg all deinen Ängsten vor Verlust, Krankheit, Einsamkeit und Tod begegnen.

Schliesslich haben wir schon als Kind die Erfahrung gemacht, das andere Kinder unsere geliebten Spielzeuge wegnehmen und das unsere Eltern nicht immer liebevoll auf uns reagieren. Wir hätten uns als Kind sogar sehr gewünscht, dass eine Absicherung für unser Recht auf Liebe, Süssigkeiten und neue Spielzeuge gibt. Doch das gab es damals nicht und so ist es eigentlich kein Wunder, wenn wir als Erwachsene nun alles daran geben, endlich eine Illusion von Sicherheit zu erschaffen – zumindest für einen Moment.

Natürlich wird uns das nicht gelingen, denn die gesamte Prämisse, die hinter dieser Absicherung steht, ist ein Gedanke des Mangels und dieser Gedanke wird unweigerlich mehr seinesgleichen erschaffen. Wenn wir also aus der Verlustangst Verträge abschliessen, erreichen wir genau das Gegenteil von dauerhaftem Glück. Denn selbst, wenn der vertraglich abgesicherte Partner oder Gegenstand ein kurzes Leben lang bei uns bleibt, wird er uns trotzdem nicht glücklich machen, denn für Liebe ist absolute Freiheit notwendig.

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie spannend und begehrenswert die Sachen sind, die du nicht besitzt und wie langweilig sie werden, sobald sie in deinen festen Besitz übergehen? Diese Welt lebt vom Wandel und von der Veränderung und es ist absurd, darin irgendetwas festhalten zu wollen.

Im Namen der Liebe etwas festzuhalten ist noch absurder, denn Liebe ist in jedem Moment da und wartet darauf ganz frei und hemmungslos gegeben zu werden. Und ist diese Freiheit nicht genau das Gegenteil von vertraglicher Sicherheit?

Doch wo bleibt dann die Sicherheit, in all dieser Freiheit? Was ist mit unserem menschlichen Bedürfnis, nach Geborgenheit und dem schönen Gefühl etwas zu besitzen und sich nicht mehr darum kümmern zu müssen, ob es morgen auch noch da ist? Brauchen wir dafür nicht Verträge? Müssen wir nicht unsere Wohnung und unsere Arbeit und unser Geld absichern, solange es andere Menschen gibt, die es uns einfach wegnehmen würde, wenn sie könnten?

Solange wir noch unbewusst und ängstlich unser kleines Menschsein zu beschützen versuchen, werden wir auch alle Formen der Angst zum Ausdruck bringen, wie Verzweiflung, Unsicherheit, Wut, Zweifel, Hass und Krieg. Wir werden dann jede kleine Errungenschaft sofort vertraglich absichern und machen nicht mal bei einem geliebten Menschen davor halt. Und wenn wir das geschafft haben, müssen wir bemerken, dass schon wieder eine innere Leere und Langeweile sich breit macht und wir uns auf die Suche nach der nächsten Errungenschaft machen.

Du kennst bestimmt das Gefühl der Enge und Unfreiheit, welches eine Entscheidung in dir erzeugt, hinter der du nicht mehr stehst. Eine Entscheidung die du vielleicht vor langer Zeit getroffen hast und die schon zu einem festen Teil deiner Persönlichkeit geworden ist. Vielleicht hast du diese Entscheidung zu Beginn sogar mit einem Vertrag untermauert und vor anderen Menschen bekundet, damit du sie nicht so leicht wieder aufgibst.

Nur um am Ende festzustellen, das in dieser materiellen Sicherheit das Glück der Liebe fehlt. Obwohl du alles Lebenswichtige besitzt und bis an das Lebensende vorgesorgt hast, macht sich eine Leere im Leben breit, die sich nach Unsicherheit und Abenteuer sehnt. Ein Verlangen nach der Freiheit von Verträgen und Verantwortung, nach der Leichtigkeit kindlicher Sorglosigkeit, nach der inneren Sicherheit des erwachten Bewusstseins.

Autonomie

Ich bin unabhängig von den Launen und Einflüssen anderer Menschen

Während Liebe die totale Verbundenheit mit allen Seelen dieses Universums bedeutet, ist Autonomie die Unabhängigkeit von äußeren Umständen und das „sich selbst genügen“. Was auf den ersten Blick wie ein maximaler Widerspruch aussieht, ist in Wirklichkeit ein aufeinander Aufbauen von Voraussetzungen.

Um unabhängig und bedingungslos lieben zu können braucht es eine gewisse Selbst-ständigkeit, welche aus Autonomie entsteht. Alles andere ist kindliche Liebe, die zwar sehr intensiv, aber auch schmerzhaft abhängig ist.

Kinder lieben ihre Eltern total, weil sie auch total abhängig von ihnen sind. Als Erwachsener kann dieser kindliche Liebesreflex immer wieder ausgelöst werden, wenn wir einen Partner haben oder in einem Staat leben, von dem wir abhängig sind, der uns viele Vorschriften macht und damit eine Elternrolle einnimmt.

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Falls du dich jemals gefragt hast, warum manche Menschen sich für ihren Partner, für ihren Chef, für ihren Arzt oder für ihr Finanzamt zu einer Brezel verbiegen und unbedingt alles richtig machen wollen –  dieses anbiedernde Verhalten liegt in genau dieser kindlichen Abhängigkeit und einer fehlenden Autonomie begründet.

Ein Mensch, der verhungern und verdursten würde, sobald das Versorgungssystem zusammenbricht, der Suizid-Gedanken hegt, wenn der Partner geht, der nicht weiß wie es weitergehen soll, wenn er den Job verliert – ist zeitlebens in einer kindlichen Bittsteller-Position. Er muss sich anpassen und gehorchen, weil er sonst alles verlieren würde, was ihm lieb und teuer ist.

Diese Abhängigkeit vom (Beziehungs)-System kann sehr befruchtend und bereichernd sein, solange das System gesund ist und das Wohlergehen seiner Mitglieder zum Ziel hat.

Genauso kann das System aber auch seine Mitglieder in eine sklavenhafte Abhängigkeit treiben, wenn es korrupt ist, den Untertanen nur das Notwendigste zum Leben lässt, sowie den Korridor des Erlaubten immer enger macht. Da wir anpassungsfähige Wesen sind, spielen wir das Spiel meist sehr lange mit, bis es halt wirklich nicht mehr geht. Dann trennen sich Paare von einen Tag auf den anderen und Menschen flüchten in andere Staaten, weil sie keinen anderen Ausweg sehen.

Dabei ist der Ausweg ganz einfach eine starke Autonomie. Wenn du dein eigenes Essen, dein eigenes Wasser, deine eigene Energie und deine eigene Liebe zur Verfügung hast, dann bist du unabhängig und nur schwer manipulierbar. Klar kann der Staat seine Armee zu dir schicken und dir alles wegnehmen, was du hast, aber das ist wesentlich schwieriger, als dir einfach die Erwerbsarbeit zu entziehen und das Konto zu sperren, wenn du nicht gehorchst.

Ebenso solltest du immer ein gesundes Netzwerk an Freunden haben und dich am Leben aktiv beteiligen, so das du auch unabhängig von deinen Beziehungspartnern bist und nicht das Gefühl hast, das dein Leben zu Ende geht, wenn eine Trennung ansteht.

Autonomie ist natürlich kosten- und zeitaufwendig, wenn du ein Leben lang an der Brust von Mutter-Vater-Staat gehangen hast. Für viele Menschen ist schon der Gedanke absurd, aus dem System aussteigen, welches sie ernährt und ihnen Sicherheit gibt.

Dabei ist materielle Autonomie relativ einfach, wenn du dir das Vorhaben setzt und bald damit anfängst. Du brauchst im Grunde nur eine Wasserversorgung (eigener Brunnen, Teich, oder Regenwassertank) einen guten Osmose Wasserfilter, Getreide Vorräte, die du nochmals trocknen solltest und dann in luftdichten Behältern lagerst, Linsen und Bohnen, Kokosfett und Öle, Salz und Honig. All die Dinge kann man über Jahre lagern, oder auch überJahrzehnte, wenn sie vakuumiert sind.

Was die soziale und partnerschaftliche Unabhängigkeit betrifft, findest du viele Wege in diesem Buch, um die Liebe in dir zu finden und sie mit der Welt zu teilen. Auch hast du dich bestimmt schon auf den Weg der emotionalen Heilung begeben und deine Berufung gefunden, welche dich unabhängig von einem Arbeitsverhältnis macht.

Vielleicht bist du aber auch gar nicht der Typ für Autonomie. Es gibt viele Menschen, die sich lieber anpassen und im Ernstfall leiden und dann aus dem Leiden heraus einen neuen Weg finden, bzw. das irdische Leben verlassen, weil es nicht mehr lebenswert ist. Ich persönlich finde Autonomie ziemlich sinnvoll und habe keine Ängste mehr in diesem Bereich, seit ich autark geworden bin. Und ich stehe dir gerne beratend zur Seite, wenn du dich in diesem Lebensbereich weiter entwickeln möchtest.

Alleinsein

Ich erfahre Liebe im all-einen, seelischen Verbundensein.

All-ein-sein ist unser natürlicher Zustand als Seele. In Wirklichkeit sind wir ALL-EINS, also ein endloses, ewiges Bewusstsein, welches immer in diesem Jetzt-Moment existiert. Dieses Bewusstsein wollte sich selbst erfahren und hat sich in endlos viele Teile aufgespalten, die aber in einer anderen Dimension immer noch eins sind. Wir können als Seele in diese Einheitsdimension der Liebe eintauchen, indem wir uns an unsere seelischen Wurzeln erinnern und alle Ideen loslassen, die dem im Wege stehen.

Zugegeben, das ist alles andere als einfach, da wir ein Leben lang gelernt haben, das wir dieser Körper sind, mit diesem Namen und diesem Gesicht. Aber gerade im Alleinsein wird Verbindung möglich, weil wir dort ganz ungestört von sozialen Einflüssen sind. Im All-Ein-Sein gibt es nur dich und die Einheit, unabhängig von Schönheit, Ruhm und Ehre. Im direkten Kontakt mit dir selbst zeigt sich, wie offen dein Herz ist und wie offen du fühlen kannst.

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Ich selbst hatte in meinem Leben zwei längere Phasen des Alleinseins. Die erste Phase war in meiner Pubertät und sie war eher unfreiwillig und schmerzhaft. Für mich war das soziale Zusammensein mit Menschen, vor allem mit Mädchen, damals sehr schwierig. Ich war ziemlich introvertiert und konnte meine Liebe nicht ausdrücken. Schon gar nicht mit Worten. Nachdem ich über Jahre alle Verehrerinnen mit meiner indifferenten Art vergrault hatte, kam ich dann mit einer sehr mütterlichen Frau zusammen und wir lebten für 5 Jahre wie ein Ehepaar. Die Angst vor dem Alleinseins hielt mich länger in der Beziehung, als gesund gewesen wäre. Damals fand ich eine suboptimale Beziehung immer noch besser, als das Alleinsein, da ich nur einen rudimentären Zugang zu meinen Gefühlen und meiner Seele hatte.

Das hat sich in den Jahren darauf durch Meditation, Gefühlsarbeit und Bewusstseinserweiterung verändert. Doch erst 10 Jahre später und viele spirituelle Erfahrungen reifer, hatte ich nach einer langen Beziehung das zweite mal die Gelegenheit, ein ganzes Jahr völlig allein zu sein. Am Anfang wurde ich stündlich, später täglich, von Wellen des Schmerzes überrollt. Der Verlust meiner 7-jährigen Beziehung, gepaart mit dem aufgestauten Schmerz eines ganzen Lebens, war einfach zu einschneidend für mein Ego. Es ließ seinen Panzer fallen und mit den Tränen befreite sich auch mein Herz immer mehr vom Schmerz meiner Kindheit und darunter lag ein Meer aus Liebe. Ich hatte täglich so viele ekstatische Liebeserfahrungen mit der Natur und dem Sein, das ich die Schönheit des All-Ein-Seins entdeckte.

Entscheidend für mich war das Erlauben des Schmerzes und das intensive Fühlen meiner inneren und äusseren Welt, ohne Ablenkung durch Menschen, Drogen, Arbeit und Medien.

Wenn wir uns selbst als einsames Körperwesen sehen, getrennt von allem was ist, dann wird sich Alleinsein sehr einsam anfühlen. Dann brauchen wir die wärmende Liebe eines Partners, eines Freundes oder eines Elternteils, weil wir uns ohne diese, wie ein Fisch auf dem Trockenen fühlen. Dann sind wir abhängig von Beziehungen und gerade dann werden uns immer wieder die Beziehungspartner davon laufen, weil wir in Wirklichkeit eine Beziehung mit unserer Angst haben.

Die Angst vor dem Alleinsein wird erst dann in den Hintergrund treten, wenn du die Freude des All-ein-seins entdeckt hast. Wenn du tief in deiner Seele und in jeder Zelle deines Körpers das Glück der Verbindung mit dem Urgrund des Seins erfährst. Dann bleibt kein Raum für Einsamkeit. Dann wird auch deine Suche nach Liebe und Sicherheit im Aussen unbedeutend.

Du kannst dich über archetypische Ängste erheben und dein Leben selbstbestimmt und freudig zelebrieren. Zumindest theoretisch. Für die meisten Menschen ist und bleibt Einsamkeit ein Thema und die Momente des ekstatischen All-ein-seins ein seltenes Vergnügen. Ich möchte dieses Thema etwas beleuchten und aufzeigen, warum der Übergang von Einsamkeit zum All-ein-sein nicht so einfach ist, wie spirituelle Konzepte es gerne darstellen.

Als Mensch sind wir von zwei emotionalen Grundrichtungen bestimmt: Angst und Freude. Angst ist eine Warnfunktion unseres menschlichen Systems und hat sich evolutionär entwickelt, um unser Überleben bestmöglich zu sichern und uns von dem fernzuhalten, was uns schaden könnte. Freude hat den gleichen Ursprung, dient aber als Belohnungs-Instanz, um uns in Sicherheit und Wohlergehen zu führen.

Die Angst vor dem Alleinsein ist eine archetypische Grundangst, sie hat logisch nachvollziehbare Gründe und sobald du diese kennst, wirst du diese Angst in dir selbst und in anderen besser annehmen können und entspannter durchs Leben gehen.

Lass uns also betrachten, woher die Angst vor dem Alleinsein kommt, was sie uns sagen will und wie wir sie konstruktiv nutzen können, um eine Balance zwischen Sicherheit und Romantik, Ferne und Nähe, Stabilität und Abenteuer zu finden.

Die Angst vor dem Alleinsein ist ein Körpergefühl. Sie hat sich über einen sehr langen Zeitraum entwickelt und war immer sehr sinnvoll. Über unsere gesamte menschliche Entwicklungsgeschichte hinweg, waren wir als Einzelperson sehr verletzlich und unser Überleben war direkt von dem Schutz einer Gruppe oder dem Zusammensein mit einem Beziehungspartner abhängig. Ähnlich wie ein Kind unbedingt seine Eltern braucht, haben wir über Jahrmillionen eine Gruppe und Beziehungspartner gebraucht, um als Person und als Familie überleben zu können und uns erfolgreich fortzupflanzen.

Nur in den letzten 50 Jahren ist die Angst vor dem Alleinsein etwas unverständlich geworden, weil wir in unserer modernen Gesellschaft scheinbar ganz gut alleine klar kommen. Ich sage absichtlich „scheinbar“, weil unsere Emanzipation und Autonomie sofort zusammenbrechen würde, sobald das Geldsystem, das Transportsystem oder einfach nur die Elektrizität unserer heutigen Technologiegesellschaft für ein paar Tage versagt.

In Krisensituationen gerät Liebe und Romantik nach wie vor sofort in den Hintergrund und all unsere archetypischen Gefühle, wie Angst, Eifersucht, Neid, Anhänglichkeit, Wut und Hass kommen zum Vorschein, um unser Überleben zu sichern. Wir sind als Gesellschaft und als Gruppe voneinander ebenso abhängig, wie wir es in unseren Paarbeziehungen sind. Und wenn auf dieser Abhängigkeits-Ebene etwas schief geht, dann springt sofort unser Ego an und will uns auf seine archaische Art beschützen.

Wenn dein Partner dir also heftig negative Gefühle entgegenbringt, dich angreift oder verzweifelt ist, sich zurückzieht oder in Schockstarre verfällt, dann kannst du davon ausgehen, dass er seine Beziehung bedroht sieht und Angst hat. Vielleicht ist es Angst vor Vereinnahmung und Verletzung, vielleicht auch Angst vor  Trennung und Alleinsein.

Selbst autarke Menschen, die ziemlich gut und lange alleine klar kommen, entwickeln diese Angst im Laufe einer Beziehung, weil sich durch das enge Zusammensein neue gemeinsame Werte bilden, die niemand so gerne wieder verlieren will. Diese Werte können eine Familie sein, körperliche Verbundenheit, seelische Einheit, gemeinsame Wohnung und Projekte, geteilter Alltag – kurz, eine Verflechtung auf allen Ebenen.

All das bricht bei einer Trennung auseinander und es breitet sich eine schmerzhafte Leere und Einsamkeit in dem Partner aus, der nicht in die Arme und das Bett eines neuen Partners fällt. Vor diesem leeren Alleinsein haben wir zurecht Angst, denn es ist für die menschliche Psyche nicht einfach, sich aus solch einem Scherbenhaufen wieder aufzurappeln, vor allem dann, wenn auch noch die Unterstützung von Freunden und Eltern fehlt. Manche Menschen scheitern sogar völlig an dieser großen Aufgabe und verfallen in Depression, Süchte und Medikamentenabhängigkeit.

Die Angst vor der Einsamkeit und dem Verlassen sein, kann natürlich unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sie kann sehr akut sein, wenn wir von der Fülle einer Beziehung in die Leere der Einsamkeit fallen. Sie kann unterschwellig sein, wenn wir noch eine Familie und gute Freunde im Rücken haben. Sie kann absolut unerträglich sein, wenn wir keinen Rückhalt haben. Und sie kann auch nicht vorhanden sein, wenn wir direkt von einer schmerzhaften Beziehung in eine neue Beziehung übergehen, mit einem scheinbar besseren Partner, der uns mit Liebe und Zuwendung verwöhnt.

Warum ist der Schmerz des Alleinseins auch heute noch so stark, in einer Zeit, in der wir auch ohne Partner bestens überleben könnten?

Archaische Gefühle und Reaktionsweisen, die über Millionen Jahre genetisch programmiert wurden, ändern sich nicht über Nacht. Das kollektive Bewusstseinsfeld und die Genetik haben eine gewisse Trägheit, die absolut sinnvoll ist, denn Gefahren, die seit Anbeginn der Menschheit bestanden, können jederzeit wieder akut werden, sobald sich die äußeren Umstände ändern. Deshalb wartet unsere innere Intelligenz lieber ein paar Jahrhunderte, ob sich die Angst vor dem Alleinsein nicht doch wieder als überlebensnotwendig herausstellt.

Offensichtlich ist, das viele Menschen diese tiefe Angst vor Verlust und Einsamkeit noch in sich tragen.

In der Kindheit bezieht sich diese Angst hauptsächlich auf die Eltern und die Gruppe in der wir sind. Viele Eltern und Erzieher nutzen diese Ängste und Abhängigkeiten von Kindern aus, um sie unter Druck zu setzen und zu treuen Staatsbürgern zu erziehen. Nur wenige Kinder lassen sich von ihren Ängsten nicht beugen und stehen zu ihrer inneren Weisheit, auch wenn die Gruppe oder die Eltern mit Liebesentzug drohen und die Angst als Druckmittel benutzen.

Für die meisten Kinder ist die Angst vor dem Alleinsein aber unerträglich und bringt sie dazu, sich sozialen Normen anzupassen, egal wie absurd diese sind. Es macht sie zu den angepassten Mitläufern, aus denen unsere Gesellschaft zum Grossteil besteht. Wenn sie die Erziehungs- und Schulmaschinerie durchlaufen haben, sind sie ziemlich gefühlstaub. Falls doch noch unangenehme Gefühle aufkommen, werden sie mit Nikotin, Alkohol, Arbeit und Fernsehen betäubt. Natürlich beseitigt diese Betäubung schöne und unangenehme Gefühle gleichermaßen, so das Gefühlsunterdrücker dann auch wiederum Kaffe, Affären, Extremsport, Sex und Horrorfilme brauchen, um überhaupt etwas zu fühlen.

Bis sie sich irgendwann im Leben auf eine Liebesbeziehung einlassen. Dann werden alle unterdrückten Gefühle wieder an die Oberfläche kommen. Wenn das Licht der Liebe in den dunklen Keller der Psyche scheint, wird alles sichtbar, was bisher verborgen war. Dann wird auch die Angst vor dem Alleinsein wieder aktiviert. Der Vorteil dieser Angst ist, dass sie beide Partner fest aneinander bindet und eine gewisse Bereitschaft erzeugt, auch schwierige Phasen miteinander durchzustehen.

Der Nachteil dieser Angst kann aber auch sein, dass beide Partner über Jahre in einer Paarbeziehung verweilen, der sie schon lange entwachsen sind oder die schlichtweg unerträglich ist.

Die Frage ist nun, wie äussert sich die Angst vor dem Alleinsein in deinem Leben und wie kannst du konstruktiv mit ihr umgehen? Hier sind ein paar Beispiele:

BEZIEHUNGSANGST – Wenn du dich nach einer schmerzhaften Trennung immer wieder in kurzen Beziehungen wieder findest, die zu nichts führen, ausser ein wenig Abenteuer, Aufregung und Schmerz, dann solltest du dringend nach innen schauen und überprüfen, ob du nicht eine Beziehungsangst entwickelt hast. Vielleicht gibt es eine Stimme in dir, die sagt: “Ich will mich nie wieder so tief auf einen Menschen einlassen, weil das sowieso wieder schief geht und ich mich nach der Trennung einsamer fühle als je zuvor.”

Ich sehe es immer wieder in mir selbst und in anderen Menschen, dass diese Angst vor dem Absturz aus der Fülle einer Beziehung in das Alleinsein, der Hauptgrund für Bindungsängste ist. Viele kurze Beziehungen zu haben, ist heutzutage weit verbreitet, weil stabile Beziehungen nicht mehr überlebensnotwendig sind und wir uns diese Freiheit erlauben können. Ob das ein guter Weg ist, durchs Leben zu gehen, vor allem wenn Kinder im Spiel sind, bleibt hier dir Frage. Ich würde sie definitiv verneinen, da eine feste Paarbeziehung die beste Therapie ist. Und die größte Chance sich zum vollen Potential in diesem Leben zu entfalten.

DISTANZ – Die Angst vor Einsamkeit kann sich aber auch so äussern, dass du zwar einen Partner hast, dich aber nicht ganz auf ihn einlässt. Der Partner ist sozusagen nur eine Ablenkung von deinem Schmerz des Alleinseins. Auch das ist eine sehr verständliche Strategie, die meist sogar eine Weile funktioniert, wenn der andere Partner das Spiel mitspielt, weil du ihm immer wieder versicherst, dass du dich irgendwann auf ihn einlassen wirst.

Auch dieses Programm ist sehr schmerzhaft für dich und deinen Partner, weil der natürliche Wunsch unserer Seele tiefes Einlassen aufeinander ist. Einlassen führt zu Reife und Wachstum. Ablenkung führt zu mehr Leid und unbewusstem Siechtum.

UNVERBINDLICHKEIT – Du hast einen festen Partner, hältst dir aber noch Nebenpartner, für den Fall, dass dein fester Partner dich verlässt. Und für die Abwechslung. Das ist natürlich für dich eine reizvolle Variante, nur solltest du sicher gehen, dass dein Partner davon weiss und die gleichen Möglichkeiten hat. Wenn er das nicht hat und irgendwann herausfindet, dass du sein Vertrauen und seine Zuwendung heimlich missbrauchst, um dich sicher zu fühlen, dann wird das meist in einer Trennung enden.

In all diesen Fällen ist Kommunikation die Lösung. Wenn du dich ganz ehrlich mit deinen Ängsten vor Einsamkeit und Verlust zeigst, wirst du feststellen, dass dein Partner genau die gleichen Ängste hat, sie nur nicht so deutlich spürt, weil du ihm vielleicht mehr Sicherheit gibst. Oder umgekehrt. Ihr könnt gemeinsam erörtern, was ihr euch in eurer Beziehung wünscht, wie viel Raum zum All-Ein-Sein jeder braucht, um sich “Eins” mit dem “All” zu fühlen. 

7 FAKTOREN DIE ENTSPANNTES ALLEINSEIN FÖRDERN

1. Du hattest eine behütete Kindheit und fühlst dich auch heute noch sicher, auch wenn du alleine bist.

2. Du lebst in einem sicheren Land, in einer sicheren Stadt, wo du auch Nachts alleine durch die Strassen gehen kannst, bzw. auch alleine wohnen kannst, ohne überfallen zu werden. Das ist nicht selbstverständlich. Es gibt sehr viele Orte auf der Welt, wo Sicherheit ein Luxus ist.

3. Du hast Freunde, die dich auch besuchen kommen, wenn es dir schlecht geht. Sie sind immer für dich da, so dass du dich in schwierigen Situationen nicht alleine und hilflos fühlen musst.

4. Du hast eine Familie, die hinter dir steht und zu der du immer gehen kannst, wenn es mal brenzlich wird.

5. Du hast einen Liebespartner, mit dem du dich im Herzen verbunden fühlst und von dem du weisst, das er dich nicht mal ebenso verlässt oder fremdgeht.

6. Du hast einen Beruf, in dem du mit Menschen arbeitest, so das es sich sogar gut anfühlt, wenn du am Feierabend endlich mal alleine sein kannst.

7. Du siehst dich als unsterbliche Seele, die von der Liebe getragen wird und der ohnehin nichts passieren kann, weil die Welt nur ein Traum in deinem Bewusstsein ist.

Desto mehr dieser 7 Faktoren du in deinem Leben erfüllt siehst, desto leichter wird es dir fallen, dich einfach nur gut zu fühlen, wenn du alleine bist. Falls du ein spiritueller Mensch bist, der die Unsterblichkeit der Seele erkannt hat, kann sogar die Verbindung mit allem was ist völlig ausreichen, um dich im Alleinsein ekstatisch gut zu fühlen.

Gerade in einer verbindlichen Paarbeziehung ist es sehr wichtig, über die Bedürfnisse bezüglich des Alleinseins und der Sicherheit zu sprechen. Am besten schon sehr bald, bevor Missverständnisse entstehen und dein Partner deine Wünsche nach Alleinsein, als Freibrief für Fremdgehen missversteht. Oder umgekehrt.

Gefühlte Sicherheit macht Alleinsein zu einem Sprungbrett in die Einheit der Liebe. Wenn du es schaffst mit deinem Partner in Sicherheit leidenschaftlich deine Liebe und Sexualität zu leben, dann werdet ihr gemeinsam in das All-Ein-Sein eintauchen und die schönste Version des Mensch-Seins auf Erden realisieren. 

Auf einer tieferen Ebene sind wir ohnehin “Ein Herz und eine Seele”, warum diese Verbindung nicht auch im echten Leben zelebrieren?

Ängste haben ihre Berechtigung und vergehen am schnellsten, wenn wir sie ehrlich annehmen, darüber reden und nicht den stolzen Pseudo-Superhelden spielen, der die Beziehung auf Abstand hält oder gar nicht erst zulässt, weil er sich tief in Verlustängste verstrickt hat.

Für mein Leben war spirituelles Erwachen der wichtigste Katalysator, um im Alleinsein Freude zu finden. „Suche das Himmelreich zuerst und alles andere wird dir gegeben.“

Ehrlichkeit

Ich bin liebevoll ehrlich, zu mir selbst und zu anderen.

Ehrlichkeit ist die Basis einer jeden Beziehung. Da wir Wesen der Liebe sind, die zu allem im Leben eine Beziehung haben, ist Ehrlichkeit auch die Basis unseres Lebens. Ohne sie kann es kein Vertrauen geben. Am wichtigsten wird Ehrlichkeit genau bei den Sachen, die unangenehm und peinlich sind.

Zum Beispiel, wenn du deinem Partner sagen willst, was du dir genau beim Sex wünschst, wo du dich nicht schön findest oder in welchen Bereichen du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Oder auch bei Wahrheiten, die dem anderen weh tun, wie z.B. das du gerade lieber alleine sein willst oder das du jemand anderen interessant findest. Wenn du auch in schwierigen Situationen herzoffen und ehrlich bleibst, dann gibst du deinem Partner die Chance, dich wirklich zu sehen. Und du lernst nebenbei sehr viel über dich selbst.

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Liebevolle Ehrlichkeit erzeugt Wahrhaftigkeit und wahre Nähe. Sie ist der Gegensatz zu brutaler Ehrlichkeit, welche die eigenen Unzulänglichkeiten auf den Partner projiziert und sie dort gnadenlos sieht und verdeutlicht. Natürlich kann auch liebevolle Ehrlichkeit schmerzhaft sein, weil sie die Wahrheit aufzeigt und Illusionen zerstört. Das ist unangenehm, aber immer noch besser, als die Wahrheit zu unterdrücken und damit die Chance auf Heilung zu unterbinden.

Es gibt wahrscheinlich keine intensivere Therapie, als eine ehrliche Beziehung. In ihrer Enge und Vertrautheit müssen die Masken der Persönlichkeit früher oder später fallen und alles Unterbewusste kommt an die Oberfläche. Wenn dieser Öffnungsprozess nicht stattfindet, geht die Beziehung meist ziemlich schnell wieder auseinander, denn ohne ehrliche Herzöffnung fehlt die Liebe. Wenn die Beziehung ohne Ehrlichkeit trotzdem weiter geführt wird, kann sie eine Quelle für eisige Kälte, Einsamkeit und tiefen Schmerz werden. Entweder gehen sich dann beide Partner aus dem Weg und haben eher ein freundschaftliches Verhältnis, weil sie sich einfach nicht so nah miteinander fühlen oder sie streiten viel und machen sich gegenseitig Vorwürfe, weil ihre Egos sich täglich aneinander reiben. Letzteres bringt aber immerhin etwas Leidenschaft in die Beziehung.

Was durch Ehrlichkeit in einer Paarbeziehung an die Oberfläche kommt, ist oft alles andere als schön. Verletzungen aus der Kindheit, die Wut auf die Eltern, das Leiden aus Schulzeit und Jugend, das Gefühl körperlichen getrennt Seins, die Lust auf andere Partner, Eifersucht und Neid, Verlustangst und Misstrauen, Frustration über zu viel Verantwortung und zu wenig Leidenschaft. All diese Dinge können sich zeigen, sobald beide Partner völlig ehrlich miteinander sind. Neben der Klarheit, die Ehrlichkeit bringt, ist ein heilsamer Nebeneffekt, dass auch alles Verdrängte sich ausdrücken und geheilt werden kann.

Und so sind wir gerade in der Ehrlichkeit zu geliebten, nahen Menschen, mit Gefühlen konfrontiert, die oberflächlich gesehen nichts mit Liebe zu tun haben, sondern erst geheilt und angenommen werden müssen. Sie fühlen sich aber so unschön an, dass wir sie am liebsten aus unserem Gefühls-Repertoire verbannen würden und schon gar nicht ehrlich mit ihnen sein wollen.

Diese schmerzhaften Gefühle haben wir ein Leben lang hinter Abwehrstrategien und Rückzugstendenzen versteckt. In den Beziehungen unseres Lebens wiederholen sich diese Muster immer wieder aufs neue, bis sie ehrlich angeschaut und aufgelöst werden.

Heilung beginnt mit dem Bewusstsein, das Beziehung selbst ein Heilmittel ist. Beziehungen sind nicht primär dazu da, um etwas vom anderen zu bekommen oder um sich in praktischen Belangen zu unterstützen. Beziehungen dienen der Bewusstwerdung und der Selbsterkenntnis und diese geschehen umso schneller, desto ehrlicher wir miteinander umgehen. Romantik und erfüllte Sexualität sind dann ganz natürliche Nebeneffekte einer ehrlichen und geheilten Beziehung. Wenn sich die Beziehung gerade nicht so anfühlt, dann liegt eine Liebes-Blockade vor.

Diese Blockaden können nur durch ehrliches Hinschauen und offene, vorwurfsfreie Kommunikation gelöst werden. Lösung geschieht durch liebevolles Annehmen aller Gedanken und Gefühle, die gerade da sind. Vor allem, wenn sie sich nicht gut anfühlen. Erst wenn wir unsere eigene Wut, Abwehr und Verzweiflung angenommen haben, können wir auch unseren Partnern in schweren Momenten mit Liebe und Trost beiseite stehen. Selbstehrlichkeit ist hierbei der Schlüssel. Liebespartner und auch Eltern und Kinder sind ein Spiegelbild der eigenen Schönheit und auch des eigenen Schattens. Sie sind eine grosse Chance, uns selbst zu erkennen und zu vergeben.

Bevor wir jemand anderem ganz ehrlich unsere Meinung sagen, sollten wir aber zuerst in uns selbst schauen, ob wir nicht dasselbe Thema haben. Und wenn dem so ist, dann dürfen wir es zuerst in uns selbst loslassen, bevor wir anderen etwas vorwerfen.

Indem wir jedem schmerzhaften Gefühl in uns selbst und im Partner mit Liebe und Vergebung begegnen, geschieht Heilung. Dann ist Liebe das einzige, was bleibt. Wenn dieses Ideal erreicht ist, dann löst sich mit dem Schmerz auch unser Ego-Schutzmechanismus auf, weil er keine Funktion mehr hat. Wenn auch das geschehen ist, dann werden Frieden und Einheit bewusst.

All das wird vielleicht erst nach vielen Jahren des Wachstums in Beziehung geschehen, denn dieser Prozess ist alles andere als einfach, weil beide Partner meist sehr gut ineinander passende Ängste und Blockaden haben, plus verschiedene Strategien, um diese zu verschleiern. Ich finde, das es trotzdem versucht werden sollte, denn Heilung in Beziehung ist die schönste Form des Erwachens zu unserem vollen Liebespotential.

MEDITATION ZUR ENTFALTUNG EHRLICHER OFFENHEIT

Ich bin ehrlich.

Wenn du diesen Satz sagst, dann fallen dir sofort einige Lebensbereiche ein, wo du es nicht bist. Vielleicht steckst du in einer Arbeit fest, die du gar nicht so toll findest und gibst vor zufrieden zu sein. Vielleicht bist du mit deinen Beziehungen unzufrieden und zeigst es nicht. Vielleicht denkst du des öfteren, dass du deinen Partner liebst oder gerade doof findest und sagst es nicht. Nimm dir deshalb jetzt vor, in Zukunft öfters deine Gedanken und Gefühle offen zu verbalisieren, denn genau das ist Ehrlichkeit. Sage dir jetzt:

Ich möchte in Zukunft ehrlicher sein.

Wahre Nähe erlebst du in liebevoller Ehrlichkeit. Indem du deine Wünsche und Bedürfnisse, deine Freude und dein Leid zeigst, offenbart sich deine Seele. Nur dann kannst du wirklich gesehen und geliebt werden. Sage dir deshalb:

Heute bin ich vollkommen ehrlich zu meinem Partner.

Du verstehst, das Ehrlichkeit für verschlossene Menschen sehr herausfordernd ist und nicht jeder mit deiner Direktheit gut umgehen kann. Indem du dich trotzdem mit allem zeigst, was du bist, lädst du Menschen in dein Leben ein, die ebenso ehrlich und direkt sind wie du. Menschen, die genau auf deiner Wellenlänge sind und mit denen das Leben eine Fülle an Freude und kreativem Schaffen ist. Sage dir:

Ich bin ehrlich zu allen Menschen in meinem Leben.

Wenn sich deine Lebensrichtung ändert, dann bist du auch damit ganz ehrlich und spielst niemandem etwas vor. Vor allem nicht deinem Lebenspartner. Desto länger du unehrlich bist, desto verletzender und schockierender wird es sein, wenn du plötzlich deine ganze Wahrheit zeigst und lebst. Und desto unechter und unwohler fühlst du dich selbst damit.

Wahre Ehrlichkeit bedeutet auch, dein leuchtendes Selbst zu erkennen und zu zeigen. In dieser Welt hat dein persönliches Selbst viele Facetten – in Wahrheit ist dein Selbst reine Liebe. Sage dir deshalb:

Ich bin ein wundervolles Wesen.

Wenn du mit deiner großen Wahrheit, deiner bedingungslosen Liebe ehrlich bist, dann werden deine Beziehungen dauerhaft, friedlich und voller Liebe sein. Du kannst in jedem Moment wählen, ob du mehr von deiner göttlichen Weisheit oder von deiner weltlichen Leidenschaft ausdrückst.

Wenn du mit weltlichen Wünschen und Vorlieben ehrlich bist, wirst du intensive, leidenschaftliche Beziehungen haben. Diese können für andere herausfordernd sein, da dein weltliches Selbst in einem ständigen Wandel und Wachstum begriffen ist. Mache am besten täglich deinem Partner das Geschenk der  Ehrlichkeit, um mit ihm in Resonanz zu bleiben. Sage dir:

Meine Ehrlichkeit ist ein Geschenk.

Deine Ehrlichkeit ist ein Geschenk, weil du dadurch greifbar und erfahrbar wirst. Du bist so echt und liebenswert wie ein Kind, da es keine Hintergedanken gibt, die sich hinter einer schützenden Fassade abspielen. Du weißt, das du eine schöne Seele bist und wenn du diese ohne Rückhalt zeigst, dann machst du dich selbst und andere damit glücklich. Einfach, weil du ein Geschenk bist. Sage dir:

Ich bin wie ich bin. Ich bin perfekt wie ich bin und muss mich nicht verstellen.

Ja, du lässt jetzt alle Ideen los, wie du zu sein hast. Deine Eltern und Lehrer hatten ihr eigenes Leben und wenn sie dich kritisiert haben, hatte das in erster Linie mit ihnen selbst zu tun. Du nimmst dir nur das mit, was sich für dich gut anfühlt. Und du lässt alles los, was sich für dich nicht als stimmig anfühlt. Sage dir:

Ich bin ehrlich zu mir selbst.

Indem du ehrlich zu dir selbst bin, sortiert sich dein ganzes Leben. Ungewolltes kann jetzt gehen und neues erwünschtes kommt mit Leichtigkeit zu dir. Deine eigene Schwingung ist jetzt stark und eindeutig, da du in deiner Selbstehrlichkeit Klarheit gefunden hast und ausstrahlst.

Tanz

Ich öffne Körper, Geist und Herz im Tanz des Lebens und der Liebe.

Das Leben selbst ist ein Tanz von Energie und Bewusstsein. Indem wir unseren Körper in Resonanz zur Musik bewegen, werden wir eins mit der Schwingung, welche die Basis unseres gesamten Universums ist. Tanzen entspannt und bringt unterdrückte Gefühle und Gedanken an die Oberfläche, wo sie bewusst wahrgenommen werden können. Tanzen reinigt das gesamte System, so das die Liebe der Seele wieder frei fliessen kann. Es ist sinnvoll täglich zu tanzen, um sich rein und durchlässig zu halten.

Für mich ist tanzen der beste Weg, um in eine gefühlte Verbindung mit der Quelle zu gelangen. Dazu kombiniere ich freies Tanzen mit Bewegungen aus dem Chi Gong und öffne meinen Geist für die Wahrheit. 

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Das Resultat ist eine Ekstase, die mich jedes mal aufs neue erstaunt. Das Ergebnis ist bessere Intuition, ein Gefühl der Verbundenheit mit allem was mir im Leben begegnet. Das Herz ist offen, der Geist ist gereinigt und der Körper fühlt sich leicht und frei an. Liebe wird eine Seins-Erfahrung. Ich bringe dazu mit meinen Händen die Energie meine Aura intuitiv in Bewegung und in eine Öffnung. Durch die Kombination von Tanz mit der energetischen Öffnung der Aura, werden Blockaden gelöst und beseitigt, die mich zuvor von einer ganzkörperlichen Verschmelzung mit der Einheit und der Liebe abgehalten haben.

Während dieses offenen Zustandes sage ich mir innerlich Wahrheiten, wie:

Ich bin eins mit allem was ist…

Ich bin geliebt und ich liebe…

Mögen alle Wesen heil und glücklich sein…

Mein Licht ist das Licht der Welt…

Ich segne die Welt mit meiner Liebe…

Ich bin so heilig wie jedes andere Wesen…

Ich sehe das Ewige in allem worauf ich schaue…

Mein Geist ist also im Einklang mit dem Bewusstsein, in dem dieses Universum enthalten ist. Durch diese Resonanz, kombiniert mit der energetischen Befreiung des Tanzens, wird die ekstatische Essenz des Bewusstseins sehr deutlich.

Diese Technik hat einen kumulativen Effekt. Das Gefühl von Einheit und Ekstase wird jeden Tag stärker, bis es sich anfühlt, als würde ich mich jeden Moment in Licht und Liebe auflösen. Nun, das ist noch nicht geschehen, weil ich ja nicht umsonst hier auf Erden bin. Und weil das vielleicht auch gar nicht wirklich möglich ist 🙂

Wenn ich nach einigen Tagen dieser Praxis in einem dauerhaft offenen Zustand bin, dann ist das Tanzen nicht mehr zwingend notwendig, die innere Ausrichtung auf die Wahrheit und auf die Quelle sind dann ausreichend. Das Tanzen dient tatsächlich nur der energetischen Auflösung von geistigen Widerständen und emotionalen Blockaden, die sich im Körper manifestiert haben.

So kommt es, das beide Techniken, also das Tanzen und die Geistesarbeit für sich alleine nicht annähernd den durchschlagenden Erfolg haben, wie in Kombination. Zumindest für mich nicht, wenn ich nicht energetisch total offen bin.

Ich kenne Menschen, welche die körperliche Komponente des Tanzens nicht benutzen, allerdings sehe ich diese auch nicht die körperliche Ekstase der Einheit fühlen. Diese Menschen lassen ihren Geist die Einheit erinnern und vergessen die Körperidee einfach. Das könnte man als „Erwachen“ bezeichnen, in welchem der gesamte Traum von körperlichem Menschsein einfach verschwindet, wie der nächtliche Traum am Morgen. Mit der Tanzmethode ist es eher umgekehrt: die unbegrenzte Lebensenergie der Quelle wird im Traum dieser Welt realisiert, manifestiert sich in im Körper und beginnt in Raum und Zeit zu wirken. Ich persönlich ziehe letzteres vor.

Ich möchte dich ermutigen, deine Lieblingsmusik aufzulegen, dazu zu tanzen und dabei mit den Händen an den Stellen des Körpers befreiende Bewegungen zu machen, an denen du dich nicht total wohl fühlst. Wo du vielleicht eine Enge spürst, oder eine Verspannung hast. Wenn du bemerkst, dass Gefühle sich lösen, dann beginne, deine innere Wahrheit in deinem Geist mit Worten und Gedanken auszudrücken. Dir also zu sagen, dass du wundervoll und grenzenlos bist. Das du die Liebe bist, die jetzt in die Welt strahlt. Das alle Wesen perfekt sind, genau wie du selbst. Diese wertschätzenden Ge-danken werden weitere ihrer Art anziehen und somit wird sich dein menschliches Denken dem deiner Seele angleichen, was sich gefühlter Liebe ausdrückt.

Annehmen

Ich nehme meine Gefühle liebevoll an, auch die unangenehmen.

Die schönen Dinge im Leben anzunehmen ist relativ einfach und beglückend, obwohl auch das nicht jeder kann. Ich nehme einfach mal an, dass du dir diese Fähigkeit aus Kindheitstagen bewahrt hast und möchte bei diesem Liebes-Prinzip auf das Annehmen der Kehrseite der Medaille eingehen, welche Schmerz heisst.

Das irdische Leben findet in einem verletzlichen Körper statt, der sich einsam, traurig, verlassen, krank, sterblich und verloren fühlen kann. All diese Formen des Leidens lösen erst emotionalen und später körperlichen Schmerz aus.

Der optimale Umgang mit diesem emotionalem Schmerz ist, ihn fühlend anzunehmen und ihn durch den Körper fliessen zu lassen, auch wenn das sehr unangenehm ist. Erst dann, wenn er abgeflossen ist und du untersucht hast, woher kommt und was er mit dir zu tun hat – erst dann ist es an der Zeit zu schauen, ob die Situation, die ihn ausgelöst hat, noch Veränderung benötigt.

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Emotionaler Schmerz kann exakt die gleichen Ego-Abwehrmuster provozieren, wie körperlicher Schmerz.   Wenn du nicht wachsam bist, wirst du den Schmerz nicht annehmen, sondern ablehnen. Diese Ablehnung führt dazu, das dein Ego die Kontrolle übernimmt.

Ein altbekanntes körperliches Abwehrprinzip ist ANGRIFF UND VERTEIDIGUNG. Gängige Sprüche dafür sind: „Angriff ist die beste Verteidigung, wo gehobelt wird fallen Späne, man muss kleine Opfer bringen um grosse zu verhindern“. Die nächste Abwehrmethode ist FLUCHT UND VERMEIDUNG. Wenn du sie verwendest, fallen dir Sätze ein wie: „Das ist mit zu viel, ich bin dann mal weg, es reicht mir, das kannst du mit jemand anderem machen, aber nicht mir“. Oder, wenn die diese beiden aktiven Abwehrstrategien zu anstrengend sind, nutzt du vielleicht STARRE UND AUSSITZEN. Du machst dann gar nichts und sagst dir innerlich: „ich bin total verzweifelt, irgendwann wird es schon wieder, die Zeit heilt alle Wunden, ich warte einfach mal ab.“

Emotional-verbale Abwehrmethoden sind relativ ähnlich. Da gibt es: VERNEINUNG UND ABLEHNUNG in denen du dir innerlich sagst: „so bin ich gar nicht, das hat nichts mit mir zu tun, ich war es nicht, das würde ich nie tun, ich kann mich an nichts erinnern“. Ebenso effektiv sind PROJEKTION UND ÜBERTRAGUNG. Dabei projizierst du die Probleme auf andere und sagst ihnen: „du machst das ja genauso, das hast du dir selbst erschaffen, du bist doch selbst Schuld daran, das hat mit mir nichts zu tun.“ Eine weiter Methode um nicht fühlen zu müssen ist ERKLÄRUNG UND RECHTFERTIGUNG. Dein Ego sagt dir dabei Sätze wie: „So sind wir nun mal als Mensch, das liegt an meiner Kindheit, das haben meine Eltern verbockt, in dieser Gesellschaft geht das gar nicht anders.“

Alle diese Umgangsweisen sind natürlich absolut legitim und werden von 99% aller Menschen angewendet, weil sie auch sehr praktisch sind, um unser Überleben zu sichern. Sie verhindern aber gleichzeitig effektiv die Selbsterkenntnis und führen zu einer Endlosschleife immer gleicher Verhaltensmuster, die nie zu Liebe führen, dafür aber immer zur Trennung.

Grundlegend gehen Menschen mit emotionalem Schmerz also folgendermassen um: Sie sind zutiefst beleidigt und machen dicht, rennen aus dem Zimmer und schmeissen die Tür zu, beschimpfen den Schmerz auslösenden Partner, kämpfen und zerstören. Dann, wenn alles Geschirr kaputt ist und die Beziehung vielleicht auch, gehen sie in sich und erkennen, das ihre eigenen Verletzungen aus der Kindheit der Grund für solche Überreaktionen waren. Warum also nicht gleich den eigenen Schmerz annehmen, fliessen lassen und Erkenntnisse gewinnen? Nun, weil es halt weh tut und wir uns instinktiv von allen schmerzhaften Ereignissen abwenden.

In Situationen von Missbrauch und Gewalt oder akuter Bedrohung von Körper, Gesundheit und Leben, sollten wir natürlich unserem instinktiven Ego die Oberhand erlauben und uns sofort verteidigen oder fliehen. Hier wäre fühlendes Annehmen völlig falsch am Platz.

Im Sinne des Annehmens, meine in erster Linie den alten Schmerz, der aufgestaut und noch nicht betrauert ist, der aus der Vergangenheit stammt und den Grossteil des Schmerz-Potentials ausmacht, den wir in der westlichen Welt erleben. Also emotionaler Schmerz, der zwar akut ausgelöst wird, seine Grösse und Macht aber aus der Kindheit bezieht, in der wir unfähig waren, ihn anzunehmen, weil er damals zu bedrohlich und gross war und vielleicht sogar unendlich erschien.

ÜBUNG ZUM RICHTIGEN UMGANG MIT EMOTIONALEM SCHMERZ

Tränen sind die reinigendste und heilsamste Flüssigkeit, die es in dieser Welt gibt. Solange wir weinen können und es wagen unseren Schmerz zu spüren und anzunehmen, solange sind wir in Verbindung mit unserer liebevollen Essenz und fühlen uns nach dem Weinen heil und ganz.

Wenn wir aber Angst haben, den tiefen Schmerz des Menschseins in unserem Herz zu spüren, ihn anzunehmen und ihn unter Tränen zu befreien, dann werden wir unser Herz verschlossen halten und keine wirkliche Liebe erleben können. Natürlich können wir auch mit verschlossenem Herzen andere Wesen mögen und sogar glauben, das wir sie lieben, aber diese Liebe kommt aus dem Verstand und ist nicht annähernd so beglückend, wie die tiefe, warme Liebe eines offenen Herzens.

Mit den folgenden 4 Schritten kannst du in schmerzhaften Situationen lernen, tatsächlich zu fühlen – statt zu streiten, kalt zu werden, zu diskutieren oder zu kämpfen:

1. Öffne dein Herz, um in der Liebe zu bleiben und den alten Schmerz fühlend anzunehmen, den dein Gegenüber in dir auslöst.

2. Bleibe bei dem Gefühl, ohne dich von Gedanken der Rechtfertigung oder Verharmlosung, der Ablehnung und Verneinung ablenken zu lassen.

3. Verbinde dich innerlich liebevoll mit deinem Partner und lade die Erkenntnis der Schmerzursache in Geist und Herz ein. Gestehe dir ein, das du Fehler machst und manchmal völlig daneben liegst. So hat dich das Leben geformt, so musst du aber nicht bleiben.

4. Lasse die Tränen dankbar fliessen bis sie versiegen und die Seele gereinigt ist. Der Prozess ist abgeschlossen, wenn die Trauer vorbei ist und das offene Herz nur noch Freude fühlt.

Du hast bestimmt schon warmherzige Menschen erlebt, die nicht viel denken, sondern einfach ihre Gefühle zeigen, wenn sie aufkommen. Sie sind meist voller Liebe und wenn ihnen etwas weh tut, dann zeigen sie es. Ja, ihnen kommen auch ziemlich schnell die Tränen, wenn sie sich verletzt fühlen. Diese Menschen haben sich ihre kindliche Fähigkeit zu weinen bewahrt und sie lassen schmerzhafte Gefühle, wie Angst, Verzweiflung, Wut, Eifersucht, Neid, Ärger, Scham, einfach kommen und gehen. Sie bewerten sie nicht, intellektualisieren sie nicht und projizieren ihren Schmerz nicht auf andere. Doch solche Menschen sind rar.

Die meisten von uns würden lieber eine Beziehung beenden, als sich weinend und verletzt vor dem Partner zu zeigen. Sie würden lieber einen Streit anzetteln, andere Menschen verurteilen und den Schmerz in sich selbst begraben, bevor sie ihr Herz öffnen und die Tränen zulassen. Manche würden sogar eher einen Krieg anzetteln und andere Wesen töten, statt sich selbst die eigene Schwäche und Verletzlichkeit einzugestehen.

Natürlich ist es nicht einfach, vor einem anderen Menschen zu weinen, wenn unsere Eltern und die gesamte Gesellschaft uns dazu erzogen haben, Schmerz stillschweigend zu ertragen, Schmerz wütend auf andere zu projizieren und Schmerz zu unterdrücken.

Wenn du wissen möchtest, ob dein Herz schon offen oder noch verschlossen ist, dann stelle dir folgende Fragen:

Kann ich zulassen mich verletzt zu fühlen oder denke ich, das ich über allen Dingen stehe und unverletzbar bin?

Kann ich weinen, wenn ich mich verletzt fühle oder werde ich wütend, manipulierend und ablehnend?

Kann ich andere Menschen einfach so sein lassen, wie sie sind oder will ich sie verändern, bis sie mir passen?

Kann ich liebevoll für einen weinenden Menschen da sein oder versuche ich ihn schnell zu trösten und hilfreiche Tipps zu geben?

Reagiere ich mit Liebe, Mitgefühl und Verständnis, wenn ein anderer Mensch mein Ego verletzt oder gehe zum Gegenangriff über?

Kann ich meine eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten liebevoll annehmen, oder habe ich den überzogenen Anspruch, an mich und andere, immer perfekt zu sein?

Ja, es kann weh tun, andere Menschen so sein zu lassen, wie sie sind, denn ihr Schmerz erinnert uns an den eigenen. Schmerz zu erlauben bedeutet auch nicht, alles mit sich machen zu lassen, wenn es sich nicht gut anfühlt. Es bedeutet aber sehr wohl, sich den eigenen Themen zu stellen und den eigenen Schmerz nicht auf andere zu projizieren.

Wie wir wissen, kommt in jeder Beziehung irgendwann Schmerz auf und oft hat das nur wenig mit dem anderen zu tun. Es sind meist unsere eigenen Themen, die uns da gespiegelt werden. Und so oft wir auch davor weglaufen und die Partner, Orte und Berufe wechseln – wir begegnen trotzdem immer wieder uns selbst und unserem eigenen Schmerz.

Schmerz wird solange eine Bürde sein, bis wir ihn vollkommen annehmen und ihn in einem Fluss von Tränen davon fliessen lassen. Weinen ist in der Tat die Methode, mit der sich unsere Seele vom Schmerz befreit und das Herz sich öffnet. Selbst jahrelange Therapien sind wirkungslos, wenn wir dabei nicht unserem alten Schmerz begegnen und ihn unter Tränen befreien.

 

Übung zum bewussten Annehmen von emotionalem Schmerz

Mache dir gefühlvolle Musik an und atme die allumfassende Liebe sanft und langsam direkt in dein Herz. Anfangs kommt vielleicht für einige Minuten Wut und Ärger auf und du würdest am liebsten damit aufhören. Warte bis sich dein Herz öffnet und fühle, wie der Schmerz sich unter Tränen veräussert.

Besinne dich auf die Einheit. In Wirklichkeit bist du ein geistiges Wesen, welches mit allem und jedem eins ist. Wenn du dich tief in dieses Meer der Einheit sinken lässt, wirst du automatisch von allem Schmerz gereinigt. Allerdings wirst du deinen Schmerz vorher noch ein letztes mal fühlen. Wenn du ihn dabei in Liebe annehmen kannst, wird diese Reinigung ekstatisch beglückend sein.

Stelle dir einen Menschen vor, den du eigentlich liebst, mit dem du aber gerade ein Thema hast und verbinde dich innerlich mit ihm. Schaue auf seine Seele, sieh ihn als Licht oder als Engel. Die Liebe dieser Verbindung wird allen Schmerz in dir lösen und du kannst ihn dann weinend loslassen.

Sei dankbar für dein Leben, auch wenn es gerade weh tut. Schmerz gehört zum Leben dazu und du entscheidest, ob du ihn annimmst und in Freude umwandelst. Oder ob du dich ablehnend gegen das Leben in all seinen Facetten sträubst.

Lass dich wieder Kind sein und erlaube dir wirklich alle Gefühle zu fühlen. Erwachsen heißt nicht, gefühlskalt zu sein. Es bedeutet Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen und sich selbst als Schöpfer zu sehen.

Liebe

Ich erfahre die Liebe meines Seins, indem ich sie an alle verschenke

Liebe ist dieses große, unendliche Sein, welches sich für immer unserem Verstand entzieht, während es die ganze Zeit in unserem Herzen verweilt. Es ist deshalb fast unmöglich, Liebe in Worte zu fassen, aber sehr einfach sie im inneren zu fühlen.

Da ich immer wieder Phasen im Leben habe, in denen ich mich getrennt und einsam fühle, habe ich die selbst Liebe gefragt, wie ich mit ihr öfters in Kontakt sein kann. Hier ist die Antwort:

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Du bist bereits permanent in Liebe gehalten. Nur bist du dir nicht immer dessen gewahr. Liebe ist nichts was erkämpft oder erreicht werden kann. Liebe fließt die ganze Zeit um dich herum und durch dich und deinen Geist. Wenn du sie nicht durch dich fließen fühlst, kann das verschiedene Ursachen haben, die alle mit dir zu tun haben.

Kann es sein, das du um Liebe kämpfst? Das du sie haben, anstatt geben willst? Vor wem hältst du sie zurück? Von wem willst du sie nicht annehmen? Auf wen versuchst du sie zu beschränken? Wen siehst du als der Liebe unwürdig? Wen siehst du als schuldig?

Wisse das du immer geliebt bist. Egal was du tust, egal was und wer du bist, du bist auf immer rein und unschuldig und liebenswert. So sieht Gott, die reine Liebe dich. Bevor du aber nicht selbst genau diese Sichtweise angenommen hast, wirst du nicht in Resonanz mit der Liebe kommen können.

Liebe sieht nur Unschuld, Reinheit und Sanftmut in allem worauf sie schaut. Kannst du diese Sichtweise teilen? Du wirst es können, wenn du alles loslassen kannst. Wenn du nichts in dieser materiellen Welt als erstrebenswert und wertvoll ansiehst. Solange du noch an irgendetwas festhältst, sei es ein Körper, eine Person, eine Beschäftigung, oder ein Gegenstand, solange wirst du denjenigen hassen, der es dir scheinbar wegnimmt. Es spielt dabei keine Rolle, ob es dein Partner, die Gesellschaft, die Welt, die Zeit, die Natur, oder Gott persönlich ist. Solange du dich an irgendetwas klammerst, wirst du kämpfen müssen, um es zu behalten. Laß es los. Du hast bereits alles was du brauchst. Du kannst darauf vertrauen, das du immer mit allem versorgt wirst, was du zu benötigen glaubst. Schau nicht auf die Armen und Benachteiligten und schlussfolgere das es Mangel gibt. Du kennst ihre Situation nicht, du weißt nicht mit welchen Gedanken sie den Strom der Liebe und Erfüllung von sich selbst fern halten. Du kannst nur deine eigenen Gedanken ändern und ein Beispiel für die grenzenlose Liebe und Fülle werden, die dich erschaffen hat wie sich selbst.

Wir möchten dir Gedanken geben, die dich zur Wahrheit deiner Liebe zurückbringen. Wiederhole und sprich sie innerlich, werde eins mit ihnen, lass sie in dich ein, bis du keine anderen Gedanken außer diesen hast. Sage zu allem was es gibt, zu Deinem eigenen Selbst, diese Worte:

Ich bin, was ich bin. Ich bin reiner Geist, der alles durchdringt und vereint. Ich bin die funkelnde Liebe, welche auch die materielle Welt durchwebt. Ich bin geliebt, liebend und liebenswert für immer und ewig. Ich bin ewiges Sein, jetzt und hier. Ich kenne keinen anderen Augenblick als diesen einen, genau jetzt. Ich lasse alle Ideen und Vorstellungen los, die meiner wahren Natur widersprechen und die mich in der Vergangenheit gefangen halten. Ich habe keine Pläne und Vorhaben mehr, die mich in die Zukunft schweifen lassen. Die Liebe und Schönheit meines Seins ist hier und jetzt. Sie schließt alles Sichtbare und Unsichtbare ein. Ich nehme es in mich auf und werde wieder eins damit.

Ich entspanne meinen Geist und meine Seele und den gesamten Körper in dem ich mich scheinbar befinde. Ich lasse los. Ich werde weich und immer weicher. Ich werde ganz durchlässig wie ein Schleier, der sich im Winde wiegt. Ich bin von der Liebe bewegt und getragen und schwebe auf ihrem sanften Strömen dahin.

Ich lasse alle Forderungen los, die ich an das Leben und an meine Mitmenschen habe. Sie können mir nicht geben, was ich möchte. Ich habe es bereits bekommen und bekomme es in jedem Moment neu, in dem ich entspannt, ganz offen und hier und jetzt bin.

Ich bin ein Kind der Liebe, ein Kind Gottes. Wie sich Vater und Mutter um ein Kind kümmern, so kümmert sich die alles erschaffende Liebe um mich. Ich muss nichts tun. Wenn ein Wunsch in mir auftaucht, ist er bereits erfüllt.

Ich gebe mich nur dem Spiel meines Geiste und dem Fluss der Liebe hin. Mein kleines irdisches Selbst ist total mit meinem wirklichen allumfassenden Selbst verbunden. Ich spüre diese Verbindung in jeder Faser meines Seins. Diese Verbindung trägt mich und erhält mich und spricht mit mir den ganzen Tag.

Ich lasse diesen Fluss zu und habe keine Gedanken, die ihn bremsen. Ich spüre sofort, wenn ein Gedanke aufkommt, der der Wahrheit meiner Einheit und Liebe mit allem widerspricht. Ich spüre wenn das Gefühl der Liebe und der Begeisterung versiegt und der Sehnsucht und dem Verlangen nach meinem wirklichen Sein Platz macht.

Dieses Verlangen ist ein wichtiges Gefühl, welches ich immer achten werde. Nur dieses Verlangen nach Liebe ist die Triebkraft in mir, welche mich nach Hause bringen wird. Ich werde es ehren und auf die wirkliche Quelle der Liebe ausrichten.

Ich habe lange an tausenden falschen Stellen gesucht, doch nun habe ich die Quelle gefunden. Sie ist in mir und allen Wesen die mir begegnen. Sie ist mit den Augen nicht zu sehen und doch genau hier. Sie ist immer bei mir, egal wohin ich gehe.

Um sie zu fühlen und zu sein, darf ich sie weitergeben. Nur was sich ausdehnt wird erhalten und vermehrt. Und ich fühle in dem Glück der Ausdehnung, das es meiner wahren Natur entspricht zu lieben und alles als mir gleich zu sehen. Nur wenn ich das selbe Glück, die selbe Liebe auch in meinem Gegenüber sehen kann, sehe ich wirklich.

Nun habe ich die Schau erlangt, welche nur das ewige und geistige sieht. Alles was ich gebe, empfange ich zur gleichen Zeit. Und ich will alles geben, um alles was ich bin zu empfangen.

Wenn ich ganz offen und wehrlos bin, wenn ich mich völlig hingebe, wenn ich totales Vertrauen in alle Wesen dieser Welt habe, dann wird die Welt mir ihr wahres Gesicht zeigen. Dann reflektiert sie mir die Liebe, welche durch mich hindurchfließt und dann bin ich Zuhause.

Doch wie kann ich Vertrauen in das launische Verhalten der Welt, der Menschen und der Natur haben? Sie haben mich so oft enttäuscht und werden sie es nicht immer wieder tun?

In der Tat, wenn ich meine Wünsche und Bedürfnisse die auch nur Teil dieses Traumes sind, in irdische Hände lege und sie meinem kleinen Ego übergebe, dann ist der Ausgang ungewiss und mit viel Kontrolle, Kampf und Arbeit verbunden. Wenn ich aber die Tatsache anerkenne, das jeder Wunsch vom Universum direkt beantwortet wird und ich nur meinen Geist öffnen muss, um die Erfüllung auch auf praktischer Ebene zu spüren, dann wird nur eine sehr kurze Zeit verstreichen müssen, um alles, was mir zusteht, in meine Erfahrung zu bringen. Ich gehe diesen Schritt jetzt. Ich bekenne mich zu der liebenden Kraft, die mein Schöpfer und mein eigenes Selbst ist und übergebe ihr die Führung.

Ich will mich nicht mehr einmischen in Belange, die jenseits meiner Verantwortung liegen. Das einzige was ich tun kann, ist zu vertrauen. Früher oder später wird alles, was ich jemals dachte, zur Realität. Auf diese Weise werde ich auch nach Hause finden, denn tief in meinem Geist ist die Erinnerung an die Liebe und an Einheit verborgen.

Wenn ich alle oberflächlichen Wünsche abgetragen und ausgelebt habe, wird nur der Wunsch nach Liebe und Vereinigung übrig bleiben. Und an diesem Punkt bin ich jetzt!

Ich lasse mich führen und erlösen, denn ich kenne den Weg nicht. Ich weiß nur, das ich glücklich und im Frieden sein will.

Ich bin jetzt ganz offen und willig dorthin zu gehen, wo ich zuhause bin. Ich bin bereit die Liebe in mich einzulassen, indem ich nur noch liebevolle Gedanken hege. In Liebe schaue ich auf alles, was vor meinem inneren Auge und vor meinen physischen Augen erscheint.

Nichts ist dieser Liebe unwürdig, nichts ist zu beängstigend, weil ich erkenne, das nur ich den Dingen und Personen ihre Bedeutung verliehen habe. Und nur ich kann ihre Neutralität wieder herstellen und ihre wahre Bedeutung, ihr inneres Licht und ihre Unschuld erkennen.

Und so wird in mir und in allem die Wirklichkeit wiederhergestellt. So vergebe ich meinen Träumen und meinen kindlichen Ideen. So kehre ich heim in das Reich des Geistes und der Liebe. Und so verbleibe ich als die ewige Unendlichkeit die ich bin. Und es gibt nichts, was außerhalb von mir sein kann.

Wie kann ich mit der Ungeduld umgehen, die aufkommt wenn meinen Wünsche nicht sofort in Erfüllung gehen?

Der einzige Grund warum deine Wünsche nicht in Erfüllung gehen, ist der, das du einen Umweg gehen willst. Du weißt doch selbst, das du dich immer nur nach einem Gefühl von Liebe und Glück sehnst. Denn genau das ist dein natürlicher Zustand. Warum solltest du diesen verleugnen, hinauszögern und in die Zukunft projizieren? Warum verknüpfst du dein Glück in Gedanken mit Dingen und Zielen, mit Personen und Beschäftigungen? Ganz einfach, weil du es so gelernt hast und weil das dein Ziel war, als du hier auf die Erde kamst. Du bist gekommen, um zu spielen und um das Gefühl von Mangel in dir mit Äußerlichkeiten zu stillen. Und wenn du bedenkst, das du aus diesem Bedürfnis zu spielen eine gesamte Welt erschaffen hast, wie in deinem Traum, dann wirst du dir deine schöpferische Macht eingestehen. Dann hast du den Sinn des Lebens und der Liebe erkannt.

Sexualität

Mein Sein verschmilzt in ekstatischer Liebe mit meinem Partner.

Sexualität ist wichtig für eine erfüllenden Paarbeziehung. Wenn der Sex nicht stimmt, dann können wir unsere Beziehung zwar noch über Jahre freundschaftlich und auch sehr liebevoll am Laufen halten, aber wir werden dabei permanent das Gefühl haben, dass etwas fehlt. Leidenschaft, Ekstase, berauschende Körperenergie – das ist genau das, was dann fehlt. Ohne Sex gibt es auch keine dringliche Motivation, sich mit aufkommenden emotionalen Themen in der Beziehung auseinanderzusetzen und sich immer wieder zu versöhnen. Man kann einfach in seichter Liebe nebeneinander her leben, sehr praktisch, aber ohne Leidenschaft.

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Sex ist die wichtigste Triebkraft, um sich ganz füreinander zu öffnen und sich wirklich zu lieben. Auch wenn am Anfang der Beziehung Sex ohne tiefe seelische Verbindung funktioniert – spätestens nach einem Jahr engen Zusammenseins haben die Paare nicht mehr täglich Sex, wenn sie sich nicht ihre emotionalen Blockaden anschauen und auflösen. Diese stehen dann wie eine unsichtbare Mauer zwischen ihnen. Das Herz kann sich ziemlich gut schützen, indem es diese Mauer aufbaut, aber sie geht auf Kosten der seelischen und körperlichen Anziehung. Also auf Kosten der Sexualität.

Natürlich kann die Lust dann trotzdem mit einem Menschen gelebt werden, mit dem diese Themen nicht vorhanden sind, weshalb Fremdgehen ein beliebtes Mittel des Selbstbetruges ist. Es gibt sogar Menschen, die steif und fest behaupten, dass Sex nichts für sie ist und dass sie auch ganz gut ohne Sex auskommen, weil sie irgendwann, vielleicht schon als kleines Kind, schlechte Erfahrungen mit Sex gemacht haben. Doch tief unter diesen Traumata und genetisch fest verankert, liegt eine große Lust auf diese wunderbare ekstatische Energie, die wir in der sexuellen Vereinigung erleben. Sie wird sich immer wieder einen Weg an die Oberfläche bahnen, egal wie tief sie abgelehnt und unterdrückt wird. Leider dann oft in pervertierter, lebensfeindlicher Form. Es ist also ratsam, sich sofort in Therapie zu begeben, bzw. das Zölibat abzubrechen, wenn strafbare Gelüste aufkommen.

Die sexuelle Verschmelzung zweier Menschen und die damit verbundene energetische Ekstase ist eine einzigartig menschliche Erfahrung, die kaum ein anderes Wesen auf Erden in dieser Tiefe und Häufigkeit teilt. Viele Aspekte seelischen Glücks, wie Harmonie, Sicherheit, Liebe, und Verbundenheit können wir auch ganz gut ohne einen Partner erleben, indem wir uns der Verbindung mit unserer Quelle hingeben, also in Meditation und Hingabe. Sex ist das Bindeglied zwischen Seele, Herz und Körper und das wissen wir auch mit jeder Zelle unseres Körpers, egal, ob wir die sexuelle Erfahrung bereits hatten, oder nicht.

Sex ist auch einer unserer menschlichen Urtriebe und das ist genau der Grund, warum Sex für alle Menschen und in allen Medien ein so großes Thema ist. Es ist auch der Grund warum wir permanent bewusst, oder unbewusst danach suchen werden, egal ob wir Single sind, oder in einer Beziehung/Ehe stecken, in der wir nicht genug Sex bekommen.

Ja, guter Sex ist essentiell für die Paarbeziehung und ich wage hier zu behaupten, dass leidenschaftlicher, liebevoller Sex das Schönste ist, was wir auf körperlicher Ebene mit unserem Partner teilen können. Du hast aber bestimmt auch schon erlebt, wie schwierig es ist, einen zu dir passenden Partner zu finden, mit dem du in Resonanz bist. Einfach weil die persönlichen, idealisierten Beziehungsansprüche meist nicht mit der eigenen Realität übereinstimmen. Das heißt, wir wünschen uns einen großartigen Partner, sind aber selbst nicht auf dem Level dessen, was wir uns wünschen.

Doch das ist nur die Anfangshürde. Die wahre Herausforderung kommt erst, wenn du mit diesem Menschen die Liebe UND die sexuelle Leidenschaft in einer langjährigen Paarbeziehung leben und genießen willst! Dazu gehört dann eine Menge mehr, als nur eine anfängliche Verliebtheit, oder eine enthusiastische Heirat.

Dazu gehört die sexuelle Reife, um mit der eventuell aufkommenden sexuellen Unlust souverän umzugehen. Dazu gehört auch die persönliche Reife, um den Partner und sich selbst mit allen aufkommenden emotionalen Problemen lieben zu können. Es gehört auch eine gehörige Portion Wissen dazu, denn gerade in der Sexualität reicht es nicht, wenn wir einfach unseren Gelüsten und Instinkten folgen, denn diese gestalten eine monogame, sexuell erfüllte Beziehung eher schwierig.

Ich möchte dich ermutigen ganz zu deinen Wünschen, Träumen und Idealen zu stehen, diese liebevoll in deinem Geist zu bewegen. Wenn du das tust, werden sich automatisch deine Glaubenssätze offenbaren, die dem im Wege stehen. Diese darfst du dann ebenso liebevoll würdigen und loslassen, indem du dich mit Menschen umgibst, die deinen sexuellen Beziehungstraum bereits leben. An ihnen erkennst du, das alles möglich ist, was du dir wünschst. Das Leben schreitet voran und die Zeiten unserer Eltern sind vorbei. Die Welt ist offener, lustvoller, authentischer und liebevoller geworden. Du kannst deine Träume von liebevoller, ekstatischer Sexualität manifestieren, wenn du das möchtest!

8 ABSURDE IDEEN ÜBER SEX UND WIE DU SIE LOSLASSEN KANNST

Es gibt kaum ein Lebensthema welches mit so vielen absurden Ideen besetzt ist, wie das Thema Sex. Ideen wie: „Sex ist peinlich, Frauen wollen nie so richtig, Männer haben keine Ahnung davon, Gute Sexpartner sind nicht zu finden“ rumoren noch heute in den Köpfen vieler Menschen. An sich scheinen diese Glaubenssätze ganz harmlos und lediglich Ideen zu sein, aber in Wirklichkeit sind sie die Fäden aus denen wir unsere Realität weben. Eine Realität mit oder ohne Liebe und Sex, je nachdem was wir glauben verdient zu haben.

Ich möchte deshalb hier einige gängige Irrtümer über Sex aus dem Weg räumen, in der Hoffnung das sie dich danach nicht mehr von deinem wohlverdienten Liebesglück abhalten. Denn letzten Endes sind es immer nur die eigenen Ideen und Konzepte, die unser Leben in den langweiligen, eingefahrenen, trostlosen Bahnen halten, die wir schon lange nicht mehr brauchen.

Bist du der Meinung, dass Sex irgendwie peinlich ist, oder denkst du, dass es etwas großartiges und ganz normales ist? Befürchtest du das es niemand mit dir tun will, oder glaubst du es täglich verdient zu haben? Deine Ansichten entscheiden über dein Leben, weil sie die Basis deiner Realität sind:

FRAUEN HABEN WENIGER LUST AUF SEX, ALS MÄNNER – diese Idee liegt darin begründet, dass die viele Männer leider keine Ahnung haben, wie man einer Frau Lust bereitet, unter welchen Bedingungen sie Sex mag und unter welchen nicht. In Wirklichkeit lieben Frauen Sex genauso sehr wie Männer und sobald wir Männer reif genug sind um das Weibliche in uns selbst und in den Frauen wirklich anzunehmen, können wir die große Leidenschaft der Frauen in der sexuellen Vereinigung erfahren.

DIE MÄNNER WOLLEN IMMER NUR DAS EINE – eine weitverbreitete Idee, welche den Frauen, die so denken dazu verhilft, genau den Partner anzuziehen, der wirklich nur auf ein schnelles Abenteuer aus ist. Wenn wir einem anderen Menschen mit ängstlich verschlossenem und vielfach verletztem Herzen entgegen treten, dann sind wir nicht wirklich offen für die Liebe und dann ist Sex oft die einzig interessante Art des Austausches, die noch möglich ist. Natürlich geht es nach dem Sex mit der Beziehung nicht weiter, weil es gar keine Basis für Liebe gibt, solange alte Verletzungen und Traumata nicht aufgelöst sind. Wenn du als Frau immer wieder auf Männer triffst, die ihren Schmerz verdrängt haben und nur auf eine schnelle Nummer aus sind, dann kannst du dich fragen, welche Gefühle in dir noch schlummern und dadurch eine Resonanz mit diesen Männern erzeugen.

ES IST SCHWIERIG EINEN LEIDENSCHAFTLICHEN LIEBESPARTNER ZU FINDEN – das ist genau so lange wahr, wie wir selbst unsere Leidenschaft und Ekstase noch zügeln und nicht zu leben wagen. Unsere Partner sind immer ein Spiegel unserer eigenen Offenheit und sobald wir selbst mit dem Thema Sex im reinen sind, werden wir sofort einem Partner begegnen, der genauso viel Spaß daran hat wie wir selbst. Schau also gerne in dir selbst nach, ob du wirklich deiner Leidenschaft freien Lauf lassen kannst, ob du frei darüber reden und dich mit allem zeigen kannst. Sobald du dich für Sex und Leidenschaft entschieden hast und wirklich dafür gehst, wirst du auch auf einen Partner treffen, der gut im Bett ist und mit dem das Liebesspiel wirklich Spaß macht.

GOTT WILL NICHT, DAS WIR SEX VOR DER HOCHZEIT HABEN – das ist eine solch absurde Idee, das ich nur fragen kann: Wie in aller Welt soll man ein großartiger Liebhaber werden, ohne vorher Erfahrungen sammeln zu dürfen? Und gerade in einer lebenslangen monogamen Beziehung ist es ultimativ wichtig, das der Sex zwischen beiden Partnern absolut großartig ist. Ansonsten kann dieses Leben verdammt lang und frustrierend werden! Solche Ideen stammen von alten grauen Männern, die ebenso alte Religionen in ihrem Sinne umgedeutet haben. Völlig absurd und chauvinistisch. In manchen Ländern, Religionen und Köpfen ist leider die Zeit stehen geblieben und die gesamte Evolution des Bewusstseins ausgeblendet wurden.

ÜBER SEX REDET MAN NICHT, SEX MUSS EINFACH FUNKTIONIEREN – ist es nicht erstaunlich, dass sich Paare ganz leicht dabei tun einander detailliert zu sagen, wie das Essen zu kochen und der Abwasch zu machen ist, aber dem anderen nicht die leiseste Ahnung geben, wie sie es im Bett am liebsten mögen? Leider haben wir die Tendenz, dem anderen genau das zu geben, was uns selbst am besten gefällt und so streichelt Frau dem Mann die Brüste und Mann fast der Frau sofort zwischen die Beine. Das kann funktionieren muss aber nicht. Einige Worte würden jahrelanges Rätseln unnötig machen und das sexuelle Vergnügen auf eine neue Stufe heben.

WENN ICH LUST HABE, SOLLTE MEIN PARTNER DOCH AUCH LUST HABEN – das mag am Anfang der Beziehung noch stimmen, aber früher oder später sammeln sich viele Missverständnisse und Verletzungen in der Beziehung an, welche die sexuelle Hingabe effektiv verhindern. Sex ist ein Ausdruck von Liebe und niemand hat Lust auf Sex, wenn er gerade traurig, beleidigt, wütend oder gestresst ist und in negativen Gefühlen feststeckt. Wenn dein Partner also keine Lust hat, während du erregt bist, dann gib ihm die Gelegenheit sich auszusprechen, nimm ihn so an, wie er ist und gib ihm Liebe und eine Massage. Das wirkt meist Wunder. Wenn der lustlose Zustand trotzdem über Monate andauert, dann scheint es ein ernsthaftes Problem zu geben. Es ist dann wichtig zur Wurzel des Problems vorzudringen, denn nur dort liegt die Möglichkeit zu einer Lösung. Oft ist es eine Verletzung aus der Kindheit, ein unbewusster Schmerz, ein angstvoll verschlossenes Herz, welches sexuelle Hingabe verhindert.

ICH GEB´S AUF MIT DEM SEX UND DEN BEZIEHUNGEN, DAS WIRD BEI MIR NICHTS – solche Worte deuten auf eine sehr verletzte Seele hin und in diesem Zustand stimmt die Aussage natürlich hundertprozentig. Niemand kann Liebe und erfüllenden Sex finden, wenn er gerade in den Tiefen der verletzten Wut und Frustration steckt. Liebe ist die positivste, kraftvollste Emotion die es gibt und sie passt nicht im geringsten zu negativer, kraftloser Frustration und Depression. Führe dir in diesem Fall einfach vor Augen, das die großartigsten Beziehungen zwischen solchen Menschen entstehen die sich aus ihrem tiefen Jammertal herausgearbeitet haben und nun viel stärker und glücklicher sind, als andere, die nicht durch die Abgründe des Lebens gegangen sind. Ich würde als Partner immer einen Menschen vorziehen, der auch durch das dunkle Tal gegangen ist. Solche Menschen haben Tiefe und Größe, sie sind interessant und nicht arrogant.

WENN DIE LUST AUF SEX NICHT DA IST, DANN GEHT HALT NIX – Das ist ein trauriger Irrglaube, der in vielen Beziehungen den Sex nach den ersten heißen Monaten zum erliegen bringt. Natürlich vermindert sich die Lust nach einigen Monaten und fast niemand hat nach Jahren noch 3 mal täglich Sex. So ist das nun mal. Wenn nach so viel Sex kein Baby entsteht, dann denkt der Körper, das hier was falsch läuft und die Lust wird herunter gefahren und geht vielleicht auch zu anderen Menschen. Das heißt aber nicht, dass sie nach etwas Vorspiel nicht auch wieder kommen kann. Danach ist der Sex meist so schön wie am ersten Tag. Es lohnt sich also täglich dran zu bleiben und nicht die Frustration Einzug halten zu lassen. Wenn du als Mann etwas älter bist und nicht mehr täglich Lust hast, dann versuche Sex ohne Samenerguss zu haben. Das steigert die Lust und die Potenz.

8 GRÜNDE FÜR SEXUELLE FRUSTRATION

Sex ist eine Quelle für große Lust und Freude. Wenn er in der Beziehung nicht funktioniert, dann kommt Frust auf. Wie jedes Grundbedürfnis, sollte auch das Bedürfnis nach Sex innerhalb der Beziehung befriedigt werden, weil sonst das Leben unvollständig gelebt an dir vorüber streift. Sex kann nur in einem Körper erfahren werden und diesen hast du nur für wenige Jahre, deshalb ist es essentiell die Gründe für sexuellen Frust zu erkennen und dann liebevoll loszulassen.

UNTERSCHIEDLICHE BEDÜRFNISSE: Nicht jeder Mensch hat die gleichen Bedürfnisse und Wünsche, wenn es um liebevolle Vereinigung geht. Auf der Skala zwischen gelegentlichem Kuscheln und nächtelangem wilden Sex, ist alles möglich. Was du willst ist deine Entscheidung. Die Fähigkeit zu dieser Entscheidung kommt erst nach nun. Irgendwann weißt du aber dann schon, was du magst und was nicht und kannst daraufhin deine Beziehungen wählen. Natürlich kann sich auch das mit der Zeit wieder wandeln, aber es ist auf jeden Fall sinnvoll keine allzu großen Kompromisse einzugehen, vor allem in längeren Beziehungen. Sei dir bewusst, das du jede Art von Beziehung haben kannst, die du möchtest, solange du dir deine Wünsche und Vorlieben eingestehst und daran glaubst. Es gibt für jedes Spiel einen passenden Spielpartner und du kannst deinen perfekten Partner nur finden, wenn du zu dem stehst, was du willst und es über deine Ausstrahlung und Worte kommunizierst.

STRESS: Überforderung und der daraus resultierende Stress ist einer der größten Liebestöter der modernen Zeit. Für Männer wie für Frauen. Liebe braucht Freiraum und Entspannung, Ruhe und Besinnlichkeit. Wenn ein Partner (oder beide) von der Arbeit und vom Leben total überfordert ist, dann fehlt sowohl die Zeit, als auch der Freiraum um sich zu entspannen und loszulassen. Dann ist der sexuell bedürftige Partner nur eine weiter Überforderung und Quelle von Stress. So beginnt eine Spirale von Forderung, Frust, Ablehnung und Mangel, die oft im Fremdgehen oder/und dem Ende der Beziehung resultiert. Die Lösung dafür ist simpel, aber nicht immer einfach umzusetzen: der überforderte Partner darf seine Prioritäten klarstellen und seine Überforderung loslassen, damit er auch seinen lustvollen Persönlichkeitsanteilen wieder Raum geben kann. Das kann durch Delegieren von Aufgaben geschehen, oder durch eine Vereinfachung des Lebensstiles. Wenn der überforderte Partner seine Prioritäten nicht ändern will, dann sollte er seinem Partner erlauben, sich eine/n Liebhaber/in zu suchen. Ich weiß, dass das im Normalfall zu schmerzhaft ist, aber es verdeutlicht, wie groß der Schmerz des sexuell unterforderten Partners ist. Sexualität ist eines der schönsten menschlichen Liebesausdrucksmöglichkeiten und sie darf in eine Beziehung weder fehlen, noch unterentwickelt sein.

LANGEWEILE: Wenn du mit deinem Partner seit vielen Jahren den gleichen Sex hast, dann ist das natürlich langweilig, vor allem, wenn deine Natur eher experimentierfreudig ist. Deshalb ist es wichtig, das sich traditionelle gleichmütige Menschen unter sich paaren und experimentierfreudige wilde Genussmenschen auch bei ihresgleichen bleiben. Es gibt nun mal verschiedene Typen Mensch, und was für den einen total langweilig ist, ist für den anderen schon eine Herausforderung. Suche also schon von Anfang an einen Partner der genauso viel Spaß am Sex hat wie du, und zu allem bereit ist, was dir gefällt und noch vorschwebt. Wenn du in einer Beziehung bist, in der es scheinbar große Unterschiede in der sexuellen Ausrichtung gibt, dann rede mit deinem Partner darüber, was du möchtest. Oft spielt auch Scham eine Rolle und dieses Gefühl kann gelöst werden.

HORMONELLE PROBLEME: Sex ist in von der Natur zur Fortpflanzung gedacht und so wundert es nicht, wenn die Lust auf Sex durch Hormone des Körpers geregelt wird. Diese haben haben einen großen Einfluss und sind nur sehr geringfügig von Verstand steuerbar. Sie reagieren auf Alter, Ernährung, Gesundheit, Wechseljahre, Sicherheit des Umfeldes, Medikamenten-Rückstände im Trinkwasser u.v.a.m. Manchmal kann einfach niemand etwas dafür, das die Lust auf den Sex bei einem Partner nicht mehr vorhanden ist, während sie bei dem anderen Partner gerade auf Hochtouren läuft. In solch einem Fall rate ich dazu, genau hinzuschauen und zu forschen, woran es liegen könnte, vielleicht auch einen Arzt aufzusuchen, wenn die Intuition keinen Hinweis gibt.

EMOTIONALE VERLETZUNGEN: Da ca. jede 3. Frau Missbrauchserfahrungen im Leben hatte, ist es wirklich kein Wunder, das es so viel Schmerz im sexuellen Bereich gibt. Traumatische Erfahrungen sind schwer zu verarbeiten, vor allem wenn man von genau den Menschen misshandelt wird, die einen beschützen sollten – den Eltern. Diese unglaublichen Verletzungen werden oft über Generationen weitergegeben, weil Sex nunmal auch ein starkes Bedürfnis ist. So quälen sich dann traumatisierten Frauen durchs Leben und haben nur die Wahl, ob sie sich selbst verleugnen indem sie Lust am Sex vortäuschen oder ihre lieben Ehemänner enttäuschen, indem sie Sex verweigern. Ich glaube nicht das Konfrontations-Therapie hier der richtige Ansatz ist, weil das zu massiven Re-Traumatisierungen führen kann. Es gibt aber viele körperorientierte Trauma-Therapien die sehr wirksam die Verletzungen auflösen, so das das Wunder der Sexualität wieder genossen werden kann.

SCHAM: Ich selbst hatte eine Mutter und eine Tante, die beide unabhängig voneinander irgendwann beim Staubsaugen meine Aktfoto-Sammlung unter dem Bett entdeckten und mir als 14-jährigen Jungen sagten, wie ekelhaft sie es finden, das ich mir solchen Schmutz anschaue. Ich sollte mich schämen. Das tat ich, aber nur über den Fakt, das ich derart verklemmte Verwandtschaft habe. Auf den Bildern waren ästhetische Akt-Photos von schönen Frauen. Scham im Bereich der Sexualität war trotzdem ein Problem in meinem Leben, weil man als Kind viele Einstellungen der Eltern unbewusst übernimmt. Und so schämte ich mich nie über Nacktheit, dafür aber umso mehr über den Sex an sich, denn ich war in einem so prüden Umfeld aufgewachsen, das ich mich immer wieder fragte, wie ich überhaupt entstehen konnte. Viel zu spät, mit 35 Jahren, beschloss ich dann meine Scham aufzulösen und traf auf Frauen, die mir dabei halfen, indem sie mir einfach erlaubten beim Sex ich selbst zu sein und alle meine ganz normalen Fantasien auszuleben und gemeinsam damit Spaß zu haben. Seit „50 Shades of Grey“ ist ja selbst SM keine Grund zu Scham mehr und so leben wir in einer freizügigen Zeit, in der es kaum noch Tabus gibt. Das heißt natürlich auch, das die inneren Tabus und die eigene Scham viel deutlicher zu Tage treten. Ich finde es übrigens völlig sinnvoll Tabus und auch Scham zu haben, weil sie dazu dienen unsere Gesundheit zu schützen. Wenn sie aber absurd sind und einfach nur stören, dann gibt es viele Wege sie aufzulösen. Der einfachste Weg ist, mit dem Partner darüber zu reden und sie dann liebevoll gemeinsam loszulassen, indem man genau das auslebt, was peinlich ist. Selbst lebenslange Schamgefühle lösen sich dadurch in 5 Minuten auf. Auch hier ist Therapie empfehlenswert, wenn die Scham zu groß ist, oder auf einem kindlichen Trauma beruht.

PHYSISCHE „MÄNGEL“: Wenn ein Mensch zu seinem Körper, zu eventueller Behinderung, zu mangelnder Schönheit im Vergleich zum Idealbild, zu Über- oder Untergewicht stehen kann, dann wird die Sexualität meist nicht davon beeinträchtigt. Sie leidet aber sehr stark unter dem Gefühl der Minderwertigkeit, den solche Abweichungen vom Hollywood Ideal, bei manchen Menschen auslöst. Ja, wir alle sind nicht frei davon, sollten es aber in zunehmenden Maße werden. Einfach, weil wir dann viel mehr Spaß im Bett haben können. Nach dem Motto: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!“ Nun, es ist trotzdem wichtig auf Hygiene zu achten und keine abtörnenden Dialekte im Bett zu sprechen, denn man muss es dem Partner ja nicht schwerer machen als es ohnehin schon ist. Über die Jahre lässt die Anziehung nunmal nach und es wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger, jede Gelegenheit zur Luststeigerung zu nutzen. Sonst wird der Sex immer seltener, was meist einen der beiden Partner unzufrieden macht.

FEHLENDE ANZIEHUNG: Das ist der Supergau einer jeden Beziehung, denn wenn die Anziehung fehlt, dann ist das Ende vorprogrammiert. Zum Glück beruht fehlende Anziehung meist auf einer fehlenden Beziehungsvision und auf dem darauf folgenden unbewussten „sich gehen lassen“ der Partner. Wenn du also feststellst, das du deinen Partner nicht mehr anziehend findest und dich beziehungssabotierend verhältst, dann schaue bitte genau hin, was dir in der Beziehung fehlt und wie ihr beide wieder zur Liebe und Anziehung zurück finden könnt. Auch hier sind Kommunikation, Therapie, Workshops, Familienberatung u.v.m.a. möglich, um den Themen auf die Spur zu kommen.

Gefühle

Ich erlaube mir zu fühlen, was in mir ist, ohne Scham und Rückhalt

Gefühle haben, wie alles in der Welt, eine natürliche Ordnung. Sie sind wie eine Leiter angeordnet, auf welcher wir von der tiefsten Depression bis in die höchste Ekstase auf- und absteigen können – wenn wir wissen wie das geht. Für die meisten Menschen, sind Gefühle aber eher wie das Wetter: Sie kommen aus unerfindlichen Gründen, manchmal lau, manchmal mit der Gewalt eines Gewitters, bringen unsere Welt durcheinander, sind zu Zeiten angenehm, oft auch nicht und dann denken wir, das wir uns vor ihnen schützen müssen, damit sie uns nicht weh tun.

Es gibt schöne Gefühle wie Liebe, Freude, Optimismus, Begeisterung, Hoffnung, Ekstase, Ruhe, Frieden und Sicherheit. Von denen wollen wir mehr, weil wir intuitiv spüren, das sie ein Indikator für unser Glück sind. Sie zeigen uns, dass wir gerade im Einklang mit unserer Seele sind und uns auf dem richtigen Pfad unseres Leben bewegen.

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Dann gibt es unangenehme Gefühle, wie Wut, Hass, Verzweiflung, Trauer, Angst, Depression, Eifersucht und Neid. Diese Gefühle sind uns zuwider und meist wollen wir sie nicht spüren. Sie zeigen uns aber genauso viel, wie die schönen Gefühle, nämlich, dass wir gerade entgegen unserer wahren Natur handeln, das wir gerade auf dem Weg der Trennung sind, das wir uns selbst und andere Wesen verletzen.

Mein eigener Weg durch die Landschaft der Gefühle, war als Kind eher schwierig. Ich kannte die Gepflogenheiten der Welt noch nicht und fühlte mich oft deplatziert, mit sehr viel Wut, die mein Bruder täglich aus mir heraus lockte. Ich wurde selten gelobt von meinen Eltern und ebensowenig gescholten. Ich hatte viel Freiraum und wenig Feedback. Nur manchmal kam meine Vater in mein Zimmer, erklärte mir die Welt und sagte: „Thomas, wenn du weiter so machst, wirst du nie Freunde im Leben haben. Du musst dich mehr anpassen und darfst nicht so viel anecken.“

Da wir in der DDR lebten hatte er leider recht. So wie ich war, würde ich nicht zum Abitur zugelassen werden, denn das ging damals nach Gesinnung, und nicht nach Intelligenz.

Ich versuchte daraufhin mich zu ändern, nicht so vorlaut in der Schule zu sein, nicht so direkt die Lügen der anderen bloßzustellen, einfach das Spiel mitzuspielen. Es gelang mir auch ganz gut, nur wurde ich dadurch depressiv. Ich konnte nicht mehr lachen, fühlte mich ständig matt und traurig. Nach fast einem Jahr dieses Spieles sagte ich mir: „Scheiß drauf, egal was kommt, ich kann so nicht weitermachen. Es bringt ja eh nichts, die Lehrer finden mich noch schräger als zuvor und ich habe keinen Spaß mehr am Leben.“

So wurde ich wieder der alte, vorlaute Thomas, der genau über die Sachen Witze macht, die niemand sehen will und der als einziger Junge in der Schule den männlichen Kurzhaarschnitt verweigerte. Ich habe gelernt meine Gefühle ernst zu nehmen, auf sie zu hören und sie auszudrücken, statt sie in mich hinein zu fressen. Und das war im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung.

Schließlich wollen Gefühle uns etwas sagen und uns im Leben leiten. Sie zeigen uns die Wahrheit unserer seelischen Landschaft, unseres Unterbewusstseins. Und wenn man genau hinschaut, sind sie gar nicht so unberechenbar, wie sie manchmal scheinen.

In Wirklichkeit sind Gefühle wie die Sprossen einer Leiter, die wir bis in die Liebe hochklettern können und auf der wir auch genauso schnell bis in die Depression herunter rutschen, wenn wir sie nicht ernst nehmen.

Im folgenden möchte ich über die Leiter der Gefühle reden und etwas Licht in das Dunkel unserer menschlichen Gefühlswelt bringen.

DEPRESSION & VERZWEIFLUNG

Diese Gefühle sind am untersten Ende der Gefühls-Leiter. Sie entstehen, wenn wir uns absolut alleine, verraten, ausgenutzt und nutzlos, ungeliebt, gequält und geschlagen fühlen. Sie können die Folge von körperlichem Missbrauch, Krieg und Krankheit sein. Oder sie sind die Folge emotionaler, seelischer Widrigkeiten, wie z.B. von Eltern und Partnern nicht geliebt oder sogar verachtet zu werden.

Die normale Reaktion von Körper und Psyche ist, sich schnellstmöglich auf die nächsthöhere Stufe der Gefühle zu bewegen. Dazu werden alle inneren Kräfte mobilisiert, denn das schreckliche Gefühl von Depression und Verzweiflung zeigen uns, das es so nicht weitergehen kann.

Der einzige Grund, warum manche Menschen in dieser Gefühlshaltung bleiben, ist Gefangenschaft. Entweder ganz real in Lohnsklaverei und Gefängnis oder rein geistig, weil die Eltern schon in der Kindheit jeglichen Selbstwert und Enthusiasmus ausgetrieben haben.

Heute gibt es noch die ganz neue Form der medialen Gefangenschaft. Politik und Medien reden den Menschen fiktive, beängstigende Realitäten ein, die entweder Depression verursachen und gefügige Bürger erschaffen oder sie in die nächsthöhere Stufe von Wut und Hass bringen, die dann gelenkt und genutzt wird, um Kriege anzuzetteln.

Ein freudiger, optimistischer Mensch ist nicht regierbar. Er hat eine eigene Meinung, ist nicht manipulierbar, will Frieden statt Krieg, konsumiert nicht viel und ist auch nicht ständig krank. Das gleiche gilt für Kinder: Sie sind von Natur aus selbstbewusst, freudig, liebevoll und optimistisch.

Einen Menschen auf der niedrigsten emotionalen Stufe zu halten ist nicht einfach. Früher oder später wird er all seine letzten Kräfte mobilisieren und versuchen auf die nächste Stufe der Gefühlsskala zu gelangen, denn nur dort kann Befreiung geschehen:

WUT & HASS

Diese Stufe auf der Gefühls-Leiter ist sehr wichtig und es wird leider oft versucht sie zu überspringen oder zu unterdrücken, weil wir keinen gesunden Umgang mit den aggressiven Gefühlen von Wut und Hass gelernt haben. Ein Überspringen dieser Stufe ist aber nicht möglich und auch nicht nötig. Wut und Hass können, wie jedes andere Gefühl auch, solange gefühlt werden, bis sie sich auflösen und uns zur nächsten Stufe führen. Das dauert auch selten länger als 10 Minuten, wenn die Wut nur auf den Ereignissen der Gegenwart beruht. Wenn es aufgestaute Wut ist, die aus der Kindheit oder von traumatischen Ereignissen herrührt, dann kann das Ausleben der Wut auch wesentlich länger dauern. Diese zu spüren und an einem Kissen abzureagieren macht aber großen Spaß und ist absolut befreiend.

Um aus der vorherigen Stufe von Verzweiflung und Depression auszubrechen, werden die kraftvollen Gefühle von Wut und Hass gebraucht. Wut ist ein wichtiges und wunderbares Gefühl, wenn es uns selbst aus der eigenen Gefangenschaft führt, es ist aber auch ein sehr gefährliches Gefühl, wenn es von außen manipuliert wird und gegen andere Wesen gerichtet wird, die uns nichts getan haben und auch nur in Freiheit leben und gedeihen wollen. In einem solchen Fall ist es besser nach innen zu gehen und die Wut intensiv zu fühlen, bis sie uns zur nächsten Stufe bringt :

TRAUER & SCHMERZ

Wenn du die vorherigen Gefühle von Wut und Hass angenommen und integriert hast, dann wirst du schnell den Schmerz und die Trauer spüren, die darüber liegen. Auch diese Gefühle fühlen sich ziemlich unangenehm an und die meisten Erwachsenen haben gelernt sich mit Arbeit, Medien, Konsum und Drogen davon abzulenken und die Trauer zu unterdrücken. Das funktioniert auch für eine Weile, doch es lässt uns nicht zu den höheren Gefühlen wie Freude und Liebe aufsteigen, denn dafür müssen Schmerz und Trauer erstmal gefühlt und angenommen werden.

Es ist deshalb unabdingbar alle Tränen zu erlauben, bis das Herz wieder erlöst und offen ist. Auch diese Stufe kann nicht übersprungen werden, wie wir wunderbar an Kindern sehen. Wenn diese im Schmerz sind, weinen sie so lange, bis der Schmerz sich aufgelöst hat. Danach sind sie so rein und glücklich wie zuvor, weil sie durch das Erlauben der Trauer wieder ganz schnell auf der Gefühls-Leiter nach oben gestiegen sind.

Leider kann es aufgrund falscher Erziehung von traumatisierten Eltern oder durch schlimme Lebensereignisse geschehen, das der Schmerz zu groß und dauerhaft ist, um gefühlt und transzendiert zu werden. Lang anhaltende Kriege in der Welt und in der Ehe sind für Kinder absolut schlimm und führen zu einer Überforderung des Herzens. Dieses gibt irgendwann auf, denn es kann gar nicht so viel weinen, um all den großen Schmerz abzubauen. Es verschließt sich und zieht sich zurück, in die kalte Einsamkeit der Depression und Verzweiflung. Dort ist es zwar nicht schön, aber zumindest nicht so bedrohlich, wie das wahre Leben.

Wenn ein solcher Mensch nicht in die Wut kommt, um dann später wieder die Trauer zu fühlen und von dort aus weiter aufzusteigen, wird er sich ein Leben lang in den unteren Gefühls-Stufen bewegen und nie das wahre Glück des Lebens erfahren. Er wird als Elternteil, als Chef oder Politiker einen kranken und negativen Einfluss auf alle Menschen ausüben, mit denen er zu tun hat. Er wird sich mit Arbeit, Alkohol und Nikotin betäuben, um das innere Elend irgendwie zu ertragen. Und er wird versuchen das Glück auch in anderen auszutreiben, weil sie ihn an sein eigenes Potential und seine unterdrückten Gefühle erinnern.

Da du so ein Leben nicht für sich willst, ist es unabdingbar deine Gefühle von Schmerz und Trauer zu erlauben. Wenn sie so weit unterdrückt sind, das du sie kaum noch fühlst, dann kann es helfen zu tanzen oder dich von der Schönheit der Natur und von anderen Wesen berühren zu lassen. Sobald sich dein Herz wieder öffnet, wirst du auch die Trauer spüren, die darin noch enthalten sind. Was auch der Grund ist, warum viele Erwachsene vor Rührung weinen. Kleine Kinder tun das nicht, weil sie noch keinen aufgestauten Schmerz haben, der sich entlädt, wenn das Herz ganz offen ist. Auch wir können und müssen wieder das heile Fühlen unserer Kindheit wiederfinden, wenn wir glücklich sein wollen. Daran führt kein Weg vorbei.

Am wichtigsten ist dieses Auflösen von altem Schmerz für uns, wenn wir eine enge Paarbeziehung führen wollen. Dort kommt zwangsläufig alles Verborgene und Aufgestaute an die Oberfläche und wir können diese Intimität wunderbar dafür nutzen, aufkommenden Schmerz zu fühlen und nicht auf den Partner zu projizieren. Er hat meist mit uns selbst zu tun und damit, wie unsere Eltern uns als Kind behandelt haben. Wenn wir bei uns selbst bleiben und durch den Schmerz durchgehen – statt nach unten in abwehrende Wut und in Hass zu fallen – dann kommen wir automatisch in die nächsthöhere Stufe:

VERGEBUNG & DANKBARKEIT

Hier erkennen wir, dass wir selbst die Schlüsselfigur in unserer eigenen Geschichte sind. Wenn das Herz sich öffnet, dann ist auch der Geist klar und kann verstehen, wie es zu den Situationen in unserem Leben kommt. Wir erkennen uns selbst als Schöpfer unseres Lebens und hören auf das Opfer zu spielen. Durch das Annehmen von Schmerz und das erkennen dessen Ursache, können wir hinter die Kulissen schauen. Wir erkennen unser Gegenüber als Mensch und als Seele und das führt zu Vergebung, also der Erkenntnis, das wir alle Spielfiguren im Traum des Lebens sind und das hinter der Kulisse eine Dimension der Einheit ist, deren Duft als Liebe in unser Leben herüber weht. Diese Liebe bringt uns von selbst in die Dankbarkeit und wenn wir diese ausdrücken, dann vermehrt sie sich, bis wir ziemlich bald in die höchste Stufe aufsteigen:

LIEBE & VERBINDUNG

Liebe ist in der Tat das höchste der Gefühle. Wenn wir in einem Lebensbereich auf dieser Ebene angekommen sind, dann fühlen wir uns sicher, glücklich, ekstatisch und freudvoll. Allerdings reicht es nicht, sich nur in einem, oder in wenigen Bereichen auf dieser Gefühlsebene zu befinden. Erst wenn wir uns in allen Dimensionen des Lebens liebevoll und verbunden fühlen, haben wir Meisterschaft erlangt und tappen nicht mehr in die Falle von Arroganz und Stolz.

Liebe kann auch direkt von jeder Stufe der emotionalen Leiter erreicht werden, indem wir unser Seele einladen und uns mit der göttlichen Quelle verbinden. Wir werden damit zu unserer wahren Essenz, welche ganz einfach Liebe ist. Natürlich werden wir auch beim direkten Aufstieg kurz die Gefühle spüren dürfen, die auf dem Weg dahin liegen. Doch meist fühlt sich das wie ein erleichterndes Loslassen an – und wird gerne als Vorbote der Liebe angenommen.

Leidenschaft

Ich lasse meine Liebes-Energie frei fließen und sich freudig ergießen

Leidenschaft ist die kraftvolle Energie, welche hinter deinen liebevollen Worten und Taten steht. Ohne Leidenschaft, bleibt alles was du denkst, sagst und tust im Bereich von Mittelmässigkeit und macht weder dir, noch anderen wirklich Spass. Leidenschaft entsteht durch das Bewusstsein, das du und dein leidenschaftlicher Selbstausdruck in Wirklichkeit ein und dieselbe Grundlage haben, welche Liebe heißt. Erst wenn du dich mit ganzem Herzen für deine Grossartigkeit entscheidest, kann sich die Leidenschaft deines Wesens zeigen.

Du bist ein spirituelles Wesen, also reines Bewusstsein, welches den Traum deines Lebens jetzt und hier gerade träumt. Genauso, wie du in deinen nächtlichen Träumen spannende Abenteuer und keine langweilige Arbeit oder Beziehung hast, solltest du auch tagsüber das tun, was dich wirklich begeistert und wofür du leidenschaftlich brennst.

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Was könnte das in deinem Leben sein?

Nun, all das, was du schon immer erleben wolltest. Genau das, wofür du andere Menschen beneidest. Das, was die Welt tatsächlich zu einem besseren Ort macht, was Heilung bringt, was Schmerz lindert und im besten Interesse aller Wesen dieser Erde ist.

Wenn du mit diesem Enthusiasmus und dieser Freude deine Potentiale entfaltest, dann wirst du dabei leidenschaftlich sein und all deine Energie und Genialität in deinen Handlungen ausdrücken. Dabei solltest du auf das Wohlergehen von Mensch, Tier und Umwelt achten und deine Prioritäten geklärt haben. Wenn du zum Beispiel sehr gerne verreist, solltest du deine Energie nicht in einen schlecht bezahlten Bürojob mit 25 Urlaubstagen im Jahr investieren. Wenn du ein Familienmensch bist, solltest du keine Karriere mit 60-80 Arbeitsstunden in der Woche angehen. Wenn du dich als Musiker auf den Bühnen der Welt stehen siehst, dann solltest du gerne im Auto sitzen, denn Musiker touren viel. Wenn du Tiere liebst, solltest du keine essen und wenn du diese Erde für die Nachwelt erhalten willst, dann gibt es sehr vieles, was es zu beachten gibt.

Für ein leidenschaftliches Leben braucht es in erster Linie die Verbindung zur eigenen Seele, denn nur diese hat den grossen Überblick und weiss genau, was zum besten aller ist. Sie wird dir die richtigen Ideen schicken, dich auf den richtigen Weg bringen und diesen für dich ebnen. Warum? Weil du ein Wesen der Liebe bist und diese mit aller Schöpferkraft hinter dir steht, wenn deine Worte und Taten aus dieser Liebe entspringen.

Wenn du dagegen leidenschaftlich aus dem Ego heraus handelst, dann wirst du dem Wort alle Ehre machen und in der Tat viel Leiden erschaffen. Wenn du glaubst, dass du gegen das Böse kämpfen musst und das deine grossen Ideale auch Opfer rechtfertigen, dann wirst du mehr Leid verursachen, als Heilung fördern.

In Wirklichkeit geht es in deinem Leben hauptsächlich um dich und darum, wie du dein Potential verwirklichst. Du musst und kannst niemanden retten und schon gar nicht die gesamte Welt, welche ein gemeinsamer Traum des Gruppenbewusstseins ist und nicht von dir als Mensch allein erschaffen wird. Du kannst aber sehr wohl deine Perspektive auf die Welt ändern und beginnen, sie so zu sehen, wie du sie dir in deinen schönsten Träumen vorstellen kannst. Wenn du nicht eine Welt mit Krieg, Hunger, Armut und Massenvernichtung träumen willst, dann beende deinen inneren Kleinkrieg und versöhne dich mit deinen Eltern, deinem Partner, deiner Familie. Iss keine Tiere aus der Massentierhaltung und auch nicht deren Milch, denn du würdest selbst nicht so leben und sterben wollen, wie sie.

Fokussiere deine Energie und deine Leidenschaft in die Bereiche deines Lebens, die wirklich davon profitieren, ohne andere Bereiche zu vernachlässigen. Auch wenn deine leidenschaftliche Energie stark ist und die Unterstützung deiner Seele dich in jedem Moment begleitet, ist es trotzdem sinnvoll eine Liste von Prioritäten zu erstellen, um zu sehen, in welche Projekte du unbedingt investieren willst und in welche nicht. Der Tag hat nur 24 Stunden und es wäre schade, wenn du zum Beispiel die Liebe und Leidenschaft mit deinem Partner gegen eine stressige Arbeit eintauschst, weil du Produktivität an erste Stelle setzt.  Womit wir bei dem wahrscheinlich wichtigsten Thema im Bereich Leidenschaft angekommen sind – dem Sex.

Erfüllender, ekstatischer Sex ist das Resultat essentieller Eigenschaften wie Liebe, Hingabe, Verschmelzung, Offenheit, Ehrlichkeit, Schamfreiheit, Kreativität und Vertrauen. Diese Eigenschaften sind alle bereits in uns, aber in vielen Menschen verschüttet, aufgrund schmerzhafter Erfahrungen im Leben. Wenn die erste Liebesbeziehung des Lebens, die mit unseren Eltern, nur mit einem verschlossenen Herzen zu ertragen war, dann wird es sehr schwierig, genug Vertrauen aufzubringen, um sich wieder vollständig zu öffnen für einen neuen Menschen, der uns wieder auf vielfältige Weise verletzen kann, wenn wir uns ihm ganz hingeben. Bevor Leidenschaft gelebt werden kann, ist deshalb viel Vergebung nötig und das Loslassen all der Enttäuschungen und Beschämungen, die wir in unserer Geschichte erfahren haben.

Wenn das geschehen ist, dann kann unsere natürliche Lust und Leidenschaft sich frei entfalten, denn sie ist nichts was man erlernen muss. Sie kommt ganz automatisch, sobald wir uns innerlich von unseren Begrenzungen befreit haben. Leidenschaftlicher Sex ist im Grunde wie Tanzen oder Singen – jeder kann es, wenn er sich traut und doch braucht es Lockerheit, Übung und etwas Mut, um wirklich entspannt und leidenschaftlich dabei zu sein. Hier sind fünf Voraussetzungen für lebendige Sexualität, welche ich in meinem Leben als relevant erachte:

SOZIALE ÄNGSTE AUFLÖSEN: Da man beim Sex meist nicht alleine ist, kommen soziale Themen, wie Scham, Unsicherheit, Peinlichkeit und sogar Perfektionismus ins Spiel. Die Ungewissheit, was der andere jetzt denkt, ob man es gut genug macht und dabei gut genug aussieht, kann schnell die Leidenschaft zum Erliegen bringen. Die spielerische erotische Energie wird durch zweifelnde Gedanken ausgebremst und das Resultat ist langweiliger, verkrampfter Sex, der früher oder später in Abstinenz endet. Es ist absolut hilfreich, über die eigene Scham und Peinlichkeit zu reden. Meist sieht es der Partner ganz anders und liebt uns gerade für die Unperfektheiten. Und wenn nicht, dann weiss man wenigstens woran man ist und kann etwas unternehmen. Nichts ist unangenehmer, als das subtile Gefühl von Ablehnung und nicht gut genug sein, sei es nun eingebildet oder ganz real.

DEN PASSENDEN PARTNER FINDEN: Erfüllender Sex ist der schönste Ausdruck von Liebe hier auf Erden und er ist nur in aller Grösse möglich, wenn beide Partner zueinander passen und beide innerlich gleich frei sind. Zu dieser innerlichen Freiheit zu finden und sich wieder der kindlichen, ursprünglichen Liebe und Freiheit bewusst zu werden, kann ein längerer Prozess sein, den nur wenige Menschen gehen, weshalb gute Sexpartner etwas rar gesät sind. Du hast vielleicht selbst schon die Erfahrung gemacht, dass der Sex mit dem einen Partner nur selten und relativ unbefriedigend ist und dann bei einem neuen Partner, der innerlich frei ist, einen Quantensprung in die absolute Erfüllung macht. Plötzlich fliesst alles, fühlt sich leicht und tief zugleich an, die Stunden vergehen in absoluter Ekstase. Und das alles, obwohl du nichts dazu gelernt hast. Einfach nur, weil du innerlich bereit warst und deshalb einen Partner angezogen hast, der es auch ist. So funktioniert Resonanz.

VERTRAUEN AUFBAUEN:  Es gibt tatsächlich Menschen, meist Männer, die glauben, dass Sex eine Art Befriedigungssport ist, für das man eine gute Performance hinlegen muss und das Herz vor der Schlafzimmertür abgeben kann. Doch niemand, vor allem keine Frau die mit ihren Gefühlen in Kontakt ist, lässt sich auf Dauer über fehlende Liebe und Vertrautheit hinwegtäuschen. Sex ohne den Ausblick in eine gemeinsame Beziehungszukunft funktioniert oft nur wenige Male und ist für empfindsame Menschen sehr schmerzhaft. Schliesslich kann daraus ein Baby entstehen, was an sich wundervoll ist, aber auch sehr anstrengend sein kann, wenn der Performance-Mann sich dann alsbald wieder vom Acker macht.

HINGABE: Sex ohne Hingabe ist eigentlich nicht möglich. Hingabe und sich fallen lassen sind so eng mit dem leidenschaftlich liebevollen sexuellen Akt verbunden, das alles andere eher Missbrauch und Benutzen ist. Hingabe ist der zweite Schritt nach dem Vertrauen. Ohne einen sicheren, vertrauensvollen Rahmen wäre es unangebrachter Leichtsinn, sich vollständig dem Partner hinzugeben. Hingabe erzeugt nämlich auch eine gewisse Verschmelzung und Herzverbindung, die nur schwer wieder rückgängig gemacht werden kann. Wir sind nunmal verbundene Seelen und lieben jede Form der Verschmelzung, weil uns das an unser geistiges Zuhause erinnert.

VERSCHMELZUNG: Die Verschmelzung ist gerade beim Sex sehr stark, denn Sexualität hat ja auch den inhärenten Zweck neues Leben zu erschaffen, welches aus dem Verschmelzen von Samen und Eizelle entsteht. Etwas Verschmolzenes wieder zu trennen ist wirklich sehr schwierig, fast unmöglich. Wenn du selbst schon einmal eine Trennung nach vielen Jahren Gemeinsamkeit erlebt hast, dann weisst du wovon ich rede. Deshalb ist es sinnvoll, sich vor der jahrelangen Verschmelzung zu überlegen, ob man mit dem Partner wirklich lange zusammen bleiben will. Wenn die Beziehung eher ein Kompromiss ist, dann würde ich von Vertrauensaufbau, Hingabe und Verschmelzung eher absehen. Das erspart sehr viel Schmerz und Leid und Vertrauensverlust in Beziehungen.

Beziehung

Meine Beziehung wächst mit der Entwicklung meines Bewusstseins

Die Paarbeziehung zwischen zwei Menschen ist wie ein eigenes Wesen. Sie hat einen eigenen Charakter, ein bestimmtes Ziel und sie nimmt einen Raum ein, der weiter oder enger sein kann. Diese 3 Eigenschaften – Charakter, Ziel und Raum, sind eng miteinander verbunden und bedingen sich gegenseitig. Aus ihnen ergeben sich verschiedene Beziehungsformen und jeder Mensch fühlt sich zu der Form hingezogen, die seiner Balance zwischen Symbiose und Autonomie entspricht.

Wenn wir mit unserer Beziehungsform einverstanden sind, sie also wirklich genauso wollen wie sie ist, dann werden wir in ihr Liebe erleben und teilen können. Es ist also wichtig, sich selbst und den Partner zu kennen und herauszufinden, ob die gegenwärtige Beziehungsform wirklich das ist, was wir im tiefsten Inneren wollen.

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SYMBIOTISCHE BEZIEHUNG – der Beziehungsraum ist sehr eng, der Charakter ist eine Eltern-Kind Beziehung, das Ziel ist Sicherheit und Verschmelzung

Symbiose bedeutet das enge Zusammensein zweier Wesen zum gegenseitigen Nutzen. So wie es zum Beispiel ein Baby im Bauch der Mutter ist. Klingt doch eigentlich ganz behaglich, oder? Es hat nur den kleinen Haken, das man in der Symbiose seine Eigenständigkeit verliert und sich als abhängig von dem anderen empfindet.

In einer Beziehung sieht Symbiose so aus: Das Paar wohnt gemeinsam in einer Wohnung, es gibt keine eigenen Zimmer für die Partner und das eine Bett wird jede Nacht gemeinsam geteilt. Sollten die Partner räumlich getrennt sein, schreiben sie täglich SMS oder rufen sich an, um sich gegenseitig der Liebe zu versichern, die sie als Kind von ihren Eltern nicht bekommen haben. Wenn ein Partner sich etwas zurückzieht, fühlt der andere einen intensiven Schmerz – der den gleichen Schmerz auslöst, wie damals, als die Mutter ihn als Kind allein gelassen hat, oder als der beschützende Vater nicht anwesend war. Diese Art Beziehung dient dazu, alte Wunden zu heilen, sich gegenseitig die Liebe und kuschelige Zuneigung zu schenken, die als kleines Kind vermisst wurde. Das funktioniert auch ganz gut, nur ist es wichtig darin nicht stecken zu bleiben. Ein Problem dieser Beziehung ist nämlich die Abwesenheit von Sex, wenn die Verliebtheitsphase vorüber ist, bedingt durch den Eltern-Kind Charakter. Ebenso entstehen durch die gegenseitige Abhängigkeit massive Trennungsängste und der Verlust von Anziehung. Irgendwann entdecken beide Partner, das sie den anderen als Ersatz für elterliche Zuneigung benutzen und sich selbst gar nicht mehr lieben und respektieren. Das führt zu Wut und Ablehnung, die sich immer mehr verstärkt, wenn sich das Paar nicht erlaubt, den Beziehungsraum weiter zu machen und die Autonomie beider Partner zu stärken.

GESUNDE BEZIEHUNG  der Beziehungsraum ist angemessen groß, der Charakter ist eine Mann-Frau Beziehung, das Ziel ist Liebe, Romantik, Geben und Wachstum.

Die gesunde Beziehung besteht aus zwei Menschen, die mit ihrem wahren Selbst, ihrer Seele, verbunden sind und sich auch in ihrem eigenen Raum wohl fühlen. Sie haben gemeinsame Ziele im Leben und auch eigene. Sie können gleichermassen geben und nehmen. Sie sind gerne zusammen und gerne alleine. Im Idealfall haben beide Partner auch ähnliche Ideen über die Häufigkeit und Intensität von Nähe, Kuscheln, Sex, Liebe und Zärtlichkeit. In einer gesunden Beziehung geben die Partner ihre Energie in die Beziehung, die Familie und in ihre Projekte. Die Polarität von Mann und Frau vereinigt sich immer wieder in einem Tanz der Anziehung und Sexualität. Sie sehen keinen Grund sich in Affären und Liebschaften zu verstricken, da ihre gesunde Beziehung ein grenzenloses Potential an Wachstum und Erneuerung bietet. Wenn es ein Problem gibt, dann fühlen und reden beide Partner miteinander. Sollte das nicht ausreichen, dann finden sie Zuflucht im Tempel ihrer Seele und begegnen sich erst dann wieder, wenn sie inneren Frieden und Klarheit gefunden haben. Du wirst bestimmt schon bemerken, wie idealisiert dieses Beziehungsbild ist. Ich kenne niemanden, mich eingeschlossen, der so perfekt in der Mitte ist. Ich sehe das auch gar nicht als notwendig an. Das Leben ist ein Spirale, die sich ewig in immer grösseren Kreisen, wachsend in die Unendlichkeit bewegt. Es gibt keinen Grund zur Eile und das Wachsen selbst ist doch eine der Freuden des Lebens. Jedes Problem wird zum Sprungbrett in eine neue Erfahrung. Deshalb lieben wir alle es so, in Beziehung zu sein, denn hier gibt es die meisten Probleme und Wachstumschancen.

AUTONOME BEZIEHUNG – der Beziehungsraum ist sehr weit, der Charakter ist der einer freundschaftlichen Beziehung, das Ziel ist Selbstfindung, gepaart mit Vermeidung und Abstand

Die autonome Beziehung hat einen sehr weiten Beziehungsraum. Die Partner leben in verschiedenen Städten oder auch emotional distanziert in der gleichen Wohnung. In diesem Beziehungskonstrukt teilen die Partner zwar gelegentlich Liebe, Gespräche und Sexualität miteinander, ziehen sich aber immer wieder schnell in ihre Autonomie zurück, denn zu viel Offenheit und Tiefe macht ihnen grosse Angst. Sie wurden als Kind verbal, emotional und körperlich angegriffen und missbraucht. Jetzt sind sie deshalb meist in einem vorsichtigem Abstand. Sie sind jederzeit flucht – und kampfbereit, damit sich der Schmerz der Kindheit nicht wiederholt. Der Partner wird manchmal als Retter und oft als Angreifer gesehen, so wie in der Kindheit die Eltern. In über-autonomen Menschen tobt ein ständiger Kampf zwischen: „ich würde mich so gerne in die Beziehung fallen lassen“ und der Gegenseite: „ich muss alles kontrollieren, um nicht verletzt zu werden“. Das macht es schwierig Vertrauen und Bindung aufzubauen. Traumatisierte, über-autonome Kinder verlassen schon sehr früh das zerrüttete Elternhaus, gehen auf Reisen, leben in der Großstadt, oder auf der Strasse und schliessen sich autonomen Gruppen an, wie der Punker Szene, den Hausbesetzern, oder den autonomen Linken. Wenn das Pendel lange genug von Machtlosigkeit der frühen Kindheit in Richtung Autonomie der Jugend geschwungen ist, kann sich sogar eine autonome Paarbeziehung einstellen. Das birgt Konfliktpotential, da die Sicherheitsstrategie eines Autonomen, die Vermeidung von Bindung und Schmerz durch emotionalen Abstand ist. So wird die Beziehung sehr bald zu einer Fernbeziehung oder zu einer Freundschaft, die sich eigentlich ganz sicher anfühlt. Auf jeden Fall besser, als all die bedrohlichen, unkontrollierbaren Abhängigkeiten einer engen Paarbeziehung, in der so viel schief gehen kann. Natürlich entgeht den autonomen Partnern die nährende Sicherheit und das tiefe Vertrauen einer engen Paarbeziehung, nach der sie sich insgeheim sehnen. Und die sie auch erreichen können, wenn etwas Heilung geschehen ist, durch Therapie oder einfach durch das Leben.

OFFENE BEZIEHUNG – der Beziehungsraum ist schwankend, der Charakter ist der einer Affäre oder einer polyamoren Beziehung, das Ziel ist Leidenschaft, Ablenkung und Projektion

Offenheit klingt doch eigentlich sehr gut, vor allem in der heutigen Zeit. Warum nicht einfach die Beziehung ganz frei und offen halten, ohne Verpflichtung und Absprachen, ohne Erwartungen und Regeln? Ist die Liebe nicht selbst absolut frei und offen?

Nun, wenn du selbst schon einmal mit einem Menschen zusammen gelebt hast, der sich auf keine Beständigkeit einlässt, der dich heute in den Himmel hebt, nur um dich morgen wieder fallen zu lassen, dann weisst du, dass sich das nicht so gut anfühlt.

Die offene Beziehung wird von Menschen gewählt, welche in ihrer Kindheit sowohl Vernachlässigung, als auch Grenzüberschreitung erfahren haben. Für sie ist die Rolle des Liebhabers optimal, weil sie sich damit sehr frei fühlen können und keine Verantwortung übernehmen müssen. Wegen verpassten Wachstumsschritten sind polyamore Liebhaber nie wirklich erwachsen geworden und wollen immer nur spielen und Abenteuer haben, wie es Kinder und Jugendliche nun mal so wollen. Liebhaber sehnen sich nach emotionaler Stabilität in Beziehung, können sie aber selbst nicht lange halten, da sie zu viel Angst vor wirklicher Bindung haben. Sie haben als Kind die Bindung zu den Eltern als verletzend erlebt und gehen lieber immer wieder zu einem neuen Partner, bevor es zu tief und zu innig wird. Die Sehnsucht nach Innigkeit wohnt tief in ihrem Herzen und wird in kurzen Momenten intensiv gelebt. Dann wird die Tür schnell wieder verschlossen, bevor eine Bindung entsteht.

Der Liebhaber ist meist nicht ganz ehrlich zu seinen neuen Partnern und diese wollen auch meist gar keine wirkliche Ehrlichkeit. Der Liebhaber kann nur deshalb so viele Eroberungen haben, weil er sehr charmant ist, seine Technik gut beherrscht und seinen Eroberungen halt nicht sagt: „Du, ich bin eigentlich nicht beziehungsfähig und will nur mal kurz mit dir spielen. Das kann ich gut und es wird dir sehr gefallen, doch egal wie sehr du dir danach eine Beziehung wünschst – ich werde dich in ein paar Wochen mit einem neuen Spielzeug ersetzen“. Selbst die verletzten Menschen, die sich auf Liebhaber einlassen, um ihre eigene Verletzung gespiegelt zu bekommen, würden das nur selten tun, wenn sie von vornherein wüssten, was gespielt wird. Sie sind zwar verletzt, aber keine Masochisten. Doch wie das Leben so will, kommen die Geschenke gut verpackt und entfalten erst nach dem öffnen ihr Heilungspotential.

FRAGEN FÜR MEHR KLARHEIT BEI BEZIEHUNGSWÜNSCHEN

Wie eng oder weit mag ich meine Beziehung?

Wieviel Raum brauche ich für mich selbst und wieviel Raum braucht mein Partner?

Ist Sexualität ausserhalb der Beziehung erlaubt, oder zu schmerzhaft?

Was hält die Beziehung noch zusammen, wenn die Energie woanders hin fliesst?

Wie gut kann ich mich auf die Beziehung einlassen und meine alten Beziehungsängste loslassen?

Passt meine Kuscheligkeit oder Distanziertheit zu der meines Partners?

Welche Rollen habe ich bereits in vorherigen Beziehungen gespielt?

Wie fühlt es sich an, der Raumnehmende zu sein, sich innerlich und erotisch für andere Menschen zu öffnen? Wie reagiert mein Partner darauf und was macht diese Reaktion wiederum mit mir?

Wie gefällt mir die Rolle des Liebhabers? Wie erfüllend ist es, nur der zeitweilige Partner eines anderen zu sein? Will ich eigentlich mehr, kann es aber nicht, aus Angst vor Verantwortung?

Was bedeutet es für mich, in einer festen Paarbeziehung zu sein? Macht mir das Angst oder Freude? Welche Rolle will ich in Zukunft in meinen Beziehungen einnehmen?

Prinzipien der Liebe

Kapitelübersicht

Hier findest du eine Übersicht der Kapitel des Buches mit einem kurzem Exzerpt. Wenn du weiterlesen möchtest, dann trage dich in meinen Newsletter ein, wo du als erstes die Vorab-Version „PRINZIPIEN DER LIEBE“ erhältst.

weiterlesen
ALLEINSEIN 

All-ein-sein ist unser natürlicher Zustand als Seele. In Wirklichkeit gibt es nur EIN endloses, ewiges Bewusstsein, welches immer in diesem Jetzt-Moment existiert. Dieses Bewusstsein wollte sich selbst erfahren und hat sich in endlos viele Teile aufgespalten, die aber auf einer tieferen Ebene immer noch eins sind…

ANNEHMEN 

Die schönen Dinge im Leben anzunehmen ist relativ einfach und beglückend, obwohl auch das nicht jeder kann. Ich nehme einfach mal an, dass du dir diese Fähigkeit aus Kindheitstagen bewahrt hast und möchte bei diesem Liebes-Prinzip auf das Annehmen der Kehrseite der Medaille eingehen, welche Schmerz heißt…

BEGLEITUNG

Liebe wird in Beziehungen gelebt. Idealerweise sind das Beziehungen auf Augenhöhe, in der beide Partner sich gegenseitig würdigen, achten und schätzen. Wie gesagt, das wäre das Ideal. Da die meisten Menschen nur in einem sehr losen Kontakt mit ihrer Seele und in einem sehr engen Kontakt mit ihrem Ego sind, haben sie keine gleichwertigen Beziehungen, sondern geben ihre Macht entweder an einen Führer ab oder führen selbst andere Menschen…

BEREITSCHAFT

Liebe in Beziehung zu leben erfordert Bereitschaft. Die Bereitschaft das Herz zu öffnen, sich selbst dem anderen zu zeigen und auch durch schwierige Phasen gemeinsam durchzugehen. Liebevolle Paarbeziehungen sind nicht immer einfach. In Beziehung begegnen wir vielen Aspekten unseres Unterbewusstseins, die wir bisher lieber nicht sehen wollten und verdrängt haben…

BEZIEHUNGSRAUM 

Die Paarbeziehung zwischen zwei Menschen ist wie ein eigenes Wesen. Sie hat einen eigenen Charakter, ein bestimmtes Ziel und sie nimmt einen Raum ein, der weiter oder enger sein kann. Diese 3 Eigenschaften – Charakter, Ziel und Raum sind eng miteinander verbunden und bedingen sich gegenseitig…

DANKBARKEIT 

Dankbarkeit führt dich zur Wahrnehmung deiner inneren Schönheit. Das, wofür du im Außen dankbar bist, hast du bereits als Potential in dir. Dankbarkeit lässt dich das schöne im Außen wahrnehmen und spiegelt dir damit deine inneren Qualitäten. Wenn du dankbar bist, dann gibst du dir das Geschenk von reiner Liebe…

DISTANZIERUNG

Obwohl wir auf geistiger Ebene eins und verbunden mit allem sind, braucht es auf menschlicher Ebene viel Achtsamkeit und Abgrenzung. Wir haben uns eine Welt kreiert, in der es Sucht, Krieg, Gier, Macht, Unterdrückung, Ausbeutung, Qual, Mangel, Krankheit und 1000 andere bedrohliche Sachen gibt. In dieser Welt überlebt unser Körper nicht lange, wenn wir uns nicht von Menschen, Pflanzen und Tieren abgrenzen, die uns nicht gut tun…

DROGEN

Bewusstseinsverändernde Substanzen sind seit Millionen von Jahren Teil unseres Lebens. Einige werden in unserem eigenen Körper erzeugt, wie zum Beispiel DMT, welches bei der Verankerung und Ablösung der Seele zu Geburt und Tod ein große Rolle spielt. Oder Melatonin, welches uns schläfrig macht und Träume einleitet, oder Serotonin, welches uns lebendig und glücklich fühlen lässt…

EHE

Ehe ist das Versprechen ein Leben lang das Gute, das Schöne und das Heilige in sich selbst und im Partner zu sehen. Diese Sichtweise ist weder leicht zu bewahren, noch ist sie natürlich. Sie ist auf eine gewisse Weise übermenschlich und göttlich, denn sie geht über die physische Wahrnehmung hinaus. Es ist die Sichtweise der Seele…

EHRLICHKEIT 

Ehrlichkeit ist die Basis einer jeden Beziehung. Da wir Beziehungswesen sind, die zu allem im Leben eine Beziehung haben, ist Ehrlichkeit die Basis unseres Lebens. Ohne sie kann es kein Vertrauen geben. Am wichtigsten wird Ehrlichkeit genau bei den Sachen, die unangenehm und peinlich sind…

EINLADEN  

Wenn du etwas in deinem Leben einladen willst, was bis jetzt noch nicht da ist, dann reicht es aus, darum zu bitten und dich innerlich darauf einzustellen. Durch diese innere Ausrichtung auf das gewünschte schaffst du Raum, damit der geladene Gast sich einfinden kann…

ENTSCHEIDUNG

Liebe ist ein Entscheidung, die du jetzt treffen kannst. In diesem Moment. Du hast die Wahl, ob du ihren Prinzipien folgst oder nicht. Du hast auch die Wahl, ob dir eine Minute später wieder ein anderer Gedanke wichtiger ist…

ENTSPANNUNG 

Du kennst bestimmt selbst das Gefühl gestresst und im Zeitmangel zu sein. Du hetzt von einer Aufgabe zur nächsten, musst arbeiten, aufräumen, die Familie versorgen, Papierkram erledigen, Essen kochen und sollst dann auch noch Qualitätszeit mit Partner und Kindern verbringen. Ist es dir in einem derart überforderten Zustand möglich, Liebe zu empfinden? Natürlich nicht, denn es fehlt Zeit zur Entspannung und nur im entspannten Zustand kann Liebe fließen…

ENTWICKLUNG 

Als Mensch sind wir ein Leben lang in Entwicklung. Wir ent-wickeln unsere seelischen Potentiale und werden immer mehr zu den liebenden, gebenden, verstehenden und annehmenden Wesen die wir sein können und als Seele auch schon sind…

ERWACHEN

Eines der wichtigsten Grundprinzipien der Liebe ist Einheit. Erwachen ist das direkte Gewahrsein dieser Einheit und das Aufgehen darin. Auf seelisch-geistiger Ebene gibt es keine Trennung und alles ist aufs Engste miteinander verbunden. 

FOKUS

Bewusster Fokus ist die größte und eigentlich auch einzige Kraft, die wir in unserem Leben nutzen können um die Freude, Kreativität und Liebe unseres Seins im Leben auszudrücken und damit erfahrbar zu machen. Unser Bewusstsein ist wie ein Taschenlampe, die ganz hell auf etwas bestimmtes strahlen kann oder etwas dunkler einen großen Raum beleuchtet…

FREIHEIT

Leben spielt sich in Beziehung ab. Wir sind mit allem was uns begegnet in einer Beziehung: Seele zu Mensch, Mensch zu Umwelt, Mensch zu Mensch, Mensch zu Tier, Mensch zu Pflanze und heutzutage auch noch Mensch zu Geld und Mensch zu Technik. All diese Beziehungen können von Liebe und Freiheit geprägt sein oder von Abhängigkeit und Leidenschaft…

FRIEDEN

Frieden ist ein Luxus, den nicht jeder Mensch auf dieser Erde hat. Es gibt nach wie vor Individuen, die aus Habgier, Machtlust und Rücksichtslosigkeit Kriege anzetteln. Ebenso gibt auch immer große Gruppen von Menschen, die aus Ignoranz und Ideologie diese Kriege unterstützen. Doch nicht nur im großen Stil, kann Krieg den Frieden überschatten. 

FÜHLEN

Liebe erwächst aus annehmendem Fühlen dessen was ist. In kleinen Kindern und in Liebenden ist offenes Fühlen die dominante Umgangsweise mit den Eindrücken der Welt. Deshalb sind sie entweder in glücklicher Liebe oder im verletzten Schmerz. Letzteren lassen sie weinend los, was relativ schnell geht und sie wieder in ihren natürlich glücklichen, fühlenden Zustand bringt.

GEFÜHLE

Gefühle haben, wie alles in der Welt, eine natürliche Ordnung. Sie sind wie ein Leiter angeordnet, auf welcher wir von der tiefsten Depression bis in die höchste Ekstase auf- und absteigen können – wenn wir wissen wie das geht. Für die meisten Menschen aber, sind Gefühle eher wie das Wetter…

GEMEINSCHAFT

Liebe ist die Grundlage und das Resultat von Vereinigung in Gemeinschaft. Angst ist das Resultat und die Ursache von Trennung und Abgrenzung. Wie fatal sich letzteres auf uns Menschen auswirkt haben wir in der COVID Krise sehen können. Auch alle Kriege, Unterdrückung und Welthunger entstehen aus Angst heraus. Angst macht uns rücksichtslos und egoistisch. Liebevolle Gemeinschaft bewirkt genau das Gegenteil…

GLEICHWERT

Liebe entsteht aus der Verbindung zweier Seelen, die sich als Eins erkennen. Da wir nur selten diese echte Liebe auf Seelen-/Augenhöhe leben, sind unsere Beziehungen meist nicht von Gleichwert in hoher Schwingung geprägt. Im Gegenteil, wir verbringen die meiste Zeit unseres Leben in einem Handel. Wieviel gebe ich? Wieviel bekomme ich zurück? Was brauche ich?…

GOTT 

Das allumfassende, geeinte Ursprungsbewusstsein, von dem wir alle ein Teil sind, wird in unserem Kulturkreis Gott genannt. Der Quelle einen Namen zu geben ist schwierig, da wir alle möglichen Assoziationen mit diesem Wort haben. Auch entfernt uns das Wort „Gott“ von der eigentlichen Erfahrung…

HEILSEIN

Die Heilung des Geistes ist ein Prozess des Erinnerns und Vergessens. Wenn wir uns an unser wirkliches, fröhliches, enthusiastisches, unbeschwertes inneres Selbst erinnern, welches aufgrund seiner Leichtigkeit und Gefühlsintensität auch als das „Innere Kind“ bezeichnet wird, dann sind wir mit dem ewig heilen Teil unseres Geistes verbunden…

HINGABE

Das eigene Herz bewusst für die Dimension der Liebe zu öffnen ist Hingabe in ihrer höchsten Form. Diese Art der Hingabe ist in unserer modernen Welt selten geworden, da wir uns sehr auf die Kultivierung unseres Verstandes spezialisiert haben. Unser Verstand kann uns zwar in der Welt weit bringen…

INTEGRATION

Die menschliche Psyche ist eine Ansammlung verschiedenster Verhaltensmuster, Lebenseinstellungen, Gedanken und Überlebensstrategien. Wir sind sehr vertraut mit unserer eigenen Psyche, unserem Charakter und halten oft unser eigenes Sein für das einzige wahre und stimmige. Doch wenn wir in die Welt schauen, sehen wir, dass es noch sehr viele andere Spielarten des Lebens gibt…

JETZT

Wir Menschen sind so sehr an Zeit mit Vergangenheit und Zukunft gewöhnt, dass wir die meiste Zeit völlig vergessen, dass es immer nur das Jetzt gibt. Die Gegenwart, also dieser Moment, genau jetzt, ist aber in Wirklichkeit die einzige Zeit, die wir je erfahren können…

KREATIVITÄT

Kunst ist der kreative Ausdruck von Gefühlen und Gedanken. Jeder Mensch der sein Innerstes, seine Träume, seine Wünsche und Visionen kunstvoll ausdrückt und mit Freude kreativ Neues erschafft, kann sich Künstler nennen, wenn er das mag. Kunst ist weder etwas besonderes, noch etwas seltenes. Ein freudvolles Leben zu haben und glückliche Beziehungen zu führen ist ein kreativer Akt…

LEIDENSCHAFT 

Leidenschaft ist die Energie, welche hinter deinen liebevollen Worten und Taten steht. Ohne Leidenschaft, bleibt alles was du denkst, sagst und tust im Bereich von Mittelmäßigkeit und macht weder dir noch anderen wirklich Spaß. Leidenschaft entsteht durch das Bewusstsein, das du und dein leidenschaftlicher Selbstausdruck in Wirklichkeit ein und dieselbe Grundlage haben…

LOSLASSEN  

Loslassen ist immer dann die liebevollste Lösung, wenn wir Raum für etwas neues brauchen oder wenn sich etwas aus unserem Leben verabschiedet und wir es nicht aufhalten können. Sei es die jugendliche Haut, die letzten Haare, die ausziehenden Kinder, das Gerümpel im Keller, die erwachsenen Kinder, die langweilige Arbeit, den Expartner…

MACHT

Wir Menschen sind die mächtigsten Wesen dieses Planeten. Intelligenz hat uns die Macht gegeben, uns von der Natur abzutrennen und sie uns untertan zu machen. Liebe gibt uns die Macht, im Einklang mit allen Wesen dieses Planeten zu leben und die natürliche Ordnung zu bewahren. Wir alle haben die Macht zu wählen, mit welchen Prioritäten und Idealen wir durch Leben gehen. 

MITGEFÜHL

Mitgefühl ist ein Akt der Liebe. Es ist das Einfühlen in die seelische Welt eines anderen Wesens, in seine Freude und sein Leid. Mitgefühl bringt uns einander näher. Diese Nähe, bis hin zum Einswerden, erweckt die Liebe in uns, wie alles, was uns einander näher bringt. Leider wird uns das Mitfühlen mit den Wesen, die unser Mitgefühl am meisten brauchen, größtenteils sehr traurig machen…

REIFE 

Gefühle haben eine große Bedeutung, wenn es um innere Reife geht. Besonders hilfreich sind dabei die äußerst unangenehmen Gefühle Neid und Eifersucht, weil sie uns mit einem Tritt in den Hintern in unser wahres Potential stoßen. Neid und Eifersucht zeigen dir, das es etwas gibt, was du gerne hättest oder sein willst, wofür du aber noch wachsen und reifen musst…

RESONANZ

Resonanz ist ein Grundprinzip dieses Universums. Wenn zwei Wesen oder Objekte in einer ähnlichen Frequenz schwingen, dann wird sich diese Schwingung aufgrund von Resonanz mit der Zeit angleichen. Wenn sie sehr verschieden schwingen, dann erzeugt das Dissonanz und Reibung. Etwas Reibung und Dissonanz empfinden wir im Leben und in Beziehungen bereichernd…

SANFTMUT

Sanft zu sein in einer Welt des Horrors von Umweltzerstörung, Tiermissbrauch, Krieg und drohender Vernichtung des Planeten braucht in der Tat viel Mut! Sanftmut bedeutet, mit der Natur, mit Tieren, Pflanzen und Menschen in Harmonie zu sein und diesen keinen Schmerz zuzufügen. Das ist heutzutage schwierig, da wir unser Essen nicht mehr selbst im eigenen Garten anbauen und mit unserem Lebensstil oft ungeahnten Schaden in fernen Regionen der Welt anrichten…

SEIN 

Die Frage: WER BIN ICH? bewegt jeden Menschen, der ein Interesse an innerem Wachstum und Bewusstsein hat. Die Antwort auf diese Frage definiert den eigenen Standpunkt im Leben. Als Mensch können wir selbst entscheiden, wer wir sind und was wir im Leben verwirklichen wollen…

SEELE

Als Mensch sind wir multidimensionale Wesen. Zum einen sind wir dieser Körper, der geboren wird, für eine kurze Zeit lebt, um dann wieder zu vergehen. Zum anderen sind wir eine unsterbliche Seele, die aufs engste mit der Ganzheit des Seins verbunden ist…

SELBSTWERT

Das du wertvoll bist, ist eine Tatsache, weil du ein göttliches Wesen bist. Das heißt, du bist ein Teil des Ursprungsbewusstseins, welches in sich selbst dieses Universum erträumt, mit allen Wesen, Planeten und Sonnen. Du bist in Wirklichkeit unendlich, zeitlos, ewig. Und so sind es alle Wesen und Dinge, die du in deinem Leben siehst. Dein Wert ist in deinem Sein festgelegt, welches Liebe ist…

SEXUALITÄT

Sexualität ist wichtig für eine erfüllenden Paarbeziehung. Wenn der Sex nicht stimmt, dann können wir unsere Beziehung zwar noch über Jahre freundschaftlich und auch sehr liebevoll am Laufen halten, aber wir werden dabei permanent das Gefühl haben, dass etwas fehlt. Leidenschaft, Ekstase, berauschende Körperenergie – das ist genau das, was dann fehlt…

SEELENSCHAU

Selbsterkenntnis geschieht durch das bewusste schauen auf die Seele eines Wesens. Wenn du es wirklich schaffst die tiefste Essenz in einem (scheinbar) anderen Wesen zu sehen, dann erkennst du das formlose, göttliche, grenzenlose, ewige leuchtende, transparente SELBST welches dein Gegenüber ist. Und du bemerkst auch, das du genau schön und wertvoll und ewig bist…

SELBSTLIEBE

Stell dir vor die Welt ist ein Traum. Alles was hier erscheint, alles was du siehst, alle Menschen, die Natur, der Kosmos, dein eigener Körper, deine Beziehungen – all das ist ein Traum der in deinem Geist stattfindet. Wäre dann nicht alles in deiner Welt auch dein eigenes Selbst? So wie im nächtlichen Traum, in dem ganz offensichtlich auch alles von dir erträumt ist und somit Teil von dir…

STILLE  

Liebe braucht, neben dem aktiven Austausch im Leben, immer wieder Phasen von Nichts-Tun und Stille. In diesem inneren Freiraum kann sich der Körper entspannen und das Herz vertrauensvoll öffnen. Unser Leben als Mensch verläuft in Zyklen. Wachsen, Gedeihen, Erblühen, Rückzug und Stille…

TANZEN 

Das Leben selbst ist ein Tanz von Energie und Bewusstsein. Indem wir unseren Körper in Resonanz zur Musik bewegen, werden wir eins mit der Schwingung, welche die Basis unseres gesamtes Universums ist. Tanzen entspannt und bringt unterdrückte Gefühle und Gedanken an die Oberfläche, wo sie bewusst wahrgenommen können…

URTEILSFREI

Urteilsfrei zu sein, ist nicht nur absolut unabdingbar, wenn du lieben willst, es ist sogar die einzige Möglichkeit authentisch durchs Leben zu gehen. Als Seelenmensch sind wir nur dann authentisch, wenn wir lieben, weil das die ursprüngliche Intention unserer Seele ist. Jegliches Urteil ist eine kurzsichtige Illusion, weil wir eine Situation nie im ganzen überschauen und deshalb nie wirklich beurteilen können…

VEGANISMUS 

Alles ist in diesem Universum aufs engste verbunden. Unsere Realität ist ein Hologramm. Was wir denken, sprechen und tun, hat Einfluss auf alle anderen Ebenen des Lebens. Wenn wir sanft und liebevoll zu den Wesen dieser Welt sind, dann wird die Welt uns diese Eigenschaften reflektieren.

VERGEBUNG

Vergebung ist das Loslassen innerer Widerstände gegen das Verhalten anderer Menschen. In unserem Leben kommt es immer wieder vor, dass wir Schmerz erfahren, durch die Worte und Taten anderer. Meist ist das gar nicht der Wille des „Täters“, sondern nur ein Nebeneffekt des gelebten Lebens. Wir alle haben Interessen, die den Interessen anderer widersprechen…

VERSTÄNDNIS 

Bedingungslose Liebe erzeugt automatisch ein tiefes Wissen und Verständnis der Welt, weil Liebe und Erkenntnis eins sind. In unseren menschlichen Beziehungen ist es eher andersherum: Da braucht es viel Verständnis, Kommunikation und Lebenserfahrung um in der Liebe zu bleiben. 

VOLLKOMMENHEIT  

Vollkommenheit ist etwas, nach dem manche Menschen streben und vor dem andere sich fürchten. Etwas in die Vollkommenheit zu bringen, bedeutet einen Zyklus abzuschließen und wer weiß, was danach kommt? Vielleicht Langeweile oder noch größere Ziele oder sogar der Tod?…

WEITE

Liebe ist von Natur aus immer frei und weit. Wenn wir versuchen der Liebe Ketten anzulegen, geht sie genau schnell, wie sie vorher gekommen ist. Gerade in Beziehungen gehen wir mit der Liebe oft schändlich um. Wir begrenzen sie auf den einen geliebten Partner und vergessen alle anderen Teile unseres Selbst ebenso zu lieben. Das baut natürlich große Ansprüche auf…

ZEIT   

Zeit ist die Dimension der Liebe, in der unser Leben stattfindet. Zeit macht die verschiedenen Bilder unseres Lebensfilmes nacheinander erfahrbar. In unserem ewigen Bewusst-Sein lassen wir diese Bilder wie in einem Film nacheinander auftauchen und erschaffen somit unsere Realität…

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